Kategorie-Archiv: Familie

Familien-Tagebuch

Wenn ’s auf Weihnachten zugeht …

Es ist unverkennbar: Es geht langsam, aber sicher auf Weihnachten zu. Viele Häuser und Läden sind weihnachtlich geschmückt. Und mancher Mensch wird zunehmend rührselig. Für mich gibt es dazu bisher keinen Grund. Zwar setzt bei mir auf der Arbeit wieder jenes Dezemberfieber ein – Haushälter in öffentlichen Verwaltungen werden wissen, wovon ich spreche -, das unzweifelhaft andeutet, dass es dem Jahresende entgegen geht und die verbliebenen Haushaltsmittel unbedingt ausgegeben werden müssen. Aber viel hat das mit Weihnachten nicht zu tun. Und das Wetter ist auch noch alles andere als weihnachtlich.

Dabei bedeutet mir Weihnachten durchaus einiges, ohne sentimental zu werden. Wer Kinder hat, wird vielleicht den Grund erraten, weshalb ich Weihnachten für eine schöne Zeit halte. Natürlich mag ich auch nicht den ganzen Rummel, diesen Konsumterror – und diesen scheußlichen Kitsch. Vielleicht ist es gar nicht einmal Weihnachten als solches, sondern die winterliche Zeit, in der es abends früh dunkel wird und der Tag morgens lange braucht, bis er ‚in die Puschen kommt’, wie man hier sagt. Und wenn wenigstens etwas Schnee liegt, dann dämpft das manchen Lärm. Und es ist vielleicht auch das Jahresende, dem wir entgegenschreiten: Es geht etwas zu Ende, um neu zu beginnen, etwas, was wir manchmal auch für unser Leben wünschen.

    Tannenbaum bei AlbinZ anno 2009

Weihnachten also als Zeit der Besinnung, wenn es die allgemeine weihnachtliche Hektik zulässt. Man muss es einfach zulassen. Es ist auch eine Zeit der Rückschau. Wir ziehen Bilanz und analysieren das alte Jahr, die Fehler, die wir gemacht haben und im nächsten nicht wiederholen möchten. Wir blicken aber auch auf das Gute, das uns das zu Ende gehende Jahr gebracht hat, wenn es vielleicht auch nicht viel genug war.

Als Vater von zwei inzwischen erwachsenen Söhnen wusste ich Weihnachten immer zu schätzen. Es war schön zu sehen, wie sich die beiden kindlich freuen konnten. Und dieses Jahr Weihnachten kommen wir zusammen, um nicht allein Geschenke ‚auszutauschen’, sondern ‚uns’ – um beieinander zu sitzen und miteinander zu sprechen. Da mag das Essen noch zu gut schmecken, das ist nicht das Wichtigste.

Nun, noch sind es knapp zwei Wochen bis zum Heiligabend. Mein Ältester kommt bereits am 21. zu uns, mein jüngerer Sohn und ich haben ab 23. frei. So kommen wir also bald unter einem Dach zusammen. Darauf freue ich mich: z.B. morgens am Frühstückstisch zusammenzusitzen, zu klönen und zu lachen. Oder abends ‚unterm Tannenbaum’ gemeinsam einen guten Film sehen. Dann ist auch für mich Weihnachten!

Einfamilienhaus in Tostedt-Todtglüsingen zu verkaufen verkauft!

Vorab: Das Interesse an dem Elternhaus meiner Frau war überraschend groß. Und so hat meine Frau mit ihren beiden Brüdern auch bereits einen Käufer gefunden. Wir hoffen, dass die junge Familie in dem Haus glücklich und zufrieden leben wird. – Vielen Dank an die Leser meines Blogs für Eure Aufmerksamkeit!

Das Elternhaus meiner Frau in 21255 Tostedt-Todtglüsingen steht zum Verkauf bereit. Leider ist der jüngere ihrer Brüder nicht bereit, das Haus zu übernehmen (es ist für ihn, der keine Kinder hat, zu groß). Der ältere ihrer Brüder und wir selbst haben unsere eigenen Häuser.

Natürlich fällt es allen schwer, sich von dem Haus zu trennen, in dem sie jahrelang gelebt haben. Erst kürzlich sahen wir alte inzwischen digitalisierte 8-mm-Filme (noch ohne Tonspur) aus den 70-er Jahren, die rund um das Haus aufgenommen wurden.

