Auf gen Süden, auf gen Sizilien …

Nächste Woche geht es gen Süden, d.h. nach Sizilien. 12 Arbeitstage nach meinem Osterurlaub gönne ich mir mit meiner Frau eine weitere Auszeit (irgendwie muss man ja die Tage bis zur Rente herumbekommen 😉 ). Meine Frau war schon etliche Male auf der größten Insel des Mittelmeeres. Und auch ich habe (wenn ich richtig gezählt habe) dreimal Sizilien besucht: 1989 im September noch unverheiratet, 1992 im April mit dem älteren unserer beiden Söhne und zuletzt im August 2000 mit beiden Söhnen (und natürlich immer auch mit meinem Ehegespons).

Sizilien verbindet jeder mit der Mafia bzw. mit der Cosa Nostra (italienisch für «unsere Sache»), wie man die sizilianische Mafia nennt. Aber das ist ein Thema für sich. Neben den isländischen Vulkanen kennt wohl jeder den Ätna, der mit etwa 3323 Meter höchste und aktivste Vulkan in Europa. Fliegt man z.B. Catania an, so kann man beim Überflug sehr schön in einige der vielen Nebenkrater des Ätna hineinschauen.

Vulkan Ätna/Sizilien

Aus heutiger, ganz aktueller Sicht rückt der Flüchtlingsstrom aus Afrika die Insel in den Mittelpunkt des Interesses. Ziemlich in der Nähe unseres Zielortes liegt das Auffanglager von Mineo im Südosten Siziliens.

Der Grund unserer Reise ist der Besuch von alten Bekannten in Comiso. In der Nähe des Ortes befindet sich ein Flughafen, der seit 2013 für den zivilen Luftverkehr genutzt wird. Zuvor war dieser Flughafen Stützpunkt der US Air Force als Comiso Air Base. Im Rahmen des NATO-Doppelbeschlusses wurden dort 112 Marschflugkörper (Cruise Missiles) mit atomaren Gefechtsköpfen stationiert. 1999 wurden auf dem Stützpunkt Flüchtlinge aus dem Kosovo untergebracht.

Beim Flughafen Frankfurt-Hahn, von wo wir losfliegen, handelt es sich gleichfalls um einen früheren Militärflughafen, der ebenso von der der US-amerikanischen Luftwaffe genutzt wurde. Er liegt im Hunsrück beim kleinen Ort Hahn und wird heute u.a. für den Frachtflugverkehr genutzt bzw. hauptsächlich durch die irische Billigfluggesellschaft Ryanair bedient.

So müssen wir zunächst mit dem Zug nach Koblenz und von dort mit dem Bus zum Flughafen. Wir hoffen natürlich, dass uns da der Streik der GDL keinen Strich durch die Rechnung macht (bei der Rückreise wäre es nicht ganz so tragisch, aber schlimm genug). Warum diese umständliche Anreise? Natürlich könnten wir z.B. auch von Hamburg fliegen. Das wäre aber erst einmal deutlich teurer und ginge dann z.B. nach Catania. Von dort müssten wir dann ja auch erst einmal nach Comiso kommen. Gehupft wie gesprungen …

Nun denn, bis bald … Sicherlich auch mit einigem Video- und Bildmaterial im Handgepäck.

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide – und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) … Ach, und gern verreise ich auch!

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