{"id":11658,"date":"2022-09-01T18:23:19","date_gmt":"2022-09-01T18:23:19","guid":{"rendered":"https:\/\/willizblog.de\/?p=11658"},"modified":"2022-09-02T09:47:09","modified_gmt":"2022-09-02T09:47:09","slug":"abenteuer-9-euro-ticket-600-km-von-tostedt-nach-mannheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=11658","title":{"rendered":"Abenteuer 9-Euro-Ticket \u2013 600 km von Tostedt nach Mannheim"},"content":{"rendered":"<p>Ja, auch ich und meine Frau haben w\u00e4hrend der drei Monate Juni bis August das 9-Euro-Ticket genutzt. Es begann damit, dass wir \u2013 leider <a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?p=11618\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">aus traurigem Anlass<\/a> \u2013 nach Bremen fahren mussten. Damit hatten wir die Kosten f\u00fcr Juni schon wieder hereingeholt. Au\u00dferdem musste meine Frau zweimal, ich einmal nach Buchholz zu Arztbesuchen (wir hatten diese Termine bewusst so legen lassen).<\/p>\n<p>Im Juli starteten wir in Sottrum eine Wanderung zu den Sandd\u00fcnen von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vo%C3%9Fberge\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Vo\u00dfberge<\/a>, die uns einen erneuten Abstecher von Ottersberg nach Bremen bescherte. Ende Juli ging es in das  durch die\u00a0K\u00fcnstlerkolonie bekannte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Worpswede\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Worpswede<\/a>. Anfang August fuhren wir (wieder \u00fcber Bremen) nach <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ottenb%C3%BCttel\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Ottenb\u00fcttel<\/a>, um dort das <a href=\"https:\/\/www.kulturland-teufelsmoor.de\/erlebniswelten\/wandern\/wanderrouten\/die-zwei-moore\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Sandhausener und das Hamberger Moor<\/a> zu erkunden.<\/p>\n<p>In soweit war das nat\u00fcrlich vom Bahnfahren her noch kein Abenteuer. Die Z\u00fcge waren halbwegs p\u00fcnktlich (okay, in Ottersberg nach Tostedt fiel ein Zug aus, weshalb wir den Abstecher nach Bremen machten) und wir hatten immer Sitzpl\u00e4tze.<\/p>\n<p>Das eigentliche Abenteuer war die Fahrt von uns aus (Tostedt) nach Mannheim im Personennahverkehr, um unseren \u00e4lteren Sohn und seine Freundin zu besuchen. Schnell stand die Reiseroute fest: Start um 7 Uhr 47 in Tostedt \u2013 f\u00fcnfmal umsteigen (Bremen \u2013 Osnabr\u00fcck \u2013 Duisburg \u2013 Koblenz und Mainz) \u2013 Ankunft in Mannheim um 17 Uhr 15 \u2013 wenn alles gut geht. Wie ich den Nahverkehr von uns aus nach Hamburg oder nach Bremen kenne, war die Chance, das alles klappt, nicht sehr gro\u00df. Schnell war auch gekl\u00e4rt, dass wir am Donnerstag starten, in Mainz einen Abstecher machen, um am Freitag in Mannheim einzutreffen. Und nur so aus Jux und Laune konsultierte ich die Website vom Flixbus bzw. Flixtrain. Und tats\u00e4chlich sollte da genau am Donnerstag, genau unserer Zeitplanung entsprechend, ein Flixtrain von Bremen (bis Bremen mussten wir sowieso einen Nahverkehrszug nehmen) nach Mainz fahren: Fahrtkosten gerade einmal 20 \u20ac pro Nase. Und da ich erholt aus Mannheim nach Hause kommen wollte (f\u00fcnfmal umsteigen an einem Montag w\u00fcrde dem entgegenstehen) buchte ich einen ICE von Mannheim nach Bremen zum Sparpreis von zusammen 100 \u20ac.<\/p>\n<p>Aber am Nachmittag vor der Abreise kam verflixt die Nachricht vom Flixtrain, dass der Zug storniert w\u00e4re. Ein Grund wurde nicht genannt. Super, also doch im Nahverkehr \u00fcber Mainz nach Mannheim.