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Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Worte zum Wochenende (21. KW 2017): Himmelfahrt eines 100-Jährigen

Dank eines Brückentages erwartet mich und meine Lieben ein verlängertes Wochenende. Morgen ist also Himmelfahrt, den besonders potenzielle Väter für Ausflüge in die berauschende Natur bzw. den natürlichen Rausch nutzen. Leider gibt es bei uns auf der Arbeit diesmal keinen Hummeltag („Früher war alles besser!“).

Worte zum Wochenende (21. KW 2017 – WilliZBlog)

Der heutige Tag ist in meiner Familie ein besonderer. Mein Vater, der vor gut sieben Jahren im gesegneten Alter von 92 Jahren starb, wäre heute 100 Jahre alt geworden. Vor 10 Jahren feierten wir noch seinen 90. Geburtstag. Die Zeit galoppiert.

Das Wetter verspricht – besonders am ‚regulären‘ Wochenende – sommerlich schön zu werden. Da nichts Großartiges anliegt, so werde ich mit meiner Frau die Zeit draußen in der Sonne genießen. Da wartet u.a. ein Roman von Halldór Laxness, endlich zu Ende gelesen zu werden.

Jethro Tull: Songs from the Wood – The Country Set (40th Anniversary Edition)

Okay, die letzten zwei Scheiben von Jethro Tull, die Steven Wilson im letzten Jahr neu in einer Stereo- und dann auch in der 5.1-Version abgemischt hatte, ist bei mir ‚unter den Tisch‘ gefallen. Zum einen wurde Aqualung als Aqualung (40th Anniversary Adapted Edition) und dann endlich auch die erste von mir 1969 gekaufte LP Stand Up als Stand Up – The Elevated Edition in jeweils einem CD/DVD-Set auf den Markt gebracht, wieder mit einem Booklet, das viel interessantes Material zur Band und Hintergrundinformationen zur Scheibe enthält. Und natürlich mit bisher unveröffentlichtem Tonmaterial. Zur Qualität brauche ich eigentlich kein Wort verlieren. Steven Wilson hat wieder ‚ganze Arbeit‘ geleistet und aus dem alten analogen Material das Optimum herausgeholt.

Am letzten Freitag (19. Mai) erschien nun auch die in der Chronologie folgende Veröffentlichung meiner ‚Lieblingsband‘ aus dem Jahr 1977: Songs from the Wood – The Country Set (40th Anniversary Edition), mit drei CDs und zwei DVDs für einen zz. dem Spotte heischenden Preis.

Jethro Tull: Songs from the Wood – The Country Set (40th Anniversary Edition)

Es gehört schon zur Standardausstattung dieser Remix-Versionen: Booklet, die neu abgemischte Stereoversion und auf Audio-DVD das Ganz in 5.1. Dieses Set nun enthält auf zwei CDs ein Konzert der Band – und Gleiches in laufenden Bildern u.a. mit 5.1-Ton als DVD – diesmal in einem Remix von Jakko Jakszyk. Bei dem Video handelt es sich um ein zweistündiges Konzert im Capital Centre, Landover, Maryland, vom 21. November 1977. Allein diese Scheibe ist das Geld wert. Natürlich lässt sich das analoge 4:3-Bild nicht mit digitalem Videomaterial von heute vergleichen. Aber die Qualität ist durchaus akzeptabel. Entschädigt wird man allemal durch den neu abgemischten Ton.

Sicherlich kennt Ihr diese beiden Konzert-Mitschnitte. Die mit diesem Set mitgelieferten Videoaufnahmen sind gewissermaßen der dritte Teil in dieser Serie.


Jethro Tull played live at Tampa Stadium on 31th July 1976 in Tampa, Florida/USA

Es war dann der 10. Februar 1977, als Jethro Tull im Golders Green Hippodrome in London auftrat. Bis heute ist es mein liebstes Konzert der Band.


