{"id":1159,"date":"2008-04-13T00:02:45","date_gmt":"2008-04-12T22:02:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=1159"},"modified":"2009-03-08T17:42:54","modified_gmt":"2009-03-08T15:42:54","slug":"profaner-jesus-und-profaner-teufel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=1159","title":{"rendered":"Profaner Jesus und profaner Teufel"},"content":{"rendered":"<p><em>Hallo Kretakatze, (und nat\u00fcrlich auch: Hallo, Lockwood)<\/em><\/p>\n<p><em>Mein Blog ist kein reines Jethro Tull-Blog. Und bisschen Wind aus anderen Richtungen wird nicht schaden. Sicherlich \u201eklinge ich etwas gereizt\u201c, denn DSDS und all die Idol-Sachen finde ich schlechtweg \u201eunter aller Sau\u201c. Es ist einfach nicht meine Welt, nicht nur, weil es nicht meine Musik ist. Hier versucht die Musikindustrie billig an Talente zu kommen, schlachtet die dann aus \u2013 und l\u00e4sst sie schnell wieder fallen, wenn ein Talent wie eine Zitrone ausgepresst ist. Das Du nicht noch zus\u00e4tzlich auf DSDS zu sprechen kommst, war mir schon klar. Wie solltest Du das auch wagen :-).<\/em><\/p>\n<p><em>Zu Clay Aiken: Nat\u00fcrlich kann der gute Mann singen, sonst h\u00e4tte er nicht diesen Erfolg. Aber was Du schreibst, unterst\u00fctzt nur noch mehr meinen Verdacht, hier ein typisch amerikanisches Ph\u00e4nomen zu betrachten. Der religi\u00f6se Bezug ist mir nat\u00fcrlich nicht entgangen. Auch ohne die Hinweise bei Wikipedia hatte ich einen entsprechenden \u201eVerdacht\u201c. Das er sich f\u00fcr geistig behinderte Kinder einsetzt, ehrt ihn ungemein. Aber alles andere sieht f\u00fcr mich doch sehr nach Sektierertum aus. Das, was Dich, Kretakatze, an dem Mann vielleicht fasziniert, st\u00f6\u00dft mich eher ab. Ich reagiere leicht allergisch auf religi\u00f6s-verbr\u00e4mte Lebensansichten. Nat\u00fcrlich muss jeder selbst wissen, was er aus seinem Leben macht. Ich bem\u00fche mich zumindest, ein \u201eguter Mensch\u201c zu sein und meinen Kindern ein halbwegs akzeptables Vorbild zu sein.<\/em><\/p>\n<p><em>Clay Aiken, wenn er so \u201epure\u201c, so rein und \u201esauber\u201c ist, wie die Jurorin meint, also ein Heiliger (oder?), dann bekomme ich eher Sch\u00fcttelfrost. Wenn sich ein so Heiliger mit dem Teufel einl\u00e4sst (Musikbranche), dann ist da doch etwas faul.<\/em><\/p>\n<p><em>Clay Aiken ein Idol? Wer so rein ist, der ist wahrscheinlich mit dem Schmutz noch nicht in Ber\u00fchrung gekommen. Nicht, dass er nicht die Schattenseiten dieses Lebens kennen gelernt hat. Aber hat er diese auch wirklich wahrgenommen? Ich will hier nicht den Stab \u00fcber Herrn Aiken brechen. Dazu kenne ich ihn viel zu wenig (ich kenne ihn nicht). Es gibt aber einiges, was ihn mir und seine \u201eBewegung\u201c (\u201ekirchen\u00e4hnlich\u201c schreibst Du \u2013 \u00e4hnlich wie eine Sekte?) suspekt erscheinen l\u00e4sst.<\/em><\/p>\n<p><em>Wahrscheinlich ist er aber nur ein \u201earmer Teufel\u201c, der es gut meint, der sich freut, Geld f\u00fcr seine Kinder zu sammeln und der keiner Fliege etwas zu Leide tun kann.<\/em><\/p>\n<p><em>Gru\u00df<\/em><br \/>\n<em>Wilfried<\/em><\/p>\n<p>02.04.2008<\/p>\n<p>~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~<\/p>\n<p><em>Hallo Wilfried, Hallo Lockwood,<\/em><\/p>\n<p><em>Inzwischen w\u00fcnsche ich mir, ich h\u00e4tte Euch den Namen Clay Aiken f\u00fcr alle Zeiten verheimlicht. Es scheint wie verhext, je mehr ich \u00fcber ihn schreibe desto mehr Missverst\u00e4ndnisse gibt es. Und die muss ich dann nat\u00fcrlich wieder aufkl\u00e4ren. Hoffentlich bekomme ich das jetzt dieses Mal auf die Reihe&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Ich muss zugeben, lieber Wilfried, dass mich Deine Mail vom 02.04. ziemlich ratlos hinterlassen hat. Vieles von dem, was Du schreibst, verstehe ich nicht, es erscheint mir schwammig oder abstrakt, ich wei\u00df einfach nicht wovon Du sprichst. Was sind z.B. &#8222;religi\u00f6s-verbr\u00e4mte Lebensansichten&#8220;, hat Mr. Aiken solche, und wenn ja, welche? K\u00f6nntest Du ein Beispiel nennen? Was meinst Du mit &#8222;Sektierertum&#8220;, was sieht f\u00fcr Dich danach aus? Mit welchem &#8222;Schmutz&#8220; ist er &#8222;noch nicht in Ber\u00fchrung gekommen&#8220;, welche &#8222;Schattenseiten&#8220; hat er &#8222;nicht wirklich wahrgenommen&#8220;? Dann vergleichst Du die Musikbranche mit dem Teufel &#8211; geht das nicht doch ein bi\u00dfchen weit? Nur deshalb weil Mr. Aiken gern ein bi\u00dfchen singt und ein paar CDs verkauft hat, ist er doch nicht gleich mit dem Teufel im Bunde, oder? Das sind ja fast radikal-islamistische Ansichten&#8230; Manche Worte haben mich geradezu erschaudern lassen &#8211; da sprichst Du von seiner &#8222;Bewegung&#8220;, &#8222;kirchen\u00e4hnlich?&#8220;, eine &#8222;Sekte&#8220;? Hilfe, was habe ich da nur angerichtet!?!