{"id":11005,"date":"2020-07-14T10:34:52","date_gmt":"2020-07-14T10:34:52","guid":{"rendered":"https:\/\/willizblog.de\/?p=11005"},"modified":"2020-07-14T10:34:52","modified_gmt":"2020-07-14T10:34:52","slug":"russische-wochen-1-tschingis-aitmatow-fruehe-kraniche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=11005","title":{"rendered":"Russische Wochen (1) &#8211; Tschingis Aitmatow: Fr\u00fche Kraniche"},"content":{"rendered":"<p>Urlaubszeit oder gar die Zeit des Rentnerdaseins ist auch immer eine Zeit des Lesens. F\u00fcr mich sind es in diesen Wochen nicht nur die B\u00fccher, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben, sondern auch das eine oder andere, das sich lohnt, erneut gelesen zu werden. Zuletzt hatte ich &#8218;russische Wochen&#8216;, habe also Romane gelesen, die aus Russland stammen oder zumindest in russischer Sprache erschienen sind. Ich mag die russische Kultur, die uns besonders in der Literatur, aber auch durch die Musik (ich denke da an <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Modest_Petrowitsch_Mussorgski\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Modest Mussorgski<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sergei_Sergejewitsch_Prokofjew\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Sergei Prokofjew<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sergei_Wassiljewitsch_Rachmaninow\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Sergei Rachmaninow<\/a> oder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dmitri_Dmitrijewitsch_Schostakowitsch\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Dmitri Schostakowitsch<\/a>, um nur einige zu nennen &#8211; ja, ich h\u00f6re auch gern so genannte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/E-_und_U-Musik#E-Musik\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">E-Musik<\/a>) Werke von unbezahlbarem Wert geschenkt haben. Ich mag weniger die russische Politik. Dazu aber sp\u00e4ter einmal mehr, wenn es hier um <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Dostojewskis<\/a> &#8218;Die D\u00e4monen&#8216; gehen wird.<\/p>\n<p>Beginnen m\u00f6chte ich mit einem kleinen Roman eines kirgisischen Autoren, der haupts\u00e4chlich in russischer Sprache schrieb: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tschingis_Aitmatow\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Tschingis Aitmatow<\/a>. Ihn habe ich hier schon einmal vorgestellt mit einem ebenfalls d\u00fcnnen, aber gehaltvollen B\u00fcchlein: <a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?p=9371\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Dshamilja<\/a>, der wohl sch\u00f6nsten Liebesgeschichte der Welt. Aitmatow war eine bemerkenswerte Person. So war er von 1988\u20131990 Vorsitzender des kirgisischen Autorenverbandes. In der Zeit der Perestroika war er als parlamentarischer Vertreter (Oberster Sowjet der UdSSR) aktiv, seit Ende 1989 auch als Berater Michail Gorbatschows. 1990 wurde er der letzte sowjetische Botschafter in Luxemburg. Bis M\u00e4rz 2008 war er Botschafter f\u00fcr Kirgisistan in Frankreich und den Benelux-Staaten und lebte in Br\u00fcssel.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/b\/bc\/Tschingis_aitmatow_20070309.jpg\/220px-Tschingis_aitmatow_20070309.jpg\" alt=\"Tschingis Aitmatow\" title=\"Tschingis Aitmatow\" \/><br \/>\nTschingis Aitmatow<\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3293205208\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3293205208&#038;linkCode=as2&#038;tag=familiealbin-21&#038;linkId=f86bef4b7bb7090ceb8c367c9b67f330\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Fr\u00fche Kraniche<\/strong><\/a><img loading=\"lazy\" src=\"\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=familiealbin-21&#038;l=am2&#038;o=3&#038;a=3293205208\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/> hei\u00dft der kleine, gerade einmal 120 Seiten starke Roman, der zuerst 1975 unter dem Titel > <a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%A0%D0%B0%D0%BD%D0%BD%D0%B8%D0%B5_%D0%B6%D1%83%D1%80%D0%B0%D0%B2%D0%BB%D0%B8\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">\u0420\u0430\u043d\u043d\u0438\u0435 \u0436\u0443\u0440\u0430\u0432\u043b\u0438<\/a> (Ranni Zurawli)< in der Zeitschrift <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nowy_Mir\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Nowy Mir<\/a> in Moskau erschien. Ich habe ihn aus dem Russischen \u00fcbersetzt von <a href=\"https:\/\/www.catalogus-professorum-halensis.de\/politische-verfolgung-ddr\/verfolgte\/kossuth-charlotte.htm\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Charlotte Kossuth<\/a> in einer Ausgabe des Fischer Taschenbuch Verlages 5327 aus dem M\u00e4rz 1984 vorliegen.<\/p>\n<p><em>Ru\u00dfland 1943: Sultanmurat, ein halbw\u00fcchsiger Kirgisenjunge und Anf\u00fchrer einer Gruppe gleichaltriger Jungen, wartet in der menschenleeren Steppe, wo sie die Saat vorbereiten, auf die ersten Zeichen des Fr\u00fchlings, den Kranichzug. Dieses Zeichen der Hoffnung auf eine gute Ernte l\u00e4\u00dft sie f\u00fcr einen Augenblick die Schrecken des Krieges, die Unerbittlichkeit des Winters und die Anstrengungen der b\u00e4uerlichen Arbeit vergessen. Sie wissen nicht, da\u00df in den nahen Bergen eine gro\u00dfe Gefahr auf sie lauert. Sulranmurat aber bew\u00e4hrt sich in einer schier aussichtslosen Situation.<br \/>\nAitmatow erz\u00e4hlt mit gro\u00dfer Anteilnahme und Einf\u00fchlung von Sultanmurat und seinen Gef\u00e4hrten. Eben noch Kinder, die die Schulbank dr\u00fccken m\u00fcssen, sind sie von heute auf morgen dazu ausersehen, die Grundbed\u00fcrfnisse des Lebens f\u00fcr ihr Kolchosendorf zu sichern. Es ist eine dunkle Zeit, in der sie leben, Krieg und ein scheinbar endloser Winter, Tod und Hunger sind ihre Begleiter, doch die Jungen geben nicht auf.<\/em> (aus dem Klappentext).<\/p>\n<p><em>&#8222;Es geht mir um die Liebe und die Kriegszeit. Der Krieg brandet irgendwo &#8230; Und hier, gleich daneben, ist die Liebe die Entdeckung der Welt. Zwischen Krieg und Liebe entstehen zwangsl\u00e4ufig unsichtbare Beziehungen und Br\u00fccken.&#8220;<\/em> Tschingis Aitmatow<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Urlaubszeit oder gar die Zeit des Rentnerdaseins ist auch immer eine Zeit des Lesens. 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