Jethro Tull – Live at Golders Green Hippodrome – 1977

Nicht ganz vergessen möchte ich die einzige Neuveröffentlichung von Ian Anderson unter dem Namen Jethro Tull: The String Quartets. Für diese Scheibe sind meine Gefühle doch sehr gemischt (und wohl nicht nur bei mir). Ich muss mir die Stücke noch einmal (und dann sicherlich noch einmal) anhören. Später also mehr dazu.

Songs from the Wood ist für mich eine der liebsten Scheiben von Jethro Tull. Von daher ist dieses Set natürlich ein absolutes Muss für mich. Ich habe bisher nur das Konzert-Video gehört (und gesehen). Besonders das bisher unveröffentlichte Tonmaterial soll einige Perlen enthalten, auf die ich mich jetzt schon freue.

Siehe auch:
Jethro Tull: Minstrel in the Gallery – 40th Anniversary La Grande Édition
Jethro Tull: Too Old to Rock ’n‘ Roll, Too Young to Die! (1976) – Box-Set

Ende gut, (fast) alles gut?!

Auch wenn der Abschluss nicht so ganz war, wie man ihn sich wünschte: Die drei letzten Spiele des SV Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga in dieser Saison boten zwar einigen Spektakel mit vielen Toren, gingen allerdings alle drei verloren (3:4 in Köln, 3:5 gegen Hoffenheim und zuletzt 3:4 in Dortmund). Die Bremer belegen in der Abschlusstabelle den achten Platz. Wer hätte das vor Wochen noch geglaubt.

Und es gibt noch zwei Erfolgsmeldungen: Die U21 (bzw. Werder II) hat den Klassenerhalt in der 3. Liga geschafft. Und die Fußball-Frauen des SV Werder steigen als Meister der Zweiten Bundesliga Nord direkt wieder in die Bundesliga auf.

Gratulation allen Mannschaften!

Fans des SV Werder Bremen

Nun, die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb in der nächsten Saison hat Werder leider verpasst. Ich hoffe nur, dass das keine Auswirkungen auf das Mannschaftsgebilde haben wird. Denn Spieler wie Gnabry und auch Kruse würden gern international auftreten. Auf Sportchef Frank Baumann wartet viel Überzeugungsarbeit, um diese Spieler mindestens eine weitere Saison an der Weser zu halten.

Offen ist auch die weitere Zukunft von Claudio Pizarro. Ohne Zweifel ist er jetzt schon eine Werder-Legende. Aber mit seinen 38 Jahren und seiner Verletzungsanfälligkeit kann und darf man nicht mehr allzu viel von ihm erwarten. Sollte Werder ihn tatsächlich nicht mehr weiter verpflichten, dann hoffe ich aber doch auf ein angemessenes Abschiedsspiel für ihn – und auch für Clemens Fritz.

Auf dem Transfermarkt tut sich inzwischen ja auch schon so einiges. Mit Ludwig Augustinsson (linker Verteidiger) und Jérôme Gondorf (zentrales Mittelfeld), der wohl Florian Grillitsch beerben soll, ist sich Werder einig geworden. Außerdem kommen Spieler zurück, die bis zum 30.6. ausgeliehen waren.

Ich bin gespannt, wie Werder zum Saisonauftakt 2017/2018 aufgestellt sein wird. Und ich hoffe, dass die Mannschaft erst einmal nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben wird.

Worte zum Wochenende (20. KW 2017): Donnerwetter mit Arno

Donnerwetter!