<\/em><\/p>\n<p><em>Also fangen wird noch mal von vorne an. Hier noch einmal das Video zu <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hql7VmoJKFA&#038;NR=1\" TARGET=\"_blank\">Somewhere Out There<\/A> mit der Prophezeiung, in der die von uns noch nicht identifizierte Dame in der Jury Mr. Aiken als &#8222;mystery&#8220; und &#8222;pure&#8220; bezeichnet. Das englische Wort &#8222;pure&#8220; hast Du gleich einmal mit &#8222;heilig&#8220; \u00fcbersetzt &#8211; ich glaube da schie\u00dft Du \u00fcbers Ziel hinaus, ich w\u00fcrde da nicht soviel hineininterpretieren wollen. &#8222;Pure&#8220; bedeutet f\u00fcr mich erst einmal &#8222;rein&#8220;, &#8222;klar&#8220;, &#8222;ohne \u00fcberfl\u00fcssiges Beiwerk&#8220;, &#8222;die Essenz von etwas&#8220;. Paula bezeichnet ihn zuvor in ihrem Kommentar als &#8222;natural&#8220;, und ich glaube da meint sie praktisch das Gleiche. Es ist dies vermutlich auch das erste Mal, dass im Zusammenhang mit Mr. Aiken der Begriff &#8222;sexy&#8220; f\u00e4llt. Und das ist genau der springende Punkt. Mystery &#8211; natural\/pure &#8211; sexy &#8211; diese Worte geh\u00f6ren zusammen. Man k\u00f6nnte das auch so schreiben: mystery + pure = sexy, oder anders ausgedr\u00fcckt: Jesus ist sexy. Es ist nat\u00fcrlich verst\u00e4ndlich, dass Dir als Mann das entgangen ist, und es hat Dich wohl auf die v\u00f6llig falsche F\u00e4hrte gesetzt. Es geht hier nicht um eine &#8222;Sekte&#8220;, es geht um einen &#8222;Sexiest Singer&#8220;.<\/em><\/p>\n<p><em>Die &#8222;Bewegung&#8220; des Mr. Aiken hat mit Religiosit\u00e4t nichts zu tun. Ich wei\u00df, ich habe Worte wie &#8222;kirchen\u00e4hnlich?&#8220; und &#8222;J\u00fcnger&#8220; gebraucht &#8211; das war grob fahrl\u00e4ssig und ich bereue es zutiefst. Nat\u00fcrlich war das ironisch gemeint um eine entfernte Parallele zu Jesus herzustellen. Auch meine Erw\u00e4hnung von &#8222;Aktionen&#8220;, zu denen er im Fernsehen aufruft, hat vielleicht einen falschen Eindruck erweckt. Soweit ich das bisher mitbekommen habe, handelte es sich dabei immer um Interviews im Rahmen seiner T\u00e4tigkeit als UNICEF-Botschafter, und in dieser Funktion ist das auch schlicht und einfach seine Aufgabe.<\/em><\/p>\n<p><em>Tats\u00e4chlich sind seine &#8222;Claymates&#8220; oder &#8222;Clay Nations&#8220; einfach gut organisierte Fanclubs, und ihre Qualit\u00e4t beruht vor allem auf der Qualit\u00e4t der Fans. Wenn man bei seinen Auftritten in die Zuschauerr\u00e4ume sieht, dann sitzen da weit \u00fcberwiegend Frauen, nicht wenige davon \u00fcber vierzig, Teenager sind kaum dabei. Da Mr. Aiken von klein auf verlacht und verspottet wurde, abgelehnt und ausgegrenzt, es nun aber trotzdem zu sagenhaftem Ruhm, Erfolg und Beliebtheit gebracht hat, ist er nat\u00fcrlich eine Identifikationsfigur und strahlendes Leitbild f\u00fcr jeden, der sich nicht ernst genommen, ausgegrenzt oder unverstanden f\u00fchlt (auch das \u00fcbrigens eine Parallele zu Jesus) &#8211; und das sind in unserer Gesellschaft nicht wenige. Dieses Publikum ist zuverl\u00e4ssig, diszipliniert, anh\u00e4nglich und einsatzwillig.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00dcberhaupt war mein ganzer Vergleich mit Jesus viel profaner gemeint, als Du das offensichtlich aufgefasst hast. Auch Jesus war ein Lehrer und Entertainer. Er ist von Ort zu Ort gezogen und hat die Menschen unterhalten, so wie Mr. Aiken das heute auf seinen Konzerttourneen auch tut (vielleicht nicht ganz genauso, aber so \u00e4hnlich). Er hat Geschichten erz\u00e4hlt und mit den Menschen diskutiert, das war bestimmt eine unterhaltsame Abwechslung in Zeiten, als das Leben fast ausschlie\u00dflich aus Arbeit bestand und es auf dem Lande weder Kino noch Disco gab. Und er hat Wunder vollbracht, so etwas hat einen unerh\u00f6rten Unterhaltungswert.<\/em><\/p>\n<p><em>Wunder vollbringt Mr. Aiken nat\u00fcrlich nicht. Aber er unterh\u00e4lt sein Publikum, und er unterh\u00e4lt sich mit seinem Publikum. Wenn man sich Videos von seinen Konzerten anschaut, gewinnt man den Eindruck, dass er mehr redet als er singt. Hier ein kurzes <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=grQMou6FYm8\" TARGET=\"_blank\">Beispiel<\/A> daf\u00fcr, wie christlich-besinnlich es auf seiner Weihnachtstournee zugeht, und dann noch der <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=fLtzEI_Y2rQ&#038;feature=related\" TARGET=\"_blank\">Lehrer-Entertainer in Aktion<\/A> mit seiner Mega-Schulkasse &#8211; man merkt, das sind alles seine Kinder.<\/em><\/p>\n<p><em>So ungef\u00e4hr, stelle ich mir vor, muss das bei Jesus vor 2000 Jahren auch gewesen sein, abgesehen davon, dass er etwas tiefgr\u00fcndigere Dinge von sich gegeben hat. Aber zwischendurch hat er vielleicht auch einmal gebl\u00f6delt. Man muss sein Publikum dort abholen, wo es steht, da kann man nicht st\u00e4ndig nur hochgeistig sein, sonst l\u00e4uft es davon. Wenn man heutzutage eine Botschaft an den Mann (oder die Frau) bringen will, dann muss man sie schon ziemlich gut verpacken, sonst wird sie nicht geschluckt. Deshalb ist der moderne Jesus ein Verpackungsk\u00fcnstler. Er verpackt seine Botschaft so gut, dass man sie schon kaum noch bemerkt, sie besteht eigentlich nur noch aus seiner Person und ihrer Biographie und wird daher mehr durch die Medien transportiert als durch ihn selbst.<\/em><\/p>\n<p><em>Was ist denn nun eigentlich der wesentliche Unterschied zwischen einem modernen Jesus und irgendeinem x-beliebigen (meist selbst ernannten) Propheten oder Erweckungsprediger? Der Erweckungsprediger erreicht nur die, die sowieso bereits &#8222;bekehrt&#8220; sind, oder die bereit sind sich &#8222;bekehren&#8220; zu lassen. Jesus erreicht alle und sammelt auch die noch ein, die gegen jegliche Art von Missionierung resistent sind und den blo\u00dfen Versuch bereits als Bel\u00e4stigung empfinden, die Kritischen, die Zweifler, diejenigen, die in allem und jedem sofort die Fehler, M\u00e4ngel und Schw\u00e4chen erkennen, diejeningen, die alles bereits wissen, und das besser, die immer recht haben und sich von niemandem etwas sagen lassen &#8211; also mich zum Beispiel. Er \u00fcberzeugt n\u00e4mlich vor allem dadurch, dass er nicht predigt. Und mit Religion hat das auch alles nichts zu tun.