Kategorie-Archiv: SV Werder Bremen

SV Werder Bremen 1899 – Bundesligafußball ab Saison 2004/2005 ff.

HSV – SV Werder – die 107te

Morgen fällt zum 107. Mal die Klappe zum norddeutschen Fußball-Derby zwischen dem HSV und dem SV Werder Bremen. Und wie schon in den letzten Jahren, so steht auch diese Partie unter dem dunklen Stern des Abstiegskampfes. O ja, der HSV begann diese Saison zunächst verheißungsvoll mit zwei Siegen, die allerdings mit einigem Glück erzielt wurden, während die Bremer gleich zwei Niederlagen kassierten. Inzwischen sind beide Mannschaft wieder dicht aneinandergerückt, da der HSV die nächsten vier Spiele alle verlor, während Werder immerhin drei Unentschieden herausholte. Aber bisher immer noch einen Sieg.

So stehen beide Mannschaften unter Druck.

Während die Hamburger in den letzten Spielen nicht gerade spielerisch glänzten, zeigten die Bremer durchaus ansprechende Leistungen. Besondern in der Defensive, in den letzten Jahren die absolute Schwachstelle, war die Mannschaft gut aufgestellt. Dafür aber haperte es im Angriff. Schon gab es die ersten Diskussionen um den Trainer. Alexander Nouri sei zu zaghaft. Das Umschaltspiel unausgereift.

Hinzu kam dann auch noch, dass sich Max Kruse am 4. Spieltag im Spiel gegen Schalke 04 nach einem Foul schwer verletzte und sich beim Sturz auf die Schulter das Schlüsselbein brach. Wie gut, dass man kurz vor Toresschluss noch den Algerier Ishak Belfodil von Standard Lüttich ausgeliehen hatte, der jetzt als Kruse-Ersatz aufs Feld auflaufen darf. Bisher hat er ganz ordentlich gespielt, nur fehlen noch die Tore.

Werder - Schalke (4. Spieltag 2017/2018): Max Kruse bricht sich das Schlüsselbein

Ein Sieg wäre jetzt so wichtig, um vor der nächsten Länderspielpause Ruhe in die Mannschaft zu bekommen. – Gleich habe ich Feierabend und dann mit Brückentag und dem Tag der deutschen Vielfältigkeit vier Tage am Stück frei. Da hoffe ich doch das Beste für den SVW von 1899 und damit auf einen gelungenen Wochenendbeginn für mich.

Nein, so doch nicht … (5): Geld regiert den Fußball

Nein, ich komme nicht umhin. Es hat etwas gedauert. Aber dieser 222-Millionen-Transfer des brasilianischen Fußballstars Neymar an die Seine macht auch mich, den Fußball-Freund, sprachlos. Es ist schon einige Zeit her (März 2013), da habe ich gewissermaßen aufgeschrien: Der gekaufte Fußball. Ja, ich weiß: Geld regiert die Welt und damit auch den Fußball!

Nein, so doch nicht (5): Geld regiert den Fußball

Als Diego vom SV Werder Bremen 2009 für rund 25 Millionen Euro zu Juventus Turin wechselte, war das ein warmer Geldregen, den die Bremer gut gebrauchen konnten. Diego kam für rund sechs Millionen Euro 2006 vom FC Porto an die Weser. Trotz hoher Gehaltszahlungen an den Brasilianer also ein deutliches Plus in der Kasse.

Kevin de Bruyne, der die Saison 2012/2013 auf Leihbasis bei den Bremern spielte, wechselte 2015 von Wolfsburg für 74 Millionen Euro zu Manchester City. Für einen gerade einmal 24-Jährigen, wenn sicherlich auch hervorragenden Spieler viel Geld. Damals konnte ich nur mit dem Kopf schütteln.

Schon zuvor gab es mehrere Rekordtransfers, so bereits 2001 Zinédine Zidane für 73,5 Millionen Euro zu Real Madrid, dann Cristiano Ronaldo 2009 für 94 Millionen Euro und erstmals die 100-Millionen-Grenze überschreitend Gareth Bale 2013 für 101 Millionen Euro – beide ebenfalls zu Real Madrid.

Zu Beginn der neuen Saison 2017/2018 ist das alles aber nur noch ein Klacks. Paris SG, seit etwa 2012 fest in der Hand der katarischen Investorengruppe Qatar Sports Investments (QSI), überwies an den FC Barcelona sage und schreibe satte 222 Millionen Euro für den Brasilianer Neymar. Und Barca fiel nichts Besseres ein, als von dem Geld den gerade einmal 20-jährigen Ousmane Dembélé für 105 Millionen Euro von Borussia Dortmund als Neymar-Ersatz zu holen.

