{"id":11384,"date":"2021-06-12T09:49:11","date_gmt":"2021-06-12T09:49:11","guid":{"rendered":"https:\/\/willizblog.de\/?p=11384"},"modified":"2021-06-14T09:48:01","modified_gmt":"2021-06-14T09:48:01","slug":"willi-backt-brot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=11384","title":{"rendered":"Willi backt Brot"},"content":{"rendered":"<p>Fr\u00fcher einmal, da habe ich \u00f6fter unser Brot selbst gebacken. Allzu viel Aufwand ist es nicht, rechne ich Vorbereitung und sp\u00e4ter den Abwasch nicht. Allerdings ist Selberbacken nicht unbedingt billiger.<\/p>\n<p>Nun, meine Frau meint, ich h\u00e4tte als Rentner nicht viel zu tun (dabei komme ich zu dem, was ich auf meinem Zettel habe, fast gar nicht \u2026) und k\u00f6nnte \u2013 eben wie fr\u00fcher \u2013 auch einmal wieder unser Brot selbst backen.<\/p>\n<p>Ich habe mich nun tats\u00e4chlich aufgerafft, und erst einmal Br\u00f6tchen, dann auch meine ersten Brote nach langer Zeit gebacken. Der eigentlich Anreiz f\u00fcr mich war der folgende &#8211; Punkt 1: In der Vorosterzeit 1982, also vor fast 40 Jahren, war ich mit einem Kumpel nach Prag gereist und hatte u.a. einen Halt in Pilsen eingelegt (<a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?p=5655\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Zlat\u00e1 Praha (2): Hinfahrt nach Prag 1982<\/a>). Dabei a\u00dfen wir in einer Art Imbiss (damals war Prag noch die Hauptstadt der \u010cSSR, der Tschechoslowakische Sozialistische Republik) jeder einen halben Flattermann (H\u00e4hnchen) und bekamen dazu Brot. Und was f\u00fcr ein Brot! Es schmeckte herrlich nach K\u00fcmmel und anderen Gew\u00fcrzen. &#8211; Punkt 2: Da gibt es aus S\u00fcdtirol diese <a href=\"https:\/\/www.suedtirol.info\/de\/erleben\/essen-trinken\/rezepte\/vinschger-paarl-rezept-original-aus-suedtirol_recipe_51906\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Vinschgauer Paarl, Vinschgauer oder Vinschger<\/a> genannten Br\u00f6tchen im Doppelpack. Auch diese zeichnen sich durch eine spezielle W\u00fcrze aus. &#8211; In beiden F\u00e4llen handelte es sich um Brote mit hohen Roggenanteil.<\/p>\n<p>Nun ich bin ein absoluter Fan von Roggenbrot (und daneben nat\u00fcrlich von Gerstenkaltschalen). Bei uns in Norddeutschland kennen wir das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gersterbrot\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Gersterbrot<\/a>, was nichts mit Gerste zu tun hat. Der Wortbestandteil \u201eGerster\u201c wird auf das Verb gerstern, gersteln bzw. gesseln zur\u00fcckgef\u00fchrt, das sich auf das Herstellen einer ausgepr\u00e4gten Brotrinde im Ofenfeuer bezieht. Das ist zwar auch sehr lecker, Aber es fehlen mir die Gew\u00fcrze.<\/p>\n<p>Und so habe ich mich tats\u00e4chlich aufgemacht, um ein kr\u00e4ftiges Roggenbrot ganz nach meinem Geschmack zu backen. Ich habe dabei nat\u00fcrlich etwas experimentiert. Und das Experiment ist gegl\u00fcckt.