{"id":10469,"date":"2019-02-06T08:19:20","date_gmt":"2019-02-06T08:19:20","guid":{"rendered":"https:\/\/willizblog.de\/?p=10469"},"modified":"2019-02-06T08:21:04","modified_gmt":"2019-02-06T08:21:04","slug":"martin-walser-gar-alles-oder-briefe-an-eine-unbekannte-geliebte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=10469","title":{"rendered":"Martin Walser: Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte"},"content":{"rendered":"<ul><em>Aber darstellen will ich mich nicht als Wortjongleur, sondern als Mensch, als Person.<\/em><br \/>\nMartin Walser: Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte (S. 7)<\/ul>\n<p>Was das Sexuelle angeht, wird in der einschl\u00e4gigen Literatur relativ gesichert festgestellt: <em>M\u00e4nner fantasieren anders als Frauen. Sie reagieren viel st\u00e4rker auf optische Schl\u00fcsselreize. Frauen finden es erotischer, Geschichten zu h\u00f6ren. M\u00e4nner reagieren auf das, was sie sehen.<\/em> (Quelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/zeit-magazin\/leben\/2015-05\/sexkolumne-maennerphantasien\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">zeit.de\/zeit-magazin\/<\/a>)<\/p>\n<p>Ein gutes Jahr nach seinem Roman <a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?p=10463\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Statt etwas oder Der letzte Rank<\/a> ver\u00f6ffentlichte <a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?s=martin+walser\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Martin Walser<\/a> sein n\u00e4chstes Werk, den vor gut 10 Monaten erschienenen Roman <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3839816351\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3839816351&#038;linkCode=as2&#038;tag=familiealbin-21&#038;linkId=86b97485a371c8cbb5e6b2ac2d648e74\"><strong>Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte<\/strong><\/a><img loading=\"lazy\" src=\"\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=familiealbin-21&#038;l=am2&#038;o=3&#038;a=3839816351\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/>, 1. Auflage (27. M\u00e4rz 2018) \u2013 Rowohlt, Reinbek bei Hamburg. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Felicitas_von_Lovenberg\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Felicitas von Lovenberg<\/a> schrieb in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: \u201eSeit einem halben Jahrhundert ist Martin Walser unser Gew\u00e4hrsmann f\u00fcr Liebe, Ehe, Glaube und deutsche Befindlichkeiten. Ein Lustwandler seiner Ausdruckswelt.\u201c Und nat\u00fcrlich kommen dabei der Sex und speziell M\u00e4nnerphantasien nicht zu kurz. Walser beschreibt. Aber mit zunehmendem Alter, und Martin Walser ist <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=9964\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">inzwischen \u00fcber 90 Jahre alt<\/a>, wird ihm nunmehr das von ihm Geschriebene pers\u00f6nlich angelastet: das Wort, der Vorwurf der Altersgeilheit findet sich in vielen Rezensionen zu seinen Romanen.<\/p>\n<p>Nein, ich will Martin Walser hier nicht verteidigen. Aber ich kann nicht den oft vernommenen Kritiken  dieser lediglich den eigenen reflexhaften Vorurteilen erliegenden Walser-Beurteilern folgen, die mit Freuden den K\u00f6der schlucken, den Walser auslegt. Ich gestehe allerdings, dass es mir der Roman \u201a Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte\u2018 nicht leicht gemacht hat, wenn der Protagonist des Romans mit Donald Trump sympathisiert oder sich permanent von &#8222;Weibsattacken&#8220; tyrannisiert f\u00fchlt.<\/p>\n<p>Jener Justus Mall, der sich aufgrund eines \u201aVorfalls\u2018 vom Oberregierungsrat namens Dr. Gottfried Schall zum Philosophen \u201amausert\u2018, macht es dem Leser wirklich nicht leicht. Aber beginnen wir am Anfang. Im so genannten Klappentext steht geschrieben:<\/p>\n<p><em>\u201eWas, bitte, w\u00e4re ich lieber als ich? Alles andere als ich.