You need Zugzwang

You cannot write about world affairs without a Weltanschauung; you cannot practice literary criticism without an understanding of Zeitgeist; you cannot nibble your nails properly without Angst, and you cannot report on turmoil anywhere without Sturm und Drang.

Zeitgeist

Let us suppose you already have a world view (Weltanschauung), dig the spirit of the age (Zeitgeist), are suffering anguish to the point of depression (Angst), and can thus clearsightedly observe the storm and stress of a thundering confusion (Sturm und Drang). What is it that you need?

You need Zugzwang.

William Safire in einer Kolumne über den zunehmenden Gebrauch deutscher Wendungen unter US-Intellektuellen. Titel der Glosse: „Go Easy in the Fingerspitzengefühl“ („New York Times“, 9. Dezember 1985). Aus: DIE ZEIT – Nr. 51 – 13. Dezember 1985 als Zeitmosaik

Hierzu fand ich in der NZZ Folio 01/1997, der Zeitschrift der Neuen Züricher Zeitung, u.a. folgende Kolumne:

In der «New York Times» prophezeite ihr Sprachkolumnist William Safire, in hundert Jahren werde Englisch die Muttersprache eines Drittels der Menschheit sein und für die anderen zwei Drittel die internationale Verständigungssprache – ein mit frischer Würze versehenes Englisch freilich, mit Importen angereichert, wofür Safire als Anleihen beim Deutschen Schadenfreude, Faulpelz und Fingerspitzengefühl empfahl. Andere zusammengesetzte Hauptwörter sind ja längst zu Dutzenden im englischen heimisch: Rucksack und Hinterland, Weltschmerz und Weltanschauung, Realpolitik und Ostpolitik, Katzenjammer und Götterdämmerung, Zeitgeist, Waldsterben, Vergangenheitsbewältigung und Fahrvergnügen. Auch unter den einfachen Substantiven haben sich einige den Weg ins Englische gebahnt: Angst, Lied, Kitsch, Ersatz und Gemütlichkeit.

Ja, es gibt schon einige deutsche Begriffe, die in der englischen Sprache kein entsprechendes Äquivalent haben wie zwei weitere Beispiele zeigen:

Schadenfreude: „the guilty feeling of pleasure at the misfortune of others“
Fingerspitzengefühl: „the sandpapered-fingertip sensitivity of a safecracker“

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide – und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) … Ach, und gern verreise ich auch!

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