Archiv für den Monat: Juni 2005

Tostedt wird 900 Jahre alt: Festwoche

Tostedt feiert in dieser Woche (4. – 12. Juni 2005) den 900. Jahrestag seines Bestehens. Am Samstag, den 11. Juni, findet ab 14 Uhr der große Festumzug durch Tostedt statt, an dem sich Vereine u.ä. beteiligen.

    900 Jahre Tostedt

Ein besonderes Highlight in der Festwoche wird der historische Markt am Sonntag, dem 12.06.2005 sein. Der historische Handwerkermarkt findet auf dem Festplatz „Schule Dieckhofstraße“ statt. Auch in der historischen Dieckhofschule sind Handwerker zu finden. Traditionelles Kunstwerk und alte Handwerkskunst wird vorgeführt. Korbflechter, Schriftsetzer, Schmied, Drechsler, Stuhlbinder und Töpfer zeigen ihr Können. In der Dieckhofschule wird gewebt, gesponnen und gefilzt. Die Tostedter Landfrauen kochen unter dem Motto „So kochte man vor 100 Jahren“.

Auch für die Kinder sollen bei der Jubiläumsveranstaltung nicht zu kurz kommen. Ein buntes Kinderfest ist für die Kleinen geplant. Dazu gehören ein Zirkus, historische Kinderspiele und eine Kinder Spielwiese.

Auf dem Platz „Am Sande“ wird ein Antikmarkt seine Pforten öffnen. Auf einer Bühne werden musikalische und tänzerische Darbietungen geboten. Eine historische Postkutsche bietet Fahrten von der alten Posthalterstation durch den Ort an. Interessierte für den Antikmarkt können sich noch gerne bei Frau Ute Oltzen, Telefon: 04182/298-140, telefonisch anmelden.

Programm der Festwoche als PDF-Datei

Werder ist Deutscher Meister 2005 – im Schach

Was im Trubel der Endrunde in der Fußball-Bundesliga fast untergegangen wäre: Am 8. Mai 2005 gewann der SV Werder Bremen zum 1. Mal die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Schach. Der Sieg mit 4,5:3,5 gegen den Titelverteidiger SG Porz war zwar knapp, aber wohl doch verdient. Was den Fußball-Profis im letzten Jahr gelang (dieses Jahr am Ende dann doch noch ein 3. Platz), erreichte jetzt die 1. Bundesliga-Mannschaft des SVW: Herzlichen Glückwunsch!

    DM 2005 Schach für den SV Werder Bremen

siehe auch: Werder schachmatt

Schottland 2005: Highland Games

Schottland 2005Gut, nicht jeder Deutsche (oder Bayer) läuft in Lederhosen herum. Und so trägt nicht jeder Schotte einen Kilt. Wenn man aber, wie ich mit meinen Lieben dieses Jahr, nach Schottland fährt, dann will man schon etwas Ur-Typisches miterleben (wer trinkt schon in Bayern Limonade).

Und etwas typisch Schottisches sind die Highland Games, die in vielen Ortschaften (meist zu einem festen Termin) ausgetragen werden. Neben viel Dudelsackmusik und Tanz spielen vor allem gewisse sportliche Wettbewerbe eine große Rolle. Das fängt beim Seilziehen an, geht übers Tossing the Caber und endet (schmerzlich für die Knie) beim Farmer’s Walk.

    Highland Games in Schottland

siehe: Ablauf der Highland Games in Schottland (mit Erklärungen zu den einzelnen ‚Sportarten‘)

Das Ganze ähnelt einem Volksfest mit Kirmes, Rinderausstellung, überhaupt landwirtschaftlicher Leistungsschau (nicht nur der Rindvieher) – ja eigentlich mit allem, was so ein Ort auf die Beine bekommt.

siehe: Termine der Highland Games in Schottland

Die wohl bekanntesten Hochlandspiele sind die Braemar Gathering and Highland Games, die immer am 1. Samstag im September stattfinden, denn diese starten unter dem Patronat von Her Majesty the Queen, die mit ihren Lieben im September urlaubsweise auf ihren Sitz im Balmoral Castle weilt.