\u201c Das sagt Justus Mall, der fr\u00fcher einmal anders hie\u00df. Oberregierungsrat war er, zust\u00e4ndig f\u00fcr Migration, aber dann kam der Tag, an dem er etwas Unbedachtes machte, und seitdem ist er Philosoph, zust\u00e4ndig f\u00fcr alles und nichts. Doch das ist nicht das einzige Dilemma seines Lebens. Tag und Nacht liegt er im Streit mit den Umst\u00e4nden, zu denen er es als Liebender hat kommen lassen. Ist es vielleicht leichter, keine Frau zu haben als nur eine? Er jedenfalls liebt zwei, und weil das nicht gehen kann, beginnt er, einen Blog zu schreiben \u2013 auf der Suche nach einem Menschen, der genau das ist, was ihm fehlt.<\/em><\/p>\n<p><em>Was f\u00fcr ein sagenhaftes Paradox. Ein Mann, f\u00fcr den Wirklichkeit ein Gespinst aus erfundenen F\u00e4den ist, hofft, ausgerechnet in einem Weblog so etwas wie N\u00e4he zu finden. Er richtet seine Selbstgespr\u00e4che an eine unbekannte Geliebte und wei\u00df doch, sie ist nicht mehr als eine Illusion. In fr\u00fcheren Romanen lie\u00df Martin Walser noch Briefe und E-Mails hin und her gehen, in \u201eGar alles\u201c gibt es das nicht mehr. Hier ruft einer ins Irgendwo, ist zur\u00fcckgeworfen auf sich selbst, hat f\u00fcr das, was er empfindet, keinen Adressaten mehr. Ein v\u00f6llig gekl\u00e4rt geschriebener Roman \u00fcber lauer Ungekl\u00e4rtes, ein in seiner existenziellen Dringlichkeit ungeheuerliches, \u00fcberw\u00e4ltigendes Buch.<\/em><\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/images-na.ssl-images-amazon.com\/images\/I\/41nOK2gnEoL._SX303_BO1,204,203,200_.jpg\" alt=\"Martin Walser: Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte\" title=\"Martin Walser: Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte\" \/><br \/>\nMartin Walser: Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte<\/p>\n<p>Jener Justus Mall will <em>\u201ek\u00fcnftig nur noch \u00dcberfl\u00fcssiges [\u2026] verfassen, um dadurch einen utopischen Kontrast zum zeitgen\u00f6ssischen Zweckrationalismus zu entwerfen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Aber konzentrieren wir uns auf jenen Vorfall, auf das Unbedachte, das Gottfried Schall tat, bevor er zum Philosophen Justus Mall wurde. Walser schreibt:<\/p>\n<p>[\u2026] <em>Es geschah bei einem Opernbesuch, in der zweiten Pause von \u201cTristan und Isolde\u201d.<\/em> [\u2026]<br \/>\n<em>Da sie auf einem Barhocker sa\u00df und er an der Bar stand, liefen an ihm in Brusth\u00f6he vorbei ihre glei\u00dfenden Oberschenkel und ihr rot-schwarzes Rockr\u00fcschengewell. Auf einmal war sie nicht mehr der Bartheke zugewendet, sondern halb zu ihm gedreht. Warum, das erfuhr er erst sp\u00e4ter durch das von ihr verfasste Protokoll. Ein kleiner Wortwechsel zwischen ihr und ihrem Begleiter, der rechts neben ihr sa\u00df. Sie sagte: Franz, du spinnst, und drehte sich weg, also zu Justus Mall hin. Nat\u00fcrlich, ohne das zu wollen. Aber er, der dicht neben ihrem Hocker stand, erlebte das so, als habe sie sich zu ihm gedreht. Er wusste, dass sie ihn nicht meinte, nicht meinen konnte, aber er machte in der Laune, in der er durch \u201eTristan\u201c plus Alkohol war, einen Scherz, das hei\u00dft, er begr\u00fc\u00dfte sie, als habe sie sich absichtlich zu ihm gedreht, und mehr noch begr\u00fc\u00dfte er ihre Schenkel. Sink hernieder, Nacht der Liebe, singsangte er und tippte mit einem Zeigefinger auf die glei\u00dfende Schenkelrundung, als wolle er sagen: Du, Schenkel, bist die Nacht der Liebe. Dass er, was er da tat, selber als riskant empfand, dr\u00fcckte er dadurch aus, dass er ihr nur mit der Spitze des Zeigefingers seiner rechten Hand auf den Schenkel tippte, dann die Hand