Gruß an den Tabellenletzten

Ja, ich weiß: In Hoffenheim zu verlieren, selbst zu Hause gegen die Bayern zu verlieren, ist keine Schande. Aber wer mag das noch hören. Klar, schon in Hoffenheim war für den SV Werder Bremen mehr möglich, eine Punkteteilung vielleicht gerechter als dieses 1:0 für die Kraichgauer durch einen unglücklich abgefälschten Ball. Und gegen die Bayern hielt das Bremer Bollwerk, eine Fünferkette, immerhin bis zur 72. Minute. Dann kamen die vier herausragenden Minuten des Robert Lewandowski. Der Pole traf erst per Hackentrick (72.) nach Vorabreit von Coman und dann per Doppel-Tunnelschuss durch die Beine von Robert Bauer und Keeper Jiri Pavlenka (75.).

Fußball-Bundesliga 2017/2018 – 2. Spieltag: SV Werder – Bayern München – Abseits oder nicht?

Mit dieser Saison gibt es in der Fußball-Bundesliga den Videobeweis. Noch hapert es damit, weil es vor allem keine klare Linie gibt, wann der Video-Assistent eingreifen soll. Sicherlich hätten die Bayern einen Strafstoß bekommen müssen, als ein Bremer Mittelfeldspieler bei einem Eckball in der 41. Minute Lewandowski von hinten geschubst hatte, sodass dieser nicht zum Kopfball hochkam. Aber auch das erste Tor des Polen roch – wenigstens für mich – stark nach Abseits (oder etwa nicht?!).

Ohne Tor und ohne Punkte steht der SV Werder Bremen nach zwei Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz. Sicherlich kein Beinbruch – und doch! Sollten die Bremer erneut nur gegen den Abstieg kämpfen müssen? Oder ist nach nunmehr sieben mageren Jahren endlich wieder ein fettes Jahr zu erwarten?

Vielleicht kommt auch diesmal die Länderspielpause (Qualifikationsspiele zur WM in Russland 2018) zur rechten Zeit. Erst am 10. September geht es für Werder Bremen weiter gegen die Hertha in Berlin. So könnte die Pause wirklich guttun, denn gegen die Bayern ging den Bremern zum Spielende doch sichtlich die Luft aus.

Auch stellt sich die Frage, ob sich der SV Werder noch verstärken wird. Das so genannte Transferfenster ist noch bis zum Donnerstag (31.08.) geöffnet. Aber ob der angesagte Mittelstürmer Paul Onuachu vom dänischen Club FC Midtjylland an die Weser kommt, ist zz. mehr als fraglich. Im Gegenteil besteht die Gefahr, dass für Werder wichtige Spieler den Verein verlassen.

Obwohl die Bremer auf dem letzten Tabellenplatz stehen, haben sie besonders in der Abwehr zwei gute Spiele gezeigt. Gegen die Bayern standen sie sicherlich etwas zu tief in der eigenen Abwehr. Beim Umschaltspiel, das durch die sehr defensive Grundausrichtung mit dem Rückzug tief in die eigene Hälfte aber weite Wege zu überwinden hatte, fehlte dann vorne bei Kontern oft das nachrückende Personal oder auch die Kraft, für den letzten präzisen Pass. Hier muss Alexander Nouri, der Trainer noch etwas feilen. So kommt die Länderspielpause dann doch recht. Gegen die Hertha werden wir mehr wissen.

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide – und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) … Ach, und gern verreise ich auch!

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