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00dcbrigens hat Mr. Aiken schon fr\u00fch verk\u00fcndet, wie er seinen Einfluss in der \u00d6ffentlichkeit zu nutzen gedenkt, lange bevor er irgendwelchen Einfluss hatte und als es noch in den Sternen stand, ob er jemals irgendwelchen Einfluss haben w\u00fcrde, n\u00e4mlich bei <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=topnBDdc6w4\" TARGET=\"_blank\">einer seiner Auditions<\/A> in Hollywood im Vorfeld von AI2. Als Randbemerkung zu diesem Video: Hier meint Mr. Aiken scherzhaft, er kl\u00e4nge als w\u00e4re er bei Miss America, ein Dreivierteljahr sp\u00e4ter war er tats\u00e4chlich bei Miss America. Ich finde solche &#8222;Zuf\u00e4lle&#8220; faszinierend, besonders wenn sie sich h\u00e4ufen. Dir, lieber Wilfried, ist das suspekt?<\/em><\/p>\n<p><em>Kommen wir von Jesus zum &#8222;armen Teufel&#8220; &#8211; so hat Wilfried Mr. Aiken bezeichnet, und der Ausdruck passt meiner Meinung nach \u00fcberhaupt nicht. Er klingt nach einem Opfer, nach jemandem, &#8222;mit dem man es machen kann&#8220;, und das ist Mr. Aiken bestimmt nicht. Schon f\u00fcr sein erstes Album nach AI mussten z.B. Songtexte eigens f\u00fcr ihn umgeschrieben werden, denn &#8222;er singt nicht von Sex, und er singt das sonst nicht&#8220; (und seine Auslegung ist da ziemlich kleinlich). Das h\u00e4tte nicht jeder in seiner Position gewagt, er war nicht der Gewinner der Show und hatte keinen Anspruch darauf, dass man \u00fcberhaupt eine CD mit ihm produziert, er hatte Anspruch auf garnichts. Auch seine h\u00e4ufig wiederholte Aussage, \u00fcber sein Aussehen w\u00fcrden Andere entscheiden, kaufe ich ihm schon lange nicht mehr ab &#8211; das hat vielleicht f\u00fcr seine Anfangszeit bei AI gegolten. Wenn er dann mal anf\u00e4ngt zu erz\u00e4hlen, merkt man schnell, dass das doch alles ein bi\u00dfchen anders ist. Da wollte ER bei einem <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=W7pz8HlfwyI\" TARGET=\"_blank\">\u00dcberraschungs-Auftritt in American Idol 5<\/A> nicht genauso aussehen wie sein Double, das bei dieser Gelegenheit mit einem Scherz-Preis f\u00fcr die &#8222;Best Impersonation&#8220; ausgezeichnet wurde. Also berief ER seine Stylisten ein, es wurde &#8222;verschiedenes ausprobiert&#8220;, bis der Herr mit seinem neuen Look zufrieden war. Es war dies sein erstes Erscheinen in der \u00d6ffentlichkeit mit langen dunklen Haaren.<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr sein letztes Album &#8222;A 1000 Different Ways&#8220; hatte seine Plattenfirma zun\u00e4chst lauter neue Songs schreiben lassen. &#8222;Aber dann kamen WIR zu dem Schluss, dass die meisten der neuen Songs von der Qualit\u00e4t her mit den Klassikern nicht mithalten konnten.&#8220; Ich glaube eher, dass ER zu diesem Schluss gekommen ist, seine Produzenten legen ihm doch nicht Songs vor und bemerken dann erst, dass sie nicht gut genug f\u00fcr ihn sind. Es wurden dann \u00fcberwiegend Covers von Klassikern aufgenommen (vermutlich nach Auswahl von Mr. Aiken). Ich habe inzwischen den Eindruck gewonnen, dass er es letztlich immer schafft, dass alle das machen, was er will, nur stellt er das so geschickt an, dass es kaum auff\u00e4llt. Ein &#8222;armer Teufel&#8220; sieht jedenfalls anders aus.<\/em><\/p>\n<p><em>Was fasziniert mich nun also an Mr. Aiken? Du meinst es w\u00e4re das Gleiche, das Dich abst\u00f6sst. Das kann ich nicht beurteilen, zumal ich nicht behaupten wollte, dass ich schon restlos verstanden h\u00e4tte, was mich an ihm fasziniert. Zun\u00e4chst einmal bin ich nat\u00fcrlich an ihm h\u00e4ngengeblieben, weil ich einige \u00c4hnlichkeiten mit mir selbst entdecken konnte. Da Ihr mich bereits bestens kennt, k\u00f6nnt Ihr Euch vielleicht denken, was das ist (und wenn nicht, ist es auch nicht schlimm). Dann bewundert man \u00fcblicherweise Menschen, die Eigenschaften oder F\u00e4higkeiten besitzen, die man an sich selbst vermisst. Ich pers\u00f6nlich bin z.B. obercool, wie Euch sicher schon aufgefallen ist, und das haupts\u00e4chlich deshalb, weil ich viel zu feige bin zu riskieren eine Angriffsfl\u00e4che zu bieten. Menschen, die das nicht n\u00f6tig haben, imponieren mir irgendwie.<\/em><\/p>\n<p><em>Dar\u00fcber hinaus bin ich auch noch Analytiker, und ich bin erst zufrieden, wenn ich alles bis ins Detail zerlegt und verstanden habe. Mit Mr. Aiken ist mir das bislang noch nicht gelungen. Insbesondere irritiert mich seine cham\u00e4leonartige Wandlungsf\u00e4higkeit, und das nicht nur \u00e4u\u00dferlich. Oder bilde ich mir das nur ein? Wenn ich mich mal an jemanden gew\u00f6hnt habe, dann m\u00f6chte ich mich gerne jedesmal, wenn ich ihn sehe, in ihm wiederfinden. Ihr erinnert Euch sicher noch an John Fogerty und das karierte Hemd&#8230; Da ist Mr. Aiken eine echte Herausforderung. Das eine Mal denke ich, den kenne ich, beim n\u00e4chsten Video frage ich mich &#8222;Wer ist denn das nun schon wieder?&#8220;. Das macht mich ganz kirre! Soweit zu meiner nicht immer restlos ungetr\u00fcbten Beziehung zu Mr. Aiken.