sofort zur\u00fcckzog, als erschreckte er \u00fcber das, was er da gerade getan hatte. Es war deutlich ein gespieltes Erschrecken! Er hatte doch die Hand so j\u00e4h zur\u00fcckgezogen, als habe er die Zeigefingerspitze auf einer gl\u00fchenden Herdplatte verbrannt. Um das Spielerische zu betonen, prostete er ihr sofort mit dem Champagnerrest zu, und sie, die auch ein Glas in der Hand hatte, erwiderte sein Prosit. Beide tranken. Dann drehte sie sich sofort wieder zur Bar und damit zu ihrem Begleiter. Auch er war gleich wieder bei seiner Frau, die auf dem Barhocker links neben ihm sa\u00df und nichts mitgekriegt hatte, weil sie sich vom Barkeeper sagen lie\u00df, warum dieser Champagner so gut sei.<\/em><\/p>\n<p>[\u2026]<\/p>\n<p><em>Nat\u00fcrlich hatte diese Frau ihn nicht wahrgenommen. Angeschaut hat sie ihn, wie man einen Irren anschaut. Jetzt noch sp\u00fcrte er, wie er sich, so angeschaut, gef\u00fchlt hat. Einsam. Er hatte gerade noch sein Um-bemerkt-werden-Betteln in etwas Lustiges hin\u00fcbergelogen. Dieses Zugleich! Ihre Schenkel, die wilden Rockr\u00fcschen, sein Zeigefinger, der Satz aus der Oper, ihr Blick, sein Prosit, ihre Prosit-Entgegnung, das alles messbar kurz, unmessbar intensiv, unmessbar.<\/em> (S. 79 ff.)<\/p>\n<p>Dieser Vorfall, der stark an die <a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?p=7057\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Verbalattacke eines Herrn Br\u00fcderle<\/a> erinnert, hatte Konsequenzen:<\/p>\n<p><em>Einen Tag sp\u00e4ter gab es sie wieder. Und wie! In der S\u00fcddeutschen Zeitung berichtete die Praktikantin Suse Kranz, was ihr in der zweiten \u201eTristan\u201c-Pause passiert ist. Ein Oberregierungsrat aus dem Justizministerium hat sie, die mit einem Freund an der Bar sa\u00df, grob begrapscht und hat dazu auch noch obsz\u00f6n geredet, n\u00e4mlich: Ihr Rock sei k\u00fcrzer, als es die Stra\u00dfenverkehrsordnung erlaube, und jetzt sei dieser Rock auch noch so weit hochgerutscht, dass man von einer Schenkel-Emanzipation sprechen k\u00f6nne.<\/em><\/p>\n<p><em>Am Tag darauf ein Interview mit der Praktikantin. Sie hat den Grapscher gekannt<\/em> [\u2026].<br \/>\n<em>Am Tag darauf war es in allen Zeitung: Frauen m\u00fcssten gesch\u00fctzt werden vor den Grapschern der Altherren-Riege.<\/em><br \/>\n<em>Die S\u00fcddeutsche brachte ein Interview mit dem Grapscher. Er konnte nicht abstreiten, was die Praktikantin zitiert hat, aber daran erinnern, dass er das und das gesagt habe, konnte er sich nicht. Dann wurde die Barszene genau rekonstruiert. Mit ihm. Im Gespr\u00e4ch. Er fand, dieses als Interview veranstaltete Gespr\u00e4ch sei ein Verh\u00f6r. Das sagte er auch, und das stand dann auch in der Zeitung und was er zu seiner Rechtfertigung sagte.<br \/>\nWie sehr ihn dieses Verh\u00f6r aufregte, zeigen seine Formulierungen. Die Welt sei nicht mehr alles, was der Fall ist, sondern alles, was Frau ist! Wo du hinschaust, l\u00e4chelt, lacht, grinst dir eine Frau entgegen und streckt dir alles hin, ihre Haare, ihre Br\u00fcste, ihre Beine. Er finde das, sagte er, nicht furchtbar, sondern herrlich. Aber er m\u00f6chte auch reagieren d\u00fcrfen. Er m\u00f6chte sagen d\u00fcrfen, dass er sich andauernd verf\u00fchrt f\u00fchle. Und wenn dann wirklich einmal ein solches Gesch\u00f6pf in greifbare N\u00e4he kommt, dann langt man eben eine Zehntelsekunde lang hin und sagt dazu noch irgendeinen Fast-Unsinn. Alles wegen dieses glei\u00dfenden Oberschenkels! Es gibt wahrscheinlich keinen Mann in der ganzen Welt, der, wenn ihm so ein Oberschenkel passiert, davon unber\u00fchrt bleiben k\u00f6nnte. Vielleicht w\u00fcrde nicht jeder mit der Fingerspitze hintippen und dann den Erschreckten spielen, aber er k\u00f6nne, was er da getan hat, was ihm passiert sei, nicht nur nicht abstreiten, er m\u00fcsse, was er mit einer Fingerspitze eine Zehntelsekunde lang vollbracht habe, immer noch bejahen, vertreten, ja sogar r\u00fchmen! Es sei eine Geste der Anbetung gewesen, der Verehrung, ein religi\u00f6ser Akt. Allerdings gewidmet nicht einem unbekannten Gott, sondern dem wunderbaren Schenkel einer Frau.