Kategorie-Archiv: Weihnachten

Frohe Weihnachten allen Leut‘

Grainau 2017 (3): Fackelwandern zur Neuneralm

Wenn sich im Dunkeln noch dunklere Gestalten mit Fackeln durch Deutschlands Straßen und Wege bewegen, dann verheißt das meist nichts Gutes. Die deutsche Geschichte spricht für sich. Als wir uns aber am 27. Dezember während unseres Grainau-Urlaubs zu Weihnachten 2017 um 18 Uhr mit anderen Angereisten vor der Touristeninformation trafen, da ging es allein um eine Gaudi, um eine Wanderung mit Fackeln durch die winterliche Landschaft hin zur Neuneralm. Auf dem Hinweg wurde die längere Strecke durch den Ort Grainau am Rodelhügel vorbei weiter auf dem Panoramaweg gewählt.

Die Fackel ist entzündet
Die Fackel ist entzündet

Erstaunt war ich, wie viele Menschen sich zu dieser abendlichen Wanderung eingefunden hatten. Schnee und Feuer haben in dieser Kombination eben ihre besondere Faszination.

Fackelwandern am 27.12.2017 in Grainau zur Neuneralm
Fackelwandern am 27.12.2017 in Grainau zur Neuneralm

Nach einer Stunde kamen wir dann auf der Neuneralm an, die extra für uns noch geöffnet hatte. Und bei einer zünftigen Brotzeit und der einen oder anderen halben Maß spielte die Musi in Gestalt der Neuneralm-Musi auf.

D'Neuneralm-Musi spuit auf - Manager sitzt gleich mit am Tisch
D’Neuneralm-Musi spuit auf – Manager sitzt gleich mit am Tisch

Wir fanden das alles ganz okay. Sicherlich dient ein solches Fackelwandern dazu, auf die Gastronomie auch außerhalb der Ortschaft aufmerksam zu machen. Die Neuneralm hat ihren ganz besonderen rustikalen (bajuwarischen) Reiz und wir kennen sie bereits von unserer Tour 2002 zur Höllentalklamm und weiter zur Höllentalangerhütte her. Damals kehrten wir dort ein, um uns bei einem Getränk zu erfrischen. Ich habe das Foto von damals mit meinen Lieben ausgegraben:

Erfrischungspause auf der Neuneralm auf dem Weg zur Höllentalklamm 2002
Erfrischungspause auf der Neuneralm auf dem Weg zur Höllentalklamm 2002

Nach gut zwei Stunden waren wir gestärkt und machten uns auf dem direkten Weg Richtung Oberer Dorfplatz in Grainau auf. Damit wir nicht vom Weg abkommen konnten, bekamen wir auch für den Heimweg Fackeln in die Hand. Und wie es manchmal im Leben so spielt: Nach vier ½ Tagen Sonnenschein, hatte sich das Wetter an diesem Nachmittag geändert und Wolken zogen auf. Und als wir jetzt die Neuneralm verließen, hatte es zu schneien begonnen. Viel mehr konnten wir uns in diesem Augenblick nicht wünschen.

Auf dem Heimweg von der Neuneralm nach Grainau - 27.12.2017
Auf dem Heimweg von der Neuneralm nach Grainau

Frohe Weihnachten 2017

 

 

 

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr 2018

Oh je, ist es schon wieder soweit? Wie die Zeit vergeht … Alle Jahre wieder um diese Zeit: Allen Freunden, Bekannten, Verwandten und Besuchern meines Weblogs wünsche ich ein geruhsames Weihnachtsfest 2017 und einen gelungenen Start ins Neue Jahr 2018.

Mögen die Geschenke zahlreich, besonders aber sinnvoll sein, die Weihnachtsgans nicht allzu fett und der Tannenbaum feuerfest.

Fliegender Weihnachtsmann

Fröhliche Weihnachten 2017 - Euer Willi

Fliegender Weihnachtsmann

Türchen für Türchen

Türchen für Türchen ‚hangeln‘ wir uns in diesen Tagen durch den Adventskalender um das Ziel, Weihnachten, zu erreichen. Dieses Jahr bin ich für mich kalenderlos. Dafür hat meine Frau einen Adventskalender des Lions Club erworben, dessen Erlös Kindern und Jugendlichen in unserer Region zu Gute kommt. Von diesen Kalendern gab es 6000 Exemplare, die alle einen Abnehmer fanden. Statt etwas Süßem gibt es 550 Preise im Wert von ca. 20.000 Euro zu gewinnen. Schauen wir mal …

Nun die halbe Strecke (adventskalendermäßig) haben wir bereits bewältigt (und noch nichts gewonnen – aber die fetten Gewinne kommen ja erst noch), da wird es Zeit, die letzten Geschenke zu besorgen. Viel wird es in diesem Jahr nicht sein. Wir schenken uns Stunden des Beisammenseins (auch mit den Söhnen), nämlich eine Urlaubsreise. Und was schenkt Ihr Euch so (neben Aufmerksamkeit und all dem Vielen, das kein Geld kostet, aber umso lieber entgegengenommen wird)?