Zum Verkauf: Einfamilienhaus Tostedt-Todtglüsingen, xxxstraße  © Wortmann (Sparkasse Harburg-Buxtehude)

Wer Interesse an dem Haus hat, wendet sich bitte an die Sparkasse Harburg-Buxtehude, die das Haus als Anbieter verkauft:

Haus ist verkauft!

Merkmale: ca. 140 m² Wohnfläche, ca. 1.050 m² Grundstück, ca. 80 m² Nebenfläche, 6 Zimmer, gepflegt, Baujahr: 1971, Satteldach, Zentralheizung (Gas), Kunststoff/Isolierglas, Verfügbarkeit: nach Vereinbarung, Terrasse, Abstellraum, Keller, Tageslichtbad, zweites Bad, Kabel-/Sat-TV, Einbauküche, Rollläden im Erdgeschoss, Markise, Doppelgarage

Kaufpreis: 198.000,00 EUR
zzgl. Käuferprovision in Höhe von 6,25% inkl. ges. MwSt.

Einfamilienhaus Tostedt-Todtglüsingen, Rostenstraße 14 – hier: Grundriss Erdgeschoss

Objektbeschreibung
Das Einfamilienhaus mit ca. 140 m² Wohnfläche wurde 1971 auf einem ca. 1050 m² großen Grundstück in Massivbauweise errichtet.

Die Wohnfläche im Erdgeschoss verteilt sich auf einen Wohn- und Essbereich, zwei weitere Zimmer, eine Wohnküche sowie ein Tageslichtbad, das mit Dusche ausgestattet ist. Eine Markise spendet Schatten auf der großzügigen Terrasse. Im Dachgeschoss befinden sich drei weitere Zimmer, ein Abstellraum sowie ein Duschbad. Im Vollkeller, der auch über eine Außentreppe erreichbar ist, befinden sich drei beheizbare Kellerräume, der Hauswirtschaftskeller sowie die Heizungsanlage. Eine Doppelgarage steht für Ihre Fahrzeuge bereit.

Das Objekt befindet sich auf einem real geteilten Grundstück mit Kanalanschluss. Es präsentiert sich heute dank stetiger liebevoller Pflege in einem sehr guten Zustand. In dem Jahr 2005 wurden die Duschbäder modernisiert. Der Kessel sowie der Brenner der Gaszentralheizung in 2010 erneuert.

Lage
Tostedt befindet sich am nordwestlichen Rand der Lüneburger Heide. Hier haben sich seit vielen Jahren zahlreiche Fachgeschäfte, Banken, Ärzte, Apotheken und Supermärkte etabliert, so dass Einkaufsmöglichkeiten und Lebensqualität über den täglichen Bedarf hinaus bestehen. Ebenso verfügt Tostedt über Grund-, Haupt- und Realschule sowie ein Gymnasium und diverse Kindergärten und Krippen, die alle fußläufig bzw. mit dem Fahrrad zu erreichen sind.

Optimale Verkehrsanbindungen sind durch die BAB 1 Hamburg/Bremen, B 75, B3 sowie der Bahnstation der Strecke Hamburg/Bremen -die zum HVV-Verbund gehört- gegeben. Tostedt ist aufgrund seiner ausgezeichneten Infrastruktur mit Supermärkten, Fachgeschäften und ausgezeichneter ärztlicher Versorgung sowie dem Wochenmarkt (2 x die Woche) äußerst beliebt.

Ein Sohn der Flüchtlinge

Willkommenskultur zum einen, brennende Flüchtlingsunterkünfte zum anderen: Zu den vielen Flüchtlingen, die in den letzten Wochen und Tagen in Deutschland eingetroffen sind, ist inzwischen vieles berichtet, gesagt und geschrieben worden. Mein Standpunkt dazu ist klar, da dieser durch Lebensumstände geprägt ist, die ich hier kurz erläutern möchte.

Schon in jungen Jahren beschäftigten mich zwei Fragen, Lebensfragen: Es geht dabei um die Zeit des Nationalsozialismus und warum viele Juden nicht rechtzeitig Deutschland und später die von den Nazis besetzten Gebiete verlassen hatten. Viele jüdische Deutsche glaubten damals, dass sich die NS-Regierung nicht lange halten würde. Wie Albert Einstein emigrierten zwar Zehntausende Juden in den ersten Jahren der NS-Diktatur – doch die meisten blieben.

