Kategorie-Archiv: Unsere Erde – unsere Welt

Schutz und Verschmutzung unserer Umwelt

Höllentalangerhütte 2002 und 2017

Neben den Satiresendungen extra 3 und Heute-Show schaue ich in großer Regelmäßigkeit auch die Sendung Quer vom Bayerischen Rundfunk. Wie Christoph Süß diese Sendung moderiert, ist einfach köstlich. In der Sendung vom 7. September 2017 ging es u.a. um die Frage: Wie viel Komfort verträgt der Berg? Dreh- und Angelpunkt war dabei die Höllentalangerhütte, unterhalb vom Waxenstein und der Zugspitze gelegen. Für mich (und meine Familie) hat diese Almhütte eine besondere Bedeutung.

2002 war ich nämlich mit meiner Familie in Grainau an der Zugspitze in Urlaub. So besuchten wir dort auch die Höllentalklamm und die dahinter liegende Höllentalangerhütte. Die Hütte liegt in 1387 m Höhe und ist über Hammersbach, einen Ortsteil von Grainau, und der Höllentalklamm zu erreichen. Der Weg dorthin ist auch für Familien (wie die meine) gut zu begehen. Landschaftlich einfach wunderschön, ja geradezu atemberaubend.

Höllental(anger)hütte 2002

Damals vor nun 15 Jahren stand da noch die 1893 erbaute Hütte, ein durchweg uriger Holzbau, sicherlich sehr spartanisch eingerichtet mit einer sehr übersichtlichen Speisekarte. Meine damals elf- bzw. achtjährigen Söhne aßen z.B. Spaghetti mit Tomatensoße – wie das Foto zeigt.

Höllental(anger)hütte 2002 von Innen

Die Höllentalangerhütte ist für erfahrene Bergsteiger der ideale Ausgangspunkt, um die Zugspitze von ihrer anspruchsvollen Seite über die berühmte Höllentalroute zu besteigen. Aber auch für bergbegeisterte Familien – wie gesagt – ist sie ein außergewöhnliches Ziel für Tagestouren oder ein Wanderstützpunkt.

Die ursprüngliche Höllentalangerhütte musste 2013 abgerissen werden, da sie nicht mehr den heutigen Anforderungen an Brandschutz, den Arbeitsstättenrichtlinien oder den hygienischen Anforderungen aus dem Lebensmittelrecht entsprach. An ihrer Stelle wurde 2014–15 die neue Höllentalangerhütte gebaut. Im Rahmen des vollständigen Abrisses 2013 wurde das Blockhaus, die „Urzelle“ der Hütte, zunächst eingelagert, im Außengelände des Alpinen Museums München wieder aufgebaut und im März 2017 mitsamt historischer Einrichtung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Immerhin das!

Höllentalangerhütte Neubau Juni 2017

Die Meinungen gehen natürlich sehr weit auseinander, was die Notwendigkeit eines Neubaus betrifft. Ich selbst bin traurig, da die alte Hütte gerade einen ihrer Einfachheit halber besonderen Charme hatte. Sie zu besuchen entsprach einer Reise in die Zeit vor über 100 Jahren. Muss es wirklich sein, dass selbst in die Wildnis der Alpen so viel Komfort getragen werden muss? Was meint Ihr?

Hier der Beitrag des BR aus der Sendung Quer vom 07.09.2017 – einschl. einiger Fotos und Videosequenzen von unserem Aufenthalt dort im Jahr 2002.


Höllentalangerhütte 2002 und 2017: Almhütten im Wandel

Wen es interessiert: Der Bayerische Rundfunk (BR) brachte eine ausführliche Sendung zum Neubau der Höllentalangerhütte – wie folgt zu sehen ist:


Die Höllentalangerhütte – Der Neubau – BR Fernsehen

Die Berge um Garmisch-Partenkirchen und Grainau bieten immer mehr Attraktionen wie z.B. die Aussichtsplattform AlpspiX zwischen Himmel und Höllental. Und zum 21. Dezember soll dann auch die neue, nur noch mit einer Stahlstütze getragene Eibsee-Seilbahn eröffnet werden. Mit 127 Metern wird diese Stütze die europaweit höchste sein.

Urlaub auf der Hallig Hooge (3): Fundstücke (2)

Neben den Fundstücken der übelsten Art (Schuhe, Plastikmüll usw.), die der Mensch in den Meeren unseres Planeten (warum eigentlich: unseres Planeten? Wir benehmen uns wir die Eigentümer, sind es aber nicht) hinterlässt, gibt es natürlich (sic!) auch Fundstücke, die wir als Urlauber auf der Hallig Hooge nicht nur gesammelt, sondern zu Dekorationszwecken auch gern mit nach Hause genommen haben. Es sind Fundstücke, die die Natur hinterlassen hat.

Hallig Hooge 2017: Strandgut der natürlichen Art (1)

Besonders stolz bin ich auf den Fund zweier Holzstücke, die im Salzwasser sehr porös geworden sind und auf dem einen sich Seepocken niedergelassen haben, die in der Zeit abgestorben sind. Interessant ist auch der weiße Stein, einer weichen Variante des Kalksteins, nämlich Kreide. Im Wasser ist dieser rund geschliffen worden, kann aber weiterhin als Schreibkreide genutzt werden. Woher dieser wohl stammen mag? Die weißen Stöckchen sind wohl im Laufe der Zeit ausgeblichen, das besonders dünne ist dabei ungewöhnlich biegsam und scheint nicht zu brechen zu sein.

Hallig Hooge 2017: Strandgut der natürlichen Art (2)

Der Strand von Hooge besteht statt aus Sand aus den Sedimenten von Muscheln. Unzählige Muscheln werden laufend angespült und zerfallen zu Muschelkalk. So lassen sich hier die Schalen der unterschiedlichsten Muscheln finden. Dabei ist sicherlich mit am interessantesten die eingeschleppte Art der pazifischen Auster, dessen Schale die ungewöhnlichsten Formen bildet. Sehenswert sind auch die Schulpen, eine Art Rückenknochen der zu den Sepien gehörenden Tintenfische.

Hooge liegt im Wattenmeer und steht unter dem starken Einfluss der Gezeiten. Es ist Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen, die sich hier angesiedelt und den dort herrschenden Bedingungen angepasst haben. Zudem ist ein Wattenmeer oft ein wichtiges Rastgebiet für Zugvögel. An der Randzone zwischen Land und Meer sind zudem Salzwiesen entstanden, die einer Vielzahl an salzresistenten Pflanzen Lebensraum bieten.

Eine Reise zu einer Hallig wie Hooge ist eine Reise in die Natur. Meine Frau und ich haben den Aufenthalt auf Hooge sehr genossen.