Meine Lieben und ich werden uns wohl die Highland Games von Callander und, wenn es die Zeit erlaubt, die in Inverness angucken.

Highland Games Inverness in der Bught Park Arena am Samstag, den 23. Juli 2005

Callander World Highland Games Scotland im Ben Ledi Park, Callander am 30. und 31. Juli 2005

So sieht übrigens das Programm in Callander für Sonntag, den 31. Juli 2005 aus:

Sunday Programme

13.00 Opening ceremony

EVENTS
Heavy events:

Shot putt
28 pound weight for distance
Throwing the hammer
Tossing the caber
56lb for height

Other Events

Pipe Band competitions
Highland dancing demonstrations
Blue Arrows Display Team

Craft Fair
Helicopter Rides
Kiddies‘ Shows
Stalls

Grand Prix – still to be decided

Massed Pipe Bands

PRESENTATIONS (von was auch immer)

Translation english

900 Jahre Tostedt: Mittelalterliche Hochzeit

Heute findet in der Zeit von 15 bis 18 Uhr im Gymnasium Tostedt der alljährliche ‚Tag der offenen Tür‘ statt. Anlässlich des 900-jährigen Jubiläums der Gemeinde Tostedt hat die Schule in den Tagen vom 30. Mai bis zum 3. Juni eine Projektwoche zum Thema „900 Jahre Tostedt“ durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Projektwoche werden an diesem Tag den Gästen vorgestellt.

Ein Thema war: Eine mittelalterliche Hochzeit

Das werte Brautpaar samt der geladenen Gäste machte sich generalprobenmäßig am gestrigen Tage samt Kutsche (oder per pedes) auf den Weg in die nicht ganz mittelalterliche Johannes-Kirche zu Tostedt, um besagtes Fest im angemessenen Rahmen zu feiern:

Mittelalterliche Hochzeit zu Tostedt 1 Mittelalterliche Hochzeit zu Tostedt 2

………………………Mittelalterliche Hochzeit zu Tostedt 3

Mittelalterliche Hochzeit zu Tostedt 4 Mittelalterliche Hochzeit zu Tostedt 6

Mittelalterliche Hochzeit zu Tostedt 7 Mittelalterliche Hochzeit zu Tostedt 5

Schottland 2005: Whisky

Schottland 2005Schottland und Whisky, vielleicht verhält es sich ähnlich wie mit Bayern und dem Bier. Bevor man eine Reise antritt, informiert man sich eingehender über Land und Leute. Und da ich mit meinen Lieben dieses Jahr Urlaub in Schottland machen werde, habe ich mich mit genügend Literatur eingedeckt (Reiseführer, Landkarten), um mir die notwendigen Informationen (nicht nur zum Reiseverlauf) zu besorgen. In einem Reiseführer nun wurde recht ausführlich die Herstellung von Whisky beschrieben. Hier die Beschreibung:

„Sieben Destillen brennen heutzutage in Dufftown das Uisce Beathad, das Wasser des Lebens – sie alle sind zu besichtigen. Und so lautet denn im Ort ein populärer Spruch: ‚Rome was built on seven hills, Dufftown stands on seven stills.‚ Diese stills, das sind die Brennblasen, durch die der Alkohol destilliert wird. Jede Destille im schottischen Hochland hat für ihre pot stills ein eigenes Design, denn lange Kondensationshälse (condensers) der Kessel bringen einen leichten Whisky, kurze Hälse einen schweren, öligen Brannt hervor.

Billiger Whisky-Fusel wird hingegen aus einer Mais-Maische in Kolonnen-Destilliergeräten (patent stills) zu Alkohol ‚veredelt‘. Dieses Feuerwasser verschneidet (blended) man dann mit einem guten Malt, damit auch ein trinkbares Produkt dabei herauskommt.“

    Whisky-Destillerien an der Speyside

Übersicht der Destillerien an der Speyside

Website mit Übersicht aller Whisky-Brennereien in Schottland samt weiteren Infos (Aussprache der Namen und den Links zu den Websites der Destillerien)

„Im Osten Schottlands, entlang des River Spey und seiner lieblichen Nebentäler, konzentrieren sich die Destillen und brennen den echten Malz-Whisky, den Pure Single Malt. Der ist nicht vergleichbar mit den billigen Rachenputzern aus deutschen Supermarktregalen, nein, hier handelt es sich wahrhaft um das Wasser des Lebens. Der schottische Nationaldichter Robert Burns, dem Whisky hingebungsvoll zugetan (dafür allerdings auch im Alter von 36 Jahren gestorben), jubelte über seinen hochprozentigen Ideengeber und Durstlöscher: ‚Oh Du, meine Muse! Guter alter schottischer Trank! Feure mich an, bis ich stammelnd und zwinkernd deinen Namen preise!

