Kategorie-Archiv: Dies und das

Allgemeines zu Welt und Herd

Herbstliche Dekoration 2013 (1)

Kaum ist es Herbst geworden, dekoriert meine Frau das halbe Haus wieder um. In der Abseite unseres Dachbodenzimmers gibt es viele Kartons, in denen jeder Jahreszeit oder jedem festlichen Anlass wie Ostern oder Weihnachten entsprechend allerhand Kleinkram (Figuren aus Keramik usw.) aufbewahrt werden. Jetzt ist es also Herbst und so schmücken Kürbisse, Pilze, Bärchen und abends illuminierte Geisterhäuschen unser Zuhause.

Herbstliche Deko 2013

Herbstliche Deko 2013

Herbstliche Deko 2013

Herbstliche Deko 2013

Herbstliche Deko 2013

Herbstliche Dekoration bei AlbinZ im Haus 2013

Herbstliche Deko 2013

Die Bürokratie, sie lebe hoch

Es stimmt schon: Von der Wiege bis zur Bahre: Formulare! Formulare! Es ist immer wieder ein Graus, wenn die Einkommensteuererklärung oder der Fragebogen der Krankenkasse ‚fällig’ wird. Man könnte sich in der Zeit mit Sinnvollerem beschäftigen. Immerhin geht es um das Geld im eigenen Portemonnaie.

Dann gibt es allerdings auch Dinge, die vielleicht in Schilda geschehen konnten, bei uns aber nicht geschehen sollten. Es geht um einen Fall von Kindergeld, das von den Familienkassen bei der Bundesagentur für Arbeit ausgezahlt wird und das man als Elternteil mindestens bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres eines Kindes bekommt.

Positiv ist es natürlich, wenn die Familienkasse von sich aus anfragt, ob weiterhin ein Kindergeldanspruch besteht, z.B. wenn das 18-jährige Kind sich noch in schulischer Ausbildung befindet. Da füllt man gern ein Formular aus.

Wenn denn das Kind aber eine Erstausbildung beendet hat, um dann vielleicht eine Berufstätigkeit aufzunehmen, dann weiß ‚jedes Kind’: Der Kindergeldanspruch ist erloschen. Nun bin ich vielleicht manchmal ein überkorrekter Mensch. Da mein älterer Sohn in dieser Woche mit der mündlichen Prüfung seine Ausbildung beendet hat und, da er keinen Studienplatz zum Wintersemester bekommt, eine ‚Erwerbstätigkeit’ aufnimmt (er hat das heute seltene Glück, gleich nach der Ausbildung in seinem Beruf einen interessanten Job zu finden), habe ich ‚von mir aus’ versucht, der Familienkasse dieses mitzuteilen. So habe ich online ein entsprechendes Formular ausgefüllt – und kam dabei bereits ins Staunen: Das Formular konnte ich nicht online verschicken, sondern hätte es ausdrucken und dann per Post versenden müssen. Außerdem wollte die Familienkasse eine Kopie des Arbeitsvertrages. Warum eigentlich? Glaubt man, ich wolle ‚freiwillig’ auf meinen Kindergeldanspruch verzichten?

Um mir das Porto zu sparen, versuchte ich die Formalien per Fax zu versenden. Fehlanzeige! Die Faxnummer der für mich und meinen Sohn zuständigen Stelle, so wie sie auf der Website steht, stimmte nicht. So schrieb ich (ohne Formulare, da mein Sohn bisher weder ein Abschlusszeugnis noch einen unterschriebenen Arbeitsvertrag vorweisen konnte) formlos per Mail.