Soll so der ganze kommende Sommer werden? Heiße Luft aus Afrika, die auf kalte Strömungen aus dem Norden trifft. So wird es plötzlich richtig heiß, saugt sich voll mit Feuchtigkeit, um dann krachend die ‚atmosphärischen Spannungen‘ zu entladen? Bitte nicht …

Letzter Spieltag

Also ich glaube nicht, dass der SV Werder Bremen morgen am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga doch noch das schier Unmögliche schafft und sich einen Platz in den Gefilden Europas ergattert. Okay, Platz sieben oder gar sechs ist noch möglich. Aber dann muss es schon ein kleines Fußballwunder geben und Werder in Dortmund gewinnen. Und selbst dann …

Schauen wir auf das letzte Drittel der Tabelle, dann sehen wir dort, dass dem HSV ein Sieg gegen Wolfsburg gelingen muss, um nicht zum dritten Mal in vier Jahren in die Relegation gegen den Dritten der 2. Liga gehen zu müssen. Dort wartet voraussichtlich die Braunschweiger Eintracht. Dreimal ist Bremer recht, aber auch Hamburger? Sollte der HSV also am Ende tatsächlich absteigen?

Worte zum Wochenende (20. KW 2017 – WilliZBlog)

Arno Schmidt

Ich weiß gar nicht mehr, wieso ich dieser Tage auf Arno Schmidt gekommen bin. Ach, doch – da gab es diese Dokumentation über ihn unter dem Titel Mein Herz gehört dem Kopf auf arte.tv (leider nicht mehr verfügbar), die ich mir angeschaut habe. Ein Sonderling und Einzelgänger, der als Heimatvertriebene eine neue Bleibe suchte und diese schließlich im kleinen Heidedorf Bargfeld fand. In „Die Umsiedler“ beschäftigte er sich mit dem damaligen Tabuthema von Flucht und Vertreibung und schildert, wie wenig willkommen er, der mit seiner Frau aus Schlesien fliehen musste, sich in der Bundesrepublik fühlte. Kommt uns das Thema nicht bekannt vor?

Arno Schmidt wurde besonders durch sein 1970 erschienenes Monumentalwerk Zettel’s Traum (okay mit Deppelapostrophe – leitet sich allerdings aus dem Englischen ab) bekannt, ein Monster von über 1300 Seiten und dreispaltig in DIN A 3, das damals als Faksimile (des mit Schreibmaschine, die Randglossen und Streichungen von Hand verfassten Werkes) erschien, weil man es für nicht zu setzen erachtete. Erst im Oktober 2010 erschien im Suhrkamp Verlag die „Bargfelder Ausgabe. Werkgruppe IV/1. Standardausgabe. Zettel’s Traum“ als gesetztes Buch. Friedrich Forssman arbeitete hieran zuvor etliche Jahre.

Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, der Ulysses und Finnegans Wake von James Joyce, Alfred Döblins Berlin Alexanderplatz, Der Mann ohne Eigenschaften von Robert Musil (um nur einige dieser kiloschweren literarischen Werke zu nennen), wer hat sie nicht gelesen. Genau: NICHT gelesen!

An Joyce Ulysses (in der Übersetzung von Hans Wollschläger) habe ich mich vor vielen Jahren einmal herangewagt, bin dann aber auf halber Strecke kläglich gescheitert. Sein Finnegans Wake habe ich mir als Finnegans Wehg. Kainnäh ÜbelSätzZung des Wehrkess fun Schämes Scheuss von Dieter H. Stündel zugelegt (enthält neben einer ‚Annäherung‘ auf Deutsch auch das Joyce’sche Original). Döblins Berlin Alexanderplatz kenne ich nur als Fernsehserie in 13 Episoden und einem Epilog (ca. 930 Min lang) von Rainer Werner Fassbinder mit Günter Lamprecht als Franz Biberkopf. Prousts Recherche habe ich als verfilmten Zweiteiler bisher noch ungesehen auf meinem Rechner. Musils Mann ohne Eigenschaften ist als E-Book vorhanden. Und nun auch noch Arno Schmidt?

