{"id":11606,"date":"2022-05-04T15:45:00","date_gmt":"2022-05-04T15:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/willizblog.de\/?p=11606"},"modified":"2022-05-04T08:46:47","modified_gmt":"2022-05-04T08:46:47","slug":"noch-n-toast-klaus-hoeppner-verstorben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=11606","title":{"rendered":"Noch &#8217;n Toast?! &#8211; Klaus H\u00f6ppner verstorben"},"content":{"rendered":"<p>Am 14. April d.J. verstarb nach schwerer, kurzer Krankheit Klaus H\u00f6ppner im Alter von 78 Jahren. Am heutigen Nachmittag fand seine Beisetzung statt. Klaus wir werden Dich vermissen! <\/p>\n<p>Meine Familie kannte Klaus schon viele Jahre. Er war ein ruhiger, eher wortkarger Mann, der aber zur Bestform auflief, wenn er zu seinen ausgedehnten Reisen durch die W\u00fcsten Afrikas und Asiens angesprochen wurde (siehe unten). Und viele Jahre gab es im August mit weiteren Bekannten die fr\u00f6hlichsten Flusskrebsessen bei ihm und seiner Frau im Garten. Allein die werden uns unvergessen bleiben. Klaus war f\u00fcr den Toast &#8218;zust\u00e4ndig&#8216;. Immer wenn die Toastbrotscheiben fertig waren, fragte er in die Runde: Noch &#8217;n Toast?! Wir hatten sehr viel Spa\u00df miteinander.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/pics\/klaus_hoeppner2007.jpg\" alt=\"Klaus H\u00f6ppner beim Flusskrebseessen: Noch 'n Toast?!\" title=\"Klaus H\u00f6ppner beim Flusskrebseessen: Noch 'n Toast?!\" \/><br \/>\nKlaus H\u00f6ppner beim Flusskrebseessen: Noch &#8217;n Toast?!<\/p>\n<p>Unsere beiden S\u00f6hne waren noch im Kindesalter, als uns Klaus eine Auswahl seiner Dias von den Reisen durch die W\u00fcsten zeigte und zu jedem Bild auch eine Anekdote zu erz\u00e4hlen wusste. Von einer seiner Reisen hat er auch ein Buch ver\u00f6ffentlich: <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3LINYa6\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\"><strong>Cowboys der W\u00fcste<\/strong> &#8211; Mit einer Kamelkarawane durch den Sudan<\/a> <\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/pics\/klaus_hoeppner2013.jpg\" alt=\"Klaus H\u00f6ppner mit zwei seiner selbst erstellten Fotob\u00fccher (2013)\" title=\"Klaus H\u00f6ppner mit zwei seiner selbst erstellten Fotob\u00fccher (2013)\" \/><br \/>\nKlaus H\u00f6ppner mit zwei seiner selbst erstellten Fotob\u00fccher (2013)<\/p>\n<p>Viele Jahre nach seinen Reisen hat er <a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?p=7729\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">seine vielen Dias gesichtet und daraus Fotob\u00fccher erstellt<\/a>. Zuletzt arbeitete er daran, Texte zu diesen Bildern zu schreiben. Leider ist er damit nicht fertig geworden. In dem <strong><a href=\"https:\/\/www.kreiszeitung-wochenblatt.de\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Kreiszeitung Wochenblatt<\/a> (Ausgabe Nordheide) vom 28.09.2021<\/strong> (S. 4) gab es einen Artikel \u00fcber Klaus H\u00f6ppner, der sich seinen W\u00fcstenreisen widmet: <\/p>\n<p><strong>7.000 Kilometer durch die W\u00fcste<\/strong><br \/>\n<em>Klaus H\u00f6ppner schloss sich als junger Erwachsener Kamel-Karawanen an und reiste so durch Afrika und Asien<\/em><\/p>\n<p>mi. Tostedt. <em>\u201eIch war nie ein Abenteurer\u201c, sagt Klaus H\u00f6ppner (69) aus Tostedt. Wer sich anh\u00f6rt, was er auf seinen ausgedehnten Reisen nach Afrika und Asien erlebt und gesehen hat, mag das kaum glauben. Insgesamt 7.000 Kilometer hat Klaus H\u00f6ppner w\u00e4hrend verschiedener Reisen in den Jahren 1976 bis 1987 meist auf dem Kamelr\u00fccken zur\u00fcckgelegt. Er durchquerte die Thar-W\u00fcste in Indien und die Nubische W\u00fcste in \u00c4gypten, begleitete die Salzkarawanen der Tuareg im Niger, trieb Kamele vom Sudan nach \u00c4gypten und fuhr in Mali mit einer Piroge auf dem Niger bis Timbuktu. Jahre sp\u00e4ter hat er jetzt Hunderte seiner alten Dias gesichtet, sortiert und aus dem Material mehrere Fotob\u00fccher erstellt. Beim Durchbl\u00e4ttern werden l\u00e4ngst vergessene Erlebnisse wieder wach.<\/p>\n<p>\u201eIch wollte den alten \u201aOrient\u2018 erleben\u201c, sagt Klaus H\u00f6ppner. Schon als Kind habe ihn diese fremde Welt fasziniert. Als Erwachsener fuhr er zun\u00e4chst mit Reisegruppen nach Afrika und Asien. \u201eDann habe ich mir gesagt, wenn Du den Orient richtig erfahren willst, dann musst mit den Leuten dort leben\u201c. Er k\u00fcndigte seinen Job, nahm den Flieger nach Afrika und begleitet eine Salzkarawane der Tuareg. Die Reise war kein Touristentrip: Der Europ\u00e4er musste mit anpacken. Bis sp\u00e4t in die Nacht wurde geritten, zu essen gab es meist eine Mischung aus Hirse und saurer Kamelmilch. \u201eSchmeckt wie Buttermilch mit Kieselsteinen\u201c, erinnert sich Klaus H\u00f6ppner. Behandelt wurde er nicht immer freundlich, aber mit Respekt. Nach dieser anstrengenden, aber vor allem faszinierenden Erfahrung zog es Klaus H\u00f6ppner immer wieder zur\u00fcck. \u201eIch habe im Sommer gearbeitet, dann gek\u00fcndigt, um im Winter loszuziehen\u201c. Sechs solcher Trips hat er bis 1987 unternommen. Dann wurde es immer schwerer schnell einen neuen Job zu finden. Er wird sesshaft, arbeitet als Schiffahrtskaufmann und heiratet.<\/p>\n<p>Eine Situation ist ihm von seinen Reisen besonders in Erinnerung geblieben: \u201eIm Iran wurde ich von den Revolutionsgarden als vermeintlicher US-Spion festgesetzt. Die M\u00e4nner waren zwar freundlich zu mir, aber auf dem Weg in die Stadt gerieten wir in einen Schusswechsel, das war wirklich gef\u00e4hrlich\u201c, erinnert er sich. Sein eindrucksvollstes Erlebnis war ein Kamelritt durch die vom Vollmondlicht ganz in Silber getauchte n\u00e4chtliche W\u00fcste. F\u00fcr solche Eindr\u00fccke habe er Strapazen, Risiken und auch die Einbu\u00dfen bei der Rente gerne in Kauf genommen. Klaus H\u00f6ppner: \u201eIch war kein Abenteurer, sondern ein Orient-Romantiker\u201c.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 14. April d.J. verstarb nach schwerer, kurzer Krankheit Klaus H\u00f6ppner im Alter von 78 Jahren. Am heutigen Nachmittag fand seine Beisetzung statt. Klaus wir werden Dich vermissen! Meine Familie kannte Klaus schon viele Jahre. 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