Urlaub auf der Hallig Hooge (2): Fundstücke (1)

Nach Langeneß zu Weihnachten 2016 war für meine Frau und mich jetzt die nächste Hallig, nämlich Hooge, Ziel einer Reise. Hooge unterscheidet sich gegenüber anderen Halligen (z.B. Langeneß) durch einen rund 1,20 Meter hohen Steindeich, so dass sie vor Überflutung durch leichtere Sturmfluten geschützt ist. Dennoch wird die Hallig durchschnittlich zwei- bis fünfmal jährlich von Landunter betroffen. Die Bewohner der Hallig siedeln auf zehn Warften. Eine elfte Warft ist unbewohnt. Auf diesem so genannten rund 11 km langen Sommerdeich kann man die Hallig sehr gut umrunden. Oft befinden sich auch Trampelpfade auf den Wiesen gleich neben dem Deich, die zum Barfußlaufen geradezu einladen. Seit meiner Kindheit bin ich wohl nicht mehr so viel barfuß durch die Gegend gewandert wie hier. So nebenbei kommen dann auch Kindheitserinnerungen ins Gedächtnis.

Es muss wohl nicht ausdrücklich betont werden, dass unsere Meere zu Müllhalden verkommen. Am Strand von Hooge liegen beispielsweise Säcke aus, in denen der Plastikmüll, der aus dem Meer angeschwemmt wurde, gesammelt wird. Sammeln darf jeder, der will. Ist klar. Mit meiner Frau habe so auch ich mich eigentlich nur spaßeshalber daran gemacht, Plastikmüll aus dem Meer einzusammeln. Die Ausbeute von einem etwa 500 Meter langen Teilstück des südlichen Strandes war erschreckend – wie das Bild unten zeigt. Dabei soll es in letzter Zeit mit dem Müll lt. Auskunft eines Mitarbeiters des Gemeindehauses deutlich besser gestellt sein.

Hallig Hooge 2017: Plastikmüll vom Strand

Neben Plastikflaschen, einer Zahnbürste, einem Behälter aus Plastik (in dem wir dann weiteren Müll sammeln konnten) und Tetrapacks fanden wir Styroporteile, Bänder mit Luftballonresten (von welcher Feier auch immer), Teil eines Babyschnullers, viele kleine Teile von Plastikfolie – und ein Holztäfelchen (Drifter), das die Universität Oldenburg ausgeworfen hatte, um in dem Projekt „Macroplastics“ zu erkunden, wie sich Plastikmüll in der Nordsee verteilt. Unser Drifter wurde am 04.07.2017 in Schillig an der äußersten Nordost-Spitze der Ostfriesischen Halbinsel ins Meer geworfen und ist so in rund sechs Wochen in nord-östliche Richtung bis Hooge ‚gedriftet‘. So nebenbei dienten wir also selbst im Urlaub der Wissenschaft.

Aber es ist natürlich nicht nur Plastikmüll, der an den Strand von Hooge angeschwemmt wird. Auf der Hanswarft werden seit 1991 alle angespülten Schuhe gesammelt. Das Ganze ergibt ein Kunstwerk der bizarren Art.

Hallig Hooge 2017: Strandgutschuhe ab 1991

Aber es gibt auch Fundstücke, die die Natur hinterlässt. Dazu im nächsten Beitrag mehr.

Querbeet (10): Sommerzeit? Irgendwie schon …

In der Mittagspause nutze ich die Zeit, um im Schanzenviertel einzukaufen. Da gibt es ‚den Türken‘, bei dem ich hauptsächlich Gemüse, frische Kräuter, Fladen- und Kräuterbrot, die unterschiedlichsten Cremes aus Frischkäse u.v.m. kaufe; zu finden ist der in der Susannenstraße/Ecke Bartelsstraße.

Helal Pazar - der Türke meines Vertrauens

Heute war ich in ‚Bruno’s Käseladen‘ und habe uns für eine Woche mit leckerem Käse eingedeckt. Käse ist nicht gerade billig. Da sollte es schon etwas Gutes sein. Gleich gegenüber im Schulterblatt befindet sich das Café Stenzel, das natürlich auch Brot verkauft. Erst am Wochenende war ich mit meiner Frau dort und wir haben uns exquisite Obsttorte gegönnt.

Ja, auch das ist das Schanzenviertel.

.... querbett

Angesichts der Tatsache, dass ich bald Urlaub haben werde, sollte ich froh und glücklich sein. Wäre da nicht dieses unerträgliche Wetter. Seit gestern gegen 17 Uhr regnet es in einer Tour, mal etwas weniger, meistens aber mehr, als es für einen Sommer auskömmlich ist. Und die Aussichten sind auch nicht gerade verheißungsvoll. Natürlich muss man nehmen, was kommt, zumindest was das Wetter betrifft. In sonnigere Gefilde wird es uns auch dieses Jahr nicht verschlagen, bekanntlich liegt das Gute oft sehr nah. Und gerade in Norddeutschland gibt es noch reichlich Ecken, in die wir, meine Frau und ich, noch nicht geblickt haben. So lasst uns blicken …

G20 – der Kampf für eine gerechtere Welt geht weiter!

Eine meiner Arbeitskolleginnen wohnt in Hamburg-Altona und konnte die drei Nächte bis zum Sonntag nicht richtig schlafen. Es waren nicht nur die Krawalle, es waren die über Hamburg kreisenden Hubschrauber und vieles mehr, was ihr bis zum frühen Morgen den Schlaf raubte.

Eine andere Arbeitskollegin machte am Donnerstag, dem Anreisetag der Gipfelteilnehmer, um 13 Uhr Feierabend, war dann erst um 19 Uhr zu Hause. Ihr Auto stellte sie unterwegs ab, um überhaupt nach Hause zu kommen, und musste dann noch eine Stunde zu Fuß gehen. Viele Straßen waren nicht nur vorübergehend, sondern durchgehend bis in den Abend gesperrt.

Olaf Scholz, Hamburgs Erster Bürgermeister, wird den Tag verdammen, an dem er der Kanzlerin Merkel die Zusage machte, Hamburg als Austragungsort des G20-Gipfels zuzulassen. Vielen, besonders Sicherheitsexperten, galt allein die Nähe der Messehallen als Ort des Gipfels zum Schanzenviertel als äußerst problematisch. Dass sich genau in diesem Viertel Krawalle ereigneten, die bürgerkriegsähnlich zu nennen sind, hätte eigentlich keinen verwundern dürfen. Wenn sich nun neben Scholz auch der Innensenator und der Polizeichef verwundert über das Ausmaß der Ausschreitungen zeigen, zeigt das nur, dass im Wesentlichen nur der eine Teil geplant wurde, die Infrastruktur des Gipfels, nicht aber die Gegenbewegung. Dem letzten sollte das Verhängen eines Versammlungsverbotes über 38 Quadratkilometer der Stadt durch die Polizei Genüge tun.


G20 – Wieder Ausschreitungen auf St. Pauli und in der Schanze

Für die Polizeistrategie war Hartmut Dudde zuständig. Innerhalb der Polizei ist er beliebt, ihm werden Führungskraft und Organisationstalent nachgesagt. Seine Personalie ist aber vor allem ein Zeichen dafür, wie die Polizei an die Proteste herangeht. Auf einer Pressekonferenz stellte er unlängst klar, dass er gewillt ist, alles einzusetzen, was an technischem Equipment zur Verfügung steht. Keine Worte der Deeskalation. Vielen Dank, Herr Dudde!