Es gibt so Sachen, die man auf spätere Zeiten verlegt, wenn man nicht mehr durch Pflichten und sonstige Notwendigkeiten behindert ist, wenn man also ZEIT hat. Da kommt eigentlich nur das Rentenalter in Frage. Da dieses mir aus nicht mehr allzu großer Ferne entgegenwinkt, so werde ich dann meine Yamaha endlich auspacken – und mich mit Inbrunst auf all das Literarische stürzen, was bisher liegengeblieben ist.

Aber jetzt winkt erst einmal das Wochenende. Ich winke zurück …

Worte zum Wochenende (18. KW 2017): ein Filmnachmittag

Was für ein scheußliches Wetter sucht uns in diesen Tage heim. Aber ab morgen soll es wieder besser werden: wärmer, sonniger und auch trocken. Für morgen haben wir Bekannte eingeladen, die sich für unsere Fotos und Videos von unserem Urlaub auf der Hallig Langeneß interessieren. So gibt es bei Kaffee und Kuchen einen Filmnachmittag, allerdings nicht mit „Land unter“.


„Land unter“ auf der Hallig Langeneß (27.12.2016)

Übrigens: In diesem Jahr Sommer werden wir nochmals die Halligen besuchen: Diesmal ist die Hallig Hooge dran. Meine Frau und ich freuen uns schon darauf.

Worte zum Wochenende (18. KW 2017 – WilliZBlog)

25 Jahre Werders Europapokalsieg

Heute Abend spielt in der Fußball-Bundesliga der SV Werder Bremen in Köln und will natürlich die Serie von elf Spielen ohne Niederlage fortsetzen. Europa winkt. Ich habe auf ein Unentschieden getippt, habe aber nichts dagegen, wenn Werder auch dieses Spiel gewinnt.

Apropos Europa: Morgen ist es 25 Jahre her, dass der SV Werder seinen bisher größten fußballerischen Erfolg feierte: Im Endspiel des Europapokals der Pokalsieger gewannen die Bremer am 06.05.1992 im Estádio da Luz von Lissabon gegen die favourisierte Mannschaft des AS Monaco mit 2:0. Wenn ich auf die Mannschaftsaufstellung von damals schaue, so erkenne ich viele Namen, die mir auch heute noch viel sagen: die Torschützen Klaus Allofs (genau der, der viele Jahre später Manager in Bremen wurde) und Wynton ‚Kiwi‘ Rufer, der heute noch als Scout in Asien und Ozeanien für Werder unterwegs ist. Dann als Einwechselspieler Thomas Schaaf, der lange erfolgreich der Trainer der Bremer war. Dieter Eilts, der Ostfriese, der vier Jahre später eine so grandiose Europameisterschaft spielte, Rune Bratseth, als Libero der norwegische Beckenbauer, Mirko Votava, der Mannschaftskapitän, Frank Neubarth, Ullrich Borowka und natürlich Marco Bode, als Nachfolger von Willi Lemke seit dem 25. Oktober 2014 Vorsitzender des Aufsichtsrats beim SV Werder. Okay, auch die restlichen Namen sollen nicht vergessen sein: Jürgen Rollmann (im Tor), Thomas Wolter, Manfred Bockenfeld und Stefan Kohn (als Einwechselspieler). Trainer war damals kein Geringerer als Otto Rehhagel.

Europapokal der Pokalsieger – Finale 1992 Startelf des SV Werder Bremen
Europapokal der Pokalsieger – Finale 1992 Startelf des SV Werder Bremen

Längst gibt es diesen Pokal nicht mehr (zuletzt 1999 ausgespielt), der dann durch den UEFA-Pokal abgelöst wurde und ab der Saison 2009/2010 Europa League heißt.


Europapokal der Pokalsieger – Finale 1992 AS Monaco – SV Werder Bremen 0:2

Worte zum Wochenende (17. KW 2017): … und Sonnenschein!

Habe schon wieder eine Arbeitswoche hinter mich gebracht (nach dem Osterurlaub) und werde mich an einem verlängerten Wochenende erfreuen, denn am Montag ist ja der Tag der Arbeit. Ist immer noch ein Feiertag in Deutschland. Und wenn dazu die Sonne lacht – umso besser!