Neben Spanien ist es zum Saisonbeginn besonders die englische Premier League, die viel Geld bewegt und über 5,5 Milliarden Euro in neue Spieler investierte. Diese Unsummen können natürlich nur gezahlt werden, wenn zahlungskräftige Investoren bzw. Vereinsinhaber über diese Mittel verfügen. Ein anderer wichtiger Grund sind die TV-Gelder, die an die Vereine ausgezahlt werden. Da liegt der englische Fußball ganz weit vorn.

Es ist nicht neu, dass sich meine 11 Freunde über solche Transfersummen ereifern. Fußballvereine sind längst Wirtschaftsunternehmen. Aber hier baut sich eine Blase auf, die, wir kennen es aus anderen Branchen, sehr schnell platzen kann. Und wie im realen Leben so weitet sich die Kluft zwischen arm und reich, hier zwischen kleinen Vereinen wie z.B. dem SV Werder, und Vereinen wie Paris SG.

Der Artikel zum 222-Millionen-Euro-Tranfer in 11 Freunde enthält drei Kommentare, die ich keinem vorenthalten möchte. Ein gewisser Titus Roleder schrieb:

Immer noch Peanuts zu den Jahreseinkommen der „US“-Hedgefondsmanager. Man erinnere nur an John Paulson, der an der Finanzkrise 2011 insgesamt 4,5 MILLIARDEN US-Dollar innerhalb dieses einen Jahres verdiente. Oder man schaue sich BLACKROCK an. Dank der Ablenkungsmedien ist diese Firma zum Herrscher der kapitalistischen Welt aufgestiegen. Mehr oder minder unbemerkt vom geblendeten Pöbel.

Hierauf gab es als Erwiderung: Hier geht’s um Fußball, Blödmann 😒

Worauf Titus Roleder antwortete:

Und wem gehören ein stattlicher Teil der Fußballclubs in der taktgebenden Premier League? Hoppla, die sind ja im Besitz von US-Hedgefonds…;-)

Geld regiert die Welt – und den Fußball!

Gruß an den Tabellenletzten

Ja, ich weiß: In Hoffenheim zu verlieren, selbst zu Hause gegen die Bayern zu verlieren, ist keine Schande. Aber wer mag das noch hören. Klar, schon in Hoffenheim war für den SV Werder Bremen mehr möglich, eine Punkteteilung vielleicht gerechter als dieses 1:0 für die Kraichgauer durch einen unglücklich abgefälschten Ball. Und gegen die Bayern hielt das Bremer Bollwerk, eine Fünferkette, immerhin bis zur 72. Minute. Dann kamen die vier herausragenden Minuten des Robert Lewandowski. Der Pole traf erst per Hackentrick (72.) nach Vorabreit von Coman und dann per Doppel-Tunnelschuss durch die Beine von Robert Bauer und Keeper Jiri Pavlenka (75.).

Fußball-Bundesliga 2017/2018 – 2. Spieltag: SV Werder – Bayern München – Abseits oder nicht?

Mit dieser Saison gibt es in der Fußball-Bundesliga den Videobeweis. Noch hapert es damit, weil es vor allem keine klare Linie gibt, wann der Video-Assistent eingreifen soll. Sicherlich hätten die Bayern einen Strafstoß bekommen müssen, als ein Bremer Mittelfeldspieler bei einem Eckball in der 41. Minute Lewandowski von hinten geschubst hatte, sodass dieser nicht zum Kopfball hochkam. Aber auch das erste Tor des Polen roch – wenigstens für mich – stark nach Abseits (oder etwa nicht?!).

Ohne Tor und ohne Punkte steht der SV Werder Bremen nach zwei Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz. Sicherlich kein Beinbruch – und doch! Sollten die Bremer erneut nur gegen den Abstieg kämpfen müssen? Oder ist nach nunmehr sieben mageren Jahren endlich wieder ein fettes Jahr zu erwarten?

Vielleicht kommt auch diesmal die Länderspielpause (Qualifikationsspiele zur WM in Russland 2018) zur rechten Zeit. Erst am 10. September geht es für Werder Bremen weiter gegen die Hertha in Berlin. So könnte die Pause wirklich guttun, denn gegen die Bayern ging den Bremern zum Spielende doch sichtlich die Luft aus.

Auch stellt sich die Frage, ob sich der SV Werder noch verstärken wird. Das so genannte Transferfenster ist noch bis zum Donnerstag (31.08.) geöffnet. Aber ob der angesagte Mittelstürmer Paul Onuachu vom dänischen Club FC Midtjylland an die Weser kommt, ist zz. mehr als fraglich. Im Gegenteil besteht die Gefahr, dass für Werder wichtige Spieler den Verein verlassen.