<\/em><\/p>\n<p><em>Zusammenfassend k\u00f6nnte ich vielleicht sagen: Mir scheint Mr. Aiken ein Mensch zu sein, der sehr genau wei\u00df, was er will. Das bin ich im Prinzip auch. Nur bin ich nicht sehr geschickt darin, es auch zu bekommen. Er scheint da wesentlich erfolgreicher zu sein als ich. Und ich w\u00fc\u00dfte gern, wie er das macht.<\/em><\/p>\n<p><em>Nun doch noch einmal zu DSDS und AI. Von Wilfried stammt folgendes Zitat: &#8222;Hier versucht die Musikindustrie billig an Talente zu kommen, schlachtet die dann aus \u2013 und l\u00e4sst sie schnell wieder fallen, wenn ein Talent wie eine Zitrone ausgepresst ist.&#8220; Zu DSDS kann und m\u00f6chte ich in dieser Beziehung eigentlich nichts sagen &#8211; ich habe mich nicht n\u00e4her damit besch\u00e4ftigt und m\u00f6chte das auch nicht, es ist zu deprimierend. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass Deutschland in der derzeitigen Musiklandschaft eine Sonderstellung einnimmt, wir sind durch einflussreiche Musikproduzenten auf qualitativ unterstem Niveau zur musikalischen Bananenrepublik verkommen. Talente mit Pers\u00f6nlichkeit und Niveau haben zurzeit in Deutschland keine Chance. Der deutsche Markt saugt Musik aus dem Ausland an wie ein Vakuum. Dazu vielleicht ein andermal ein paar Beispiele.<\/em><\/p>\n<p><em>Was z.B. American Idol und die amerikanische Musikindustrie betrifft, habe ich inzwschen in mancher Hinsicht meine fr\u00fcheren Ansichten revidiert. Wenn man 100.000 Bewerber durchsieben muss, um letztlich ein oder zwei Talente zu finden, mit denen man Geld verdienen kann, dann ist dieser Aufwand immens, da kann man nicht mehr von &#8222;billig&#8220; sprechen. Da ist es bestimmt billiger im Plattenstudio zu sitzen und darauf zu warten, dass junge Musiker ihre auf eigene Kosten erstellten Demo-Aufnahmen einreichen.<\/em><\/p>\n<p><em>Und es ist ja auch nicht so, dass man einfach die Leute von der Strasse holt und auf die B\u00fchne stellt. AI ist sp\u00e4testens ab der Runde der letzten 12 ein 7-Tage-die-Woche-10-Stunden-am-Tag Crash-Kurs in Showbiz. Die Kandidaten bekommen Stimmtrainer und Gesangslehrer zur Seite, die Performance wird ge\u00fcbt. Jede AI-Show steht unter einem anderen Motto, bei der &#8222;Movie Night&#8220; muss z.B. jeder eine Filmmusik singen, worum es bei &#8222;Country Night&#8220;, Rock Night&#8220;, &#8222;Musical Night&#8220; etc. geht, k\u00f6nnt Ihr Euch sicher denken &#8211; die Bewerber werden durch alle Stilrichtungen der Musik gejagt. Jede Woche wird ein anderer Star aus der entsprechenden Musikrichtung eingeladen um die Kandidaten zu coachen und ihnen Tipps f\u00fcr den Auftritt zu geben. F\u00fcr die &#8222;Bon Jovi Night&#8220; ist das nat\u00fcrlich kein anderer als Jon Bon Jovi selbst, und der macht das sicher auch nicht f\u00fcr umsonst. Hier <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CP1ANR8LG7U&#038;NR=1\" TARGET=\"_blank\">ein Beispiel<\/A> daf\u00fcr, wie man dabei aus einem sch\u00fcchternen kleinen M\u00e4uschen eine neue Tina Tuner macht. Melinda wurde \u00fcbrigens in diesem Wettbewerb die Dritte und hat jetzt auch einen Plattenvertrag. Zu ihrer Audition kam sie noch zitternd herein.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich will jetzt nicht diese American Idol Show glorifizieren. Sie produziert eine v\u00f6llig andere Art von Musikern, als wir das aus der guten alten Zeit mit &#8222;handgemachten&#8220; Bands wie Jethro Tull gew\u00f6hnt sind. Es sind fast ausschlie\u00dflich reine Interpreten, es ist ein Wettbewerb f\u00fcr Pop-S\u00e4nger, nicht f\u00fcr Rock-Bands, und nur gelegentlich ist mal ein Musiker dabei, der auch ein Instrument spielt oder selbst Songs schreibt. Taylor Hicks war einer von dieser Sorte, er hat AI 2005 gewonnen, mich aber weder durch seinen Gesang noch durch seine Songs vom Hocker gerissen. (\u00dcbrigens: In den letzten Runden, wenn die Kandidaten mehr als einen Song pro Abend darzubieten haben, ist auch Gelegenheit daf\u00fcr die eigenen Kompositionen vorzutragen &#8211; Mr. Hicks hat das getan.) Was ich eigentlich sagen will &#8211; hier wird keine neue Musik geschaffen, aber diese Show ist trotzdem ein Fortschritt gegen\u00fcber der Zeit, als ausschlie\u00dflich Musikproduzenten dar\u00fcber entschieden haben, wer vor ein Mikrophon darf, denn jetzt haben auch Talente eine Chance, die sonst nie das Licht eines Fernsehscheinwerfers erblickt h\u00e4tte. Norwegen hat einen neuen Nationalhelden, Amerika hat einen neuen Jesus &#8211; das ist doch was. (Und was haben wir? Dieter Bohlen &#8211; es ist zum Ko&#8230;!)<\/em><\/p>\n<p><em>Zu Wilfried&#8217;s Problem mit den Song-Lizensen &#8211; ich glaube, da brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen. Wie wir schon gesehen haben &#8211; zur &#8222;Bon Jovi Night&#8220; bet\u00e4tigt sich Mr. Bon Jovi selbst als Coach, bei der &#8222;Neil Sedaka Night&#8220; (Solitaire) sitzt Mr. Sedaka mit in der Jury, bei der &#8222;Bee Gees Night&#8220; (To Love Somebody) ist es Robin Gibb. Da werden die Herren bestimmt ihr Scherflein abbekommen. Das kann heutzutage niemand machen, dass im Fernsehen vor Millionen von Zuschauern Songs dargeboten werden, und die Rechteinhaber bekommen kein Geld &#8211; das w\u00fcrde Klagen hageln. F\u00fcr die paar gekr\u00e4chzten Takte, die die &#8222;skurrilen Nichtsk\u00f6nner&#8220; bei den Castings vortragen, wird es allerdings wohl kaum was geben, lieber Wilfried. Das wirst Du aber auch nicht ernsthaft erwartet haben &#8211; oder?