Mit der Pogromnacht vom 9./10. November 1938 begann die verstärkte Ausreise der Juden. Aber nicht alle wollten oder konnten es sich finanziell leisten. Allein im Jahr 1939 flohen etwa 75 000 Juden aus dem Deutschen Reich.

Erschwert wurde dies durch den Unwillen vieler Länder, jüdische Flüchtlinge aus Deutschland aufzunehmen. Beispielhaft reagierte dagegen Großbritannien, das die größte Rettungsaktion für Juden während des Nationalsozialismus‘ initiierte und damit rund 10.000 Kindern und Jugendlichen das Leben rettete. Sie wurden getrennt von Eltern und Geschwistern außer Landes gebracht und meist in Pflegefamilien untergebracht. So entgingen sie dem NS-Völkermord und waren häufig die einzigen Überlebenden ihrer Familien.

Dass viele Länder jüdische Flüchtlinge nicht aufnehmen wollten und sie damit dem sicheren Tod preisgaben, fand ich erschreckend. Das es auch anders geht, zeigen die Ereignisse rund um die Rettung der dänischen Juden auf.

Wie bereits vor vielen Jahren an anderer Stelle in diesem Blog beschrieben (Die Gustloff war nicht ihr Schicksal): Im Januar 1945 befand sich mein Vater mit meiner schwangeren Mutter und meiner Schwester, die 1943 in Königsberg, dem heutigen Kaliningrad, geboren wurde, auf dem Weg Richtung Gdingen (heute: Gdynia), das die Nazis nach der Besetzung Polens 1939 in Gotenhafen umbenannt hatten. Er wollte Frau und Kind in die „Wilhelm Gustloff“ einschiffen, um beide möglichst schnell gen Westen bringen zu lassen. Selbst an Bord zu gehen, wagte er nicht, da er befürchtete als Deserteur verhaftet zu werden. Er galt immer noch als Wehrmachtsangehöriger, obwohl er als Sanitätsfeldwebel im Feldzug gegen Russland ein Bein verloren hatte. Meine Mutter weigerte sich aber, meinen Vater allein zu lassen. So entgingen sie dem sicheren Tod in der Ostsee.

10.09.1944 Bormanshof (heute Wólka Tolkowiecka) im Kreis Braunsberg – meine Mutter, Großmutter mit Schwester, Großtante und mein Vater
10.09.1944 Bormanshof (heute Wólka Tolkowiecka) im Kreis Braunsberg – meine Mutter, Großmutter mit Schwester, Großtante und mein Vater

Zuvor waren meine Eltern mit meiner Schwester von Königsberg kommend nach Bormanshof (heute Wólka Tolkowiecka) im Kreis Braunsberg evakuiert worden. Der kleine Ort liegt auf halben Weg zwischen Königsberg und Danzig. Es gibt ein Foto datiert vom 10.09.1944. Von hier ging es dann weiter im Januar 1945 nach Gdingen – wie oben beschrieben – und anschließend auf dem Landweg weiter in den Westen. Der Weg führte sie über Swinemünde nach Sachsen.

April 1945 Wittstock/Kreis Jerichow – u.a. (von der Mitte nach rechts) meine Tante, meine Mutter und mein Vater – im Vordergrund meine Schwester
April 1945 Wittstock/Kreis Jerichow – u.a. (von der Mitte nach rechts) meine Tante, meine Mutter und mein Vater – im Vordergrund meine Schwester

Vier Tage nach Kriegsende wurde mein Bruder in Wittstock/Kreis Jerichow II (heute: Jerichower Land) geboren. Wo genau dieses Wittstock liegt (es gibt mehrere Ortschaften dieses Namens), lässt sich heute nicht mehr genau ausmachen. Im heutigen Landkreis Jerichower Land gibt es aber Hinweise auf dieses Wittstock.

Hier im damaligen Sachsen (heute Sachsen-Anhalt) wurden meine Verwandten (mindestens auch eine Tante, eine Großtante und eine Großmutter von mir waren mit den Flüchtenden unterwegs) von der Roten Armee eingeholt. Meine Eltern gaben nur kärglich Auskunft über das, was jetzt geschah. Die Flucht ging dann weiter und endete vorerst in Klieve/Kreis Lippstadt/Westfalen (heute: Gemeinde Anröchte/Kreis Soest).