1494, also immerhin vor rund 500 Jahren, wurde in Schottland zum erstenmal die Destillation von Whisky urkundlich erwähnt. Ein gewisser Friar John Cor hatte mehrere Scheffel Gerste eingekauft, um – wie die Chronik berichtet – ‚wherewith to make Aqua Vitae‚, daraus das hochprozentige Wasser des Lebens zu brennen.

Die bekannteste Brennerei Schottlands ist die von Glenfiddich, einen knappen Kilometer nördlich vom Zentrum in Dufftown gelegen. Ein Film macht mit der Geschichte der Destille vertraut – gegründet 1886 und bis heute in der fünften Generation im Familienbesitz -, dann wird man auf einer guided tour durch die Anlage geführt und bekommt die Herstellung des Lebenswassers erklärt.“

    Glenfiddich Destillerie

„Die Führung beginnt im Maischehaus (mash house). Schon vorher ist in den Darrehäusern (malt kiln) mit ihren charakteristischen pagodenförmigen Kamintürmen angefeuchtete Gerste (barley) zum Mälzen gebracht und dann über dem Torffeuer wieder getrocknet worden. Im Maischehaus nun wird die gemälzte Gerste gemahlen (grist) und in das heiße Wasser der hauseigenen Robbe Dubh-Quelle gerührt. Das heiße Wasser löst die Zuckerbestandteile aus dem Malzschrot, und es entsteht eine süße Flüssigkeit, die Maischwürze (wort). Diese Maischwürze wird nun in den Bottichraum (tun room) gepumpt, und zusammen mit der hinzugegebenen Hefe (yeast) beginnt die Gärung (fermentation) in riesigen, viele tausend Liter fassenden Fässern aus Lärchen- oder Tannenholz. Durch die Hefe wird der Zucker in Alkohol umgewandelt; im Innern der Bottiche blubbert es, auf der Oberfläche türmen sich schmutzig-graue Schaumberge, und in der Luft hängt ein leicht ekliger süßer Geruch. Nach einer Gärzeit von 48 Stunden hat sich eine rund sechsprozentige Alkoholflüssigkeit gebildet, der sogenannte wash. Dieser wird nun in das Herz einer jeden Brennerei geleitet, in das stillhouse. Hier stehen die zwiebelförmigen kupfernen Brenndestillen (pot stills), durch die der wash zweimal destilliert wird. Dabei wird die Alkohollösung so lange erhitzt, bis die Flüssigkeit verdampft, in den oberen Teil des Brennkessels aufsteigt und dann in der Kühlanlage kondensiert. Durch die erste Destillation (wash still) wird der Alkohol von allen Unreinheiten getrennt. Das Destillat (low wines) läuft nun nach seiner Abkühlung in die zweite Brennklase. Hier werden der Vorlauf (foreshot), das was zuerst destlliert wurde, und der Schwanz (feints), das was zuletzt herausläuft, wieder zu den nächsten erstgebrannten low wines gegeben. Nur der mittlere Teil (middle cut) dieser zweiten Destillation, das ‚Herzstück‘, wird vom Brennmeister (stillman) zur weiteren Reife zurückbehalten. Glasklar fließt dieser nun ca. 63prozentige Whisky durch den zollamtlich versiegelten spirit safe (auch in Großbritannien kennt man eine Alkoholsteuer) und wird dann in Eichenfässer zur Reifung (maturation) abgefüllt. Diese casks kommen in die ebenfalls wieder zollamtlich versiegelten Lagerhäuser (warehouses), und dort reift der Whisky in den Fässern ohne weiteres menschliches Zutun. Mindestens acht Jahre dauert die kürzeste Reifezeit, viele Fässer bleiben aber 16, 25 und gar 50 Jahre unberührt. Die etwa zweiprozentige jährliche Verdunstungsquote (evaporation) nennen die Brenner Angel’s share. Wenn die Brennereiarbeiter die Whisky-Fässer wieder aus dem Lagerhaus herausgerollt haben, dann wird das gereifte Destillat durch gezielte Zugabe von Wasser aus der hauseigenen Quelle auf trinkbare 43 Prozent heruntergesetzt. Die Glenfiddich Destillery ist die einzigste in Schottland, die ihren Brannt danach auch in Flaschen abfüllt.