Wenn’s denn doch etwas käuflich zu Erwerbendes sein muss, dann sollte es vielleicht etwas Sinnvolles sein. Aus diesem Blog heraus kann ich da nur etwas empfehlen, das gewissermaßen zu dem einen oder anderen Thema passt. Da wäre zunächst etwas Musikalisches und vornweg Jethro Tull. Die Gruppe gibt es eigentlich nicht mehr, wenn ihr Mastermind Ian Anderson natürlich auch das 50-jährige Bestehen entsprechend zu feiern gedenkt. Unter dem Namen der Gruppe hat Herr Anderson vor geraumer Zeit auch das Album Jethro Tull: The String Quartets veröffentlicht. Zusammen mit dem Carducci Quartet hat Ian Anderson einige der bekanntesten Jethro Tull-Lieder in der Krypta der Kathedrale von Worcester und in der St Kenelm’s Kirche zu Sapperton, Gloucestershire, aufgenommen. Arrangiert wurde die Musik vom derzeitigen Keyboarder der Gruppe, John O’Hara. Ian spielt seine Flöte auf vielen der Stücke und wagt sich auch gesanglich an einigen Liedzeilen. Hätte er letzteres unterlassen, das Album wäre um einiges besser geworden.

Ian Anderson mit John O’Hara und dem Carducci Quartet © James Anderson
Ian Anderson mit John O’Hara und dem Carducci Quartet © James Anderson

Nach Aussage von Ian Anderson ist dieses Album “perfect for lazy, long sunny afternoons, crisp winter nights, weddings and funerals.” He forgot to add, perfect also after a night of wild, abandoned sex or to celebrate the win of your favourite football team. Also auch etwas für knackig (kalte) Winterabende! (Und Werder hat ja auch wieder gewonnen!).

Auch wenn sich die Geister an Martin Walser scheiden, so ist und bleibt er doch einer meiner Lieblingsautoren. Das kleine Büchlein Nirgends wäre ich lieber als hier: Mit Martin Walser unterwegs am Bodensee ist so etwas wie eine Einstiegslektüre in das Werk Walsers. Wie der Titel fast schon verrät, steht im Mittelpunkt der Bodensee, die Heimat des Autoren. Es enthält kurze Auszüge aus seinem Werk und macht reichlich Appetit auf diese Landschaft rund um den See.

Als Videofilmer und Sammler von Filmen komme ich nicht herum, die entsprechenden Speichermedien zu besitzen. Neben der internen Festplatte meines Rechners ist inzwischen auch eine drei Terabyte große externe Festplatte fast vollständig belegt. So wird es also Zeit, mir eine weitere Festplatte zuzulegen:

Zuletzt noch ein kulinarischer Hinweis (durchaus auch in eigener Sache). Meine beiden Söhne sind Veganer. Und so verzichten auch meine Frau und ich zunehmend auf den Konsum von Fleisch. Natürlich sind wir nicht ganz so streng, trinken aber statt tierischer Milch gern solche auf pflanzlicher Basis (weniger Sojamilch, eher Hafer-, Mandel- oder Hirsemilch; auch Cashewmilch ist lecker). Aufs Frühstückei am Wochenende verzichten wir eher ungern. Statt Honig gibt es jede Menge Alternativen – von Agavendicksaft (Sirup) bis hin zu Ahornsirup. Wer Lust verspürt, den ersten Schritt zu wagen, dem stehen viele Kochbücher zum Thema bereit.

Und wem das alles nicht ‚schmeckt‘, wird sich vielleicht mit einem Gutschein behelfen:

Film der Woche: Ein Lächeln nachts um vier (2017)

O je, du Fröhliche – da komme ich nun doch tatsächlich mit einem Film aus dem ZDF-Herzkino, also einem Liebesfilm mit viel Herz und Schmerz. Ich bin auf diesen Film gestoßen, weil er einige schöne Bilder von Hamburger Weihnachtsmärkten bietet. Und warum sollte ich in der Vorweihnachtszeit zusammen mit meiner Frau an einem draußen kalten und leicht verschneiten, in der guten Stube aber warmen Samstagabend nicht auch einmal einen solchen Film gucken, zumal auch der Grimme-Preis-Juror Tittelbach viereinhalb von sechs möglichen Punkten vergab, was für einen Film dieser Gattung außergewöhnlich viel ist.

Dezember in Hamburg: Die Stadt erstrahlt im Lichterglanz. Jule hat ihr Jura-Examen endlich in der Tasche und einen genauen Plan für ihr Leben. Die charmante Zufallsbegegnung mit Max passt da so gar nicht rein.

    Film der Woche: willizblog.de guckt TV

Okay, mein Bedarf an Liebesfilmen ist damit erst einmal für längere Zeit gedeckt. Und doch hat er mir ganz gut gefallen – trotz des vielen Kunstschnees, der immer wieder, wenn es die Dramaturgie zu erfordern schien (Blick aus dem Fenster), vom Himmel fiel. Wahrscheinlich lag es an den Schauspielern, die nicht so gekünstelt daher kamen, sondern in ihrer sympathischen Art durchaus natürlich agierten. Also Lust auf Herz und Schmerz?

