Rollstuhlbasketball

In der vorletzten Schulwoche vor den großen Ferien nahm mein Sohn Lukas innerhalb einer Projektwoche an der AG Rollstuhlbasketball teil. Initiiert wurde das von einer Rollstuhlfahrerin aus der Gemeinde Tostedt, um damit u.a. Berührungsängste der Schüler mit Behinderten zu verringern. Lukas hat das sehr viel Spaß gemacht.

Den Umgang mit Rollstühlen kennt mein Sohn durch seine Großmutter, die inzwischen 88-jährig außer Haus auf einen solchen angewiesen ist.

Vom 17.-19. August fand nun ein 4-Nationen-Turnier der Damen in der Sporthalle Hamburg-Wandsbek statt (Gastgeber: RSC/HSV Hamburg). Ich war mit meiner Familie (und natürlich mit Lukas) zum Endspiel am Sonntag als Zuschauer dabei. Die deutschen Damen gewannen das Spiel gegen Großbritannien ziemlich überlegen mit 60:24.

Zusammenhalt der Mannschaft Begrüßung der Mannschaften
Zusammenhalt der Mannschaft Begrüßung der Mannschaften
deutscher Angriff britischer Angriff
deutscher Angriff britischer Angriff
Anfeuerung durch die AlbinZ
Anfeuerung durch die AlbinZ

Wir alle fanden das Spiel sehr aufregend. Es ging voll zur Sache und es kam auch zu einigen Karambolagen, die einige Rollstühle samt Spielerin zum Umstürzen brachten. Alles ging aber glimpflich ab. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass noch mehr Zuschauer diesen engagierten Kampf um den Ball gesehen hätten.

Hier einiges zu den Regeln:

Jeweils fünf Spieler sind für jede Mannschaft auf dem Feld. Es wird 4 x 10 Minuten gespielt. Innerhalb von 24 Sekunden muss eine Mannschaft einen Korbwurf abgeschlossen haben, ansonsten bekommt die gegnerische Mannschaft den Ball. Die Spieler werden entsprechend ihrer Behinderung nach einem Punktesystem von 1 bis 4,5 klassifiziert (z.B. 1 bei Querschnittgelähmten, 4,5 bei leicht Behinderten). Zu keinem Zeitpunkt des Spiels darf eine Mannschaft Spieler auf dem Feld haben, deren Gesamtpunktzahl die 14-Punkte-Grenze übersteigt (mithin dürfen maximal 2 Spieler mit der Punktzahl 4,5 spielen; natürlich können Spieler gewechselt werden).

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide – und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) … Ach, und gern verreise ich auch!

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