Betrachtet man die beiden Fotos, so kann man kaum glauben, dass hier Menschen auf der Flucht sind, die so gut wie alles verloren hatten. Und endlich im Westen angekommen wurden sie nicht gerade willkommen geheißen. Sie waren mit meiner Schwester drei, dann mit meinem Bruder vier hungrige Mäuler mehr, die gesättigt werden mussten.

Nun, ich wurde viele Jahre später im Westteil Berlins als ‚Spätheimkehrer‘, wie es meine Eltern nannten, geboren. Auch wenn meine Eltern mit mir und meinen Geschwistern nicht mehr auf der Flucht waren, so waren wir in diesen meinen ersten Lebensjahren doch noch viel unterwegs – von Berlin nach Pforzheim und von dort nach Bremen. Anders als der Sänger Heinz Rudolf Kunze (siehe unten: Vertrieben in zweiter Generation) fühle ich mich eigentlich bis heute nicht wie ein Heimatloser, auch wenn ich ein Sohn von Flüchtlingen bin. Sicherlich schwebte jene Heimat meines Vaters, Ostpreußen, im Geiste mit. Vielleicht wurde es dadurch kompensiert, weil ich die Heimat meiner Mutter, Köln und Umgebung, schon als Kind kennenlernen durfte. Eher noch hatte ich höchst eigene Probleme, die sich aber dem Flüchtlingsdasein ähnelten: Als ich mit vier Jahren nach Bremen, verstand mich im wahrsten Sinne des Wortes kein Mensch, weil ich mir zuvor in Pforzheim das Schwäbeln angeeignet hatte. Und in Bremen ergaben sich durch häufige Umzüge und die damit verbundenen Schulwechsel weitere Schwierigkeiten. So ist mir nie die Herkunft Heimat geworden, sondern immer der Ort und besonders die Menschen dort, wo ich gerade lebe.

Gerade wir Deutschen haben also eine noch ziemlich junge Geschichte, in der Flucht und Vertreibung für viele Menschen am eigenen Leib erlebt oder durch Schilderungen von Verwandten nachvollziehbar wurde. Wenn heute so viele Menschen aus der Not geboren bei uns Zuflucht suchen, sollten wir das nicht vergessen. Sicherlich ist es ungewöhnlich, wenn Abertausende Flüchtlinge plötzlich nach Deutschland kommen. Aber diejenigen, die gleich einen ganzen Katalog an Problemen heraufbeschwören (Nein, Nazis wären sie natürlich nicht!), die z.B. mit den Flüchtlingen auch jede Menge IS-Kämpfer bei uns einfallen sehen, ebnen den Weg für Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz (mit den Flüchtlingen 1945 aus den Ostgebieten flohen sicherlich auch jede Menge nationalsozialistische Funktionäre gen Westen).

Da unsere Politik zu Syrien und IS versagt und die Entwicklungen in ihrer heutigen Dimension nicht rechtzeitig erkannt hat, ist die Flucht der Menschen die natürliche Folge. Mögen Obama und Putin endlich wieder das Gespräch zu diesen Themen aufnehmen. Der Flüchtlingsstrom wird solange nicht abreißen, wie Assad auf der einen Seite und der IS auf der anderen die Menschen drangsaliert oder gar tötet.

Ergänzend hierzu möchte ich auf den Artikel Vertrieben in zweiter Generation auf heute.de verweisen. Es geht dabei um den Sänger Heinz Rudolf Kunze, dessen Eltern aus Schlesien vertrieben wurden:

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs flüchteten Millionen Menschen gen Westen oder wurden dorthin vertrieben. Sie verließen ihre Heimat, verloren ihre Wurzeln. Und sie gaben diese traumatischen Erfahrungen auch an ihre Kinder weiter. Die Eltern des Sängers Heinz Rudolf Kunze (58) wurden aus Schlesien vertrieben. Sie hatten in Guben gelebt, östlich der Neiße, dem heutigen Gubin. Kunze wurde elf Jahre nach der Vertreibung geboren und doch hat ihn dieses Ereignis stark geprägt: „Bei mir ist das Gefühl, ein Heimatdefizit zu haben, immer noch da.“

