Kategorie-Archiv: Ei, wie witzig

Deutschland sucht den Super-Witz-Schrott

Früherziehung?!

Wer mit der Fähre auf der Hallig Langeneß ankommt, findet nach kurzer Strecke das Gasthaus Hilligenley auf der rechten Seite. Gleich dahinter befindet sich in einem reetgedeckten Haus die Kindertagesstätte „Die Wattwürmer“.

Als ich mit meiner Familie während unseres einwöchigen Urlaubs auf Langeneß an dieser Kita vorbeikam, musste ich natürlich den Eingang zu diesem Haus fotografieren. Aber was musste ich da Fürchterliches feststellen? Die Tür zur Kita stand offen. Und im Flur waren zwei Kästen Flens zu sehen. Wird hier also die äußerst fragwürdige Früherziehung der Halligkleinkinder zum Alkoholismus betrieben? 😉

‚alkoholische‘ Früherziehung?!

Guten Morgen

    Morgenstund‘ hat Blei im Hintern.
    Erkenntnis eines Arbeitnehmers

Montag ist schon grausam. Der Morgen sowieso. Ein Montagmorgen ist die Krönung der Grausamkeit. Selbst ein Mittwochmorgen hat noch viel von diesem Gruseln, das sich frühestens nach der ersten Tasse Kaffee (was ist mit Tee?!) legt, eigentlich aber erst nach Feierabend (wenn ich’s recht bedenke). Der heutige Morgen hat den Vorteil, obwohl er ein Mittwochmorgen ist, schon wie ein Freitagmorgen zu sein – dank Feier- und Brückentag. Immerhin! (Fast ein guter Morgen)!

So ein Morgen ist doch gut
wenn es ein guter ist.
Die Nacht war ruhig und gleichmäßig
durchblutet
die Beine gehorchen bei einem
kleinen Trab durch die Wohnung.
Wer bei offenem Fenster gurgelt
der macht auch ein paar Kniebeugen
und bewegt sich gleichgültig
in einem Hauch von Chlorophyll und Minze
fühlt lange noch das Wasser
eiskalt im Nacken abfrottiert
trägt frische Wäsche und ist ganz
gelöst von Schmutz und Schuppen.

Moin, die Damen und Herren! Hoffe, gut geruht zu haben!

Milch steht vor der Tür es ist
nicht Sonntag keiner redet
kein Persilkritiker vermiest
das Weiß des Tischtuchs
der Kaffee dampft die rote
Marmelade ist so rot
keiner hält Anspielungen
für angebracht.
Er ist allein aber er könnte
rufen und wäre es nicht mehr.
Nichts kann ihn hindern nach der ersten
Zigarette alles prima zu finden.
Mach dir nichts vor du bist in Ordnung
dieser Morgen war lange verdient.
Wenn du erst deinen Kopf durch die Straßen trägst
sieht alles
wieder anders aus
nach Morgenzeitung
Mittelwelle und wenn du
dem ersten Arschloch von nebenan
begegnet bist: Guten Morgen!

Von Nicolas Born. Gezogen aus Die feiernden Deutschen: 789 brauchbare Gedichte – durch den Tag, durch das Jahr und durch das Leben von Gerd Haffmans (Hrsg.)

Querbeet (9): Quer & mehr

Dank Böhmermann wird dieser Tage in Deutschland diskutiert, was Satire darf und was nicht. Dabei stellt sich natürlich zuerst die Frage, was Satire eigentlich ist. Keine Angst, ich will das hier NICHT diskutieren. Nur so viel: Satire ist eine Kunstform, mit der Personen, Ereignisse oder Zustände kritisiert, verspottet oder angeprangert werden. Typisches Stilmittel der Satire ist die Übertreibung.

Was macht man, wenn man sich über die Neuigkeiten der Zeit informiert? Liest man Zeitungen und Magazine, guckt im Fernsehen Nachrichten oder ruft im Internet die einschlägigen Websites auf? Also ich gucke Satire-Magazine! Weil dort die wichtigsten Themen schneller und treffender auf den Punkt gebracht werden. Alles andere ist meist Herumgeeiere. Punkt!