    Familienkasse Niedersachsen - Bremen

Als Antwort erhielt ich per Post die Aufforderung, eine „Erklärung zu einer abgeschlossenen Erstausbildung und Erwerbstätigkeit“ für meinen Sohn auszufüllen. Diesmal wollte man ‚nur’ einen Nachweis, „dass die Schulausbildung beendet ist.“

Und so stand weiterhin in dem Schreiben: „… über Ihren Anspruch auf Kindergeld kann noch nicht bzw. noch nicht endgültig entschieden werden …“. Und am Schluss mit einer Fristsetzung: „Sollten Sie … nicht antworten …., muss die Festsetzung des Kindesgeldes aufgehoben werden.“

Oh, meine Herren und Damen von der Familienkasse, eigentlich will ich als pflichtbewusster Staatsbürger nichts ANDERES, als dass „die Festsetzung des Kindergeldes aufgehoben wird“. Zumindest für den älteren meiner beiden Söhne. Also brauche ich nicht zu antworten? Insgesamt fürchte ich, dass die Damen und Herren jetzt vielleicht auch das Kindergeld für meinen jüngeren Sohn ‚streichen’, wenn ich nicht antworte. Für den habe ich nämlich noch einen Kindergeldanspruch.

Faltenwurf

Mit Stoffen habe ich eigentlich nichts am Hut. Ich trage noch nicht einmal eine Mütze. Dafür verarbeitet meine Frau mit Nadel und Faden so manchen Stoff zu Tragbarem. Und selbst mein älterer Sohn greift zu Schere, Nähmaschine und Stoffen, um seine Stofftierkreationen zu erschaffen. Er hat extra mehrere Nähkurse besucht und sich u.a. auch schon einmal eine Hose selbst gefertigt.

Als unsere beiden Söhne noch klein waren, hat meine Frau oft genug Kleidungsstücke für die beiden Stöpke genäht (ich muss einmal in alten Fotoalben stöbern, um einmal eine ‚Mustersammlung’ vorstellen zu können). Und manches ausrangierte Hemd wurde umgenäht, um es etwas artfremd z.B. als Nachthemd wieder aufleben zu lassen.

So gehört ein Besuch in der Stoffe-Abteilung eines Kaufhauses durchaus auch zu meinem Alltag. In Hamburg ist es wohl das Alsterhaus, das mit einer größeren Auswahl dienen kann. Aber es gibt auch einen Groß- und Einzelhandel in Hamburg-Hamm mit einer geradezu gigantischen Auswahl an Stoffen: mahler.stoffe.

Faltenwurf bei mahler.stoffe

„Wir laden Sie herzlich ein zu einem Besuch unseres Stoffgroß- und Einzelhandels.
In unserem 400qm großen Verkaufsraum finden Sie alle Stoffarten, vom günstigen Deko-Stoff bis zum hochwertigsten Seidenbrokat…“

Ich will hier eigentlich keine Werbung machen. Aber es gibt nun einmal ganz besondere Geschäfte, die nur der Eingeweihte kennt und die es verdienen, dass man sie an Interessierte weiterempfiehlt.

Mir persönlich gefällt übrigens die Website der Firma. Eigentlich nichts Großes: Via Flash-Video werden hier Stoffe im ‚Faltenwurf’ dem werten Betrachter zugeworfen. Und dank eines kleinen Videofilms kann man einen ersten Eindruck von der großen Auswahl des Geschäfts gewinnen.

Hafengeburtstag Hamburg 2013

Wegen des Himmelfahrtsfeiertags findet der diesjährige Hafengeburtstag im Hamburg sogar einmal an vier Tagen statt. Seit gestern geht es hoch her an der Elbe: da bietet die Hamburger Meile kulinarische Genüsse und Unterhaltung vom Baumwall bis zu den Landungsbrücken. Und natürlich kann man jede Menge Schiffe vom Schlepper bis zum Kreuzfahrtschiff bewundern.

Hafengeburtstag Hamburg 2013

Das Programm im Internet – auch als PDF-Datei

Dies und das von den britischen Inseln

Meine Vorliebe für das Britische schlechthin dürfte inzwischen bekannt sein. Da es mit größer werdenden Schritten auf den Sommer zugeht, sei hier die Gärtnerkunst erwähnt, den green fingers (bei uns ist nur der Daumen grün), die viele Briten haben und die trotz der Witterung auf den Inseln prächtige Gartenanlagen entstehen lassen:

Sommergarten

Die Anlage heißt zwar „The Garden House“, jedoch spielt das Haus eindeutig die Nebenrolle. Einer der schönsten Sommergärten Englands lieft in Devon nahe Plymouth. Unsere Favoriten: der wildromantische „Walled Garden“ und der Cottage Garden.