Die Familie zog erst auf die westliche Seite der Neiße, in die DDR. Als der Vater 1956 aus der Gefangenschaft kam, trafen sie ihn im Lager Friedland. „Dann sind wir im Westen geblieben“, erzählt Kunze. „Aber meine Herkunft habe ich eigentlich immer als die Lausitz angesehen, weil alle aus meiner Verwandtschaft – Vater, Mutter und alle Verwandten – daher kamen.“

„Immer alleine“

Aufgewachsen ist der Sänger zwar im Westen. Angekommen ist er jedoch nie richtig. Er lebte zuerst in einem Flüchtlingslager. Danach zog die Familie oft um. Er lebte in Lengerich in Westfalen, danach in der Grafschaft Bentheim, im Harz und dann in Osnabrück. Seit langer Zeit wohnt er nun in Hannover. Doch für eine Heimat reiche das nicht. „Ich hab eigentlich immer nur Wohnsitze gehabt und keine Heimat“, sagt Kunze. Auf Musiker-Kollegen wie Konstantin Wecker oder Wolfgang Niedecken sei er immer neidisch gewesen. Die hatten einen Dialekt, waren verortet und hatten auf diesem Wege immer schon eine Gefolgschaft. „Ich war immer alleine. Ich war immer Einzelgänger und musste mir meine Hörer immer einzeln suchen.“

Kunze hat die Heimatlosigkeit der Eltern regelrecht geerbt. In der Wohnung hingen Bilder und Stiche aus der Heimat. Er erzählt von dem permanenten Gefühl, im Exil zu leben, eines Tages zurück zu müssen. 1989 kam dieser Tag. Doch er kam nicht schnell genug. „Als dann die Mauer aufging, da war es zu spät. Da waren sie beide schon alt und müde und haben die Kraft nicht mehr gehabt. Sie haben eigentlich die ganze Zeit daraufhin gesehnt: Irgendwann gehen wir wieder hin. Und dann ging es. Aber es ging für sie nicht mehr.“

Kunzes Schicksal ist beispielhaft für das vieler Kinder aus vertriebenen Familien, wenn auch nicht aller. Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg prägen etliche Menschen in zweiter Generation. Sie suchen nach der Heimat, die ihre Eltern verloren haben und die sie nie hatten. Kunze hat sie schließlich doch noch gefunden: „Mein Beruf ist meine Heimat geworden.“

Siehe hierzu auch bei huffingtonpost.de: Die neuen Asozialen: Eure Dummheit bringt Deutschland an den Abgrund
Und in meinem Betrag vom 17. Februar 2011: „Europa setzt auf schauerliche Strategien“

Stud. Med.

Endlich geschafft. Jetzt ist er ein Studiosus medicinae. Gestern kam die Zulassung von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Die nächsten Wochen dienen der Wohnungssuche. Und Papierkram liegt auch noch reichlich an.

    Studiosus medicinae – He looks like a doctor: Jan

Heute ist er schlauer und hätte vielleicht doch etwas mehr getan: Mit einer Abi-Note von 1,8 kann man nicht ohne weiteres Medizin studieren. So also der Umweg über eine Ausbildung zum MTA in Göttingen. Und im Mai dann der Medizinertest, um die Abi-Note aufzupolieren. Das hat auch bestens geklappt. Am 5. Oktober geht’s also los – in Mannheim! Glückwunsch, Jan, und viel Erfolg in den nächsten Jahren! Dein Vaddern

Einladungskarten für festliche Anlässe

Als mich meine Frau vor …, nun vielen Jahren zum Ehemann nahm, da ließen wir uns für die Hochzeitsfeier Einladungskarten drucken. Das Ganze war ziemlich aufwändig, musste in einer Druckerei bis in jede Einzelheit geklärt werden – und kostete am Ende auch ein kleines Vermögen.

Heute geht das natürlich übers Internet. Zur Erstellung von Einladungskarten für so ziemlich alle Anlässe gibt es jede Menge Anbieter, Selbst Aldi und Lidl bieten solche Dienste an – und man kann entsprechende Software herunterladen und auf seinem Rechner installieren, um Zeit genug zu haben, die Karten in Eigenregie zu gestalten.