Schon als Jugendlicher war ich Leser des damals zeitweise größten Satiremagazins Europas: pardon (kleingeschrieben!). Später gab es dann die Titanic (siehe auch meine Beiträge: Eulenspiegel, pardon oder Titanic? und 30 Jahre & mehr TITANIC: das endgültige Satiremagazin). Irgendwo schrieb ich da, dass mir das Leben selbst Satire genug wurde.

.... querbett
querbeet bei Willi

Nun, die Deutschen und der Humor, speziell die Satire, scheinen nicht immer zusammenzupassen. Von Selbstironie haben die wenigsten schon etwas gehört. Wenn, dann reicht es höchstens zu möglichst anzüglichen Witzen, zum Schenkelklopfen! Ganz anders die Angelsachsen, die vom ‚schwarzen Humor‘ bis zur bissigsten Satire alle Gangarten ‚beherrschen‘.

Aber die oben genannten deutschen Satiremagazine beweisen, dass es auch anders geht. Und speziell auch die Öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben das eine oder andere TV-Format kreiert, dass den Zuschauer kritisch-satirische Unterhaltung bietet, wenn auch oft zu später Sendezeit. Da zahlt man doch gern die Rundfunkgebühren, oder?

Dank der Mediatheken (z.B. mit Hilfe von MediathekView lassen sich die verfügbaren Sendungen auch auf dem PC abspeichern) sind die Sendungen dieser Satire-Reihen auch im Internet aufrufbar. Als in Norddeutschland Lebender bevorzuge ich natürlich die Sendung Extra 3 vom NDR mit Christian Ehring als Moderator:

Extra3 – Website
Extra3 @ Facebook
Extra3 @ Youtube
Extra3 @ Twitter

Wechseln wir den Sender und finden bei ZDF gleich zwei Reihen, die ich mir ziemlich regelmäßig anschaue. Beginnen möchte ich mit der Heute-show, die von Oliver Welke moderiert wird:

heute-show – Website
heute-show @ Facebook
heute-show @ Youtube
heute-show @ Twitter

Von den Bayern mag man halten, was man will. Die meisten Norddeutschen haben ein gespaltenes Verhältnis zu denen. Dem kann und will ich mich nicht anschließen. Ich mag das Land Bayern und auch seine Leute (Ausnahmen gibt es immer!). Und wer es nicht glaubt, dem darf ich sagen. Das Bayerische Fernsehen (BR) ist besser als der Bayern Ruf. Beispiel: Quer mit Moderator Christoph Süß:

Quer – Website
Quer @ Facebook
Quer @ Youtube
Quer @ Twitter

Kehren wir zum ZDF zurück. Dort gibt es die Sendung Die Anstalt, eine politische Kabarettsendung. Durch die Sendung führen die Kabarettisten Max Uthoff und Claus von Wagner:

Die Anstalt – Website
Die Anstalt @ Facebook

Da wir angesichts der Politik (z.B. immer noch offene Flüchtlingsfrage, Rechtspopulismus a la AfD) und Wirtschaft (z.B. Null-Prozent-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank, aufkommende Altersarmut, Panama-Papiere) nichts zu lachen haben, so sucht man sich ein Ventil. Eigentlich möchte man z.B. so einem VW-Manager, der trotz Missmanagement weiterhin hohe Boni einkassiert, gegens Schienbein treten. Aber das macht man eben nicht. So schaffen solche Satire-Sendungen mir die Luft, um wieder atmen zu können. Lachen schafft Luft!