Obwohl die Bremer auf dem letzten Tabellenplatz stehen, haben sie besonders in der Abwehr zwei gute Spiele gezeigt. Gegen die Bayern standen sie sicherlich etwas zu tief in der eigenen Abwehr. Beim Umschaltspiel, das durch die sehr defensive Grundausrichtung mit dem Rückzug tief in die eigene Hälfte aber weite Wege zu überwinden hatte, fehlte dann vorne bei Kontern oft das nachrückende Personal oder auch die Kraft, für den letzten präzisen Pass. Hier muss Alexander Nouri, der Trainer noch etwas feilen. So kommt die Länderspielpause dann doch recht. Gegen die Hertha werden wir mehr wissen.

Ende gut, (fast) alles gut?!

Auch wenn der Abschluss nicht so ganz war, wie man ihn sich wünschte: Die drei letzten Spiele des SV Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga in dieser Saison boten zwar einigen Spektakel mit vielen Toren, gingen allerdings alle drei verloren (3:4 in Köln, 3:5 gegen Hoffenheim und zuletzt 3:4 in Dortmund). Die Bremer belegen in der Abschlusstabelle den achten Platz. Wer hätte das vor Wochen noch geglaubt.

Und es gibt noch zwei Erfolgsmeldungen: Die U21 (bzw. Werder II) hat den Klassenerhalt in der 3. Liga geschafft. Und die Fußball-Frauen des SV Werder steigen als Meister der Zweiten Bundesliga Nord direkt wieder in die Bundesliga auf.

Gratulation allen Mannschaften!

Fans des SV Werder Bremen

Nun, die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb in der nächsten Saison hat Werder leider verpasst. Ich hoffe nur, dass das keine Auswirkungen auf das Mannschaftsgebilde haben wird. Denn Spieler wie Gnabry und auch Kruse würden gern international auftreten. Auf Sportchef Frank Baumann wartet viel Überzeugungsarbeit, um diese Spieler mindestens eine weitere Saison an der Weser zu halten.

Offen ist auch die weitere Zukunft von Claudio Pizarro. Ohne Zweifel ist er jetzt schon eine Werder-Legende. Aber mit seinen 38 Jahren und seiner Verletzungsanfälligkeit kann und darf man nicht mehr allzu viel von ihm erwarten. Sollte Werder ihn tatsächlich nicht mehr weiter verpflichten, dann hoffe ich aber doch auf ein angemessenes Abschiedsspiel für ihn – und auch für Clemens Fritz.

Auf dem Transfermarkt tut sich inzwischen ja auch schon so einiges. Mit Ludwig Augustinsson (linker Verteidiger) und Jérôme Gondorf (zentrales Mittelfeld), der wohl Florian Grillitsch beerben soll, ist sich Werder einig geworden. Außerdem kommen Spieler zurück, die bis zum 30.6. ausgeliehen waren.

Ich bin gespannt, wie Werder zum Saisonauftakt 2017/2018 aufgestellt sein wird. Und ich hoffe, dass die Mannschaft erst einmal nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben wird.

Worte zum Wochenende (20. KW 2017): Donnerwetter mit Arno

Donnerwetter!

Soll so der ganze kommende Sommer werden? Heiße Luft aus Afrika, die auf kalte Strömungen aus dem Norden trifft. So wird es plötzlich richtig heiß, saugt sich voll mit Feuchtigkeit, um dann krachend die ‚atmosphärischen Spannungen‘ zu entladen? Bitte nicht …

Letzter Spieltag

Also ich glaube nicht, dass der SV Werder Bremen morgen am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga doch noch das schier Unmögliche schafft und sich einen Platz in den Gefilden Europas ergattert. Okay, Platz sieben oder gar sechs ist noch möglich. Aber dann muss es schon ein kleines Fußballwunder geben und Werder in Dortmund gewinnen. Und selbst dann …

Schauen wir auf das letzte Drittel der Tabelle, dann sehen wir dort, dass dem HSV ein Sieg gegen Wolfsburg gelingen muss, um nicht zum dritten Mal in vier Jahren in die Relegation gegen den Dritten der 2. Liga gehen zu müssen. Dort wartet voraussichtlich die Braunschweiger Eintracht. Dreimal ist Bremer recht, aber auch Hamburger? Sollte der HSV also am Ende tatsächlich absteigen?