<\/em><br \/>\n<em>Dann wurde er konfrontiert mit dem Wort Altersgeilheit. Er, w\u00fctend: Er bitte um Aufkl\u00e4rung! Nicht, dass er je mit so etwas zu tun habe, er wolle nur wissen, ob ein F\u00fcnfundf\u00fcnfzigj\u00e4hriger anders geil sein als ein F\u00fcnfundzwanzigj\u00e4hriger! Gebe es daf\u00fcr ein physiologisches Datum?<\/em> (S. 82 f.)<\/p>\n<p>Ohne Zweifel geht Martin Walser \u2013 auch in seiner Ausf\u00fchrlichkeit der Schilderung \u2013 viel zu weit. Wenn das sein Beitrag zur  #MeToo-Debatte sein soll, dann hat er scheinbar nicht viel begriffen. Ich schreibe scheinbar, denn ich glaube immer noch, dass Walser sich hier bewusst in die Sichtweise des \u201aT\u00e4ters\u2018 versetzt hat, um \u2013 wie soll ich es sagen? \u2013 nicht allein das \u201aOpfer\u2018 zu Wort kommen zu lassen. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/autoren\/S\/Christoph_Schroeder\/index.xml\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Christoph Schr\u00f6der<\/a> (Die Zeit) <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/literatur\/2018-03\/martin-walser-gar-alles-roman\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">fasst es so zusammen<\/a>:<\/p>\n<p><em>Ganz im Unterschied zum vorangegangenen Buch<\/em> Statt etwas oder Der letzte Rank, <em>das in seiner Offenbarungskraft eine geradezu ersch\u00fctternde Radikalit\u00e4t hatte, ist Gar alles ein matter Wiederaufguss. Der Tonfall ist nicht selbstreflexiv, sondern larmoyant. Statt etwas war ein hoch interessantes, poetologisch zu lesendes Buch;<\/em> Gar alles <em>ist bestenfalls der Versuch der Vorf\u00fchrung eines aktuell ins Visier der \u00d6ffentlichkeit geratenen Typus: Der alte, geile, wei\u00dfe Mann zeigt sich in seiner ganzen Unappetitlichkeit.<\/em><\/p>\n<p>Und dann ist da noch der Passus zu Donald Trump, dem derzeitigen US-Pr\u00e4sidenten:<\/p>\n<p>[\u2026] <em>ich habe Mr. Trump von Anfang an, seit er im Wahlkampf gegen Mrs. Clinton angetreten ist, auch als eine Belebung erlebt. Nie h\u00e4tte ich Hillary Clinton w\u00e4hlen k\u00f6nnen. Dass er S\u00e4tze gesagt hat, die peinlich sind, hat mich f\u00fcr ihn eingenommen. Nicht weil diese S\u00e4tze tats\u00e4chlich peinlich und unanst\u00e4ndig waren, sondern weil er solche S\u00e4tze gesagt hat. Er hat sich deutlicher gezeigt als je ein Kandidat vor ihm. Er hat weniger gelogen als je ein Kandidat vor ihm. Ich wusste, woran ich bei ihm bin. Und das ist so geblieben.<\/em> (S. 89).<\/p>\n<p>Das Ganze steht unter dem Datum 1. April 2017. Also ein Aprilscherz? Wer halbwegs bei gesundem Menschenverstand ist, muss anerkennen, dass sich Trump tats\u00e4chlich deutlicher gezeigt hat und zeigt als je ein Kandidat vor ihm. Wie sonst l\u00e4sst sich ein Urteil \u00fcber ihn f\u00e4llen, das ihn als Katastrophe ausweist. Wenn Trump l\u00fcgt, dann l\u00fcgt er offensichtlich und nachweisbar. Bei all den anderen Politikern ist der Nachweis ihrer L\u00fcgen weitaus schlechter zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Nun, Walsers Roman schmeckt nicht jedem. Auch bei mir verursachte er leichte Verdauungsst\u00f6rungen. Wenn Walser provozieren wollte, so ist es ihm wohl gelungen. Er ist der immer noch der eloquente, in diesem Roman im Tonfall leider auch sentimental-weinerliche Wortjongleur.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aber darstellen will ich mich nicht als Wortjongleur, sondern als Mensch, als Person. 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