<\/em><\/p>\n<p><em>Soweit ausf\u00fchrlich dazu, wie die heutige Musikindustrie &#8222;billig&#8220; an Talente kommt. Besch\u00e4ftigen wir uns nun noch kurz mit dem &#8222;Ausschlachten&#8220;, &#8222;Auspressen&#8220; und &#8222;Fallenlassen&#8220;. Das ist sicher alles schon vorgekommen, aber ich w\u00fcrde bezweifeln, dass es die Regel ist. Die Musikproduzenten haben kein Interesse daran ihre Stars zu verheizen, sie haben Geld in sie investiert und m\u00f6chten m\u00f6glichst lange an ihnen verdienen. Nat\u00fcrlich werden sie einen Musiker fallenlassen, wenn er beim Publikum nicht (mehr) ankommt, sie sind keine Wohlt\u00e4tigkeitsunternehmen. Aber das &#8222;Ausschlachten&#8220; besorgen Andere &#8211; die Medien. Auf der st\u00e4ndigen Suche nach Schlagzeilen und Stories durchw\u00fchlt die Boulevard-Presse das Privatleben der Stars (das betrifft nat\u00fcrlich nicht nur die Musiker sondern genauso auch Schauspieler) bis sie eigentlich kein Privatleben mehr haben &#8211; es wird \u00f6ffentlich &#8211; und jede kleine Ungeschicklichkeit oder Peinlichkeit wird aufgegriffen, aufgebauscht und breitgewalzt.<\/em><\/p>\n<p><em>Zu diesem Thema vielleicht eine harmlose kleine Episode aus dem Leben des Mr. Aiken. In oben verlinktem Video sagt er zu der Dame, der er gerade das Fernglas abgenommen hat: &#8222;You&#8217;re close enough to smell the &#8230; I ate earlier.&#8220; (leider verstehe ich nicht, was er da gegessen hat). Das ist bestimmt eine Anspielung darauf, dass sich wenige Wochen zuvor irgendjemand \u00f6ffentlich dar\u00fcber beschwert hatte, dass er bei irgend einer Gelegenheit nach irgendetwas gestunken h\u00e4tte (vermutlich gerade dieses von mir nicht identifizierbare Lebensmittel oder Gericht). Es gab tats\u00e4chlich eine Schlagzeile nach dem Motto &#8222;X sagt: Clay Aiken stinkt!&#8220;. Das ist so doof, dass es eigentlich jeder Beschreibung spottet, aber das Thema besch\u00e4ftigte Presse und Fernsehen auf s\u00e4mtlichen Kan\u00e4len. Nach so einem &#8222;Skandal&#8220; kann er sicher davon ausgehen, dass er in den n\u00e4chsten 10 Interviews gefragt wird, ob er wirklich gestunken hat, nach was er gestunken hat und warum er gestunken hat usw.. Das nur als Beispiel daf\u00fcr, auf welchem Niveau da geschossen wird.<\/em><\/p>\n<p><em>Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wird jeder, der einem solchen Leben ausgesetzt ist, zum Nervenb\u00fcndel. Dadurch macht er nur noch mehr Fehler und die &#8222;Skandale&#8220; h\u00e4ufen sich. Nach und nach wird das Ansehen dieser Person in der \u00d6ffentlichkeit demontiert &#8211; wer m\u00f6chte schon eine CD kaufen von jemandem, der stinkt? Und so geht es mit der Karriere darnieder, wenn der Betreffende nicht schon vorzeitig wegen Nervenzusammenbruch, Alkohol- oder Drogenkonsum ausscheidet. Das liegt aber nicht an der Musikbranche.<\/em><\/p>\n<p><em>Du meine G\u00fcte, jetzt bin ich schon wieder ausgeufert. Und dabei habe ich noch nicht einmal auf Wilfried&#8217;s neue Themen reagiert oder auf Lockwoods Vorstellung von Tom Waits. Das wird jetzt wohl erst noch warten m\u00fcssen&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Seid ganz lieb gegr\u00fc\u00dft bis demn\u00e4chst<br \/>\nKretakatze<\/em><\/p>\n<p><em><B>PS.:<\/b>So, lieber Wilfried, nun habe ich Deine letzte Mail wieder einmal restlos zerpfl\u00fcckt und in den Boden gestampft, ich hoffe Du bist nicht allzu deprimiert. Deshalb zum Schluss nun noch <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ur8cX9ZFGMc\" TARGET=\"_blank\">ein Video<\/A>, das Dich hoffentlich wieder aufbaut. Es beweist, dass Du zumindest in einem Punkt absolut recht hast: Mr. Aiken ist sehr amerikanisch (wenn ich auch noch nicht so ganz verstanden habe, was Du damit eigentlich meinst).<\/em><\/p>\n<p>07.04.2008<\/p>\n<p>~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~<\/p>\n<p><em>Hallo Kretakatze, Hallo Wilfried,<\/em><\/p>\n<p><em>in Euren letzten mails tauchen h\u00e4ufiger die Begriffe<\/em> Jesus, H\u00f6lle, heilig <em>auf. Ich denke, hier erhebt Ihr die Musikindustrie und ihre Protagonisten auf ein Level, das ihnen eine Nummer zu gro\u00df ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch wenn Mr. Aiken eine charismatische Ausstrahlung besitzt und durch seine Wohlt\u00e4tigkeiten ein gottgef\u00e4lliges Leben f\u00fchrt, so kann ich doch nichts Messianisches an ihm entdecken. Dar\u00fcber hinaus erscheint sich sein Sendungsbewusstsein auf die Staaten zu reduzieren; ohne Eure Beitr\u00e4ge h\u00e4tte ich noch von ihm geh\u00f6rt.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch der Begriff H\u00f6lle f\u00fcr die Widrigkeiten des Showbiz scheint mir etwas \u00fcbertrieben. Wir wissen alle, dass es im modernen Arbeitsleben nicht immer leicht ist, im Schwei\u00dfe seines Angesichtes sein Brot zu verdienen. Das gilt nicht nur f\u00fcr die Musikbranche. Ein Superstar ist in meinen Augen ebenso ein Werkt\u00e4tiger wie ein B\u00e4cker oder Buchhalter. Alle stellen ihre F\u00e4higkeiten zur Verf\u00fcgung und werden daf\u00fcr entlohnt.