(Fast) unterschlagene Beiträge – Teil 29

Gary Moores Welthit „Still got the Blues“ war geklaut

Am 6. Februar starb der nordirische Sänger und Gitarrist Gary Moore. Er war dem Blues zugetan, aber auch sonst musikalisch viel ‚unterwegs’: 1975 gründete Moore zusammen mit dem Keyboarder Don Airey, den wir u.a. von Jethro Tull her kennen, dem Schlagzeuger Jon Hiseman, dem Bassisten Neil Murray und dem Sänger Mike Starrs die Jazzrock-orientierte Formation Colosseum II.

Für gewisse Aufregung sorgte Moore durch seinen Hit Still Got the Blues, dessen Gitarrenpart plagiiert ist, ob bewusst oder nicht.

„Europa setzt auf schauerliche Strategien“

Nach dem Ende des bisherigen Schreckensregimes in Tunesien bricht auch das zusammen, was die EU mit den Mittelmeer-Anrainerländern ausgehandelt hat – nämlich, dass sie gefälligst für uns die Grenzen dicht machen. So ist das Flüchtlingsdrama auf der italienischen Insel Lampedusa als Abschreckung politisch gewollt:

Auf Lampedusa herrscht zurzeit Chaos, was auch politisch gewollt ist seitens der italienischen Regierung. Sonst hätte sie umgehend die dort bereitstehenden Einrichtungen öffnen können. Es gibt hier eine Strategie der Abschreckung. Man versucht, Menschen in eine unwürdige Situation hineinlaufen zu lassen, um andere davon abzuhalten, es ihnen gleichzutun. Das ist nur ein Teil der Abwehrstrategien Europas, aber ein besonders schauerlicher.

Mubarak reicher als Bill Gates?

Von Mubarak und seinem Geld fehlt weiter jede Spur. Angeblich soll er mehr als 70 Milliarden Dollar angehäuft haben, das ist mehr als das Vermögen von Bill Gates. Offenbar hat Kairo die EU jetzt offiziell darum gebeten, diese Gelder einzufrieren.

Guttenberg soll bei Doktorarbeit abgeschrieben haben

Und noch ein Plagiat-Vorwurf: Es gibt in Guttenbergs Dissertation einige Passagen, die er ohne Angabe von Quellen wörtlich zitiert. Nach den jüngsten Bundeswehrskandalen wird Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg nun neue Kämpfe ausfechten müssen.

Die Doktorarbeit sei an mehreren Stellen „ein dreistes Plagiat“ und „eine Täuschung“, sagte der Bremer Juraprofessor Andreas Fischer-Lescano, der die Parallelen mit anderen Texten bei einer Routineprüfung entdeckt hat. Fischer-Lescano lehrt an der Universität Bremen Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht.

Lesenswert ist in diesem Zusammenhang ein Kommentar in der Financial Times Deutschland: Guttenbergs Wandel vom Gladiator zum Plagiator

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide – und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) … Ach, und gern verreise ich auch!

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