Gegen den G20-Gipfel formierten sich viele Proteste, die im Wesentlichen friedlich verliefen. Ziel war es, den Gipfel auch zum Symbol des Widerstands werden zu lassen. Zwar zweifelte niemand daran, dass die Staats- und Regierungschefs am Ende in Hamburg ihr Programm durchziehen werden. Aber sie sollten es eben nicht ungestört tun.

Die Proteste – und damit auch die Krawalle durch die linksautonome Szene – richteten sich z.B. gegen die Auswüchse des global ausgerichteten Wirtschaftssystems, gegen Ausbeutung der Menschen in den Ländern der 3. Welt und die Bodenschätze dort. Die Regierungen der Industrieländer als jeweilige Staatsmacht gelten dabei als Bewahrer dieses Systems. Und die Polizei ist die Vertretung dieser Staatsmacht nach außen. Indem sich die linksautonome Szene besonders gegen die Polizei ausrichtet, kämpfen sie gegen die Staatsmacht und damit gegen die herrschenden Strukturen in Politik und Wirtschaft: die Polizei als Feindbild, die notfalls mit Gewalt zu bekämpfen ist.

So wurde der G20-Gipfel auch zu einer Plattform für diese linksextreme Szene. Je lauter die Krawalle, umso mehr Aufmerksamkeit wurde dieser Szene zuteil. Dass am Ende, auch dank des sehr mageren Ergebnisses der eigentlichen G20-Veranstaltung, Bilder von brennenden Barrikaden, geplünderten Läden und vermummten Gestalten bleiben, wird die Randalierer freuen. Damit haben sie ihr Ziel erreicht. Froh sein darf man darüber, dass es trotz der großen Sach- und der vielen Personenschäden, zu keinem Todesfall gekommen ist.

Straßenschlacht zwischen Autonomen und der Polizei – Schulterblatt/Schanzenviertel in Hamburg 07./08.07.2017

Nebenbei bemerkt: Angeblich sollen sich auch rechtsextreme Gruppen an den Krawallen beteiligt haben. Diese sind von den schwarz vermummten Autonomen kaum zu unterscheiden. Und: Während der Krawalle wurden Internet und Mobilfunk gestört, um die Kommunikation zwischen den Randalierern zu unterbinden. Es gab noch einige andere Meldungen im Netz, auch von der Polizei, die sich dann als falsch herausstellen.

Ich bin eben durchs Schanzenviertel gegangen und musste feststellen, dass die gestrige Aktion Hamburg räumt auf ganze Arbeit geleistet hat: Die Spuren der Verwüstung besonders im Schulterblatt sind beseitigt; trotz Regen sitzen die Menschen wieder in den Cafes. Leider haben mein Käsehändler und auch der kleine Teeladen gelitten. Fensterscheiben wurden eingeworfen und sind notdürftig repariert. Das Leben geht weiter, auch wenn es immer noch leicht nach verbranntem Asphalt stinkt.

Hamburg räumt auf – Schulterblatt/Schanzenviertel in Hamburg am 09.07.2017

Fazit: Olaf Scholz, der Bürgermeister, hat sich von der Bundeskanzlerin eine Veranstaltung aufschwatzen lassen, die in einer Stadt wie Hamburg fehl am Platze ist. Hinzu kommt seine geradezu tragisch zu nennende Fehleinschätzung:

Auch hätte sich Scholz, statt im Partnerprogramm Mrs. Trump und Co. das Rathaus zu zeigen, schon etwas früher im Schanzenviertel zeigen sollen. Er trägt die politische Verantwortung Natürlich fordert die Opposition, die CDU und die FDP allen voran, seinen Rücktritt. Was diese hätten besser machen können, sagen sie nicht. Natürlich sind es jetzt die Law-and-Order-Politiker, die besonders laut nach Konsequenzen rufen. Dabei darf eines nicht vergessen werden: Der Einsatz für Frieden, für gerechtere Verteilung der Ressourcen geht weiter. Leider lenken solche Gewaltexzesse, wie jetzt im Hamburg geschehen, von den eigentlichen Problemen ab und spielen den Globalplayern in die Hände.

Nachtrag: Nach dem G20-Gipfel fordert der Einzelhandel in Hamburg einen Ausgleich für die Umsatzeinbußen der Händler in der Innenstadt von angeblich 18 Millionen Euro. Dafür, so in einem offenen Brief an Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), fordert der Einzelhandel zwei zusätzliche verkaufsoffene Sonntage im Dezember, also an zwei Adventssonntagen, als Ausgleich. Ohne Zweifel haben die Händler große Einbußen erlitten, die aber sicherlich zu einem Teil in dieser Woche wieder ausgeglichen werden (nicht nur durch Schaulustige!). Dass die Vorweihnachtszeit mehr und mehr dem Kommerz dient, ist nichts Neues. Aber zwei Adventssonntage zusätzlich einzufordern, ist unverschämt. Mir tun da die Verkäuferinnen und Verkäufer Leid. Zeigt sich hier wieder einmal die „widerliche Fresse des ungezügelten Kapitalismus“?

Der Wahnsinn von Hamburg: G20-Gipfel 2017

Der G20-Gipfel in Hamburg 2017 ist das zwölfte Gipfeltreffen der Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Er wird am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft stattfinden. Neben den Staats- und Regierungschefs der G20-Länder sind auch andere Länder und mehrere internationale Organisationen als Gäste eingeladen. Zahlreiche Organisationen haben Proteste angekündigt, bei denen mit mehreren zehntausend Teilnehmern gerechnet wird.

Hamburg ist nach Presseberichten von Kanzlerin Merkel in Abstimmung mit Bürgermeister Scholz als Veranstaltungsort gewählt worden, um an die Rolle der Stadt als „Tor zur Welt“ zu erinnern. Weiter ehre man so den verstorbenen Sohn der Stadt Helmut Schmidt, der diese Treffen 1975 als Bundeskanzler mit ins Leben gerufen hatte. Der G20-Gipfel soll in den Räumen der Hamburg Messe im Stadtteil St. Pauli stattfinden. Ein Teil der Veranstaltung findet darüber hinaus in der Elbphilharmonie im Stadtteil HafenCity statt.

Angeblich gab es zwischen Merkel und Scholz einen Deal: Wenn Scholz Hamburg als Veranstaltungsort akzeptiere, dann würde Merkel und die Bundesregierung Hamburgs Bewerbung für Olympia 2024 unterstützen. Was mit der Olympiabewerbung geworden ist, wissen wir: Bei einem Referendum entschied sich eine Mehrheit der Bürger gegen Olympia. Jetzt hat Scholz das G20-Treffen an der Backe, ohne irgendeine Gegenleistung, außer dem feuchten Händedruck der Kanzlerin. Statt Hamburg, so empfiehlt ein Anwohner des Schanzenviertels, hätten Merkel und Co. die Queen Mary 2 für ihre Plauschrunden nehmen sollen. Und Videokonferenzen wären sicherlich zeitgemäßer.

Man braucht es eigentlich nicht ausdrücklich betonen: Es gibt wohl kaum einen Ort, der so schlecht geeignet ist für den G20-Gipfel wie Hamburg. Und das mitten in der Stadt. Allein nur durch den Gipfel wird es erhebliche Beeinträchtigung im Straßen-, Schienen- und sicherlich auch im Luftverkehr geben. Viele Firmen machen an den beiden Tagen zu.

