In Hamburg wird der Freitag so langsam zum öffentlichen Selbstmord-Tag. Letzten Freitag kurz vor 13 Uhr lief ein potenzieller Selbstmörder zwischen Hamburg Hbf. und Hamburg-Harburg über die Schienen der DB (Deutschen Bahn AG) und blockerte längere Zeit den S-Bahn- und eigentlichen Zugverkehr für längere Zeit. Und heute das Gleiche zur gleichen Zeit, nur diesmal im Gleisdreieck Hamburger Hbf., Berliner Tor und Hammerbrock. Da ich von Sternschanze fahre, konnte ich nicht die S-Bahn nehmen, sondern musste umständlich mit der U-Bahn über Landungsbrücken fahren. Und da viele, die eigentlich mit der S-Bahn nach Harburg wollten, jetzt den Zug benutzten, war dieser natürlich brechend voll.
Liebe Selbstmörder, warum wollt ihr es immer am Freitag tun, zu einer Zeit, da ich unterwegs bin? Warum sich schmerzvoll von einem Zug überrollen lassen? Kauft euch eine Pistole oder erhängt euch: Und wenn es schon spektakulär sein muss, dann springt doch von der Köhlbrand-Brücke. Da habt ihr noch einige Augenblicke des freien Falls, Zeit, um euch euer bisher unnützes Leben vor dem geistigen Auge vorbeiziehen zu lassen.
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| Selbstmord durch Erhängen | Köhlbrand-Brücke Hamburg |
Wenn ’s denn doch der Zug sein muss, dann fahrt doch mit der letzten Regionalbahn RB 24436 abends um 23 Uhr 50 von Hamburg-Harburg in Richtung Tostedt (samstags fährt auch noch eine Regionalbahn RB 24440 um 0 Uhr 31 ab Harburg). Steigt in Hittfeld, Klecken oder Sprötze aus, denn das sind kleine, wenig frequentierte Bähnhöfe. Schon bald kommt ein Güterzug, vor den ihr springen könnt.
Sich am hellichten Tage vor den Zug zu werfen, hat zudem meist wenig Erfolg. Aber das kann dann verdammt teuer werden, selbst wenn es klappt, ihr aber überlebt!