Worte zum Wochenende (20. KW 2017 – WilliZBlog)

Arno Schmidt

Ich weiß gar nicht mehr, wieso ich dieser Tage auf Arno Schmidt gekommen bin. Ach, doch – da gab es diese Dokumentation über ihn unter dem Titel Mein Herz gehört dem Kopf auf arte.tv (leider nicht mehr verfügbar), die ich mir angeschaut habe. Ein Sonderling und Einzelgänger, der als Heimatvertriebene eine neue Bleibe suchte und diese schließlich im kleinen Heidedorf Bargfeld fand. In „Die Umsiedler“ beschäftigte er sich mit dem damaligen Tabuthema von Flucht und Vertreibung und schildert, wie wenig willkommen er, der mit seiner Frau aus Schlesien fliehen musste, sich in der Bundesrepublik fühlte. Kommt uns das Thema nicht bekannt vor?

Arno Schmidt wurde besonders durch sein 1970 erschienenes Monumentalwerk Zettel’s Traum (okay mit Deppelapostrophe – leitet sich allerdings aus dem Englischen ab) bekannt, ein Monster von über 1300 Seiten und dreispaltig in DIN A 3, das damals als Faksimile (des mit Schreibmaschine, die Randglossen und Streichungen von Hand verfassten Werkes) erschien, weil man es für nicht zu setzen erachtete. Erst im Oktober 2010 erschien im Suhrkamp Verlag die „Bargfelder Ausgabe. Werkgruppe IV/1. Standardausgabe. Zettel’s Traum“ als gesetztes Buch. Friedrich Forssman arbeitete hieran zuvor etliche Jahre.

Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, der Ulysses und Finnegans Wake von James Joyce, Alfred Döblins Berlin Alexanderplatz, Der Mann ohne Eigenschaften von Robert Musil (um nur einige dieser kiloschweren literarischen Werke zu nennen), wer hat sie nicht gelesen. Genau: NICHT gelesen!

An Joyce Ulysses (in der Übersetzung von Hans Wollschläger) habe ich mich vor vielen Jahren einmal herangewagt, bin dann aber auf halber Strecke kläglich gescheitert. Sein Finnegans Wake habe ich mir als Finnegans Wehg. Kainnäh ÜbelSätzZung des Wehrkess fun Schämes Scheuss von Dieter H. Stündel zugelegt (enthält neben einer ‚Annäherung‘ auf Deutsch auch das Joyce’sche Original). Döblins Berlin Alexanderplatz kenne ich nur als Fernsehserie in 13 Episoden und einem Epilog (ca. 930 Min lang) von Rainer Werner Fassbinder mit Günter Lamprecht als Franz Biberkopf. Prousts Recherche habe ich als verfilmten Zweiteiler bisher noch ungesehen auf meinem Rechner. Musils Mann ohne Eigenschaften ist als E-Book vorhanden. Und nun auch noch Arno Schmidt?

Es gibt so Sachen, die man auf spätere Zeiten verlegt, wenn man nicht mehr durch Pflichten und sonstige Notwendigkeiten behindert ist, wenn man also ZEIT hat. Da kommt eigentlich nur das Rentenalter in Frage. Da dieses mir aus nicht mehr allzu großer Ferne entgegenwinkt, so werde ich dann meine Yamaha endlich auspacken – und mich mit Inbrunst auf all das Literarische stürzen, was bisher liegengeblieben ist.

Aber jetzt winkt erst einmal das Wochenende. Ich winke zurück …

Worte zum Wochenende (18. KW 2017): ein Filmnachmittag

Was für ein scheußliches Wetter sucht uns in diesen Tage heim. Aber ab morgen soll es wieder besser werden: wärmer, sonniger und auch trocken. Für morgen haben wir Bekannte eingeladen, die sich für unsere Fotos und Videos von unserem Urlaub auf der Hallig Langeneß interessieren. So gibt es bei Kaffee und Kuchen einen Filmnachmittag, allerdings nicht mit „Land unter“.


„Land unter“ auf der Hallig Langeneß (27.12.2016)

Übrigens: In diesem Jahr Sommer werden wir nochmals die Halligen besuchen: Diesmal ist die Hallig Hooge dran. Meine Frau und ich freuen uns schon darauf.

Worte zum Wochenende (18. KW 2017 – WilliZBlog)

25 Jahre Werders Europapokalsieg

Heute Abend spielt in der Fußball-Bundesliga der SV Werder Bremen in Köln und will natürlich die Serie von elf Spielen ohne Niederlage fortsetzen. Europa winkt. Ich habe auf ein Unentschieden getippt, habe aber nichts dagegen, wenn Werder auch dieses Spiel gewinnt.