Anwohner, besonders die Läden, z.B. im Schanzenviertel (siehe hierzu: NDR – die nordstory: Die Schanze), fürchten zudem die Krawalle durch autonome Gruppierungen.


ARD – G20-Lied – Hier fliegen gleich …

Rund 20.000 Polizisten sollen zum Einsatz kommen. Viele sind jetzt schon auf dem Messegelände und rundum im Einsatz. Hubschrauber kreisen über der Stadt. NATO-Draht (S-Draht) ‚ziert‘ die Bahnstrecke zwischen Hauptbahnhof und Altona. Der ganze Irrsinn kostet dem Steuerzahler mindestens 130 Millionen Euro.

Hamburg – S-Bahn-Station Sternschanze: Polizei jagt Autonome

Nun ich arbeite vielleicht 100 m Luftlinie von dem Schanzenviertel entfernt. Die S-Bahn-Station Sternschanze ist die Haltestelle, an der ich morgens aussteige und von wo ich abends wieder losfahre. Am Freitag, den 7. Juli (und am Samstag, den 8. Juli sowieso) ist meine Firma geschlossen. Am Donnerstag zuvor werde ich wohl schon zur Mittagszeit Feierabend machen, da von der autonomen Szene für diesen Vorabend des Gipfels eine Demonstration („G 20 – Welcome to Hell“) vorgesehen ist, die genau in meinem ‚Einzugsgebiet‘ stattfinden wird. Sollte die S-Bahn-Station Sternschanze blockiert sein, so hoffe ich, über die U-Bahn-Station Schlump zum Hauptbahnhof und von dort möglichst zeitnah nach Hause zu kommen.

Worte zum Wochenende (34. KW 2016): Erdbeben in Italien

Der August verabschiedet sich mit hochsommerlichen Temperaturen. Gestern erreichten die Quecksilbersäulen bei uns knapp 34 ° C. Und heute soll es vielleicht noch einen Tick wärmer werden. Da ist das nächste Gewitter nicht fern. Unterdessen bebt in Mittelitalien die Erde. Die italienische Halbinsel, wenn man das so sagen darf, liegt auf einer tektonischen Bruchstelle. Dort stoßen Afrikanische und Eurasische Platte aufeinander. An der Afrikanischen Platte hängt ein Fortsatz, Adriatischer oder auch Apulischer Sporn genannt, der sich in die eurasische Platte schiebt. Die westliche Grenzfläche zwischen Sporn und eurasischer Platte liegt genau unter Italien.

Worte zum Wochenende (34. KW 2016 – WilliZBlog)

Der Mensch ist kein Tier, er ist eine Bestie. Während Retter unermüdlich versuchen, in den Trümmern noch Überlebende zu finden, versuchen einige zu plündern. In Amatrice wurde ein Mann festgenommen, der in ein Haus eindringen wollte.


Amatrice (Corso Umberto I) vor dem Beben

29. Februar 2016

Dieses Jahr ist ein arbeitgeberfreundliches Jahr. Auch dank des Schalttags heute (29. Februar). Dadurch verschieben sich alle festen Feiertage, die dem heutigen Tag folgen, um zwei statt um einen Tag gegenüber dem Vorjahr. Gut der 1. Mai fiele auf einen Samstag und ist jetzt auf einem Sonntag – und der 3. Oktober fällt auf einen Montag (ohne Schalttag fiele er auf einem Sonntag). Aber Weihnachten (24. – 26. Dezember) fällt auf Samstag bis Montag. Lediglich ein freier Tag bleibt. Und der Jahreswechsel (Silvester 2016 und Neujahr 2017) wird auf einem Wochenende sein. Hier im hohen Norden verbleiben so gerade einmal sieben zusätzlich freie Tage neben den Wochenenden und dem Urlaub (letztes Jahr hatten wir immerhin neun und die zwei Jahre davor sogar 11 Feiertage, die auf Werktage fielen).

2016 ist also ein Schaltjahr und hat mit dem 29. Februar einen zusätzlichen Tag, um das Gemeinjahr dem die Jahreszeiten bestimmenden Sonnenjahr (Tropisches Jahr) angeglichen. Im römischen Kalender war der Februarius ursprünglich der letzte Monat und deshalb derjenige, dem die Schalttage hinzugefügt wurden.

    29. Februar 2016 – ein Schalttag

Schaltjahre gibt es alle vier Jahre und in den Jahren, die ganzzahlig durch 4 teilbar sind, mit Ausnahme der Jahrhunderte, die nicht durch 400 teilbar sind, also 1700, 1800, 1900. Dagegen sind 1600 und 2000 Schaltjahre. Analog werden 2100, 2200, 2300 und 2500 keine, 2400 jedoch sehr wohl ein Schaltjahr sein. Ob ich das noch erleben werde? 😉

Übrigens wurde Gioachino Rossini, ein bekannter italienischer Opernkomponist, 1792 an einem 29. Februar geboren. Von diesem stammt das Zitat: „Ich gebe zu, dreimal in meinem Leben geweint zu haben: als meine erste Oper durchfiel, als ich Paganini die Violine spielen hörte und als bei einem Bootspicknick ein getrüffelter Truthahn über Bord fiel.“

Beim letzten Anlass hätte ich wahrscheinlich auch geweint.

siehe auch 29. Februar – Schalttag (2008)

Peter Høeg: Fräulein Smillas Gespür für Schnee (1992)

„Im Kopenhagener Hafenviertel stürzt ein Junge vom Dach eines Lagerhauses. Todesursache laut Polizeibericht: ein Unfall. Smilla Jaspersen, die im selben Haus wohnt wie der Junge, sieht das anders und stellt ihre eigenen Nachforschungen an.

Der internationale Erfolg dieses literarischen Thrillers hat neben der faszinierenden Geschichte vor allem mit seiner Heldin zu tun: der wunderbar ruppigen, unangepaßten und zugleich zarten und verletzlichen Smilla.“
(aus dem Umschlagtext)

    Peter Høeg: Fräulein Smillas Gespür für Schnee

„Es friert, außerordentliche 18 Grad Celsius, und es schneit. In der Sprache, die nicht mehr meine ist, heißt der Schnee qanik, er schichtet sich zu Stapeln, fällt in großen, fast schwerelosen Kristallen und bedeckt die Erde mit einer Schicht aus pulverisiertem, weißem Frost.