Alle Jahre wieder: „Die heiße Schlacht am kalten Buffet“

Die Adventszeit ist ja bekanntlich auch die Zeit der Betriebsweihnachtsfeiern. Ich bin kein großer Freund von solchen Veranstaltungen, aber es ist nicht gut, sich immer nur zu ‚drücken‘. Heute ist es nun wieder einmal so weit: In der Firma, in der ich meine Brötchen verdiene, findet eine dieser Betriebsfeier statt … mit kalten Buffet und so. Und unweigerlich musste ich mich an ein altes Lied von Reinhard Mey erinnern, das dieser Anfang der 70-er Jahre veröffentlicht hatte …

Vor der Schlacht am kalten Buffet Die Schlacht am kalten Buffet
Die heiße Schlacht am kalten Buffet (Willi mittendrin)

Hier der Text. Es scheint so, als hätte sich in den vielen Jahren nicht viel verändert:

Die heiße Schlacht am kalten Büffet

Gemurmel dröhnt drohend wie Trommelklang
Gleich stürzt eine ganze Armee
Die Treppe herauf und die Flure entlang
Dort steht das kalte Büffet.
Zunächst regiert noch die Hinterlist,
Doch bald schon brutale Gewalt,
Da spießt man, was aufzuspießen ist,
Die Faust um die Gabel geballt.
Mit feurigem Blick und mit Schaum vor dem Mund
Kämpft jeder für sich allein,
Und schiebt sich in seinen gefräßigen Schlund
Was immer hineinpaßt hinein.

Bei der heißen Schlacht am kalten Büffet,
Da zählt der Mann noch als Mann,
Und Auge um Auge, Aspik um Gelee,
Hier zeigt sich, wer kämpfen kann, hurra!

Da blitzen die Messer, da prallt das Geschirr
Mit elementarer Wucht
Auf Köpfe und Leiber, und aus dem Gewirr
Versucht ein Kellner die Flucht.
Ein paar Veteranen im Hintergrund
Tragen Narben auf Hand und Gesicht,
Quer über die Nase und rings um den Mund,
Wohin halt die Gabel sticht.
Ein tosendes Schmatzen erfüllet den Raum,
Das rülpst und das grunzt und das quiekt.
Fast hört man des Kellners Hilferuf kaum,
Der machtlos am Boden liegt.

Da braust es noch einmal wie ein Orkan,
Ein Recke mit Übergewicht wirft sich auf‘s Büffet im Größenwahn,
Worauf es dann donnernd zerbricht.
Nur leises Verdauen dringt noch an das Ohr,
Das Schlachtfeld wird nach und nach still.
Aus den Trümmern sieht angstvoll ein Kellner hervor,
Der längst nicht mehr fliehen will.
Eine Dame träumt lächelnd vom Heldentod,
Gebettet in Kaviar und Sekt,
Derweil sie, was übrigzubleiben droht,
Blitzschnell in die Handtasche steckt.

Das war die Schlacht am kalten Büffet,
Von fern tönt das Rückzugssignal,
Viel Feind‘, viel Ehr‘ und viel Frikassee
Na denn: „Prost“ bis zum nächsten Mal – hurra!
Das war die Schlacht am kalten Büffet
Und von dem vereinnahmten Geld
Geh‘n zehn Prozent, welch‘ noble Idee,
Als Spende an „Brot für die Welt“ – hurra!


Reinhard Mey: Die heiße Schlacht …

1,5 Prozent Fett

Das Folgende ist kein Witz. Es ist ein Schlag ins Gesicht des guten Geschmacks, so abgeschmackt ist das, jawoll! Allein die Rechtschreibung ist eine einzigartige Katastrophe!

Ein Hase ruft in einer Molkerei an.

– »Hattu Milch?«
– »Ja.«
– »Hattu auch fettarme?«
– »Natürlich!«
– »Muttu langärmeliges Hemd tragen!«

    Milch mit Fettarmen ?!

Und wie ist Deine Meinung zum ‚Witz des Jahrtausend‘?

Ich könnte brüllen …

O … vor Lachen!
O … vor Schmerzen!
O … weil ich kein langärmeliges Hemd habe!
O … weil ich grundsätzlich langärmelige Hemden trage!
O … weil ich an Geschmacklosigkeit leide!

