Allen Besuchern meines Weblogs wünsche ich hiermit frohe Ostern. Eigentlich solltet Ihr nicht hier sein, sondern die Feiertage für ’sinnvollere‘ Dinge des Lebens nutzen. Nun denn …

Eure Willi
Allen Besuchern meines Weblogs wünsche ich hiermit frohe Ostern. Eigentlich solltet Ihr nicht hier sein, sondern die Feiertage für ’sinnvollere‘ Dinge des Lebens nutzen. Nun denn …

Eure Willi
Wer kennt sie nicht, die hartgekochten und dann eingefärbten Ostereier. Besonders aber in den slawischen Ländern werden meist ausgeblasene Eier von Hühnern oder Enten kunstvoll bemalt zu Ostern als Dekoration verwendet. Die Techniken reichen vom „einfachen“ Bemalen über Batik- (mit Wachs) bis hin zu Kratz- und Ätztechniken.
Im Jahr 1983 war ich mit einem Freund eine Woche vor Ostern mehrere Tage in Prag. An der Karlsbrücke wurden den interessierten Käufern wundervoll bemalte Eier angeboten. Da konnte auch ich nicht widerstehen. Leider sind die Eier, da ausgeblasen, im Laufe der Jahre zu Bruch gegangen. Hier nun einige sehr schöne Beispiele für kunstvoll gestaltete Ostereier:
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| Sorbische Ostereier | Ostereier aus der Kaschubei (man erinnere sich an Günter Grass und „Die Blechtrommel“) |
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| Ostereier aus Tschechien | Ostereier aus der Ukraine |
Karfreitag
Verhangener Tag, im Wald noch Schnee,
Im kahlen Holz die Amsel singt:
Des Frühlings Atem ängstlich schwingt,
Von Lust geschwellt, beschwert von Weh.
So schweigsam steht und klein im Gras
Das Krokusvolk, das Veilchennest,
Es duftet scheu und weiß nicht was,
Es duftet Tod und duftet Fest.
Baumknospen stehn von Tränen blind,
Der Himmel hängt so bang und nah,
Und alle Gärten, Hügel sind
Gethsemane und Golgatha.
aus: Hesse – Die Gedichte
Heute ist Gründonnerstag, der fünfte Tag der Karwoche. Bei uns ist es Tradition, an diesem Tag ‚etwas Grünes’ zu essen. Uns ist der religiöse Hintergrund dieses Tages bewusst und dieser mag auch eine gewisse Rolle dabei spielen, eine entsprechend ausgewählte Speise auf die Teller zu bringen.
Früher, als unsere Kinder noch klein waren, gab es Spinat an diesem Tag. Unsere Kinder mochten Spinat – und auch wir Erwachsene haben nichts gegen dieses Gemüse. Seit einige Jahren aber, ist es selbstgemachte Pesto zu Pasta, die am Abend auf den Tisch kommt. Unser jüngster Sohn ist Pesto-Spezialist und hat bereits heute Mittag diese ungekochte Würzsoße fertiggestellt:
Pesto ist eine Soße für Pasta, also für Nudeln (am besten Spaghetti). Gib 150 g Basilikumblätter (drei bis vier Töpfe), 50 g Pinienkerne (Walnusskerne gehen auch), 80 g Parmesan, Olivenöl, eine Prise Salz und Pfeffer in einen Mixer und vermixe alles zu einem cremigen Brei. Einige Knoblauchzehen sollten nicht vergessen werden. Pesto wird gleich nach dem Kochen der Nudeln und Abtropfen mit den Nudeln vermischt und dann serviert.
Guten Appetit!
Ja, wir sind auf dem Weg zur Zugspitze, Deutschlands höchsten Berg mit 2962 m:

Zugspitzgipfel (Blickrichtung Norden zum Eibsee)
weitere Links:
360° Panoramablick von der Zugspitze
Zugspitze bei Facebook
Die Karwoche beginnt nach dem Palmsonntag, schließt Gründonnerstag und Karfreitag ein, und endet mit dem Karsamstag. Abendmahl, Kreuzestod und Auferstehung Jesu gehören eng zusammen.
Daher feierte man bis zum 4. Jahrhundert in der Osternacht alle drei Ereignisse; heute feiert man drei Tage von Leiden, Tod und Auferstehung des Herrn ab Gründonnerstag. Augustinus sprach im 5. Jahrhundert vom heiligen „Triduum des gekreuzigten, begrabenen und auferstandenen Christus“. In der evangelischen Kirche werden in der Karwoche traditionell tägliche Andachten – „Passionsandachten“ – abgehalten.
Der Karfreitag gedenkt des Kreuzestodes Jesu; „chara“, althochdeutsch, bedeutet „Trauer, Wehklage“. An diesem wie auch am folgenden Tag findet in katholischen Kirchen keine Messe statt, es wird nur ein einfacher Wortgottesdienst gehalten. In Österreich hat sich das Brauchtum des Heiligen Grabes etabliert. Dabei wird „der tote Jesus“ im Anschluss an die Karfreitagsliturgie in einer feierlichen Prozession in sein Grab gelegt.
KARWOCHE
O Woche, Zeugin heiliger Beschwerde!
Du stimmst so ernst zu dieser Frühlingswonne,
Du breitest im verjüngten Strahl der Sonne
Des Kreuzes Schatten auf die lichte Erde,
Und senkest schweigend deine Flöre nieder;
Der Frühling darf indessen immer keimen,
Das Veilchen duftet unter Blütenbäumen
Und alle Vöglein singen Jubellieder.
O schweigt, ihr Vöglein auf den grünen Auen!
Es hallen rings die dumpfen Glockenklänge,
Die Engel singen leise Grabgesänge;
O still, ihr Vöglein hoch im Himmelblauen!
Ihr Veilchen, kränzt heut keine Lockenhaare!
Euch pflückt mein frommes Kind zum dunkeln Strauße,
Ihr wandert mit zum Muttergotteshause,
Da sollt ihr welken auf des Herrn Altare.
Ach dort, von Trauermelodieen trunken,
Und süß betäubt von schweren Weihrauchdüften,
Sucht sie den Bräutigam in Todesgrüften,
Und Lieb‘ und Frühling, alles ist versunken!
Eduard Mörike