<\/em><\/p>\n<p><em>Weit mehr kann ich mich mit Kretakatzes Ausf\u00fchrungen \u00fcber die Wandlungsf\u00e4higkeit einiger K\u00fcnstler identifizieren. Jaaa, das Karohemd von Mr. Fogerty steht f\u00fcr einen hohen Wiedererkennungswert, ebenso die B\u00e4rte von ZZ Top, der Pferdeschwanz von Status Quo oder die blonde M\u00e4hne von Led Zeppelin. Da wei\u00df man, woran man ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Mit einem wandlungsf\u00e4higen K\u00fcnstler habe ich auch so meine Probleme. Im Zusammenhang mit Ian Anderson habe ich dar\u00fcber schon geschrieben. Die Grenzen zwischen k\u00fcnstlerischem Fortschritt und wirtschaftlichem Opportunismus sind in vielen F\u00e4llen verwischt. Ich fordere nicht, dass ein f\u00fcllig gewordener K\u00fcnstler in seinen 50ern die gleichen engen Klamotten tr\u00e4gt wie in Zeiten seiner schlanken Jugend. Aber die abrupten Stilwechsel eines Mr. Anderson haben mir schon zu schaffen gemacht. Genau wie Kretakatze bei Mr. Aiken habe ich mich gefragt, wer das denn jetzt sei. M\u00f6glicherweise gef\u00e4llt einigen Fans die Vielseitigkeit ihres K\u00fcnstlers; mehr fehlt dazu die geistige Flexibilit\u00e4t.<\/em><\/p>\n<p><em>Das war es auch schon von meiner Seite f\u00fcr heute.<\/em><br \/>\n<em>Lasst es Euch gut gehen.<\/em><br \/>\n<em>Lockwood<\/em><\/p>\n<p>08.04.2007<\/p>\n<p>~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~<\/p>\n<p><em>Hallo Ihr Lieben,<\/em><\/p>\n<p><em>es ist schon erstaunlich, wie viel Kretakatze immer wieder zu schreiben wei\u00df. Nicht das ich denke, Du, Kretakatze, h\u00e4ttest nichts Besseres zu tun. Aber es erstaunt schon, wie sehr Du Dich z.B. an diesen Clay Aiken \u201ah\u00e4ngst\u2019. So ausf\u00fchrlich werde ich Dir, zumindest in dieser Sache, nat\u00fcrlich nicht antworten wollen.<\/em><\/p>\n<p><em>Also zun\u00e4chst zu Deinem Vorwurf, ich \u00e4u\u00dfere \u201afast\u2019 radikal-islamische Anschichten! Wieso \u201afast\u2019, es sind radikal-islamische Ansichten. Zumindest verstehe ich immer besser, wenn islamische Radikale nicht gut auf Amerika zu sprechen sind. Aber im Ernst:<\/em><\/p>\n<p><em>Ich m\u00f6chte nicht so sehr auf den Herrn Aiken eingehen, sondern mich eher zu der Frage \u00e4u\u00dfern, was ich als typisch amerikanisch ansehe. Und ich m\u00f6chte nur ein Detail aufgreifen, denn sonst wird das hier einfach zu lang.<\/em><\/p>\n<p><em>Etwa wie Israel sehen viele Amerikaner ihr Land als das \u201agelobte Land\u2019 an. Gott ist besonders ihrem Land wohlgesonnen. Das ist der reinste Calvinismus, nachdem nur bestimmte Menschen (hier \u201afast\u2019 ein ganzes Land) dazu pr\u00e4destiniert sind, den Weg zur Seligkeit zu gehen. Der Rest (wir Europ\u00e4er eingeschlossen) kommt in die H\u00f6lle. Da kann er machen, was er will.<\/em><\/p>\n<p><em>Nat\u00fcrlich hat das Ganze \u00f6fter einen Knacks bekommen; z.B. als Kennedy ermordet wurde, war das f\u00fcr viele Amerikaner geradezu unfassbar. Unfassbar allein deshalb, weil Gott den Amerikanern doch so etwas nicht antun kann. Und \u00e4hnlich ist es jetzt mit dem weltweiten Terror, dessen Hauptziel Amerika ist. Allein der Begriff \u201eAchse des B\u00f6sen\u201c zeigt f\u00fcr mich die religi\u00f6se \u201eVerbr\u00e4mtheit\u201c auf, die das Ganze gewonnen hat.<\/em><\/p>\n<p><em>Und so ist nach meiner Sicht vieles in Amerika religi\u00f6s verbr\u00e4mt (bem\u00e4ntelt, \u201averziert\u2019, ausgeschm\u00fcckt). Ist Gott mit dir, dann wird sich das auch in deiner steilen beruflichen bzw. gesch\u00e4ftlichen Karriere zeigen. Daraus l\u00e4sst sich eine Selbstherrlichkeit vieler Amerikaner ableiten, die sicherlich nicht nur mich abst\u00f6\u00dft.<\/em><\/p>\n<p><em>Ein Aspekt nur, aber ein wesentlicher. Nat\u00fcrlich kann das nicht f\u00fcr alle Amerikaner gelten. Aber es ist eine \u201aGrundhaltung\u2019, die durch viele Allt\u00e4glichkeiten fundamentalisiert wird (z.B. das st\u00e4ndige Bekenntnis zur Nation schon in der Schule hat diesen halbreligi\u00f6sen Charakter und \u201aschult\u2019 dieses Gef\u00fchl, zu etwas \u201aGro\u00dfem\u2019 zu geh\u00f6ren).<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn Du, Kretakatze, Deinen Vergleich Clay A. mit Jesus C. auch \u201eviel profaner gemeint hast\u201c, so denke ich doch, dass einige Amerikaner (wahrscheinlich eher unbewusst) das Auftreten des Clay A. in einem religi\u00f6sen Sinne \u201abegreifen\u2019. Und: Ich wei\u00df, ich bin manchmal sehr abstrakt. Aber wie soll ich das in wenigen Worten sagen. Genug.<\/em><\/p>\n<p><em>Noch einen Satz (oder zwei) zu dem Vergleich Musikbranche und Teufel. Nat\u00fcrlich meine ich das nicht wortw\u00f6rtlich, eher auch im Sinne von profan, materialistisch ausgerichtet (Geld und noch einmal Geld): Ein profaner Jesus ger\u00e4t in profane Versuchung (Plattenvertrag) durch den profanen Teufel (Musikindustrie).<\/em><\/p>\n<p><em>Nat\u00fcrlich hat Kretakatze Recht: Das Aussieben von ein, zwei Talenten aus einer Masse von 100.000 Kandidaten ist immens aufw\u00e4ndig. Anderseits ist die entsprechende Pr\u00e4sentation im Fernsehen sehr publikumswirksam. American Idol, Pop Idol, DSDS und wie diese Sendungen noch hei\u00dfen werden von einer breiten \u00d6ffentlichkeit angeschaut (auch wenn viele das nicht zugeben). Selbst Lockwood wirft \u00f6fter einen Blick hinein. Das Ausschlachten der wenigen Talente ist dann nur noch ein \u201aAbfallprodukt\u2019, dem sich die Musikindustrie dann aber um so lieber widmet. Das Ganze (TV-Show und Musikproduktion) stellt einen gro\u00dfen Markt da. W\u00e4re das nicht so gewinnbringend, w\u00fcrden sowohl TV-Sender als auch Musikindustrie schnell ihre Finger davon lassen. \u00dcberhaupt TV- und Musikbranche \u2013 sind diese beiden in den USA nicht besonders eng verwoben (und die Filmindustrie kommt da auch noch hinzu)?