Das Dezemberdunkel kommt aus dem Grab, das grenzenlos wirkt wie der Himmel über uns. In dieser Dunkelheit sind unsere Gesichter nur noch blaß leuchtende Scheiben, aber trotzdem spüre ich die Mißbilligung des Pastors und des Kirchendiensers, die sich gegen meine schwarzen Netzstrümpfe richtet und gegen Julianes Jammern, das noch dadurch verschlimmert wird, daß sie heute morgen ein paar Antabus genommen hat und der Trauer jetzt fast nüchtern begegnet. Sie denken, sie und ich hätten weder das Wetter noch die tragischen Umstände respektiert. Dabei sind die Strümpfe und die Tabletten auf ihre Weise ganz einfach eine Huldigung an die Kälte und an Jesaja.“

Hiermit beginnt der Roman Fräulein Smillas Gespür für Schnee des Dänen Peter Høeg, den ich als Taschenbuch vorliegen habe (Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg – 13599 – 931. – 970. Tausend Oktober 1997, Copyright 1994 Carl Hanser Verlag, München Wien – Originalausgabe ‚Frøken Smillas fornemmelse for sne’, 1992 – aus dem Dänischen von Monika Wesemann) und Ende des letzten Jahres (‚zwischen den Jahren’) erneut gelesen habe. Bereits vor über neun Jahren hatte ich mich hier mit Fräulein Smillas Gespür für Schnee beschäftigt (dabei besonders für die Wörter für Schnee in der Sprache der Inuit, dem Inuktitut). – Die von der Ich-Erzählerin (Smilla Jaspersen) erwähnte Juliane ist die Mutter von Jesaja, dem Inuk-Jungen, der hier nach seinem tödlichen Sturz vom Dach des Lagerhauses zu Grabe getragen wird.

Mit dieser Smilla Jaspersen hat Peter Høeg eine ungewöhnliche Frauengestalt geschaffen – die Mutter (wie der getötete Jesaja) Inuk und Robbenfängerin, der Vater ein dänischer Arzt -, die ihre grönländische Herkunft nicht vergessen kann, die gleichzeitig aber mit der westlichen Zivilisation nicht zurecht kommt und so zwischen den Welten lebt. „Die Welt kann mich holen, wenn sie mich braucht.“ (S. 297) denkt sie sich in der Mitte des Buchs, ansonsten geht sie ihren eigenen Weg. Und wenn sie sich in eine ebenso unangepasste Person wie den Mechaniker zu verlieben scheint, so rationalisiert sie dies mit Worten wie: „Die Liebe kommt aus dem Überfluß, sie verschwindet, wenn man sich dem Instinktiven nähert, dem Hunger, dem Schlaf, dem Bedürfnis nach Sicherheit.“ (S. 462) – Nur zwei Beispiele fürs Denken und Verhalten dieser Smilla.

Ohne Zweifel ist diese Smilla eine bemerkenswerte Frau. Eine solch starke weibliche Persönlichkeit findet man nur selten in der Literatur, ebenso selten in der Wirklichkeit. Und das trotz ihrer Selbstzweifel und ihrem scheinbaren Scheitern in der Gesellschaft (ohne Abschluss eines Studiums, arbeitslos, kinderlos, ohne Beziehung und Freunde). Smillas Biografie ist geprägt vom Wechsel von der präindustriellen grönländischen Jägerkultur hin zur postindustriellen Gesellschaft Dänemarks. Und obwohl sie verletzlich im Inneren ist, so gibt sie sich unnachgiebig und hart nach außen. Der Roman ist aus der Sicht dieser Frau geschrieben und eröffnet so einen Blick in das Denken und die Gefühle von Smilla Jaspersen (siehe hierzu auch die Magisterarbeit von Michael Auth: Lauter lose Enden? Die Erzählstruktur in Peter Høegs Erzählung – als PDF-Datei).

Erstaunlich (oder vielleicht auch wieder nicht), dass ein Mann dieser Frau die Sprache gegeben hat: Der Autor „Peter Høeg, geboren am 7. Mai 1957 in Kopenhagen, studierte Literaturwissenschaft und trat als Tänzer und Schauspieler an dänischen und schwedischen Bühnen auf. Er schrieb Theaterstücke, einen Band Erzählungen und u.a. die Romane ‚Vorstellung vom zwanzigsten Jahrhundert’ und ‚Der Plan von der Abschaffung des Dunkels’. ‚Fräulein Smillas Gespür für Schnee’ wird [wurde 1997] von Bille August verfilmt, mit Julia Osmond in der Hauptrolle. […]“
(aus dem Kladdentext)

Hier eine ausführlichere Inhaltsangabe:

Kopenhagen, Anfang der 90er Jahre, kurz vor Weihnachten: Der kleine Jesaja fällt vom Dach des Hauses, in dem er mit seiner Mutter lebt. Für Passanten und Polizei war es ein tragischer Unfall. Doch Smilla Jasperson, ebenfalls Bewohnerin des Hauses, glaubt an Mord. Sie war mit dem kleinen Jesaja befreundet, der wie ihre Mutter und sie selbst, aus Grönland stammte. Sie hatte schon immer ein besonderes Gespür für Schnee, deshalb lassen sie die Fußspuren im frischen Schnee auf dem Dach des Hauses misstrauisch werden. Überdies weiß sie, dass Jesaja unter Höhenangst litt und deshalb niemals freiwillig auf das Dach gestiegen wäre. Weil sie die einzige Freundin war, die der kleine Jesaja in seinem Leben hatte, setzt sie alles daran, ihren Verdacht zu beweisen.

Sie beschließt, auf eigene Faust zu ermitteln. Ihre Aktivitäten stoßen allerdings sowohl bei Jesajas Mutter als auch bei den Behörden auf wenig Gegenliebe, und sie geben ihr zu verstehen, dass sie sich lieber aus der Angelegenheit heraushalten soll. Der einzige, der auch der Überzeugung ist, dass Jesaja Opfer eines Verbrechens wurde, ist ihr Nachbar, der Mechaniker. Dieser hilft Smilla und beschützt sie.

Es stellt sich heraus, dass Smilla einer weltweiten ökopolitischen Intrige auf die Spur gekommen ist. Sie entdeckt, dass Jesajas Vater 1966 bei einem mysteriösen Unfall auf dem Gletscher „Gela Alta“ ums Leben kam und seine Witwe seitdem eine Pension von einer undurchschaubaren Organisation erhält. Durch einen Arzt, der den kleinen Jungen zuerst obduzierte, bevor er an weiteren Untersuchungen gehindert wurde, erhält Smilla die Bestätigung, dass Jesaja ermordet wurde. Sie kann nicht mehr zurück und wird in die Intrige verwickelt, welche sie in die Verlassenheit der grönländischen Eiswüste führt und selbst in Lebensgefahr bringt.

Wer den Roman Fräulein Smillas Gespür für Schnee gern lesen und sich die Spannung erhalten möchte, der sollte die nächsten fünf Absätze ‚überspringen’.

Prof. Licht, der ihr beim Abhören eines Tonbandes, dass Smilla von Jesajas Mutter bekommen hat und auf dem die Stimme von Jesajas Vater ist, helfen soll, wird kurz nachdem sie ihn verlassen hat, getötet, wobei seine Mörder auch Smillas Leben beenden wollen. Smilla gelingt es allerdings, vom brennenden Hausboot, in dem der Professor seine Nachforschungen anstellte, zu entkommen.

Smilla erhält, nachdem sie mit der ehemaligen Buchhalterin der „Greenland Minings“ gesprochen hatte, den Schlüssel zum Archiv der Firma, in dem alle Aufzeichnung über die „Gela Alta“-Expeditionen aufliegen. Dort findet sie auch einen Hinweis darauf, was das Ziel der Expeditionen nach „Gela Alta“ ist und dass eine weitere geplant ist.