Ein Lächeln nachts um vier (2017) – Link auf Webseite – direkter Link auf das Video (Download) – Verfügbar bis 09.03.2018

(Wiederholter) technischer Hinweis: Ich getraue und bediene mich der Mediatheken Öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten (zusammen mit dem direkten Link auf den Film zum Herunterladen). Zudem bediene ich mich eines Videoplayers, der das Plugin Adobe Flash benötigt. Solltet Ihr damit Probleme haben, so findet Ihr hier auch immer den direkten Link auf die Webseite mit dem Video der entsprechenden Sendeanstalt.

Sommers wie winters: Besuch der Hallig Langeneß 2016

Zu Weihnachten war ich ja mit meiner Familie auf die Hallig Langeneß geflüchtet (siehe: Fotoshow: Hallig Langeneß in der Nordsee). Aber bereits im Sommer hatte ich die größte der deutschen Halligen in der Nordsee mit meiner Frau besucht. Es war lediglich ein Tagesausflug mit Bahn und Fähre, aber wir bekamen einen ersten Eindruck von dem doch ziemlich einsamen Leben auf so einem kleinen Eiland mitten im Meer. Es war ein schöner Hochsommertag mit viel Sonne.


Tagesausflug zur Hallig Langeneß (19.07.2016)

Für unseren einwöchigen Weihnachtsurlaub hatten wir ein extra großes Auto gemietet, um all die benötigten Sachen mitnehmen zu können. Trotzdem saß ich mit meiner Frau auf dem hinteren Sitz eng bedrängt von einer Kiste mit Wasser und einem großen Koffer, die zwischen uns lagen. Der jüngere meiner Söhne hatte die große, schwere Reisetasche seines Bruders, der das Auto fuhr, auf dem Schoß. Neben den Klamotten und was man sonst noch so für eine Reise braucht, hatten wir reichlich Proviant (Getränke und Lebensmittel, auch noch einige Küchengeräte und einen großen Kochtopf) mit an Bord, denn auf Langeneß gibt es keinen Laden, in dem wir hätten einkaufen können. Allerdings bringt im Winter ein Lieferservice (immer donnerstags) vom Festland her mit einem Transporter die bestellten Waren (im Sommer zweimal), und ab 100 € Warenwert ist der auch kostenlos. Wir hatten uns aus verschiedenen Gründen dafür entschieden, unsere Verpflegung selbst mitzubringen.

Hallig Langeneß Dezember 2016: Willi im Sturm (...das zieht einem glatt die Unterhose aus!
Hallig Langeneß Dezember 2016: Willi im Sturm (…das zieht einem glatt die Unterhose aus!“)

Wir kamen trockenen Fußes in unserem Quartier, einer Ferienwohnung der Familie Petersen auf der Hunnenswarf an. Und, was nicht unbedingt vorauszusetzen ist, auch wieder auf inzwischen abgetrockneten Straßen auf Langeneß wieder zur Fähre. Denn während unseres Aufenthalts hatten wir ‚Land unter‘ (siehe auch „Land unter“ auf der Hallig Langeneß). Die Warft, einem künstlich aufgeschütteten Hügel, auf dem die Häuser stehen und in einem von denen wir wohnten, wurde von dem Wasser der Nordsee umspült.


Hallig Langeneß – Weihnachtsurlaub 2016

Wir wunderten uns übrigens nicht schlecht, als wir sahen, dass wir nicht die einzigen Irren waren, die an diesen Tagen fernab des Weihnachtstrubels Ruhe und Erholung suchten. Und nach uns war die von uns gebuchte Ferienwohnung bereits erneut belegt von Silvesterflüchtlingen.

Was macht man also zu Weihnachten auf einer einsamen Hallig? Gemeinsam mit seinen Lieben die Ruhe genießen, sich den Sturm um die Nase wehen lassen. Und einmal wieder erkennen, wie mächtig die Naturgewalten, Wind und Wasser, sein können. Ich habe versucht, das alles im Video festzuhalten. Manche Aufnahmen sind allerdings reichlich verwackelt. Das lag weniger an einem Tremor meinerseits, sondern ist dem Sturm geschuldet, der mir die Kamera förmlich aus den Händen zu reißen suchte.

Wir waren mit dem Auto angereist, ließen dieses aber all die Tage stehen, um zu Fuß die Gegend zu erkunden. Ich bin kein Mützenträger, aber bei diesem Sturm, meist in Orkanstärke, ist eine Mütze ein Requisit, ohne das man hier vor Ort nicht auskommt. Handschuhe und Schal sind auch nicht schlecht. Und festes Schuhwerk. Und wer sich im Dunklen hinauswagt, sollte immer eine Taschenlampe dabei haben. Hier gibt es keine Straßenbeleuchtung. Allerdings sollte man Rücksicht auf die Vogelwelt nehmen. Jeder Lichtstrahl macht die Vögel nervös.