Apropos Europa: Morgen ist es 25 Jahre her, dass der SV Werder seinen bisher größten fußballerischen Erfolg feierte: Im Endspiel des Europapokals der Pokalsieger gewannen die Bremer am 06.05.1992 im Estádio da Luz von Lissabon gegen die favourisierte Mannschaft des AS Monaco mit 2:0. Wenn ich auf die Mannschaftsaufstellung von damals schaue, so erkenne ich viele Namen, die mir auch heute noch viel sagen: die Torschützen Klaus Allofs (genau der, der viele Jahre später Manager in Bremen wurde) und Wynton ‚Kiwi‘ Rufer, der heute noch als Scout in Asien und Ozeanien für Werder unterwegs ist. Dann als Einwechselspieler Thomas Schaaf, der lange erfolgreich der Trainer der Bremer war. Dieter Eilts, der Ostfriese, der vier Jahre später eine so grandiose Europameisterschaft spielte, Rune Bratseth, als Libero der norwegische Beckenbauer, Mirko Votava, der Mannschaftskapitän, Frank Neubarth, Ullrich Borowka und natürlich Marco Bode, als Nachfolger von Willi Lemke seit dem 25. Oktober 2014 Vorsitzender des Aufsichtsrats beim SV Werder. Okay, auch die restlichen Namen sollen nicht vergessen sein: Jürgen Rollmann (im Tor), Thomas Wolter, Manfred Bockenfeld und Stefan Kohn (als Einwechselspieler). Trainer war damals kein Geringerer als Otto Rehhagel.

Europapokal der Pokalsieger – Finale 1992 Startelf des SV Werder Bremen
Europapokal der Pokalsieger – Finale 1992 Startelf des SV Werder Bremen

Längst gibt es diesen Pokal nicht mehr (zuletzt 1999 ausgespielt), der dann durch den UEFA-Pokal abgelöst wurde und ab der Saison 2009/2010 Europa League heißt.


Europapokal der Pokalsieger – Finale 1992 AS Monaco – SV Werder Bremen 0:2

Endspurt Fußball-BL 2016/2017

Noch vier Spieltage, dann beendet die Fußball-Bundesliga die Saison 2016/2017: Endspurt für alle 18 Vereine. Und für Spannung ist durchaus noch gesorgt. Okay, die Bayern (zz. 70 Punkte) dürften schon wieder Meister werden, auch wenn sie jetzt etwas kränkeln (vom erhofften Triple bleibt nur noch die Meisterschale). Und die weiteren Champions League-Plätze sind eigentlich auch schon vergeben: Aufsteiger Leipzig (62), Dortmund (56) und Hoffenheim (55). Fragt sich nur, ob Dortmund oder Hoffenheim noch in die Qualifikation müssen.

Am Tabellenende ist es besonders spannend. Darmstadt (21), okay, hat wirklich nur noch theoretische Chancen zum Klassenerhalt. Aber davor streiten sich noch fünf Vereine ums Verbleiben in der Bundesliga: Mainz, Wolfsburg und HSV (alle 33 Punkte), Augsburg (32) und Ingolstadt (28). Die schlechtesten Karten dürfte wohl Ingolstadt haben. Aber solch finanziell bestens unterstützte Vereine wie Wolfsburg und der HSV krebsen immer noch da unten herum. Deren Saisonziele sind meilenweit verfehlt.

Und was ist mit Werder? Das Jahr hatte nun wirklich keinen rosigen Start. Aber dann begann eine beispiellose Serie, die augenblicklich zehn Spiele in Folge ohne Niederlage, dabei acht Siege und zwei Unentschieden, also 26 von 30 möglichen Punkte bescherte.

    SV Werder Bremen – 100 %

Das Abstiegsgespenst ist längst verscheucht. Jetzt kämpfen die Bremer plötzlich sogar um einen der beiden Plätze für die Europa League. Ich habe es gewagt, die Spiele der Aspiranten auf diese Plätze zu tippen. Okay, oft ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Aber trotzdem (auch wenn die Übersicht etwas unübersichtlich erscheint):

5 Hertha zz. 46 Punkte tippe + 5 Punkte = 51 Punkte
 A – Werder 0 H – Leipzig 1 A – Darmstadt 1 H – Leverkusen 3
6 Freiburg zz. 44 Punkte tippe + 3 Punkte = 47 Punkte
 A – Darmstadt 1 H Schalke 1 H Ingolstadt 1 A – Bayern 0
7 Werder zz. 42 Punkte tippe + 5 Punkte = 47 Punkte
 H – Hertha 3 A – Köln 1 H – Hoffenheim 1 A – Dortmund 0
8 Köln zz. 41 Punkte tippe + 3 Punkte = 44 Punkte
 A – Dortmund 0 H – Werder 1 A – Leverkusen 1 H – Mainz 1
9 Frankfurt zz. 41 Punkte tippe + 4 Punkte = 45 Punkte
 A – Hoffenheim 0 H – Wolfsburg 3 A – Mainz 1 H – Leipzig 0