Nach der Besichtigung gibt es natürlich einen wee dram, einen kleinen Schluck, mit dem man sich von der Qualität des Lebenswassers überzeugen kann. Prost! oder vielmehr slainte!, wie es auf gälisch heißt.

Heutzutage brennen allein in Schottland an die 100 Destillen das Lebenswasser, und der gute Scotch wird in über 190 Länder exportiert. Damit ist Whisky eines der fünf Hauptausfuhrgüter Großbritanniens. Er spült alljährlich rund zwei Millarden Pfund in die Kassen des Inselreiches. Die Alkoholstatistiker haben errechnet, daß weltweit pro Sekunde 30 Flaschen Scotch den Besitzer wechseln. In den Lagerhäusern des Destillen reifen sage und schreibe zweieinhalb Milliarden Liter Whisky. Eine Flasche mit einem halben Jahrhundert alten Whisky brachte 1992 auf einer Wohltätigkeitsauktion in Mailand die ungeheure Summe – man glaubt es kaum – von 60.000 € ein. Wer einen gleichalten Whisky günstiger erstehen möchte, wird im Londoner Nobelkaufhaus Harrod’s für rund € 500 fündig. Insgesamt werden pro Jahr weltweit 955 Millionen Flaschen Scotch verkauft. Schottischer Whisky steht damit an der Spitze aller geistigen Getränke. Wie beliebt der schottische Pure Single Malt beim Endverbraucher ist, dokumentiert kein Land so gut wie Frankreich; dort trinken mehr Zecher Whisky als Cognac, und pro Monat geht mehr Scotch über den Ladentisch als an Cognac in einem ganzen Jahr.

In den strukturschwachen Regionen Schottlands sorgen die Brennereien für viele sichere Arbeitsplätze. Direkt sind 15.000 Jobs mit der Whisky-Industrie verbunden, weitere 56.000 hängen über Abfüllung, Verteilung und Verkauf indirekt mit dem Lebenswasser zusammen. Übrigens. Schottischen Whisky schreibt man ohne ein ‚e‘, irischen und amerikanischen Whiskey dagegen mit.“

aus: Hans-Günter Semsek: Schottland Reiseführer (S. 92-95)

Making Malt Whisky (auf englisch mit vielen weiteren Infos zu Land & Leuten)

siehe auch meine Chivas Regal/Strathisla-Seite

Translation english

Web Awards

Im März 2002 war unsere Website für eine Woche zum sogenannten Internet-R@@b nominiert und erreichte Platz zwei hinter einer etwas zu schwarzrotgoldenen Trabi-Site. Ansonsten kamen wir bisher noch nicht in den Genuss, irgendwelche Auszeichnungen und Preise, sogenannte Web Awards, verliehen zu bekommen. Was nicht ist, kann ja noch werden.

    Internet-R@@b

Einer der renommierten Auszeichnungen ist ohne Zweifel der Webby Award, der von der International Academy of Digital Arts and Sciences aus New York verliehen wird. Für alte Jethro Tull-Fan (wie mich) ist bestimmt der Tull Award ein Preis, den zu erlangen erstrebenswert ist. Sei noch der Golden Web Award erwähnt.

    Webby Award Tull Award Golden Web Award

Man bedenke bei all diesen Auszeichnungen aber auch, dass damit nicht die Auszahlung von Preisgeldern verbunden ist und dass im Grunde jeder einen solchen Preis stiften kann (daher eher die Inflation solcher Preise).

Also Jungs und Mädels: Her mit euren Web Awards!