Quelle meiner Informationen ist ein kleiner Prospekt des British Shops, Deutschlands größten Anbieter für British Lifestyle und einen Spezialisten besonders auch für englische Bekleidung. Hier einige weitere interessante Informationen – selbst wer keine Reise nach England, Schottland oder Wales plant, wird hier mit Sicherheit einiges von Interesse finden – alles ist very british.

Museum of London Transport

Im Untergrund

Die Londoner U-Bahn feiert ihr 150-jähriges Bestehen auch mit einer Ausstellung ihrer schönsten Werbeplakate. Noch bis 27. Oktober sind diese Schmuckstück – genau 150, ausgewählt unter 3.300 aus dem Archiv – im Museum of London Transport in Covent Garden zu sehen. Einige erklären, wie man sich in der „Tube“ zu benehmen hat, andere versuchen die Londoner für Ausflüge zu gewinnen oder bewerben das Nachtleben.

TV-Rezepte

Kennen Sie die „Hairy Bikers“, die haarigen Motorradfahrer? Diese Herren, die ihren Namen zu Recht tragen, haben eine sehr beliebte Sendung bei der BBC, eine Mischung aus Reisemagazin und Kochshow. Rezepte – auch aus anderen Kochsendungen – finden Sie in reicher Auswahl auf bbc.co.uk/food

Krönungskleid der Queen

Es ist kaum zu glauben, aber wir feiern noch immer ein Jubiläumsjahr der Queen: Im Juni 1953 wurde Elizabeth II. offiziell gekrönt, nachdem sie im Jahr zuvor die Nachfolge ihres überraschend verstorbenen Vaters angetreten hatte. Buckingham Palace zeigt aus diesem Anlass während des „Summer Opening“ vom 27. Juli bis 29. September eine Ausstellung, die viele Menschen begeistern wird. Zu sehen ist das Krönungskleid der jungen Königin, neben zahlreichen anderen Roben. Auch Gemälde, Fotos und besondere Stücke wie etwa der Füller aus Gold, mit dem die Königin unterschrieb, werden gezeigt. Es empfiehlt sich, Tickets zu reservieren: royalcollection.org.uk/exhibitions

IBA & IGS Hamburg

Sieben Jahre dauerte das Forschen und Entwickeln auf Hamburgs Elbinseln. Im Präsentationsjahr 2013 vom 23. März bis 3. November 2013 können wir die IBA Hamburg, die Internationale Bauausstellung, ihre Themen und die vielfältigen Lösungsansätze für die Stadt der Zukunft in fast 900 Touren, einer Vielzahl spannender Veranstaltungen, Ausstellungen und Kongresse entdecken.

igs hamburg 2013 – In 80 Gärten um die Welt

Fast zeitgleich findet ebenfalls in Hamburg die Internationale Gartenschau statt: Vom 26.April bis zum 13.Oktober 2013 hat die IGS Hamburg 2013 geöffnet. Die Reise „In 80 Gärten um die Welt“ ist gestartet.

Endlich ist es Frühling geworden – und ein interessanter Sommer steht uns bevor. Wer sich Anregungen für den Bau eines Eigenheimes oder für die Gestaltung des Gartens holen möchte, der wird in diesem Jahr bis in den Herbst hinein Ideen genug in Hamburg finden.

150 Jahre Rotes Kreuz – Retten, suchen, finden

Fast jeder kennt das Symbol, das rote Kreuz auf weißem Grund ist eines der bekanntesten Zeichen weltweit. In diesem Jahr feiert das Rote Kreuz sein 150-jähriges Jubiläum.

Basis und Rückgrat des Roten Kreuzes in Deutschland sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die freiwilligen Helfer. Um ihre Arbeit geht es in dieser Reportage. Ob Rettungseinsätze oder Blutspenden, ob Krankenpflege oder Wasserwacht – ohne diese freiwilligen Helfer würde hierzulande vieles nicht funktionieren.