<\/p>\n<p><img src=\" https:\/\/www.willizblog.de\/pics\/tostedt2021_roggenbrotbacken01.jpg\" alt=\"Willi backt Brot \u2013 zwei Roggen-Dinkelbrote im Ofen\" title=\"Willi backt Brot \u2013 zwei Roggen-Dinkelbrote im Ofen\" \/><br \/>\nWilli backt Brot \u2013 zwei Roggen-Dinkelbrote im Ofen<\/p>\n<p>Hier das von mir modifizierte <strong>Rezept f\u00fcr zwei Roggenbrot mit Dinkelanteil<\/strong> samt Sauerteig:<\/p>\n<p><em>250 g Dinkelmehl<br \/>\n250 g Roggenschrot<br \/>\n450 g Roggenmehl (z.B. Type 1150)<br \/>\n150 g fl\u00fcssiger Natursauerteig (im Supermarkt bzw. Bioladen erh\u00e4ltlich)<br \/>\n1 EL Zucker<br \/>\n1-2 EL Salz<br \/>\n1 W\u00fcrfel frische Hefe (42 g) \u2013 Trockenhefe aufgel\u00f6st in etwas warmen Wasser mit dem Zucker geht nat\u00fcrlich auch<br \/>\n725 ml Wasser, lauwarm (bzw. anteilig 330-500 ml Bier)<br \/>\n<strong>und nat\u00fcrlich<\/strong> feingemahlene Gew\u00fcrze je 1 TL K\u00fcmmel, Fenchel, Koriander, Bockshornklee, Anis<\/em><\/p>\n<p><!-- START ADVERTISER: Rewe DE from awin.com --><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.awin1.com\/cread.php?s=2367558&#038;v=11652&#038;q=341193&#038;r=859005\"><br \/>\n    <img src=\"https:\/\/www.awin1.com\/cshow.php?s=2367558&#038;v=11652&#038;q=341193&#038;r=859005\" border=\"0\"><br \/>\n<\/a><\/p>\n<p><!-- END ADVERTISER: Rewe DE from awin.com --><\/p>\n<p>F\u00fcr die Roggendinkelbrote alle Zutaten mit der Knetmaschine oder dem Handmixer zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. 20 Minuten ruhen lassen (Ich mach das im Backofen, den ich zuvor auf 50 \u00b0 C erw\u00e4rmt habe). Nach der Ruhezeit den Teig in zwei gleichgro\u00dfe St\u00fccke teilen.<\/p>\n<p>Die Teigst\u00fccke rundwirken, in Roggenmehl w\u00e4lzen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Nochmals abgedeckt an einem warmen Ort ca. 40 Minuten gehen lassen.<\/p>\n<p>Wichtig: Den Ofen ca. 10 Minuten vorw\u00e4rmen. Dabei ein feuerfestes Gef\u00e4\u00df mit etwa \u00bd l Wasser auf den Boden des Ofens stellen.<\/p>\n<p>Auf unterer Schiene dann bei 200 \u00b0 C (Umluft) backen. Durch das Wasser dampft es ordentlich im Ofen. Das sorgt aber f\u00fcr eine gute, krosse Kruste.<\/p>\n<p>Nach 10 Minuten Backzeit die Hitze auf 180\u00b0 C herunternehmen, dabei einmal kurz die Ofent\u00fcr \u00f6ffnen, um den Dampf abzulassen. Weitere 40 Minuten backen. Den Ofen danach w\u00e4hrend des weiteren Backens NICHT mehr \u00f6ffnen. Das ist ganz witzig!<\/p>\n<p>Nach dem Backen die Brote auf einem Gitter oder Holzbrett ausk\u00fchlen lassen. Diese sollten sich beim Klopfen auf die Unterseite hohl anh\u00f6ren. In der Ruhezeit nach dem Backen festigt sich die Kruste und wird stabil.<br \/>\nGuten Appetit!<\/p>\n<p>Hier das Ergebnis: Ein gehaltvolles, wundervoll geschmackvolles Brot mit einer knackig-krossen Kruste:<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/pics\/tostedt2021_roggenbrotbacken02.jpg\" alt=\"Willi backt Brot \u2013 zwei Roggen-Dinkelbrote k\u00fchlen aus\" title=\"Willi backt Brot \u2013 zwei Roggen-Dinkelbrote k\u00fchlen aus\" \/><br \/>\nWilli backt Brot \u2013 zwei Roggen-Dinkelbrote k\u00fchlen aus<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fcher einmal, da habe ich \u00f6fter unser Brot selbst gebacken. Allzu viel Aufwand ist es nicht, rechne ich Vorbereitung und sp\u00e4ter den Abwasch nicht. Allerdings ist Selberbacken nicht unbedingt billiger. 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