Nachdem sie mit dem Mechaniker dessen Freund Lander aufsucht, bekommt sie die Möglichkeit, auf dem Expeditionsschiff der „Greenland Minings“ zu arbeiten. Die Expedition führt nach Grönland zum Gletscher „Gela Alta“, wo schon zwei Expeditionen durchgeführt wurden und bei denen jeweils mehrere Expeditionsteilnehmer ums Leben kamen.

Smilla erfährt, dass Dr. Loyen und Dr. Tørk, die Organisatoren der Expedition, auf der Suche nach einem energieerzeugenden Meteoriten sind, der in einem Gletscher versteckt ist. In dessen Schmelzwasser lebt allerdings ein mesozoischer Parasit, der prähistorische Polarwurm, der sich in den menschlichen Körper frisst und dort seine Eier ablegt. Durch die ausschlüpfenden Larven wird der Körper aufgefressen und getötet. Dr. Tørk ignoriert diese Gefahr jedoch und schicken immer wieder Taucher in das Schmelzwasser, um den Meteoriten zu bergen und damit Geld zu verdienen.

Smilla entkommt allen Anschlägen auf ihr Leben und schafft es, in die Höhle mit dem Meteoriten vorzudringen. Dort tötet sie Dr. Loyen und verletzt Dr. Tørk, den Chef von „Greenland Minings“. Dieser kann zwar flüchten, wird aber von Smilla verfolgt, die ihn aufs Packeis treibt, wo er schließlich stirbt. Der Mechaniker, der ebenfalls auf dem Schiff war, zündete in der Höhle eine Bombe, um weitere Forschungen am Meteoriten zu verhindern und die Gefahr durch den gefährlichen Polarwurm zu unterbinden.

Quelle: fundus.org

Der Roman spielt in den 90-er Jahren. An einer Stelle ist vom Dezember 1993 die Rede, obwohl Peter Høeg den Roman bereits 1992 veröffentlichte. Neben Kopenhagen (u.a. wird die Strandgade -> Christianshavn und der Strandvej erwähnt, ebenso Brønshøj in der Nähe von Kopenhagen mit der Kabbelejevej am Rande von Utterslev Mose – auch kommt das Hotel d’Angelterre vor, das in dem Film Der zerrissene Vorhang (1966) von Hitchcock zusehen ist) so ist die hohe See Schauplatz des Geschehens wie zum Schluss Grönland selbst (Smilla kommt aus Qaanaaq, das wir auch als Thule kennen).

Personen des Romans:

Smilla (eigentlich: Smillaaraq) Qaavigaaq Jaspersen (zum Namen s. S. 332 – Bio s. S. 112 ff.)
Ane Qaavigaaq, Mutter und Robbenfängerin
Jørgen Moritz Jaspersen, Vater und Arzt
Benja, Moritz’ Lebensgefährtin

Peter Føjl, Mechaniker und ‚Gehilfe’ (Taucher)
Jesaja Christiansen, Inuk-Junge
Juliane Christiansen, seine Mutter

Elsa Lübing, ehemalige Buchhalterin/Archivarin der Kryolithgesellschaft
Benedicte Clahn, dänische Mitarbeitern der R.A.F. 1946 in Deutschland

Ravn, Staatsanwalt
Nathalie Ravn, seine Tochter – Konsulatssekretärin (Tod durch Sprung vom Dach – S. 277)

Dr. Lagermann, Arzt
Frau Lagermann

Birgo Lander, Geschäftsmann und Freund des Mechanikers

Prof. Johannes Loyen, früherer Expeditionsleiter, Direktor des Instituts für arktische Medizin
Telling
Prof. Andreas Fine Licht, Leiter des “Arctic Museum“ (blind)

Schiffsbesatzung des Expeditionsschiff der „Greenland Minings“:
Kapitän Sigmund Lukas
(Nils) Bernard Jakkelsen, sein jüngerer Bruder
Urs, der Koch
Verlaine, Bootsmann
Hansen
Maurice
Sonne, Steuermann
Maria und Fernanda, Schiffsgehilfinnen
Kützow, Maschinenmeister

Dr. Andreas Tørk, Arzt und Expeditionsleiter 1994
Katja Claussen
Seidenfaden

Am Ende kommt bei diesem Roman eine Art Öko-Krimi heraus. Vielleicht etwas konstruiert, aber das sind ja fast alle Kriminalromane. Im Mittelpunkt steht Smilla Jaspersen. Allein wegen ihr macht das Lesen Spaß. Zudem ist das Buch Belletristik vom Feinsten – mit dieser Meinung stehe ich nicht allein da:

“Episch wie großes Kino.” (Frankfurter Rundschau)

„Irgendwann will man nur noch Smillas Stimme hören, so könnte sprechen, wovon sie wollte.“ (Stern)

„Mit dem Dänen Peter Høeg hat Europa einen neuen, bedeutenden Schriftsteller.“ (FAZ)

„Ein Buch, dessen Heldin unvergeßlich bleiben wird […]. Smilla ist nicht nur eine starke Frau, sie ist auch eine große Frauengestalt – eine der größten in der kleinkarierten Literatur dieser Jahre.“ (Sonntagsblatt)

„Eine aberwitzige Verbindung von Thriller und hoher Literatur.“ (Der Spiegel)

„Peter Høegs Erzähltalent ist sensationell.“ (Sächsische Zeitung)

„Smilla: Glaziologin, Misanthropin, Racheengel, Emma Peel und Jeanne D`Arc, Rambo und Greenpeace-Vorkämpferin in einer Person, sarkastisch, gelegentlich sentimental, mit Klugheit geschlagen. Schnee und Eis sind ihr lieber als die Liebe.“ (Die Zeit)

„Jede einzelne Szene, jeder Dialog ist ein Meisterwerk.“ (Prinz)

Begriffe aus der/den Sprache(n) der Inuit – die Bezeichnung Eskimo ist übrigens nicht völlig falsch, sondern wird als Oberbegriff verwendet – sind auch in unsere Sprache eingegangen. So dürfte jeder wissen, was ein Anorak ist. Im Grönländischen schreibt man diesen annoraaq. Wenn man vom Grönländischen bzw. den Sprachen der Inuit spricht, dann kommt man nicht umhin, die angeblich unzähligen Wörter für Schnee bzw. Eis in diesen Sprachen zu erwähnen. Im Roman kommen einige dieser Wörter vor und werden auch (meist) sofort erklärt. Ich glaube, ich habe alle Wörter gesammelt. Mit dieser kleinen Sammlung will ich enden. Fräulein Smilla hat mich doch zu mehr verleitet, als zunächst geplant (aber das kommt bei mir wohl öfter vor):

Qanik feinköringer Pulverschnee
Pirhuk der Wind trägt einen leichten Schnee heran
Kangirluarhuq große Blöcke aus Süßwassereis
Pujuq Nebel S. 458 ff.
Hiku Festeis (Kontinent aus gefrorenem Meer)
Hikuaq und Puktaaq Eisschollen
Ivuniq Oberfläche der Eisschollen als verwüstete Landschaft
Maniilaq Eisbuckel
Apuhinuq Schnee, vom Wind zu harten Barrikaden komprimiert
Agiuppiniq Schneefahnen, vom Wind über das Eis gezogen
Killaq Wake (nicht oder nur oberflächlich zugefrorene Stelle in der Eisdecke)
Sikussaq schwarze Stücke im Mosaikeis
Avangnaq Nordwind
Pirhirhuq Schneesturmwetter
Kanangnaq Nordostwind
Hikuliaq Neueis

siehe hierzu auch: Kate Bushs Gespür für Schnee

(Fast) vegan

Meine beiden Söhne leben vegan. Der Ältere der beiden hatte bereits während einer vorösterlichen Fastenzeit vor über fünf Jahren eine Zeitlang vegan gelebt und ist es jetzt bereits seit über zwei Jahren vollständig. Der Jüngere tut es ihm jetzt seit über einem Viertel Jahr gleich.