Mehrfallnennungen sind möglich (bitte mit schwarzem Edding auf dem Bildschirm ankreuzen!) – Anschließend den Bildschirm falten, in einen Briefumschlag stecken, diesen verschließen und ausreichend frankiert senden an: Ei, wie witzig – 12345 Entenhausen, Postfach 007. Es winken (sic!) viele fettarme Preise!

Nein, so doch nicht … (4): Sprüche aus der Kindheit

Wer sich bestimmter Sprüche, Sinnsprüche und Redensarten, bedient, greift dabei auf Erkenntnisse zurück, die das Leben einem gelehrt haben. Vieles stammt dabei aus dem Volksmund, der gern herangezogen wird, um die Allgemeingültigkeit einer ‚Weisheit’ zu belegen. Allerdings sind solche Sprüche nicht wirklich immer berechtigt. Oft bedient man sich ihrer, z.B. um einen Schlussstrich unter einer Auseinandersetzung, einem Konflikt zu ziehen. Punktum!

Besonders gegenüber Kindern werden gern solche ‚Sprüche’ benutzt. Wer erinnert sich nicht an manche Sätze aus der Kindheit, die man noch immer in- und auswendig kennt, wahrscheinlich deshalb, weil sie auch heute noch im Sprachgebrauch vorhanden sind. Erstaunlich ist dabei wohl deren Zähigkeit, mit der sie sich am Leben erhalten, selbst wenn ihnen jegliches Zeitgemäße längst abhanden gekommen ist.

Nein, so doch nicht: Sprüche aus der Kindheit

Ich will nicht behaupten, von meinen Eltern ständig mit solchen ‚Lebensweisheiten’ drangsaliert worden zu sein. Trotzdem kenne ich derer so viele, dass ich mich frage, wo ich diese aufgefangen habe. Allein, wenn es ums Essen oder Trinken geht, beherrschen manche Eltern ein umfangreiches Repertoire an solchen Sprüche:

Wenn Du Deinen Teller leer isst, scheint morgen die Sonne!
Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!
Du bleibst hier so lange sitzen, bis Du aufgegessen hast.
Wenn du Durst hast, dann trinkst du auch Wasser!

[kontraproduktiv ist dann allerdings:] Von zu viel Leitungswasser kriegt man Läuse im Bauch.

Meine Frau und ich haben uns bemüht, solche Sprüche gegenüber unseren Kindern tunlichst zu vermeiden. Aber noch heute (die Kinder sind längst erwachsen) kommt es mir in den Sinn und manchmal auch über die Lippen, dass es morgen schönes Wetter geben muss, da ja alles aufgegessen wurde (das zeigt, wie sehr sich solche Sprüche eingeprägt haben).

Dass solche (oftmals dummen) Sprüche auch heute noch vielen Erwachsenen so verinnerlicht sind, zeigt in diesen Tagen und Wochen Twitter, wo unter dem Hashtag #spruchausderkindheit Tausende ihre Sprüche aus Kindeszeiten zum Besten geben.

Hier nur einige diese Sprüche, an die ich mich auch heute noch bestens erinnere. Manche mögen dann vielleicht doch nicht von so weit hergeholt zu sein:

Jetzt beginnt der Ernst des Lebens.
Wer es nicht im Kopf hat, der hat es in den Beinen.
Du weißt gar nicht, wie gut du es hast.
Wir sind nicht ‚die anderen‘!

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
Das kannst du SO NICHT machen.
Ein Indianer kennt keinen Schmerz.
Du musst erst mal kleine Brötchen backen.

Und wenn … von der Brücke springt, machst du das dann auch?
Du lernst nicht für die Schule, sondern für Dich und Deine Zukunft.
Genieße die Schule, solange du noch kannst.
Setz die Mütze auf!

Schluck‘ den Kaugummi nicht, der verklebt den Magen.
Wenn der Bäcker redet, hat das Brötchen still zu sein.
Du darfst wohl alles essen, aber nicht alles wissen.
Wohin fahren wir? Immer der Nase nach.

Man zeigt nicht mit nacktem Finger auf angezogene Leute!
Wenn du Großmutter bist, tut es nicht mehr weh.
Wenn’s juckt und zwickt, dann heilt’s.
Der Klügere gibt nach.