Zuvor morgen Nacht werden bekanntlich wieder die Hexen los sein: Walpurgisnacht. Für alle anderen ist es ein Tanz in den Mai. Dann tanzt mal schön …

Worte zum Wochenende (17. KW 2017 – WilliZBlog)

Wie auch immer: Der Mai wird kommen und sich als arbeitsscheu entpuppen. Neben dem 1. Mai-Feiertag wartet ja auf uns noch Himmelfahrt (25.05.). Und gleich zu Anfang Juni gibt’s Pfingsten mit einem weiteren arbeitsfreien Tag. So könnte das weitergehen. Wird es aber nicht. Immerhin winkt dann schon der Sommerurlaub, wenn auch noch in heute weiter Ferne …

Endspurt Fußball-BL 2016/2017

Noch vier Spieltage, dann beendet die Fußball-Bundesliga die Saison 2016/2017: Endspurt für alle 18 Vereine. Und für Spannung ist durchaus noch gesorgt. Okay, die Bayern (zz. 70 Punkte) dürften schon wieder Meister werden, auch wenn sie jetzt etwas kränkeln (vom erhofften Triple bleibt nur noch die Meisterschale). Und die weiteren Champions League-Plätze sind eigentlich auch schon vergeben: Aufsteiger Leipzig (62), Dortmund (56) und Hoffenheim (55). Fragt sich nur, ob Dortmund oder Hoffenheim noch in die Qualifikation müssen.

Am Tabellenende ist es besonders spannend. Darmstadt (21), okay, hat wirklich nur noch theoretische Chancen zum Klassenerhalt. Aber davor streiten sich noch fünf Vereine ums Verbleiben in der Bundesliga: Mainz, Wolfsburg und HSV (alle 33 Punkte), Augsburg (32) und Ingolstadt (28). Die schlechtesten Karten dürfte wohl Ingolstadt haben. Aber solch finanziell bestens unterstützte Vereine wie Wolfsburg und der HSV krebsen immer noch da unten herum. Deren Saisonziele sind meilenweit verfehlt.

Und was ist mit Werder? Das Jahr hatte nun wirklich keinen rosigen Start. Aber dann begann eine beispiellose Serie, die augenblicklich zehn Spiele in Folge ohne Niederlage, dabei acht Siege und zwei Unentschieden, also 26 von 30 möglichen Punkte bescherte.

    SV Werder Bremen – 100 %

Das Abstiegsgespenst ist längst verscheucht. Jetzt kämpfen die Bremer plötzlich sogar um einen der beiden Plätze für die Europa League. Ich habe es gewagt, die Spiele der Aspiranten auf diese Plätze zu tippen. Okay, oft ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Aber trotzdem (auch wenn die Übersicht etwas unübersichtlich erscheint):

5 Hertha zz. 46 Punkte tippe + 5 Punkte = 51 Punkte
 A – Werder 0 H – Leipzig 1 A – Darmstadt 1 H – Leverkusen 3
6 Freiburg zz. 44 Punkte tippe + 3 Punkte = 47 Punkte
 A – Darmstadt 1 H Schalke 1 H Ingolstadt 1 A – Bayern 0
7 Werder zz. 42 Punkte tippe + 5 Punkte = 47 Punkte
 H – Hertha 3 A – Köln 1 H – Hoffenheim 1 A – Dortmund 0
8 Köln zz. 41 Punkte tippe + 3 Punkte = 44 Punkte
 A – Dortmund 0 H – Werder 1 A – Leverkusen 1 H – Mainz 1
9 Frankfurt zz. 41 Punkte tippe + 4 Punkte = 45 Punkte
 A – Hoffenheim 0 H – Wolfsburg 3 A – Mainz 1 H – Leipzig 0

Demnach würde die Berliner Hertha auf Platz 5 verbleiben und direkt in die Gruppenphase der Europa League einziehen. Freiburg und Werder hätten am Ende nach meiner Rechnung jeweils 47 Punkte, sodass die Tordifferenz entscheidend wäre. Und da dürfte der SV Werder die Nase vorn haben, was hieße: die Bremer sind mit dabei. Frankfurt zieht noch an Köln vorbei.