Gutes Essen und Trinken gehörte genauso dazu, wie abends beisammenzusitzen, um sich mit Spielen die Zeit zu vertreiben – oder auch einmal den Film zu gucken, den man gemeinsam längst einmal wieder sehen wollte. Langeweile gab es nicht – im Gegenteil: Die Zeit verging viel zu schnell.

Es gibt bekanntlich diese Vorstellung der Dinge, die man ‚getan‘ haben muss, wenn man in einer bestimmten Gegend lebt und sich dieser Gegend zugehörig fühlen will. Für den Bayern mag da das Erklimmen der Spitzspitze von Bedeutung sein. Für uns Norddeutsche, so finde ich, sollte ein Aufenthalt (möglichst mit ‚Land unter‘) auf einer Hallig dazugehören.

Bierkalender (Advent) 2016 – Türchen 19 bis 24

Nun es dauerte etwas, bis ich auch die restlichen sechs Türchen (19 bis 24) an meinem gerstensaftig-hopfigen bzw. weizenmalzig-hefigen Adventskalender geöffnet und die dahinterliegenden Inhalte verköstigt hatte. Mir kamen der Weihnachtsurlaub mit meiner Familie und auch noch einige andere bierbraumeisterliche Überraschungen dazwischen. Hier nun aber …

19. Odin-Trunk Biermischgetränk mit Honig – Schloßbräu Craft-Bier-Brauerei Fürstlich Dehna, Luckau – 5,4 %

Also kein reinheitsgebotsmäßiges Bier, das da aus dem Landkreis Dahme-Spreewald in Niederlausitz/Brandenburg kommt. Mit den alten germanischen Göttern hat es man so, wie das Bier der Götter aus dem Örtchen Wacken (genau das, wo es lauter als in der Hölle ist) beweist. Dazu aber später mehr (meine Söhne haben mich mit einem Karton des Wacken-Bieres zu Weihnachten überrascht).

Ohne Zweifel ist der Odin-Trunk ein Bier von erstaunlicher Komplexität mit festem Schaum, golddunkelfarbend, vollmundig und für mich leider eine Spur zu honig-aromatisch-süß. Nichts gegen Honig, aber man sollte es den Bienchen lassen. Vielleicht ist das ein Bier für süße Schleckermäule.

20. Bayreuther Hell 4,9 % Vol. – Bayreuther Bierbrauerei (Bayreuther Brauhaus)

Von den nächsten und letzten fünf Bieren sind drei Helle aus Bayern zu finden. Wie wohl schon erwähnt: Im Gegensatz zu hellen Bieren aus Norddeutschland (Jever, Flensburger oder auch Dithmarscher) so sind solche Biere aus Bayern meist weniger herb und dafür umso süffiger. Das Hell aus Bayreuth überrascht dabei durchaus mit einer ausgewogenen Hopfenherbe. Oder wie der Braumeister aus der oberfränkischen Stadt der Richard-Wagner-Festspiele zu sagen pflegt: ehrlich, frisch und würzig.

21. Helles Vollbier – Hofbräuhaus – 5,1 % Vol.

Nicht unbedingt für uns Deutsche, selbst nicht für die meisten Bayern, dafür umso mehr für viele ausländische Touristen ist das Hofbräuhaus in München der Inbegriff deutscher Saufkultur (die CSU-Spezis reden da eher von ‚deutscher Leitkultur‘). Wer nach München kommt, findet sicherlich geeignetere Lokalitäten, um bayerische Biere zu genießen. Das hielt mich aber nicht davon ab, das Helle aus dem Hofbräuhaus zu genießen. Hier gilt Ähnliches wie für viele der bayerischen hellen Biere: Es schmeckt frisch und spritzig, ist also süffig und überrascht mit einem durchaus deutlichen Hopfenaroma.

Bierkalender 2016: 19. bis 24. Türchen

22. TAP 4 – Schneider Weisse – Meine Festweisse – für festliche Höhepunkte – 6,2 % Vol. – Hefeweissbier

Das Schneider Bräuhaus aus München ist bekannt für seine Weissbiere, die wir hier im hohen Norden durchaus auch als Weizenbiere benennen dürfen. Schneider und Weissbier – das ist Schneider Weisse. Inzwischen auch für uns Norddeutsche ein Inbegriff.

Und so kommt aus dem Hause Schneider eine Vielzahl an Weissbieren, gewissermaßen für jeden Anlass eines. Für einen festlichen Höhepunkt wie das Weihnachtsfest ist das TAP 4 – meine Festweisse gedacht. Ganz Bio aus Gersten- und Weizenmalz mit den Hopfensorten Neuseeländischer Cascade und Hallertauer Tradition gebraut, natürlich auch aus dem Bio-Anbau.

Dieses Weissbier kommt mit frisch-herber Note und leuchtend-goldener Farbe daher. „Ein Hauch von Frühlingsfrische“ kann auch im Winter nicht schaden. Mit 6,2 % Vol. steht dieses Bio-Hefeweizen ordentlich im Glas. Aber diese Stärke hat Tradition, denn bis 1944 wurde es als Oktoberfestbier ausgeschenkt und musste entsprechend der Maßgabe kräftig sein. Es ist also kein klassischer Weizenbock, sondern ein kräftiges Weizen.