Veganer sind die noch strikteren Vegetarier, um es einmal in aller Kürze zu benennen. Sie verzichten auch auf alle tierischen Produkte, die Vegetarier sonst essen, also u.a. Milchprodukte, Eier und Honig – und verzichten auch sonst auf alles, was vom Tier stammt, u.a. Leder und Wolle. Veganismus ist nicht allein eine Ernährungs-, sondern auch eine ethisch motivierte Lebensweise.

Ich denke, dass es meine beiden Söhne nicht unbedingt bis auf die Spitze treiben. Aber was ihre Ernährung betrifft, da sind sie konsequent. Der ältere meiner Söhne lebt nun in Göttingen und kommt uns nur an manchen Wochenende besuchen. Der Jüngere lebt aber noch bei uns. Und so ergibt es sich, dass auch meine Frau und ich ‚vermehrt’ vegan speisen. Besonders bei der Hauptmahlzeit bevorzugen wir immer öfter vegane Gerichte, auch um nicht mehrere Speisen gleichzeitig zubereiten zu müssen.

Man mag sich darum streiten, ob es nicht etwas widersinnig ist, wenn in der veganen Küche tierische Produkte durch pflanzliche ‚ausgetauscht’ werden. Jeder kennt die Brätlinge, die auf Getreidebasis (z.B. Grünkern oder Weizen) bzw. aus Hülsenfrüchten (vorwiegend Soja) zubereitet werden. Inzwischen es gibt mehr und mehr Lebensmittel zu kaufen, die tierische Lebensmittel ‚imitieren’, also Wurst, Käse, Joghurt usw. auf pflanzlicher Grundlage. Nicht alles schmeckt unbedingt so, wie man es von tierischen Produkten kennt. Aber bei manchen Speisen war ich dann doch überrascht. Selbst Discounter bieten inzwischen eine größere Auswahl an solch veganer Lebensmittel an. Und der eigenen Kreativität sind außerdem in der veganen Küche keine Grenzen gesetzt, was das Kochen, Backen und Zubereiten z.B. auch von Schnellgerichten, Eis, selbst von Torten usw. betrifft. Im Mittelpunkt steht allerdings viel Gemüse, was vorwiegend aus der Region stammt, in der wir wohnen.

vegane Mohn-Dinkel-Muffins

veganer alt-englischer Apfelkuchen

vegane Mohn-Dinkel-Muffins

veganer alt-englischer Apfelkuchen

veganer Aprikosen-Mandel-Kuchen

veganer Käsekuchen

veganer Aprikosen-Mandel-Kuchen

veganer Käsekuchen

Wer sich nun vollständig vegan ernährt, sollte sich allerdings ein „entsprechendes Ernährungswissen“ angeeignet haben. Ich denke, das wird von selbst kommen. Wer als Veganer lebt, wird das nicht allein ‚aus dem hohlen Bauch’ heraus tun, sondern wird sich schon ‚im Vorfeld’ ausführlich mit dieser Ernährungs- und Lebensweise auseinandersetzen, denn wer völlig auf alle tierischen Lebensmittel verzichtet – und das muss man wissen: der wird mit bestimmten Nährstoffen nicht ausreichend versorgt. Das gilt z.B. für Kalzium, Jod und Zink, besonders aber für Vitamin B12. Der tägliche Mindestbedarf an Vitamin B12 beträgt zwar nur ca. 3 µg (Mikrogramm) für einen Erwachsenen, muss aber spätestens dann ergänzt werden, wenn das in der Leber eines Menschen gespeicherte Vitamin B12 (2000–5000 µg) aufgebracht ist.

Verfügt man über ein entsprechendes Ernährungswissen, dann ist eine vegane Ernährungsweise mit einer genügenden Zufuhr aller Nährstoffe (Ausnahme Vitamin B12, welches mit angereicherten Nahrungsmitteln oder Supplementen zugeführt werden sollte) natürlich möglich. Es gibt übrigens einige pflanzliche Lebensmittel, die Vitamin B12 enthalten, wenn auch nur in geringen Mengen, so durch Milchsäuregärung haltbar gemachte Gemüse, manche Algensorten (z.B. Nori-Algen), Erbsen, Bohnen und Lupinen sowie Ingwer. Auch einige Speisepilze, insbesondere der Champignon, weisen geringe Vitamin-B12-Gehalte auf.

Ich selbst lebe nicht ganz vegan. Ich mag und werde auf bestimmte Lebensmittel (vorerst) nicht verzichten. Dazu gehört Käse, aber auch Fleisch, wenn auch beides nur noch in geringen Mengen. Milch ist bekanntlich gesund. Sie enthält allerdings Milchzucker (Laktose), die immerhin 75 % der Weltbevölkerung nicht vertragen können (Laktoseintoleranz), weil sie diese wegen fehlender oder verminderter Produktion des Verdauungsenzyms Laktase nicht verdauen können. Ich habe mit Laktose auch meine Probleme und bevorzuge im Zuge der veganen Küche seit längerer Zeit vorwiegend Ersatzprodukte aus Soja (so genannte Soja-Milch) oder aus Getreide wie Dinkel, Hafer oder Reis. Meine Verdauung dankt mir dafür.

Überhaupt hat sich meine Verdauung deutlich verbessert, seitdem ich überwiegend vegan esse. Um meinen gesundheitlichen Gesamtzustand steht es bestens. Da leiste ich mir die kleinen ‚Sünden’ eben.

Veganismus kann man politisch nehmen, muss es aber nicht. Wenn ich den Leuten so von meinen Söhnen erzähle und ihnen sage, dass auch meine Frau und ich verstärkt vegan leben, dann kommt fast immer das Argument: Wenn alle Menschen vegan essen würden, dann müsste fast nur noch Soja angepflanzt werden. Monokultur ohnegleichen.

Dazu kann ich nur antworten: „Zur Produktion von Fleisch wird in den USA vor allem Mais großflächig angebaut, in Europa sind es Gerste, andere Getreidearten und Kartoffeln, neuerdings vermehrt auch Mais“, sagt der Berner Professor Wolfgang Nentwig. „Daneben werden immer mehr Futtermittel wie Soja aus der Dritten Welt importiert, wo ihr Anbau und Export zwar Devisen bringt, diese Landfläche aber der eigenen Nahrungsmittelproduktion fehlt.“ Der weitaus größte Teil der globalen Sojaproduktion wird zu Futtermitteln verarbeitet.