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.
Mach dir anständiges Licht, du verdirbst dir deine Augen.
Ihr wisst gar nicht, wie gut ihr es habt.

Himmel und Hölle

Himmel und Hölle ist eine Variante des Hinkelkastenspiels, ein Hüpfspiel, das auf fast allen Schulhöfen überall auf der Welt in einer Vielzahl von Varianten gespielt wird. Die Menschen haben doch mehr miteinander gemein, als man denkt, den Kindern sei Dank.

    Himmel und Hölle – Hinkelkastenspiel (Rayuela)

Die spanische Variante nennt sich Rayuela. Diesen Namen trägt auch ein Roman von Julio Cortázar (1914–1984), der 1963 (deutsch: 1981 bei Suhrkamp als Rayuela: Himmel-und-Hölle) veröffentlicht wurde. Cortázars Meisterwerk ist ein literarisches Experiment in der Tradition des Nouveau Roman, das zu den wichtigsten spanischsprachigen Romanen des 20. Jahrhunderts zählt und das bei zeitgenössischen lateinamerikanischen Schriftstellern wie Gabriel García Márquez, Mario Vargas Llosa oder José Lezama Lima Bewunderung fand. Es gibt zwei Lesarten des Buchs. Man kann es mehr oder weniger linear, also von Anfang bis zum Ende lesen, wie man normale Bücher eben so liest. Oder man liest die Kapitel in einer bestimmten Reihenfolge (73 – 1 – 2 – 116 – 3 usw.), wie ich es getan habe.

Der Vollständigkeit halber. Es gibt da auch noch ein Fingerspiel namens Himmel ODER Hölle, das bei Kindern sehr beliebt ist. Es wird aus einem quadratischen Blatt Papier gefaltet und anschließend in den Farben Blau (für Himmel) und Rot (für Hölle) so angemalt, dass man, wenn man es öffnet – was über zwei Achsen möglich ist – entweder in den „Himmel“ oder in die „Hölle“ blickt.

Nun in den nächsten Tagen verweile ich in Sizilien. Da ist mir in diesem Zusammenhang ein Witz eingefallen, ich weiß nicht, ob ich den wieder hinbekomme. Der Witz handelt auf jeden Fall von einem Italiener, einem Deutschen und einem Engländer (so einer darf ja nirgends fehlen). Neben der französischen gilt die italienische Küche als besonders gut. Es gibt übrigens mehr als nur Pizza und Spaghetti. Wir Deutschen sind ja bekannt für unsere technischen Produkte. Engländer kennt man für ihren schrägen, oftmals schwarzen Humor. Und so gestaltet sich der Himmel auf Erden, wenn sich ein Italiener ums Essen kümmert, ein Deutscher für die Technik – und ein Engländer mit seinem Humor unterhält. Die Hölle wird’s aber sein, wenn ein Engländer den Kochlöffel schwingt, ein Italiener sich der Technik annimmt und ein Deutscher sich des Humors bedient. Himmel und Hölle!

Wortspielereien (2): Eine Herde Herde

Über die terrakottischen Fliesen der Küchenlandschaft trottete eine Herde Herde. Unter ihnen Elektro-, wie auch Gas- und Kohleherde. Ein kleiner Grill drängelte sich zwischen die große Herde. Ein Mikrowellenherd machte nur kurz ‚plong’.

Wortspielereien (2): Eine Herde Herde

Manche Hürde, die sich den Herden in den Weg stellte, musste mit Würde genommen werden. Selbst der Koch war nur im Weg. Also weg mit ihm. Ab in den Ofen, den Herd – wie weiland Hänsel (oder war es Gretel? Och, keine/keiner von beiden – die Hexe war’s!).

?!

Über die terrakottischen Fliesen der Küchenlandschaft trottete eine Herde Herde. Und wenn sie nicht gestorben verrottet sind, dann leben trotten sie noch heute.

siehe auch: Wortspielereien (1): Ausgezogen anziehend