Bei Konzerten und auf der Kirmes – auf fast allen Großveranstaltung trifft man DRK Mitarbeiter. Die Reportage begleitet ehrenamtliche Rettungssanitäter bei ihren Einsätzen bei Bundesligaspielen und auf großen Volksfesten.

Viel weniger bekannt ist die Arbeit des DRK-Suchdienstes in München. Hier wird im wahrsten Sinne des Wortes Schicksal gespielt. Wir sind dabei, als eine Frau ihre verschollene Halbschwester dank der in München gesammelten Unterlagen findet.

Die DRK-Rettungshunde sind bei Naturkatastrophen weltweit im Einsatz. Die Reportage zeigt, wie das Retterteam arbeitet und wie die Hunde trainiert werden.

Während jeder den Blutspendedienst des DRK kennt, ist die Stammzellenspende ein Bereich, der in der Öffentlichkeit bislang kaum wahrgenommen wird. Eines der großen Spender-Zentren des DRK hat seinen Sitz in Düsseldorf. Die Spenden entscheiden oft über Leben und Tod, die Transporte stehen teilweise unter enormem Zeitdruck. Wir begleiten einen Stammzellenspender und treffen eine Frau, die ihre Stammzellen-Spenderin persönlich kennen gelernt hat.

Das DRK ist groß wie ein Konzern und auch schon wegen umstrittener Geschäftspraktiken in die Kritik geraten. Die schieren Zahlen sind beeindruckend. Das DRK bewältigt rund 60 Prozent aller Rettungseinsätze und Krankentransporte. Die DRK-Blutspendedienste können auf 1,8 Mio Spenderinnen und Spender zurück greifen. Das DRK betreibt 500 Altenheime und ebenso so viele ambulante Pflegedienste, 1.300 Kitas und fast 50 Kliniken, dazu 700 Altkleiderkammern.

Eine Institution feiert Geburtstag, wir zeigen die vielfältige Welt des Roten Kreuzes und vor allem die Menschen, deren Engagement diese Erfolgsstory erst möglich gemacht hat. (Quelle: zdf.de)

ZDF ZDF | Sendung vom 05.05.2013
Sonntag 05.05.2013, 18:00 – 18:30 Uhr – VPS 05.05.2013, 18:00 Uhr
Länge: 30 min. – Reportage, Deutschland, 2013
Wiederholung: Mo: 06.05.2013, 02:45 Uhr (VPS 07.05.2013, 03:00 Uhr)

DRK Suchdienst Standort Hamburg: Familienzusammenführung

Eigentlich dürfte ich ja keine Werbung für diesen Film machen. Denn wieder einmal wird „nur“ die Arbeit des DRK-Suchdienstes Standort München, nicht die am Standort Hamburg präsentiert. Ich arbeite am Standort Hamburg. Immerhin besteht durch die ‚drohende’, nein, längst beschlossene Zusammenlegung der beiden Standorte eine sich aus diesem Sachverhalt heraus entwickelte Rivalität zwischen den beiden (die Entscheidung, ob die Münchner nach Hamburg oder die Hamburger nach München ziehen werden, wird frühestens am Ende des Jahres getroffen sein). Die Spannung steigt …


TV-Team (Bayern 3) beim DRK-Suchdienst Standort München

Max Frisch: Lebensabendhaus

Nachdem ich in meiner Entgeltgruppe zum 1. Januar d.J. um eine Stufe höher eingruppiert wurde, was mir aber außer ‚viel Ehr’’ dank eines sensationellen „Reform“-Tarifvertrags eine Gehaltserhöhung von 0 € einbrachte, kommt es jetzt noch etwas dicker: Ich arbeite bei einem Wohlfahrtsverband, der sowohl in Hamburg, wo ich arbeite, als auch in München eine ‚Niederlassung’ hat. Zum 1. Januar 2015 sollen beide Standorte in einem zusammengeführt werden. Welche Mitarbeiter – die in Hamburg oder die in München – nun das ‚Glück’ haben, von einer Großstadt in die andere umziehen zu dürfen, ist noch lange nicht geklärt. Wer nicht umziehen will oder kann, soll mit einer Abfindung und Arbeitslosigkeit ‚belohnt’ werden.