Laut FAO hat sich die jährliche Fleischproduktion auf der Welt von jährlich 136 Millionen Tonnen Anfang der 1980er Jahre auf 260 Millionen Tonnen 2004 fast verdoppelt. Nach Angaben des Vegetarierbunds (VEBU) Deutschland und in Bezug auf die USA sind etwa 17 Kilogramm Getreide nötig, um ein Kilogramm Rindfleisch zu produzieren. Rechnungen dieser Art sind aber umstritten. Unter Berufung auf das in Darmstadt ansässige Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft gibt es vom Bundesagrarministerium andere Zahlen zum Fleischzuwachs je Kilogramm Futter. Demnach sind für ein Kilogramm Fleisch eines Masthähnchens 1,7 Kilogramm Futter nötig, bei Mastputen ist das Verhältnis 1:2,7 und bei Mastschweinen 1:3. „Für Wiederkäuer wie Mastrinder oder Schafe, für die Getreide nur eine Ergänzung ihrer Futterration darstellt, macht eine vergleichbare Darstellung keinen Sinn. Hauptfutterquelle ist hier meist Grünland.“ (Quelle: 3sat.de).

Ich will mich um Zahlen nicht streiten, aber sicher ist, dass zur ‚ Produktion’ eines Kilo Fleisches ein Mehrfaches an Futter benötigt wird. Das, was an Futterpflanzen für die Tierzucht nicht mehr benötigt würde, käme den Menschen zugute. Und zu Soja: Es gibt eine Vielfalt an pflanzlichen Lebensmittel, die auch als Fleischersatz auf den Teller eines Veganers kommen.

Ich kann nur noch eines sagen: Wenn man sich erst einmal mit Veganismus beschäftigt hat, wenn man vor allem die vegane Küche ausprobiert hat, dann lässt es einen so schnell nicht wieder los. Wenn man dann bei einer genügenden Zufuhr aller Nährstoffe feststellt, dass man sich gesundheitlich auf einem guten Weg befindet, dann spätestens wird man über die milde lächeln, die meinen, über ‚spinnernde’ Veganer lachen zu müssen.

18. September 2014: Referendum zur Unabhängigkeit Schottlands

Am Donnerstag entscheiden die Schotten, ob sie sich aus dem Vereinigten Königreich lösen und sich als Nation selbständig machen wollen. Ich und meine Familie sind ja große Schottland-Fans und waren zuletzt 2005 für über drei Wochen dort auf Urlaub.

Schottland und die britische Krone bekämpften sich das ganze Mittelalter lang, bis beide Seiten 1707 ein Abkommen schlossen und zum Vereinigten Königreich fusionierten. Schottland entschloss sich vor allem aus Geldnot zu diesem Schritt. Heute haben die Schotten ein höheres Pro-Kopf-Einkommen als andere Einwohner der Insel.

Seit Jahren setzen sich schottische Nationalisten für mehr Eigenständigkeit ein. 1997 erreichten sie per Volksabstimmung, dass Edinburgh wieder ein Parlament zugesprochen bekam und weitgehende Autonomie bei der Bildungs-, Gesundheits-, Umweltpolitik sowie der Justiz.

Befeuert durch gute Wahlergebnisse will die Scottish National Party (SNP) noch einen Schritt weitergehen und das Volk über die völlige Unabhängigkeit von Großbritannien abstimmen lassen. Sie spricht von „Wahl zwischen Zukunft und Stillstand“: Das Hauptargument: Die Schotten könnten am besten alleine entscheiden, wie sie ihren Reichtum verteilen. Das will nun die britische Zentralregierung aufhebeln: Sie verspricht den Schotten mehr steuerliche Freiheit, wenn sie sich NICHT abspalten.

Bei Umfragen vor dem Referendum am letzten Donnerstag zeigt sich keine eindeutige Tendenz. Premierminister David Cameron will vor der Abstimmung noch einmal vehement für einen Verbleib Schottlands im Königreich werben. Laut britischen Medien könnte Cameron zurücktreten, sollte er ein Ende der mehr als 300 Jahre währenden Union mit Schottland verantworten müssen.

Das Ziel der Bewegung ist es, einen unabhängigen Zukunftsstaat zu gründen, am 24. Januar 2016 soll der erste Unabhängigkeitstag gefeiert werden. Stimmen die Schotten für die Unabhängigkeit, würden im Herbst Verhandlungen über die Zukunft der politischen Beziehung zwischen Schottland und Großbritannien beginnen. Bis 2016 will Schottland auf jeden Fall Mitglied des Vereinigten Königreichs bleiben (Quelle: zeit.de).

    Schottische Flagge

Schottische Flagge

Nun eine Unabhängigkeit Schottlands hätte allein schon ‚optische’ Veränderungen zur Folge. Es gäbe kein UK (United Kingdom = Vereinigtes Königreich) mehr und vor allem keinen Union Jack, da die blau eingefärbten Teile die schottische Flagge kennzeichnen. Den Union Jack finden wir aber z.B. auch in den Flaggen anderer Nationen – wie z.B. Australien und Neuseeland. Werden die ihre Flagge ändern, wenn es das Vereinigte Königreich nicht mehr geben sollte?

    Union Jack

Union Jack

Ein uns bekannte Flötenkobold schottischer Abstammung (väterlicherseits) hat sich zu dem Referendum zu Wort gemeldet, obwohl er bei dem Referendum nicht stimmberechtigt ist (da er keinen Wohnsitz in Schottland hat): Ian Anderson fühlt sich als Brite durch und durch und lehnt so die Unabhängigkeit ab. Aus seiner Sicht ist das durchaus verständlich.

Nun es spricht vieles für, aber auch vieles gegen eine Unabhängigkeit des Landes. Ich will das hier nicht im einzelnen diskutieren. Immer wieder werden die Öl- und Erdgasvorkommen vor der schottischen Küste als Argument genannt. Die meisten der Erträge fließen in die Kassen Londons. Allerdings leistet London dafür auch wiederum Ausgleichszahlungen in Form von Transferleistungen. Am Ende gleicht sich das wohl aus. Allerdings gehen die Öl- und Erdgasvorkommen langsam zu Ende bzw. lassen sich nur erschwert erschließen. So setzt Schottland zunehmend auf erneuerbare Energien, z.B. die Windkraft.

Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat jetzt erklärt, im Falle einer Unabhängigkeit den Hauptsitz von Edinburgh nach England zu verlegen. Dass ich nicht viel von Banken halte, brauche ich nicht erneut zu erklären. Gerade die Royal Bank of Scotland ist in der Finanzkrise gehörig ins Schleudern geraten. Wenn sie denn nach England ziehen sollte, dann kann ich der Bank nur empfehlen, den Namen zu wechseln. In Schottland wird man nicht unbedingt der RBS Tränen nachweinen.

Ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden würde, wenn ich Schotte wäre. Sicherlich wird gerade in diesen Tagen viel Schwarzmalerei betrieben, um die Schotten zu einem ‚Nein’ zu bewegen. Ich denke aber, dass die völlige Eigenständigkeit Schottlands (auch entgegen der Meinung von Herrn Anderson) durchaus gut gehen kann. Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie sich das schottische Volk am Donnerstag entscheidet.