Nun denn … Eigentlich sollte man in Bremen froh sein, ein weiteres Jahr Bundesliga-Fußballluft zu schnuppern. Aber wenn man plötzlich so kurz vor einem Ziel steht, das vor einem Vierteljahr lediglich wie ein Hirngespinst erscheinen mochte, dann will man natürlich auch dieses Ziel erreichen. Und so ganz unbedeutend erscheint mir das auch nicht (nicht nur aus finanzieller Sicht gesehen). Denn sollte Werder wirklich in der nächsten Saison auch in Europa spielen, dann stiegen die Chancen, Spieler wie Serge Gnabry, der von Dortmund und Hoffenheim umworben wird, und Thomas Delaney zu halten. Selbst für Torwart Felix Wiedwald, der lange Zeit nur die Nummer zwei im Tor bei Werder war und dann durch grandiose Leistungen überzeugte, zeigen manche Vereine im Ausland Interesse.

Das ist nun einmal die Krux bei Vereinen wie Werder. Überzeugen Spieler durch ihre Leistung, dann stehen andere Vereine mit dem großen Geld vor der Tür, um diese Spieler zu sich zu lotsen. Daher finde ich es ziemlich zwiespältig, wenn sich Werder jetzt für eine Rückholaktion von Davie Selke stark macht. Der war zum 1. Juli 2015 für acht Millionen Euro zu RB Leipzig transferiert worden. Viel Geld für Werder für einen damals Zwanzigjährigen. Nun wird Selke in Leipzig aber nicht glücklich und kommt nur auf wenig Spielpraxis. Leipzig will aber von Werder 12 Millionen Euro, obwohl Selkes Marktwert deutlich gesunken ist. Nichts gegen Selke, aber nicht um jeden Preis! Vielleicht doch noch ein Jahr länger mit Pizarro?

Nun, ich bin gespannt (nicht nur meiner Tipps wegen). Besonders gespannt bin ich auch, wer am Ende aus der Bundesliga absteigen muss (neben Darmstadt Ingolstadt – aber wer kommt in die Relegation? Mainz?). Bleibt der Dino (HSV) weiterhin im Wanken (ein Jahr Liga zwei könnte den Hamburger nicht schaden; aber wie war das mit dem Vater des Gedankens …?!)?

200 Jahre Fahrrad

Zu Ostern weilte ich in Mannheim und besuchte mit Frau und jüngerem Sohn meinen älteren Sohn, der dort studiert. Wie schon vor einem Jahr (500 Jahre deutsches Reinheitsgebot für Bier) so gab es auch diesmal ein Jubiläum zu feiern: 200 Jahre Fahrrad. Und diesmal hatte das auch wirklich etwas mit Mannheim zu tun.

Mannheim Ostern 2017 – Augustaanlage – 200 Jahre Fahrrad

Am 12. Juni 1817 fuhr nämlich Karl Drais erstmals auf einer Laufmaschine (Draisine) durch Mannheim. Die Laufmaschine gilt als die Urform des Fahrrads. Heute – nach fast 200 Jahren – ist das Fahrrad weltweit das am meisten genutzte Transportmittel und ein zentrales Element für die Entwicklung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilität.

