Grainau 2017 (3): Fackelwandern zur Neuneralm

Wenn sich im Dunkeln noch dunklere Gestalten mit Fackeln durch Deutschlands Straßen und Wege bewegen, dann verheißt das meist nichts Gutes. Die deutsche Geschichte spricht für sich. Als wir uns aber am 27. Dezember während unseres Grainau-Urlaubs zu Weihnachten 2017 um 18 Uhr mit anderen Angereisten vor der Touristeninformation trafen, da ging es allein um eine Gaudi, um eine Wanderung mit Fackeln durch die winterliche Landschaft hin zur Neuneralm. Auf dem Hinweg wurde die längere Strecke durch den Ort Grainau am Rodelhügel vorbei weiter auf dem Panoramaweg gewählt.

Die Fackel ist entzündet
Die Fackel ist entzündet

Erstaunt war ich, wie viele Menschen sich zu dieser abendlichen Wanderung eingefunden hatten. Schnee und Feuer haben in dieser Kombination eben ihre besondere Faszination.

Fackelwandern am 27.12.2017 in Grainau zur Neuneralm
Fackelwandern am 27.12.2017 in Grainau zur Neuneralm

Nach einer Stunde kamen wir dann auf der Neuneralm an, die extra für uns noch geöffnet hatte. Und bei einer zünftigen Brotzeit und der einen oder anderen halben Maß spielte die Musi in Gestalt der Neuneralm-Musi auf.

D'Neuneralm-Musi spuit auf - Manager sitzt gleich mit am Tisch
D’Neuneralm-Musi spuit auf – Manager sitzt gleich mit am Tisch

Wir fanden das alles ganz okay. Sicherlich dient ein solches Fackelwandern dazu, auf die Gastronomie auch außerhalb der Ortschaft aufmerksam zu machen. Die Neuneralm hat ihren ganz besonderen rustikalen (bajuwarischen) Reiz und wir kennen sie bereits von unserer Tour 2002 zur Höllentalklamm und weiter zur Höllentalangerhütte her. Damals kehrten wir dort ein, um uns bei einem Getränk zu erfrischen. Ich habe das Foto von damals mit meinen Lieben ausgegraben:

Erfrischungspause auf der Neuneralm auf dem Weg zur Höllentalklamm 2002
Erfrischungspause auf der Neuneralm auf dem Weg zur Höllentalklamm 2002

Nach gut zwei Stunden waren wir gestärkt und machten uns auf dem direkten Weg Richtung Oberer Dorfplatz in Grainau auf. Damit wir nicht vom Weg abkommen konnten, bekamen wir auch für den Heimweg Fackeln in die Hand. Und wie es manchmal im Leben so spielt: Nach vier ½ Tagen Sonnenschein, hatte sich das Wetter an diesem Nachmittag geändert und Wolken zogen auf. Und als wir jetzt die Neuneralm verließen, hatte es zu schneien begonnen. Viel mehr konnten wir uns in diesem Augenblick nicht wünschen.

Auf dem Heimweg von der Neuneralm nach Grainau - 27.12.2017
Auf dem Heimweg von der Neuneralm nach Grainau

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide – und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) … Ach, und gern verreise ich auch!

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