<\/em><\/p>\n<p><em>Kretakatze sieht hier eine unaufhaltsame Tendenz zu Einzelk\u00fcnstlern. Diese Tendenz wird aus meiner Sicht von der Musikbranche beeinflusst, ja ich behaupte: gesteuert (eben durch solche Sendungen). Musikgruppen, eben Bands, m\u00fcssen zusehen, wo sie bleiben. Denen bleiben meist nur noch \u201aunabh\u00e4ngige\u2019 Labels oder (zunehmend) der Eigenvertrieb. Eine Ausnahme davon bilden vielleicht die \u201eetablierten\u201c Bands, also die mit gro\u00dfen Namen. Ein Grund mehr f\u00fcr mich, Sony &#038; Co. nur der Geldschneiderei zu bezichtigen.<\/em><\/p>\n<p><em>Und es gibt noch einen Trend: Vieles wird zum x-ten Mal wiedergek\u00e4ut und bis zum letzten Exzess ausgeschlachtet. Single-Auskopplungen gab es schon immer. Aber heute sind viele Alben nur noch Vorab-Samplers von Single-Scheiben ohne Ende. Dann die x-te Version eines Liedes (Langfassung, Single-Fasssung, Disco- und sonst wie-Fassung). Alles muss sich mehrfach verwerten lassen. Die Filmindustrie ist hier vielleicht noch etwas erfolgreicher: Nach dem Kinofilm kommt die DVD, dann verdient man mit TV-Rechten (und zunehmend mit Rechten f\u00fcr Online-Film-Dienste), und bei besonders erfolgreichen Filmen kommt dann sp\u00e4ter noch der Director\u2019s Cut als Doppel- und Dreifach-DVD auf den Markt. Und wenn sich die Technik wandelt, dann kommt ein solcher Film auch noch auf den neuen Medien (z.B. Blu-Ray) heraus. Da will und kann sich die Musikindustrie nicht hintanstellen: alles noch einmal in Super-Technik als Musik-DVD (5.1 Dolby Digital oder Surround <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/DTS\" TARGET=\"_blank\">DTS<\/a>). So viele Ohren hat man nicht, um zu h\u00f6ren.<\/em><\/p>\n<p><em>Da z.B. Sony nicht nur die Software liefert (sprich: Musik) sondern auch die Hardware (Player aller Art), ist der Verdienst ein doppelter. Fr\u00fcher wurden Plattenfirmen von Idealisten gegr\u00fcndet und geleitet. Heute sind das bei den gro\u00dfen Firmen nur noch Kaufleute. So r\u00fcckte auch zunehmend der Geschmack der breiten Massen in den Vordergrund. Und wenn diese keinen Geschmack haben, dann wird denen schon etwas schmackhaft gemacht.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch wenn wir hier vom Thema Ian Anderson und Jethro Tull weit entfernt sind (so weit nun auch wieder nicht \u2013 auch Herr Anderson hat neben seinem Musikschaffen regen Gesch\u00e4ftssinn bewiesen \u2013 und um Musik geht es letztendlich ja auch immer noch), so lautet die Beschreibung zur Rubrik \u201eWas ist blo\u00df mit Ian los?\u201c immerhin doch \u201eJethro Tull &#038; vieles mehr\u201c (siehe Quickinfo \u2013 mit der Maus auf den Rubrikentitel zeigen).<\/em><\/p>\n<p><em>Damit wir f\u00fcr heute den Faden zu Jethro Tull nicht v\u00f6llig verlieren, hier einige Infos, die ich beim Surfen im weltweiten Netz aufgegabelt habe. Entgegen der Meinung, das Thema Jethro Tull w\u00e4re ersch\u00f6pft, denke ich nach wie vor, dass sich immer noch etwas finden l\u00e4sst, was lohnenswert ist, hier angemerkt zu werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Was mich immer schon interessierte ist, welche \u201eSchnittstellen\u201c es zu anderen Gruppen gab und gibt. Zum einen kommen solche Schnittstellen dadurch zu Stande, dass Gruppenmitglieder ausgetauscht wurden. Die bringen gewisserma\u00dfen eine Vorgeschichte mit. Dazu gibt es z.B. einen Stammbaum (Family Tree) bei <a href=\"http:\/\/www.collecting-tull.com\/TullTree\/TullFamilyTree.htm\" TARGET=\"_blank\">collecting-tull.com<\/a>. Und bereits im Beitrag <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=655\" TARGET=\"_blank\">Was ist blo\u00df mit Ian los? Teil 29: Sexy Ian schreibt Noten<\/a> verwies ich auf die interessante Website <a href=\"http:\/\/bandtoband.com\/index.php?Page=Search&#038;BandId=1004\" TARGET=\"_blank\">bandtoband.com<\/a>, die die Verzweigungen der Bands untereinander anschaulich darstellt. Ich habe au\u00dferdem ein gro\u00dfformatiges Buch zu Hause: Pete Frame \u2019s Rock Family Tree aus dem Jahre 1979 (also schon bisschen alt, es gibt aber wohl auch neuere Auflagen), da ist in grafischer \u00dcbersicht der Stammbaum z.B. von Fleetwood Mac, Fairport Convention (u.a. durch Dave Pegg zu einer JT-Schnittstelle geworden) und Eric Clapton zu finden. Jethro Tull selbst findet sich da noch nicht. Ich habe aber einen entsprechenden Stammbaum irgendwo im Internet gesehen (nur wo?). Soviel zu Vorgeschichte:<\/em><\/p>\n<p><em>Ian Anderson hatte \u00f6fter Frank Zappa als einen der Musiker erw\u00e4hnt, die er mag. Oft wei\u00df man zwar nicht, ob der Meister das wirklich ernst meint. Ich glaube aber: ja. Und zwischen Jethro Tull und Zappa gibt es bekanntlich das Bindeglied Eddie Jobson, wie ebenso in einem fr\u00fcheren Beitrag in diesem Blog festgestellt wurde (<a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=703\" TARGET=\"_blank\">Was ist blo\u00df mit Ian los? Teil 39: Widmungen und mehr<\/a>). Das best\u00e4tigt nat\u00fcrlich nicht unbedingt die Aussage von Herrn Anderson (Jobson war ja nicht der typische Tull-Musiker). Vor einiger Zeit las ich aber, dass Ian Anderson in den 70-er Jahren ein Plattenprojekt einer Gruppe aus dem Umfeld von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Captain_Beefheart\" TARGET=\"_blank\">Captain Beefheart<\/a> finanziell unterst\u00fctzt h\u00e4tte. Captain Beefheart steht \u00e4hnlich wie Zappa f\u00fcr avantgardistische Musik und beide haben auch \u00f6fter <a href=\"http:\/\/de.youtube.com\/results?search_query=zappa+beefheart&#038;search_type=\" TARGET=\"_blank\">gemeinsam musiziert<\/a>. Ich habe also nachgeforscht, weil mir das doch sehr kurios vorkam. Und tats\u00e4chlich. Im April 1972 tourte Jethro Tull durch die USA, abwechselnd mit der Gruppe Wild Turkey (mit Ex-Tull Bassist Glenn Cornick) und Captain Beefheart als Vorgruppe. Am Rande: u.a. wurde \u201eThick as a Brick\u201c dabei mehrmals vollst\u00e4ndig aufgef\u00fchrt. Hier lernte Anderson also Don Van Vliet und seine Jungs kennen.