    200 Jahre Fahrrad 2017
    200 Jahre Fahrrad 2017

Nun anders als vor knapp 10 Jahren geschrieben (Tanz ums goldene Kalb), verfüge ich mit Familie inzwischen auch über vierrädriges Gefährt, das aber überwiegend mein Jüngster für Fahrten zur Arbeit benutzt. Ansonsten haben wir der ‚Stall‘ voll mit Fahrrädern. Ich weiß nicht, wie hoch der Anteil an Fahrrädern pro Bewohner in Deutschland ist, aber bei uns dürfte er bei über 1,5 Fahrrad/Person liegen, die Kinderräder u.ä., die meine Frau für ihre Tageskinder bereithält, nicht mitgezählt.

Heute ist das Fahrrad zu einem Hightech-Artikel geworden mit Navigationssystem und Fahrrad-Computer. Längst verfügen Räder heute über hydraulische Scheibenbremsen, vorne wie hinten, und natürlich Kettenschaltung mit x-vielen Gängen. Seitenläuferdynamos fürs Licht, die früher das Fahren bei Dunkelheit erheblich erschwerten, sind längst durch Nabendynamos ersetzt. Fahrradrahmen, Sattel und Lenker – alles nur vom Feinsten. Und nicht nur mehr bei Rentnern up to date sind E-Bikes. Die bieten nicht nur eine Anfahrhilfe, sondern unterstützen den Biker bei widrigem Gelände oder garstigen Wettersituationen.

Ich weiß nicht, wie viele Kilometer ich in meinem Leben auf dem Fahrrad zurückgelegt habe. Die letzte größere Radtour ist allerdings auch schon wieder fast elf Jahre her (Fehmarn 2006). Sonst bin ich meist mit meiner Frau rund um Tostedt unterwegs. In frühen Jahren allerdings war ich in den Ferien oft mit Freunden auf dem Rad unterwegs und habe so ziemlich viel in Norddeutschland (speziell Niedersachsen) abgegrast. Da lassen sich einige Anekdoten erzählen vom (erlaubten) Zelten in Vorgärten, kostenfreien Bewirtungen und überhaupt gastfreundlichen Menschen aller Orts. Und nicht umsonst bin ich seit rund 50 Jahren (mit kurzen Unterbrechungen) Mitglied des Jugendherbergswerk DJH.

Also auf, ihr müden Krieger! Gerade zu diesem Wochenende soll’s draußen sonnig und endlich wieder wärmer werden. Man muss ja nicht gleich für die Tour de France trainieren. Mit gepacktem Picknickkorb findet jeder einen Weg ins Grüne. Fröhliches Radeln wünsche ich! 😉

Worte zum Wochenende (14. KW 2017): Offliner

Noch einmal richtig reinhauen, dann ist es schon wieder Wochenende. Und dann noch drei Arbeitstage und mein österlicher Urlaub darf beginnen. Apropos Ostern:

Es gibt einige, die nutzen die Zeit vor Ostern, um sich ihrer selbst durch Fasten bewusster zu werden. Davon gibt es wieder solche, die ganz bewusst aufs Online-Sein, um es einmal so auszudrücken, verzichten. Soweit das möglich ist. Also im Privaten. Im Neudeutschen bezeichnet man solche Menschen, die nicht über einen Instant Messenger, z.B. Telegram, oder ähnlichem via Internet erreichbar sind, als Offliner.

Worte zum Wochenende (14. KW 2017 – WilliZBlog)

Ja, diese ständige Verfügbarkeit, dieses permanente Online-Sein, ist schon so etwas wie eine Seuche. Und damit uns auch nur nicht der Strom ausgeht, schleppen wir kleine mobile Kraftwerke, Power-Banks genannt, mit uns herum.

Vielleicht sollte wir wirklich einmal etwas länger die kleine Taste betätigen, die solche Geräte wie Smartphones und Tablets ausschaltet, auch wenn es nur für kurze Zeit ist (zum Eingewöhnen), z.B. wenn wir unterwegs sind. Wieder einmal die Umwelt wahrnehmen, die nicht nur über ein kleines Display zu bewundern ist. Denkt daran, in einer Woche ist Ostern!