Hein Sager sagt (3): Synapsenkurzschluss

Hein Sager fragt: Kennt ihr das auch: Man wacht früh morgens auf, obwohl der Wecker nicht geklingelt hat, und weiß nicht so recht, wo man sich befindet. Im Bett: klar, aber sonst … Ort und Zeit lassen sich nicht genau bestimmen.

Meistens ist man durch einen Traum geweckt worden. Es muss nicht unbedingt ein Alptraum gewesen sein. Diese Orientierungslosigkeit löst sich meist schnell. Man hat verschlafen, sammelt seine sieben bis acht Sinne (oder sind’s doch nur vier?) und springt förmlich aus dem Bett. Und der Alltag hat einen wieder. Wenn es vielleicht Wochenende ist, wenn auch noch früh am Tag, dann atmet man erleichtert auf, legt sich auf die andere Seite und schläft weiter.

    Hein Sager sagt …

Bedenklich wird das, wenn einem so etwas am lichten Tage geschieht. Es ist weniger eine Orientierungslosigkeit, als eher so etwas Ähnliches wie eine Halluzination. Vielleicht hat man gerade etwas gelesen, sich dann mit etwas anderem beschäftigt – und wie durch Teufelswerk vermischt sich das alles. Die Synapsen schließen sich kurz.

Natürlich muss das nichts Schlimmes sein. Oft ist Übermüdung der Grund. Eine Art Sekundenschlaf, aus dem man nur halb geweckt wird. Und wie bei einem Traum, aus dem man erwacht und an den man sich erinnert, als wäre er real, wirkt diese ’Halluzination‘ einige Zeit nach.

Wer so etwas schon einmal erlebt hat, wird vielleicht verstehen können, wie Drogen in etwa wirken. Deren Wirkstoffe docken sich an die Rezeptoren auf der Oberfläche der Nervenzellen an und lösen so verschiedene Reaktionen im Gehirn aus, zum Beispiel die Ausschüttung von Glückshormonen. Auch eine Art von Kurzschluss.

Auf der anderen Seite kann der Kurzschluss in der Nervenzelle allerdings häufige Ursache für Schlaganfall, Epilepsie und andere Erkrankungen sein. Ich denke, wenn der Kurzschluss längere Zeit anhält. Soweit ist es natürlich noch nicht …

Mit einer genügend großen Mütze Schlaf und danach mit einem ausgiebigen Frühstück sieht die Welt dann schon viel besser aus. Alles braucht seine Ruhe!

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide – und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) … Ach, und gern verreise ich auch!

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