Da meine Frau und ich im Mai Anlass für eine kleine, wenn auch feine Feierlichkeit haben, so habe ich einmal etwas ausführlicher im Netz geguckt, wo wir unsere Einladungskarten für eben diese Feier anfertigen lassen können. Zunächst wurde weder ich noch meine Frau dabei wirklich ‚glücklich‘. Aber dann fanden wir einen Anbieter, der nicht nur durch eine große Auswahl besticht, sondern auch schnelle und preiswerte Lieferung garantiert: Wunderkarten.de

Schnell fanden wir eine Karte, die uns gefiel, und machten uns dann daran, die entsprechenden Fotos herauszusuchen und den Einladungstext zu verfassen. Man sollte dabei schon darauf achten, ob die Fotos hochkant oder im Querformat sind. Auch sollte die Größe stimmen. Mit einem halbwegs brauchbaren Grafikprogramm kann man dann die Fotos zuvor auch noch etwas aufpolieren, z.B. mit einem Rand versehen – je nach Geschmack.

Vorderseite (Bilder sind bewusst ‚verblasst‘)

‚Wunderkarten‘ bietet für (fast) alle Karten unterschiedliche Aufmachungen an (flache Karte, Klappkarte oder Doppelklappkarte). Dann kann man diese Seite für Seite am Rechner online bearbeiten, wobei es auch unterschiedliche Layouts, Schriftarten und weitere Optionen (Papierart, Hochglanz usw.) gibt. Man sollte sich schon etwas Zeit lassen und all die Möglichkeiten durchspielen. Schließlich soll das Endprodukt zur eigenen Zufriedenheit sein.

Ausschnitt – Seite mit Einladungstext

Nun, unsere Karten waren schnell gedruckt und kamen bereits nach zwei Tagen bei uns an: Alles bestens – wir beide sind sehr zufrieden – daher auch hier unsere Empfehlung.

Querbeet (7): ’mal so zwischendurch

Schon wieder Sonntag. Und ein Sonntag im Mai. Im Wonnemonat Mai. (Nein, ich denke nicht an morgen, wenn es heißt: Schon wieder Montag! Schon wieder die Arbeit!).

Eigentlich ist der Sonntag für mich der absolute Ruhetag; d.h. kein Sitzen am Rechner, um einen möglichst geistreichen Beitrag für mein (dieses) Blog zu schreiben (und trotzdem sitze ich jetzt hier und schreibe … so natürlich nichts Geistreiches, nur so etwas einfach ’mal für zwischendurch). Ausschlafen ist angesagt, vielleicht morgens eine Runde Joggen laufen. Dann nach dem Duschen in Ruhe frühstücken mit meinen Lieben usw. Und Lesen ist angesagt. Wenn’s draußen schön ist, die Sonne scheint und nicht zu kalt ist, dann sitzen wir draußen und lassen es uns dort bei einem Becher Tee und etwas Kuchen gut gehen.

.... querbett

So ein Sonntag geht natürlich viel zu schnell zu Ende. Nach dem Abendessen (bei uns essen wir abends zu Mittag …) geht’s auch schon an die Vorbereitungen für die nächste Woche (was da auch immer vorzubereiten ist). Abends ist Tatort-Zeit, meistens … Dann liegt man im Bett und kann nicht so richtig einschlafen, weil der Wochenendrhythmus ein anderer ist als der der Werktage. Und kaum erwacht, heißt es: Schon wieder Montag …?!

Alles Gute zum Geburtstag, liebe Schwester!

Heute feiert meine Schwester Inge ihren 70. Geburtstag. Hierzu wünsche ich Dir alles Gute und ganz besonders, dass es Dir gesundheitlich im neuen Lebensjahr wieder besser geht.

Die folgende Tuschzeichnung entstand zu meinem Geburtstag und zeigt mich im Bettchen, an dem mein Bruder Armin und meine Schwester Inge knien, um wie die Engel, die über allen schweben, den kleinen Jungen zu behüten.

Mögen die Engel auch weiterhin über Dich, liebe Inge, wachen.

Tuschzeichnung von Jutta (1954): Inge & Armin um Willi im Bettchen

(Leider bin ich noch nicht damit fertig geworden, die Stockflecken zu entfernen. Aber so behält die Zeichnung, die nun fast 60 Jahre überstanden hat, ihre altersgemäße Authentizität. Das Original hängt jetzt in meinem Arbeitszimmer.)