23. Antoniter Bayerisch Hell – 5,0 % Vol. – Kaiser Bräu, Neuhaus an der Pegnitz

Noch ein Helles und noch ein Bier aus dem Fränkischen. Auch hier ist es ein ordentlich erfrischendes Bier, prickelnd weich mit angenehm leicht herbem Hopfen und etwas Zitrus, also süffig. Also okay, viel mehr dann aber auch nicht.

24. Königl. Festtags-Bier – 5,6 % Vol. – König Ludwig Schloßbrauerei Kaltenberg

Ein König Ludwig dunkel habe ich mir auch schon vor Ort in Kaltenberg bei den Ritterturnieren gegönnt. Und bei meinem Getränkehändler gab es auch immer einen Kasten davon. So war ich neugierig, das Königliche Festtagsbier kennenzulernen, das nur zur Weihnachtszeit gebraut wird.

Ohne Zweifel ist es ein edles Spezialbier. Kräftig in der Farbe und feinwürzig im Geschmack eignet es sich besonders gut zu kräftigen Gerichten, wie diese oft zu Weihnachten auf den Tisch kommen. Malz und Hopfen harmonisieren auf für mich wunderbare Weise. Und so muss es nicht unbedingt die fette Weihnachtsgans oder der Silvesterkarpfen sein, um mir so ein Bier gefallen zu lassen.

Nun die Inhalte meines Adventskalenders sind vertilgt und haben neben viel Üblichen durchaus auch die eine oder andere Überraschung parat gehalten. Zuhause im Keller steht so noch ein fast voller Kasten Weltenburger Winter-Traum, zudem die Biere der Götter sowie von der Weihnachtsreise übrig gebliebene Craftbiere diverser Herkunft. Da darf der Winter endlich kommen. Ich bin bestens eingedeckt …

Hier auch noch einmal die ersten jeweils sechs Türchen meines Bieradventskalenders 2016:

Bierkalender (Advent) 2016 – Türchen 1 bis 6
Bierkalender (Advent) 2016 – Türchen 7 bis 12
Bierkalender (Advent) 2016 – Türchen 13 bis 18

Und zuletzt noch einmal ein Rückblick auf meinen Bieradventskalender aus dem Jahr 2014:

Bierkalender (Advent) 2014 – Türchen 1 bis 12
Bierkalender (Advent) 2014 – Türchen 13 bis 24

„Land unter“ auf der Hallig Langeneß (27.12.2016)

Wer im Winter Urlaub auf einer Hallig im nordfriesischen Wattenmeer an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins macht, muss damit rechnen, die Hallig nicht zum vereinbarten Termin erreichen bzw. nicht rechtzeitig wieder verlassen zu können. Die Halligen sind kleine, nicht oder nur wenig geschützte Marschinseln vor den Küsten, die bei Sturmfluten nämlich überschwemmt werden können. Die Halligen erheben sich nur wenige Meter über dem Meeresspiegel, weshalb sie während einer starken Flut mit Ausnahme der Warften, künstlich aufgeschütteten Hügeln, auf denen die Häuser stehen, überspült werden („Landunter“).

Das Timing für unseren Weihnachtsurlaub stimmte. Als wir am 23. Dezember mit der Fähre auf der Hallig Langeneß am Abend ankamen, war nicht nur Ebbe, sondern die wenigen Straßen frei von Wasser, sodass wir ohne Probleme mit dem Auto unser Ziel, eine Ferienwohnung auf der Hunnenswarf erreichten. Auch für die Heimreise am 29. Dezember gegen Mittag waren die Straßen wieder trocken. Dazwischen hatten wir allerdings ‚Land unter‘.

In der Nacht vom 26. auf den 27. Dezember gab es eine Sturmflut, die das Wasser rund 2,20 m über dem Normalhochwasser steigen ließ. Gegen 23 Uhr hatte dabei die Flut ihren Höhepunkt. Mit Taschenlampen und Kameras ausgerüstet beobachteten wir, wie das Wasser von der Nordsee her und vom Sturm getrieben die Straße um die Warft, die allein aus dem Meer zu ragen schien, in einen reißenden Fluss verwandelte. In der Dunkelheit konnte man leider nur erahnen, wie weit das Wasser die Hallig bedeckte. Am nächsten Morgen, es war wieder Ebbe und der Sturm doch deutlich abgeflaut, hatten sich die Wassermassen wieder verzogen. Nur ein Ring aus angeschwemmten Wasserpflanzen rund um die Außenseite der Warft zeigte, wie hoch das Wasser in der Nacht war. Und die Sonne schien.

Allerdings brauchte es dann doch zwei Tage, bis auch die Straße zum Fähranlieger wieder vollständig frei wurde. Mit der Sturmflut am 4. Januar, von der hauptsächlich die Ostsee betroffen wurde (Sturm aus Nordost), gab es auf Langeneß und den anderen Halligen das nächste ‚Landunter‘.