Demnach würde die Berliner Hertha auf Platz 5 verbleiben und direkt in die Gruppenphase der Europa League einziehen. Freiburg und Werder hätten am Ende nach meiner Rechnung jeweils 47 Punkte, sodass die Tordifferenz entscheidend wäre. Und da dürfte der SV Werder die Nase vorn haben, was hieße: die Bremer sind mit dabei. Frankfurt zieht noch an Köln vorbei.

Nun denn … Eigentlich sollte man in Bremen froh sein, ein weiteres Jahr Bundesliga-Fußballluft zu schnuppern. Aber wenn man plötzlich so kurz vor einem Ziel steht, das vor einem Vierteljahr lediglich wie ein Hirngespinst erscheinen mochte, dann will man natürlich auch dieses Ziel erreichen. Und so ganz unbedeutend erscheint mir das auch nicht (nicht nur aus finanzieller Sicht gesehen). Denn sollte Werder wirklich in der nächsten Saison auch in Europa spielen, dann stiegen die Chancen, Spieler wie Serge Gnabry, der von Dortmund und Hoffenheim umworben wird, und Thomas Delaney zu halten. Selbst für Torwart Felix Wiedwald, der lange Zeit nur die Nummer zwei im Tor bei Werder war und dann durch grandiose Leistungen überzeugte, zeigen manche Vereine im Ausland Interesse.

Das ist nun einmal die Krux bei Vereinen wie Werder. Überzeugen Spieler durch ihre Leistung, dann stehen andere Vereine mit dem großen Geld vor der Tür, um diese Spieler zu sich zu lotsen. Daher finde ich es ziemlich zwiespältig, wenn sich Werder jetzt für eine Rückholaktion von Davie Selke stark macht. Der war zum 1. Juli 2015 für acht Millionen Euro zu RB Leipzig transferiert worden. Viel Geld für Werder für einen damals Zwanzigjährigen. Nun wird Selke in Leipzig aber nicht glücklich und kommt nur auf wenig Spielpraxis. Leipzig will aber von Werder 12 Millionen Euro, obwohl Selkes Marktwert deutlich gesunken ist. Nichts gegen Selke, aber nicht um jeden Preis! Vielleicht doch noch ein Jahr länger mit Pizarro?

Nun, ich bin gespannt (nicht nur meiner Tipps wegen). Besonders gespannt bin ich auch, wer am Ende aus der Bundesliga absteigen muss (neben Darmstadt Ingolstadt – aber wer kommt in die Relegation? Mainz?). Bleibt der Dino (HSV) weiterhin im Wanken (ein Jahr Liga zwei könnte den Hamburger nicht schaden; aber wie war das mit dem Vater des Gedankens …?!)?

Europa winkt

Bezogen auf die letzten sieben Spieltage entpuppte sich der SV Werder Bremen als die erfolgreichste Mannschaft der Fußball-Bundesliga. Selbst die Bayern (nach dem 0:1 in Hoffenheim) hinken da hinterher. Die Bremen holten 19 von 21 möglichen Punkten und dürften das Abstiegsgespenst langsam, aber sicher verscheucht haben. Was ist geschehen?

Obwohl das Jahr nicht gerade gut für die Bremer begann, so zeigte sich bereits in den Heimspielen gegen Dortmund und den FC Bayern, die zwar beide verloren gingen, wenn auch nur knapp, dass die Mannschaft mehr Potential hat, als viele dachten. Außerdem hatte man sich zur Winterpause mit einem Spieler verstärkt, der nicht nur gleich zum Stammspieler wurde, sondern der auch zum Schlüssel des Erfolgs wurde: Thomas Delaney. Mit seiner Hilfe hat sich die Abwehr deutlich stabilisiert.

Und der Angriff zeigt sich flexibel und effizient. Mit Gnabry, der leider noch immer verletzt ist, Kruse, Bartels, Altmeister Pizarro und auch mit Delaney, wenn er vom Trainer aus offensiver agieren darf, gibt eine ganze Reihe von Spielern, die für ein Tor gut sind. Und natürlich hat sich auch schon so mancher Abwehrspieler in die Torschützenliste eingetragen. Die Mannschaft ist unberechenbar geworden.