Ich habe nichts gegen München. Mir gefällt Bayern durchaus. Nicht umsonst habe ich mit meiner Familie öfter Urlaub in den Bergen, in Grainau gemacht. Aber wenn man sich wie ich (bezogen auf den Termin, den 01.01.2015) unaufhaltsam der Rente nähert, dann muss man einen solchen Schritt, nämlich den Umzug mit Familie, nicht unbedingt wagen wollen.

Sollte der Standort in Hamburg geschlossen werden, so werde ich wohl die Abfindung kassieren und mich bis zum möglichen Renteneintritt arbeitslos melden. Das hieße, dass ich bereits in ein ¾ Jahren den Hut an den Nagel hängen werde. So schnell sollte das eigentlich nicht gehen. Aber wahrscheinlich wird man den ‚Laden’ in München dichtmachen.

Unter diesem Aspekt (frühes In-Rente-Gehen) kommt man natürlich schon auf den Gedanken, was man mit dem ‚Rest’ seines Lebens, dem so genannten Lebensabend, machen könnte. Viele zieht es in den Süden in eine Ferienwohnung am Mittelmeer oder so. Mich könnte eine Insel wie Helgoland interessieren. Oder eben die Berge wie in Grainau. Aber ‚warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah’. Mein Wohnort liegt im Norden der Lüneburger Heide. Und zum Meer ist es ja auch nicht so weit … So sollte unser jetziger Wohnsitz auch unser Altersruhesitz bleiben.

Max Frisch hat in seinen Entwürfen zu einem dritten Tagebuch einen Traum von einem Haus für die letzten Jahre („das weiße ‚Lebensabendhaus’ in der Landschaft von New England.“) skizziert. So heißt es dort:

„Was ich mir also wünsche: – so ein älteres Haus, meinetwegen aus Holz (weiss gestrichen) wie die Häuser in New England, eine ehemalige Villa mit dreizehn Zimmern etwa und einer Veranda.“ (S. 144)

    Lebensabendhaus a la Max Frisch

Dreizehn Zimmer brauchen meine Frau und ich natürlich nicht. Für Gäste (vor allem für unsere Söhne, wenn sie uns besuchen) ließe sich ein Zimmer herrichten. Statt einer (vielleicht überdachten) Veranda haben wir bereits eine Terrasse, die sich aber zum Wintergarten ausbauen ließe. Die Größe des Gartens hält sich in Grenzen, was sinnvoll ist, wenn man in ein bestimmtes Alter kommt, in dem die Gebrechen zunehmen und die Gartenarbeit nicht mehr so ‚von der Hand geht’.

Natürlich sollte man noch etwas weiter denken – wenn man die zunehmenden körperlichen, besonders wohl auch möglichen geistigen Gebrechen berücksichtigt: z.B. die Unterbringung in einer Anlage für betreutes Wohnen. Und dann?

1984 kehrte Frisch nach Zürich zurück, wo er nun bis zu seinem Tode lebte. Also nichts mit einem weißen Lebensabendhaus „wie … in New England.“ Max Frisch starb am 4. April 1991, mitten in den Vorbereitungen zu seinem 80. Geburtstag. Die Asche Max Frischs wurde bei einem Erinnerungsfest seiner Freunde im Tessin in ein Feuer gestreut; eine Tafel an der Friedhofsmauer des Ortes Berzona, einem ruhigen Bergort in der Schweiz, wo er abwechselnd mit New York bis 1984 wohnte, erinnert an ihn.

Das wäre eine Möglichkeit …

Literatur von Max Frisch

Siehe auch meine weiteren Beiträge zu Max Frsich:

Max Frisch: Der Mensch erscheint im Holozän – Eine ErzählungVergessene Stücke (9): Max Frisch – Biografie: Ein SpielMax Frisch: Homo faber – Ein BerichtMax Frisch und the American Way of Life!Max Frisch: Mein Name sei GantenbeinMax Frisch: StillerMax Frisch: Entwürfe zu einem dritten Tagebuch

… bald kommt Haarmann auch zu dir …

    Warte, warte nur ein Weilchen,
    bald kommt Haarmann auch zu dir,
    mit dem kleinen Hackebeilchen,
    macht er Hackefleisch aus dir.