„Land unter“ auf der Hallig Langeneß (27.12.2016)

Auf der Hallig – Langeneß im Winter 2011: Vermieter Johann ‚Hanni‘ Pertersen, Hunnenswarf

Übrigens: Die TU Harburg hat auf Langeneß (wohl im Westen der Hallig) eine Webcam installiert, die Live-Bilder überträgt. Außerdem gibt es einen interessanten Fernsehbericht über das Leben auf Langeneß im Winter. Gleich am Anfang ist unser Vermieter, Johann ‚Hanni‘ Petersen zu sehen, wie er mit einer Lore vom Festland zurück nach Langeneß kommt. Der Bericht stammt aus dem Jahr 2011. Damals hatten die Petersens auf der Hunnenswarf noch einen Kaufmannsladen, den sie inzwischen aber aufgegeben haben (dafür gibt es jetzt einen kleinen Kiosk, der zumindest den Nachschub an Getränken und Souvenirs sicherstellt).

Siehe auch unsere Fotoshow: Hallig Langeneß in der Nordsee vom 23. – 29.12.2016

Fotoshow: Hallig Langeneß in der Nordsee vom 23. – 29.12.2016

Zu Weihnachten bin ich mit meiner Familie dieses Jahr geflüchtet. So sind wir am Freitag, den 23. Dezember, mit dem Auto bis Schlüttsiel an der Nordsee gereist, von dort mit der Fähre bis zur Hallig Langeneß.

Die Halligen sind kleine, nicht oder nur wenig geschützte Marschinseln vor den Küsten, die bei Sturmfluten überschwemmt werden können. Sie liegen im nordfriesischen Wattenmeer an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins sowie an der Nordseeküste Dänemarks.

Die Halligen erheben sich nur wenige Meter über dem Meeresspiegel, weshalb sie während einer starken Flut mit Ausnahme der Warften, künstlich aufgeschütteten Hügeln, auf denen die Häuser stehen, überspült werden („Landunter“). Ihre Flora weist salzwasserresistente Arten auf, die der Landschaft ihr besonderes Gepräge geben. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass der Halligboden kein Süßwasser speichert, sodass es auf den Halligen außer Regenwasser kein natürliches Süßwasser gibt. Früher wurde deswegen das Regenwasser in den Fethingen gesammelt.

Langeneß ist die größte der deutschen Halligen. Meine Frau wollte schon immer einmal Urlaub auf einer Hallig machen. Dieses Jahr Weihnachten kam dazu noch ein besonderer Anlaß, ein runder Geburtstag. Die ersten fünf Tage herrschte auf Langeneß ein permanenter Sturm bis zu Orkanstärke. Und in der Nacht vom 26. auf den 27. Dezember hatten wir auch ‚Land unter‘ auf der Hunnenswarf, wo wir bei der Familie Petersen eine Ferienwohnung gemietet hatten.

Langeneß Dezember 2016: Willi im Sturm (...das zieht einem die Unterhose aus!
Langeneß Dezember 2016: Willi im Sturm (…das zieht einem die Unterhose aus!“)

Langeneß kann man als Urlauber nur mit der Fähre der WDR (Wyker Dampfschiffs-Reederei) erreichen. Die Bewohner der Insel haben aber die Möglichkeit, über die so genannte Halligbahn über die Hallig Oland bis zum Festland bei Dagebüll mit ihren selbstgebauten Loren zu kommen.

Hier schon einmal einen ersten Eindruck von unserem Urlaub als kleine Fotoshow. Die aufgezeicheneten Videoaufnahmen muss ich erst noch bearbeiten. Der Videomitschnitt folgt dann in Bälde …


Hallig Langeneß in der Nordsee vom 23. – 29.12.2016 (Fotoshow)

Frohe Weihnachten 2016

 

 

 

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr 2017

Alle Jahre wieder …: Allen Freunden, Bekannten, Verwandten und Besuchern meines Weblogs wünsche ich ein geruhsames Weihnachtsfest 2016 und einen gelungenen Start ins Neue Jahr 2017.

Mögen die Geschenke zahlreich, besonders aber sinnvoll sein, die Weihnachtsgans nicht allzu fett und der Tannenbaum feuerfest.

Fliegender Weihnachtsmann

Fröhliche Weihnachten 2016 - Euer Willi

Fliegender Weihnachtsmann

Bierkalender (Advent) 2016 – Türchen 13 bis 18

Nach den Türchen 1 bis 6 und 7 bis 12 fand ich in den weiteren sechs Türchen meines Adventskalenders folgende Biere:

13. Kupferstich Rotbier – 4,9 % Vol. – Brauerei Wagner, Merkendorf – seit 1797

Wieder ein Bier aus Franken – aus Merkendorf in der Nähe von Ansbach, also unterhalb von Nürnberg.