SV Werder Bremen – Schalke 04 3:0 – Kruse und Co. feiern

Und in der Ferne winkt sogar Europa. Natürlich ist das noch in weiter Ferne. Erst einmal sollte der Klassenerhalt in trockene Tücher gewickelt sein, denn in diesem Jahr dürften die 35 Punkte, die Werder bisher erzielt hat, kaum reichen, um dem 16. Tabellenplatz, dem Relegationsplatz (Spiele um den Klassenerhalt gegen den Tabellendritten der 2. Liga), zu entgehen. Das Gedrängel am ‚Abgrund‘ ist so groß wie lange nicht. Schon am Freitag im Spiel in Frankfurt könnte die Serie der Bremer reißen. Aber insgesamt sind es noch sieben Spiele bis zum Saisonende. Da ist vieles noch möglich, sogar ein sechster Platz, der für die Qualifikation zur Europa League berechtigt.

Nordischer Dreikampf

Nein, es handelt sich nicht um eine neue Wintersportart. Es geht um die drei norddeutschen Vereine in der Fußballbundesliga der Herren: SV Werder Bremen, VfL Wolfsburg und HSV, die alle drei – dicht an dicht – gegen einen möglichen Abstieg in die Zweitklassigkeit kämpfen.

Saison 2016/2017 – 23. Spieltag SV Werder – SV Darmstadt 98 2:0 – Pizarro fällt im Strafraum

Nach der Niederlage in Bremen dürfte Darmstadt als erster Absteiger (mit 12 Punkten aus 23 Spielen) schon fast feststehen. Auch der FC Ingolstadt mit 18 Punkten hat schon fünf Punkte Rückstand auf den HSV und Wolfsburg (beide 23 Punkte) und dürfte nur noch wenige Chancen auf den Klassenerhalt haben. Lediglich die Bremer weisen zz. 25 Punkte auf und liegen auf Platz 14.

Aber damit sind die Bremer noch längst nicht gerettet. Betrachtet man die letzten Spiele, so gab es nach mehreren unglücklich verlorenen Spielen immerhin drei Siege in Folge. Aber die kamen eher mit viel Massel als Können zustande. So gegen die Darmstädter: Die erste Halbzeit der Bremer war die reinste Katastrophe. Und wäre nicht Felix Wiedwald ins Tor zurückgekehrt, wer weiß, wie die Spiele in Wolfsburg und zu Hause eben gegen Darmstadt ausgegangen wären.

Noch sind elf Spiele zu bestreiten, und die drei norddeutschen Vereine werden wohl unter sich den Kandidaten für den Relegationsplatz unter sich ausmachen dürfen. Wären da nicht Spieler wie Serge Gnabry und Max Kruse, die allein fünf der letzten sechs Werder-Tore erzielt haben, man müsste fürchten, dass zum Ende der Saison z.B. Hannover 96 (zz. Drittplatzierter der 2. Liga) Gegner der Bremer sein könnte.

Selbst wenn der SV Werder die Klasse halten sollte, so wird es schwer sein, die genannten Spieler Gnabry (Vertrag bis 30.6.2020) und Kruse (Vertrag bis 30.6.2019) an der Weser zu halten. Besonders Serge Gnabry steht schon auf dem Wunschzettel mancher Verantwortlicher anderer Vereine.

Am Freitagabend geht es nach Leverkusen, die sich von Trainer Roger Schmidt getrennt haben. Neue Besen kehren bekanntlich gut. Nur wer dieser ‚neue Besen‘ in Leverkusen sein wird, steht noch aus [Tayfun Korkut ist der neue Trainer – er war zuletzt bis zu seinem Rücktritt am 27. Dezember 2016 beim Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern und davor beim Erstligisten Hannover 96 tätig]. Vielleicht eine Chance für Werder, den vierten Sieg in Folge einzufahren? Ich mag daran nicht so recht glauben …

Worte zum Wochenende (9. KW 2017): Meteorologischer Frühlingsanfang

Gestern waren meine Frau und ich im Rathaus von Tostedt, um uns den „Entwurf der 2. Änderung zum Bebauungsplan Nr. 22 sowie den Entwurf der Begründung mit Anlagen“ anzuschauen, die dort in der Zeit vom 27. Februar 2017 bis 27. März 2017 in der Schützenstraße 26, Fachbereich „Bauen und Planung“, Zimmer 409, 21255 Tostedt, während der Öffnungszeiten zur allgemeinen Einsicht ausliegen. Es geht dabei um das Bauvorhaben ‚Am Bahnhof 9/9a‘ bei uns hier in Tostedt.