Manche mögen es morbid finden, wie ich mich immer wieder mit der Bestie Mensch und seiner Destruktivität beschäftige und besonders vor Massenmördern nicht Halt mache. Fritz Haarmann (1879-1925), von dem der Liedertext nach der Melodie des Operettenliedes „Warte, warte nur ein Weilchen, bald kommt auch das Glück zu dir“ handelt, ermordete zwischen 1918 und 1924 mindestens 24 männliche Jugendliche in Hannover und wurde am 15.4.1925 durch das Fallbeil hingerichtet. Zu Forschungszwecken wurde der Schädel aufgehoben. Noch heute befindet sich der in einer konservierenden Flüssigkeit eingelegte Kopf in Göttingen.

    Fritz Haarmanns Kopf

Haarmann war ein homosexueller Kleinkrimineller und aufgrund seiner Kenntnisse des kriminellen Milieus von der Polizei als Spitzel engagiert. In der Nachkriegszeit mit ihrem knappen Warenangebot lebte Haarmann vom Handel mit Altkleidern und Fleischkonserven. Manche der Altkleider stammten von seinen Opfern. Haarmann hat, so das Ergebnis des international beachteten Prozesses im Dezember 1924, die jungen Männer, meist Stricher oder Ausreißer, am Bahnhof aufgelesen und sie in seiner Wohnung in der Roten Reihe getötet, indem er sie im Liebesakt in den Hals biss. Seine Opfer wurden zerstückelt, die Gebeine in die Leine geworfen. Ob er auch Menschenfleisch verkaufte, wurde nie geklärt. Neben Peter Kürten, dem Vampir von Düsseldorf, war Haarmann einer der schlimmsten Serienmörder zu Zeiten der Weimarer Republik.

Fritz Haarmann – Serienmörder in Hannover zwischen 1918 und 1924

Der Fall Haarmann fand nicht nur in dem makabren Lied seinen Niederschlag, sondern wurde mehrmals filmisch bearbeitet, so bereits 1931 in einem Film von Fritz Lang: M – Eine Stadt sucht einen Mörder (im Wesentlichen liegt dem Film aber der Fall des Peter Kürten zu Grunde), dann in den Filmen Die Zärtlichkeit der Wölfe (Regie: Uli Lommel, D 1973, Produktion: Rainer Werner Fassbinder) und Der Totmacher (Regie:Romuald Karmarkar, D 1995) mit Götz George als Haarmann.

Aber bereits zu Lebzeiten Haarmanns wurde 1924 unter dem Titel „Der Kriminalfall in Hannover“ ein etwa 20minütigen Stummfilm gedreht, von dem allerdings nur fünf Minuten erhalten sind. Sie zeigen Aufnahmen aus der Innenstadt und Altstadt Hannovers, Orte an denen Haarmann wohnte bzw. sich aufhielt. Die Fragmente des Films zeigen wahrscheinlich die ältesten erhaltenen Bewegtbilder aus Hannover: Der Kriminalfall in Hannover

Bewertenswert ist, welche makabre ‚Faszination’ der Fall Haarmann bis heute noch ausübt. Haarmann selbst war sich bereits seiner Vermarktbarkeit bewusst: „Wenn ich so gestorben wäre, dann wäre ich beerdigt worden und keiner hätte mich gekannt, so aber – Amerika, China, Japan und die Türkei, alles kennt mich.” (aus: Auf „gute Nachbarschaft“ – von Thomas Christes)

So gibt es eine Menge an Materialien, z.B. Bücher, ja sogar einen Comic zu Haarmann und zum Film Der Totmacher im Handel. Serienkiller, Massenmörder, die die Phantasie anregen? Es ist schon erstaunlich, wie viel Material allein das Internet hergibt.