<\/em><\/p>\n<p><em>Als Begleitband von Captain Beefheart  spielten u.a. Bill Harkleroad (Zoot Horn Rollo) und Mark Boston (Rockette Morton) von 1968 bis 1974 in der so genannten <strong>Magic Band<\/strong>. 1974 kamen die beiden mit dem Schlagzeuger Artie Tripp III (Ed Marimba) nach England, um dort als <a href=\"http:\/\/members.aol.com\/tedalvy\/mallard.htm\" TARGET=\"_blank\">MALLARD<\/a> ein <a href=\"http:\/\/www.waiting4louise.de\/BestOf1976.php\" TARGET=\"_blank\">Album<\/a> aufzunehmen. Die Gruppe nahm dann 1975 und 1976 insgesamt zwei LPs auf. Und die erste hat tats\u00e4chlich Ian Anderson finanziert. Angeblich soll Anderson den Jungs auch einen Song geschrieben haben. Was daraus wurde, ist aber wohl nicht ganz klar (immerhin soll das Lied aufgenommen worden sein und das Band sich dazu im Besitz von Bill Harkleroad befinden). Nachzulesen ist alles in einem <a href=\"http:\/\/www.freewebs.com\/teejo\/argue\/billdisc.html\" TARGET=\"_blank\">Interview mit Bill Harkleroad (Zoot Horn Rollo)<\/a>; u.a. steht dort:<\/em><\/p>\n<p><strong>didn&#8217;t ian anderson initially back the mallard project?<\/strong><\/p>\n<p>totally. he set up a situation where we got signed to virgin records. through being the opening act and making the connection early on, he got hold of bill shumow, our manager at the time, and said: &#8218;hey, where are these guys and what are they doin&#8216;?&#8216; he got us into the studio and wrote a song for us. a bizarre song. i&#8217;ve got the tape of it (laughs). real ian anderson-sounding! anyway, he says: &#8218;hey, here you go. i&#8217;ll give you the money. here&#8217;s a tune.&#8216; <\/p>\n<p><strong>so ian anderson wrote a song for mallard?<\/strong><\/p>\n<p>one song. it never showed up anywhere. he was in town and the way i thought of it is: here&#8217;s this guy who works twenty hours a day and needs to be busy [laughs]. he had a day off, so he wrote us a song. anyway, he was very nice and i appreciated what he did. we went to england and recorded the first album in his studio with his engineer. <\/p>\n<p><em>Ian Anderson also als Sponsor. Man glaubt es kaum. Die CD ist sogar k\u00e4uflich zu erwerben: <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B000026LQ0?ie=UTF8&#038;tag=familiealbin-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B000026LQ0\" TARGET=\"_blank\">Mallard &#8211; in a Different Climate<\/a><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=familiealbin-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B000026LQ0\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/>.<\/em><\/p>\n<p><em>Noch einige Worte zum Thema \u201eWandlungsf\u00e4higkeit und Wiedererkennungswert\u201c. Letzteres hat sicherlich auch etwas mit dem Erfolg eines Musikers bzw. eine Band zu tun. Trotz der vielen Verwandlungen (optisch wie musikalisch) hat auch Ian Anderson einen hohen Wiedererkennungswert: Klar, durch sein Fl\u00f6tenspiel auf einem Bein. Kein Wunder also, wenn er dann mit Bezeichnungen wie <a href=\"http:\/\/www.musicline.de\/en\/artist_bio\/Anderson,Ian\" TARGET=\"_blank\">Hans Huckebein, der Bluesrabe<\/a> oder Der Rattenf\u00e4nger der Rockmusik benannt wird. Wer selbst die Namen Anderson oder Jethro Tull und deren Musik nicht kennt (oder nur am Rande), wird zumindest wissen, wo er den Mann mit Fl\u00f6te auf einem Bein unterzubringen hat. Da spielt es keine Rolle, in welcher Kost\u00fcmierung er sich zeigt.<\/em><\/p>\n<p><em>Komme ich zum Schluss f\u00fcr heute: In einem anderen Zusammenhang bin ich auf die Frage (besser: Antwort) gesto\u00dfen, welchen Hintergrund das Plattencover zu <a href=\"http:\/\/www.jethrotull.com\/discography\/warchild\/index.cfm\" TARGET=\"_blank\">\u201cWar Child\u201d<\/a> bildet. Hinter Ian Anderson im \u201eMinstrel\u201c-Outfit ist die Skyline einer Gro\u00dfstadt zu sehen. Die Frage lautet, ist klar, um welche Stadt es sich dabei handelt. Mit dieser Frage verabschiede ich mich f\u00fcr heute und w\u00fcnsche Euch nicht zu stressige Arbeitstage.<\/em><\/p>\n<p><em>Cheerio und Tsch\u00fcss<\/em><br \/>\n<em>Euer Willi<\/em><\/p>\n<p>09.04.2008<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/babelfish.altavista.com\/babelfish\/trurl_pagecontent?url=https:\/\/www.willizblog.de\/?p=1159&#038;lp=de%5Fen\" target=\"_blank\">English Translation for Ian Anderson<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Kretakatze, (und nat\u00fcrlich auch: Hallo, Lockwood) Mein Blog ist kein reines Jethro Tull-Blog. Und bisschen Wind aus anderen Richtungen wird nicht schaden. Sicherlich \u201eklinge ich etwas gereizt\u201c, denn DSDS und all die Idol-Sachen finde ich schlechtweg \u201eunter aller Sau\u201c. Es ist einfach nicht meine Welt, nicht nur, weil es nicht meine Musik ist. 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