Dabei bekamen wir doch noch Einsicht in einige nicht uninteressante Details, so in das Gutachten einer schalltechnischen Untersuchung zu der Lärmbelastung. Bisher wurde uns dieses Gutachten vorenthalten. Aufschlussreich war es auch zu sehen, wie sich die Planung innerhalb der letzten gut zwölf Monate entwickelt hatte. Dazu und zum ‚Stand der Dinge‘ aber später sicherlich noch etwas mehr

Worte zum Wochenende (9. KW 2017 – WilliZBlog)

Meteorologisch beginnt der Frühling auf der Nordhalbkugel am 1. März, begann also bei uns am Mittwoch. Und an diesem Wochenende dürfen wir mit annähernd frühlingshaftem Wetter rechnen, morgen am Samstag mit Temperaturen bis zu 14 ° C. Dann soll es zwar wieder etwas frischer und auch regnerischer werden, aber die Sonne wird sich nicht verleugnen lassen.

Apropos Samstag: Da spielt der SV Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga gegen den Tabellenletzten, den SV Darmstadt 98, für den es um alles oder nichts geht. Mit Torsten Frings kommt damit wieder einmal ein alter Werder-Bekannter an die Weser, der in Darmstadt seinen ersten Cheftrainerposten bekommen hat. Einerseits hoffe ich zwar, dass es ihm nicht so geht wie Valérien Ismaël, der in Wolfsburg nach der Niederlage gegen die Bremer seinen Hut nehmen durfte. Andererseits hoffe ich natürlich, dass Werder mit einem Sieg, dem dritten in Folge, langsam aber sicher in etwas geruhsameres Fahrwasser gerät.

Also wieder Wochenende! Seien wir ehrlich: Irgendwie hangeln wir uns so durch – von Wochenende zu Wochenende. Spätestens am Freitag erstaunt, wie schnell die Woche wieder einmal verging. Und am Montag knatschig, weil die Arbeitswoche wie ein scheinbar unüberwindbarer Berg noch vor uns liegt.

Worte zum Wochenende (8. KW 2017): Gewürz, Gewürztes, Würziges

Puh, ist es etwa Herbst? Der nicht allzu gute „Thomas“ fegte über Deutschland hinweg. Und auch an diesem Wochenende soll’s feucht und stürmisch bleiben. Bis in die nächste Woche hinein. Da bleibt man eigentlich lieber zu Hause.

Aber wir sind ja nicht aus Zucker. Morgen machen wir vier (ja, auch der ältere meiner beiden Söhne weilt in seinen Semesterferien einige Tage bei uns) Hamburg unsicher. Zunächst geht’s ins Spicy’s Gewürzmuseum (das mit dem Deppenapostroph – okay, leitet sich vom englischen Spice für Gewürz her, und im Englischen benutzt man den sächsischen Genitiv mit ‚Hochkomma‘, heißt er dort „Saxon genitive“ oder eben auch „apostrophic genitive“ (sic!), also wollen wir das durchgehen lassen 😉 ). Das Gewürzmuseum befindet sich in der Speicherstadt, die zusammen mit dem Kontorhausviertel und dem Chilehaus auf der Liste des UNESCO-Welterbes zu finden ist. Bisher kannten wir die Gebäude nur von außen. So sind wir gespannt, wie es im Inneren eines solchen Speicherhauses aussieht.

Worte zum Wochenende (8. KW 2017 – WilliZBlog)

Grund des Besuches: Wir alle vier sind begeisterte Hobbyköche und haben ein besonders Faible für Kräuter und Gewürze. So werden wir uns dort sicherlich einige Anregungen holen können. Anschließend wollen wir bei der Elbphilharmonie vorbeigucken und hoffen hineinzukommen. Und dann natürlich zum Essen. Mal gucken, was wir dann noch so treiben werden …

Mit großem Interesse gucke ich heute Abend nach Wolfsburg, wo der SV Werder Bremen auf den VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga trifft. Nach dem 0:2-Sieg der Bremer in Mainz sieht man an der Weser wieder Licht am Ende des Abstiegstunnels. Leider fällt mit Clemens Fritz (Gelbspeere) und Thomas Delaney (Jochbeinbruch) das zuletzt so erfolgreiche defensive Mittelfeld (Doppelsechs) aus. Es wird schwer sein, das zu kompensieren. Von daher wäre ich schon froh, wenn Werder wenigstens einen Punkt aus der VW-Stadt holt, zumal mit Valérien Ismaël ein gern gesehenes Gesicht aus alten Werderzeiten als Trainer auf der Seite Wolfsburgs steht und ich ihm nichts Schlechtes gönne …