Siehe auch: „Der Ordnung verpflichtet …“. Auf den Spuren der hannoverschen Polizei – zum Fall Haarmann


Die Grausamsten Serienkiller – (Dokumentation Geschichte, History)

Hänschen Eichhorn

Das Diminutiv, also die Verkleinerungsform eines Substantivs, dient meist der Verniedlichung eines Begriffs, aber auch zur Bildung von Kosenamen, und wird im Hochdeutschen durch die Suffixe –chen oder –lein gebildet. So wird aus einem Haus ein Knusperhäuschen. Aus Hans wird Hänschen.

Es gibt aber auch Diminutive, die sich gewissermaßen verselbständig haben, wie Mädchen (Verkleinerungsform zu Magd), Kaninchen, Eichhörnchen oder Fräulein. Brötchen ist eigentlich mehr als ein kleines Brot.

Das Fräulein ist inzwischen ein Archaismus, also ein Wort, das kaum noch benutzt wird, da auch unverheiratete Frauen heute als Frau und nicht mehr als Fräulein angesprochen werden möchten.

Das Wort Mädchen fällt besonders aus dem Rahmen. Die Ausgangsform Magd wird heute kaum noch benutzt (ist also auch ein Archaismus), wobei Magd heute eher im Sinne von Haus- oder Dienstmagd, also für eine weibliche Person benutzt wird, die im Haushalt oder auf einem Bauernhof tätig ist – die männliche Form ist Knecht. Früher bezeichnete Magd allgemein eine junge weibliche Person (männlich Bube, Knabe). Übriggeblieben ist dann die Verkleinerungsform Mädchen. Als wären Mädchen allgemein ‚niedlicher’ als Jungen.

Es gibt auch eine Verkleinerungsform zu Junge – Jungchen. Aber man wird aus der „kalten Heimat“ entstammen (z.B. Ostpreußen), um dieses Wort zu benutzen. So haben manche Wörter ihre ganz eigene Geschichte.

Hänschen Eichhorn

Aber wie komme ich auf dieses Thema? Das Foto oben habe ich am Ostermontag aufgenommen, als ein Einhörnchen (ich nenne es dem Thema entsprechend Hänschen Eichhorn) sich über das Nahrungsangebot für die Vögel in einem unserer Futterhäuschen (sic!) hermachte. Eigentlich haben die Eichhörnchen bei uns ihr eigenes Futterhaus. Aber Hänschen Eichhorn wollte wohl testen, ob es vielleicht bei den Vögeln etwas Leckeres zu futtern bekommt.

Formulare

Von der Wiege bis zur Bahre: Formulare! Ende März ist es wieder einmal soweit: Die Steuererklärung ist fällig, denn endlich sind all die Belege zusammengesammelt. Am aufwändigsten ist immer die Einnahmeüberschussrechnung für die Tätigkeit meiner Frau als Tagesmutter (Tagespflege Kinderbetreuung), denn dank Herrn Steinbrück, vorzeiten Bundesfinanzminister, dürfen Tagesmütter von den zz. 3,60 € pro Stunde und Kind immerhin 1,62 € (1,98 € werden als Sachaufwand pauschal anerkannt) „als Betrag zur Anerkennung der Förderleistung (Gewinn)“ versteuern. Davor waren Zahlungen durch die Jugendämter steuerfrei.

... das ‚gute’ Elster-Formular
… das ‚gute’ Elster-Formular

Und wenn ich schon gleich bei der Einkommensteuererklärung bin, darf ich auch gleich den Fragebogen der Krankenkasse zur „Feststellung der Familienversicherung“ meiner Lieben (also nicht nur meiner Frau, sondern auch meiner Söhne, da beide zwar über 18 Jahre alt, aber noch in Ausbildung sind) ausfüllen.

Da kommen natürlich einige freie Tage (Überstunden abbummeln, Urlaub) gerade Recht, auch wenn ich mir Besseres vorstellen kann, als einige Stunden vor Papieren zu hucken. Egal, ran ans Werk: Je eher daran, je eher davon!