Ry Cooder als Gastmusiker bei Eric Clapton

Nein, die Wege von Ry Cooder und Eric Clapton kreuzen sich nicht erneut. Es ist über 25 Jahre her, dass sich beide zu der Aufnahme eines Albums von Eric Clapton getroffen hatten: Money and Cigarettes aus dem Jahre 1983.

Leider beschränkte sich die Zusammenarbeit der beiden Gitarristen aufs Musikstudio; es gibt meines Wissens also keine Aufnahmen von Live-Auftritten. Trotzdem möchte ich dieses Zusammentreffen nicht unerwähnt lassen, zumal ich neben dem 1981 erschienenen Clapton-Album Another Ticket eben auch diese 1983 veröffentlichte Scheibe besitze.

Ry Cooder ist immer wieder als Gastmusiker in Erscheinung getreten und spielte so u.a. mit den Rolling Stones (Love in Vain, Sister Morphine), Van Morrison (Full Force Gale), Randy Newman, Steve Ripley (The Tractors), John Lee Hooker u.a. Nebenbei schrieb Ry Cooder die Musik zu rund 20 Filmen.

Aber zurück zur Zusammenarbeit von Cooder und Clapton. Hier zunächst über amazon.de Hörbeispiele zu Money and Cigarettes

Track listing
1. „Everybody Oughta Make A Change“ (Sleepy John Estes) – 3.16
2. „The Shape You’re In“ (Clapton) – 4.08
3. „Ain’t Going Down“ (Clapton) – 4.01
4. „I’ve Got A Rock ‚N‘ Roll Heart“ (Steve Diamond, Troy Seals, Tony Seals, Eddie Setzer) – 3.13
5. „Man Overboard“ (Clapton) – 3.45
6. „Pretty Girl“ (Clapton) – 5.29
7. „Man In Love“ (Clapton) – 2.46
8. „Crosscut Saw“ (R.G. Ford) – 3.30
9. „Slow Down Linda“ (Clapton) – 4.14
10. „Crazy Country Hop“ (Johnny Otis) – 2.46

Produced by : Tim Dowel

Musicians :
· Eric Clapton – slide guitar, electric guitar, vocals
· Ry Cooder – slide guitar, electric guitar
· Donald „Duck“ Dunn – bass
· Roger Hawkins – drums
· Albert Lee – keyboards, acoustic guitar, electric guitar, vocals
· John Sambataro – background vocals
· Chuck Kirkpatrick – background vocals

Hier auch noch ein Titel in voller Länge:


Eric Clapton – Pretty Girl

Das erste Stück des Albums „Everybody Ought to Make a Change“ spielte Eric Clapton am 20. September 1983 live in der Royal Albert Hall in London beim ARMS Wohltätigkeitskonzert. Mit ihm traten viele weitere Größen der Rockmusik auf, u.a. die Stones Bill Wyman und Charlie Watts sowie Chris Stainton, Stevie Winwood, Andy Fairweather-Low, und Ray Cooper (der Perkussionist, nicht Ry Cooder).

Clapton spielt hier die Slide-Gitarre. Vergleicht man seinen Stil mit dem von Ry Cooder, dann wird wohl auch dem Laien klar, warum man Cooder (und nicht Clapton) zu den weltbesten Slide-Gitarristen zählt, oder?


Eric Clapton -„Everybody Oughta Change Sometime“ 1983

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide – und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) … Ach, und gern verreise ich auch!

5 Gedanken zu „Ry Cooder als Gastmusiker bei Eric Clapton

  1. Weitere geniale Slide-Guitar Spieler sind der albino Johnny Winter (klasse Musiker trotz krasser bzw. kranker Erscheinung; sah ihn letztes Jahr in San Sebastián) und der verstorbene Duane Allman, der sich schon ein Weltklasse Duo mit Herrn Clapton genehmigte bei der Aufzeichnung von „Layla & Other Assorted Love Songs“.

    Und nur so nebenbei: Clapton ist trotzdem noch Gott! 🙂

  2. Clapton ist und bleibt genial. Aber auf der Slide-Gitarre (auch Bottleneck-Gitarre genannt) sind nun doch andere um einiges besser: Ry Cooder eben, David Lindley, sicherlich auch Johnny Winter – auch dessen Bruder Edgar. Es ist eine Frage der Technik.

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