Original Nürnberger Rotbier wird bereits seit dem frühen Mittelalter dort nach eigenen Braugesetzen gebraut. Seit 1530 wurde auch das obergärige „weiße Bier“ gebraut. Im Gegensatz zum obergärigen Weißbier handelt es sich beim Rotbier um ein untergäriges Bier, das ausschließlich mit Gerstenmalz gebraut wurde.

Seine leuchtend rötliche Farbe bekommt das Bier von einer speziellen Malzmischung. Das Bier hat ein fruchtig-hopfiges Aroma, bleibt aber in seinem Charakter nach meinem Geschmack etwas blaß. Mir fehlt etwas die Vollmundigkeit.

14. Weihenstephaner Vitus – helles Weizenbock 7,7 % Vol. , Staatsbrauerei Weihenstephan, Freising

Dieser helle Weizenbock “Vitus”, durchzogen von feiner Hefe und mit einem cremigen Schaum, ist eine Bierspezialität, die durch die extra lange Lagerung eine ausgewogene Vollmundigkeit und einen runden Charakter besitzt. Der fruchtige Duft getrockneter Aprikosen gesellt sich zu Aromen von Zitrusfrüchten, Gewürznelken und einem Hauch Banane. Vollmundig und prickelnd erzeugt die fein eingebundene Kohlensäure ein moussierendes Mundgefühl. Somit schmeckt der “Vitus” nicht wie ein typisches Starkbier, sondern gleicht eher einem edel-fruchtigen Weißbier.

So ein Weißbier lässt sich auch gut in der Winterzeit trinken.

15. Sebaldus Weizen – Nürnberg – dunkles Hefe – 6,0 % Vol. – Tucher Traditionsbrauerei (vormals Königlich-bayerisches Weizenbräuhaus zu Nürnberg)

Wieder ein fränkisches Bier und wieder ein Weißbier bzw. Weizenbier, wie wir es hier in Norddeutschland nennen. Benannt nach dem Schutzpatron der Stadt Nürnberg, St. Sebaldus – ist dieses karamelligdunkle Bier mit extra hohem Stammwürzegehalt und viel Hefe eingebraut. Dunkel, schön sämig, einzigartig würzig und röstaromatisch im Geschmack (mit Röstmalzbier).

Bierkalender 2016: 13. bis 18. Türchen

16. Räuber Bock – 7,5 % Vol. – aus dem Hochspessart (Unterfranken) – Bürgerliches Brauhaus Wiesen

Der Wiesener Räuberbock leuchtet mit einer bernsteinartigen Farbe und Rubin roten Reflexen aus dem Glas. Der cremig weiße Schaum steht feinporig und fest über der aufsteigenden Kohlensäure. In der Nase sind die feinen Düfte von Caramel und Malz zu erahnen. Die Kohlensäure ist durch die über 3 monatige Reifung im Lagerkeller unglaublich elegant zwischen dem zu erschmeckenden warmen alkoholischen Körper und feinen Nuancen von wiederum Carmal und süßen Aromen eingebettet.

Abgerundet wird dieses Sinneserlebnis von blumigen kaum wahrnehmbaren Hopfenaromen. Saisonal erhältlich ab Oktober so lange der Vorrat reicht! Ich habe immerhin eine Flasche ergattert und durfte mich eines Bieres nach meinem Geschmack erfreuen.

Gestern sprach ich mit einem Arbeitskollegen aus München, der mir sagte, dass die Brauereidichte in Franken höher wäre als im Rest-Bayern, wo die Anzahl von Brauereien schon sehr hoch ist. In Franken gibt es noch viele kleine Brauereien. Die ‚Dichte‘ an Bieren aus dem Frankenland in meinem Adventskalender ist daher nicht ohne Grund ebenfalls so hoch …

17. Hasen hell – 5,0 % Vol. – Hasen Bräu in Augsburg – seit 1464 – untergärig hell: Einfach, ehrlich, echt.

Diesmal ein helles Bier aus ‚Rest‘-Bayern. Wie eigentlich typisch für helle Biere aus Bayern, so ist dieses Bier fein süffig und eignet sich bestens für eine Brotzeit (Abendbrot). Hopfen und Malz ergänzen sich großartig. Kein Knaller, aber ein Bier, das den Durst auf angenehme Weise zu löschen versteht.

18. Hirschen-Trunk – 5,5 % Vol. – Brauerei Kraus, Hirschaid

Mit diesem Bier kehren wir nach Franken zurück, diesmal nach Oberfranken in die Nähe von Bamberg. Hier in Hirschaid wird der Hirschen-Trunk gebraut, ein dunkles, vom Geschmack her rauchiges Bier. In Bamberg und Umgebung werden wohl heute noch viele Rauchbiere gebraut. Und so ein Bier ist wirklich so eine Sache. Also mein Geschmack ist es nicht. Es erinnert sehr an fleischliche Räucherware, die ich eigentlich mag (z.B. Salami und Schinken), aber in flüssiger Form dann doch Gewöhnungssache ist. Nun ich bin durchaus ‚weltoffen‘ und habe mir dieses Bier in Ruhe einverleibt. Aber die eine Flasche war dann auch genug. Ein Fan werde ich wohl nicht von Rauchbier.

Soviel zu diesen sechs weiteren Türchen im Adventskalender. Für die restlichen sechs Biere bis Heiligabend werde ich mir wohl etwas mehr Zeit lassen müssen. Dazu dann Anfang des nächsten Jahres meine Einschätzung. Gespannt bin ich aber schon, was da noch auf mich zukommt. Bis dahin wünsche ich viel Durst und sage erneut Prost!

Ian Anderson liest aus Sir Walter Scott: Marmion

Vor einigen Jahren gab es hier einen Beitrag u.a. mit dem Titel „Weihnachtliches mit Onkel Ian“, in dem Ian Anderson von der Gruppe „Jethro Tull“ etwas der jetzigen Weihnachtszeit Gemäßes vortrug. Hier noch einmal aus gegebenen Anlass und weil ich es natürlich schön finde:

Es handelt sich hierbei um einen Radio-Beitrag zu einer Sendung namens „A Toss the Feathers Christmas Special 2004“ und wurde eben vor inzwischen zwölf Jahren über den amerikanischen Sender Public Radio International ausgestrahlt. Neben „Another Christmas Song“ und „Ring Out Solstice Bells” (am Ende) liest Ian Anderson aus Sir Walter Scott’s „Marmion“– Dichtung in sechs Gesängen (A Tale of Flodden Field in six Cantos) etwas Weihnachtliches vor:

INTRODUCTION TO CANTO SIXTH

Heap on more wood!-the wind is chill;
But let it whistle as it will,
We’ll keep our Christmas merry still.
Each age has deem’d the new-born year
The fittest time for festal cheer: 5
Even, heathen yet, the savage Dane
At Iol more deep the mead did drain;
High on the beach his galleys drew,
And feasted all his pirate crew;
Then in his low and pine-built hall, 10
Where shields and axes deck’d the wall,
They gorged upon the half-dress’d steer;
Caroused in seas of sable beer;
While round, in brutal jest, were thrown
The half-gnaw’d rib, and marrow-bone, 15
Or listen’d all, in grim delight,
While scalds yell’d out the joys of fight.
Then forth, in frenzy, would they hie,
While wildly-loose their red locks fly,
And dancing round the blazing pile, 20
They make such barbarous mirth the while,
As best might to the mind recall
The boisterous joys of Odin’s hall.

And well our Christian sires of old
Loved when the year its course had roll’d, 25
And brought blithe Christmas back again,
With all his hospitable train.
Domestic and religious rite
Gave honour to the holy night;
On Christmas eve the bells were rung; 30
On Christmas eve the mass was sung:
That only night in all the year,
Saw the stoled priest the chalice rear.
The damsel donn’d her kirtle sheen;
The hall was dress’d with holly green; 35
Forth to the wood did merry-men go,
To gather in the mistletoe.
Then open’d wide the Baron’s hall
To vassal, tenant, serf, and all;
Power laid his rod of rule aside, 40
And Ceremony doff’d his pride.
The heir, with roses in his shoes,
That night might village partner choose;
The Lord, underogating, share
The vulgar game of ‘post and pair.’ 45
All hail’d, with uncontroll’d delight,
And general voice, the happy night,
That to the cottage, as the crown,
Brought tidings of salvation down.

The fire, with well-dried logs supplied, 50
Went roaring up the chimney wide:
The huge hall-table’s oaken face,
Scrubb’d till it shone, the day to grace,
Bore then upon its massive board
No mark to part the squire and lord. 55
Then was brought in the lusty brawn,
By old blue-coated serving-man;
Then the grim boar’s head frown’d on high,
Crested with bays and rosemary.
Well can the green-garb’d ranger tell, 60
How, when, and where, the monster fell;
What dogs before his death he tore,
And all the baiting of the boar.
The wassel round, in good brown bowls,
Garnish’d with ribbons, blithely trowls. 65
There the huge sirloin reek’d; hard by
Plum-porridge stood, and Christmas pie:
Nor fail’d old Scotland to produce,
At such high tide, her savoury goose.
Then came the merry maskers in, 70
And carols roar’d with blithesome din;
If unmelodious was the song,
It was a hearty note, and strong.
Who lists may in their mumming see
Traces of ancient mystery; 75
White shirts supplied the masquerade,
And smutted cheeks the visors made;
But, O! what maskers, richly dight,
Can boast of bosoms half so light!
England was merry England, when 80
Old Christmas brought his sports again.
‘Twas Christmas broach’d the mightiest ale;
‘Twas Christmas told the merriest tale;
A Christmas gambol oft could cheer
The poor man’s heart through half the year. 85

Eine deutsche Übersetzung habe ich leider bisher nicht gefunden (wahrscheinlich gibt es auch keine), so dürft Ihr Euch selbst mit dem Schottischen herumschlagen (leider spricht Ian Anderson alles mehr oder weniger englisch aus. Schade eigentlich … Oder er kann nicht richtig schottisch).

    Ian Anderson (1976): Seasons Greetings