<\/p>\n<p>Um 7 Uhr 47 sollte es also mit dem Regionalexpress (RE) des <a href=\"https:\/\/www.der-metronom.de\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Metronom<\/a> nach Bremen losgehen. Eigentlich stehen wir immer zwei Stunden vor einer Abfahrt auf, um uns zu duschen, schnell noch etwas zu fr\u00fchst\u00fccken und um den unumg\u00e4nglichen Gang aufs T\u00f6pfchen vorzunehmen. Unser Weg zum Bahnhof ist kurz und zu Fu\u00df zu erledigen. Aber die Erfahrung aus zwei vorhergehenden Monaten mit 9-Euro-Ticket hatte uns gelehrt, dem RE zu misstrauen. Dieser f\u00e4hrt von uns nach Bremen und h\u00e4lt nur noch in Rotenburg\/W\u00fcmme, um aber besonders am Morgen zugunsten der Regionalbahn (RB), die an allen Unterwegsbahnh\u00f6fen h\u00e4lt (und die Pendler auch von dort aufnimmt), auszufallen.<\/p>\n<p>So standen wir also bereits um 5 Uhr auf \u2013 und siehe da: Der 7-Uhr-47-Zug fiel aus. Mit der sp\u00e4teren Regionalbahn h\u00e4tten wir unseren Anschluss in Bremen verpasst, also visierten wir die 7-Uhr-15-RB an. Und da schon alles schneller bei uns ging, erwischten wir auch noch den RE um 6 Uhr 32, der sich allerdings als Bummelzug entpuppte.<\/p>\n<p>Jetzt hatten wir also gewisserma\u00dfen eine ganze Stunde Vorsprung. In Bremen kamen wir immerhin p\u00fcnktlich an (hatte auch gute Sitzpl\u00e4tze und Platz f\u00fcr unser Gep\u00e4ck) und hatten etwas Zeit, um noch etwas f\u00fcr ein 2. Fr\u00fchst\u00fcck einzukaufen. Dann ging es super p\u00fcnktlich um 8 Uhr 07 weiter nach Osnabr\u00fcck, dort um 9 Uhr 47 weiter nach Duisburg. Hatten wir zuvor gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr das Umsteigen, so sollte es in Duisburg mit nur acht Minuten sehr knapp sein. Und wie es kommen musste: Der Zug hatte sehr bald Versp\u00e4tung, die nicht mehr einzuholen war. Wir planten schon eine Weiterfahrt bis D\u00fcsseldorf, da unser Zug auf Gleis 3 eintreffen, der Zug nach Koblenz aber auf Gleis 2 abfahren sollte. Eben nicht der gleiche Bahnsteig. Aber Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck: Wir kamen auf Gleis 4 an \u2013 und der RRX (Rhein-Ruhr-Express) von National Express stand versp\u00e4tet auf dem gleichen Bahnsteig gegen\u00fcber. Nichts wie raus aus dem Zug und in den RRX eingestiegen. Dieser war zwar ziemlich voll, aber wir bekamen doch noch Sitzpl\u00e4tze \u2013 und die Fahrt erwies sich als das, was wir uns ertr\u00e4umt hatten: N\u00e4he zur ans\u00e4ssigen Bev\u00f6lkerung! Die zwei Stunden Fahrt (oft am linken Rheinufer entlang) vergingen wie im Fluge.Wir haben uns mit zwei Herren bestens unterhalten und bekamen wertvolle Tipps f\u00fcr die Weiterfahrt von Koblenz nach Mainz (\u201eNehmen Sie nicht den Zug in Richtung Frankfurt, da reisen alle Flugreisende mit!\u201c).<\/p>\n<p>Okay, in Koblenz war unser Zug nach Mainz nat\u00fcrlich l\u00e4ngst enteilt. Und der n\u00e4chste Zug, die RB 28, sollte um 14 Uhr 30 fahren, kam versp\u00e4tet an (auch hier die dem Durchhalten gewidmeten, sich sukzessiv steigernden Durchsagen \u2013 zun\u00e4chst: \u201eDer Zug hat voraussichtlich 5 Minuten Versp\u00e4tung!\u201c &#8211; und dann doch: \u201e\u2026 10 Minuten \u2026!\u201c &#8211; um zuletzt 15 Minuten sp\u00e4ter zu kommen) und war \u2013 eigentlich kein Zug Richtung Frankfurt \u2013 proppevoll. Die Sicht auf den Rhein interessierte uns zun\u00e4chst nur nebenbei. Aber nach einer knappen halben Stunde hatten meine Frau und ich dann doch noch Sitzpl\u00e4tze &#8211; nebeneinander sogar. Gegen 16 Uhr 15 (laut unserer vorherigen Planung sollten wir um 16 Uhr 08 ankommen) waren wir dann am Mainzer Hauptbahnhof. Die eine Stunde &#8218;Vorsprung&#8216; hatte sich also aufgebraucht. So hatten wir die gesch\u00e4tzten 530 km von uns nach Mainz in 9 \u00be Stunden geschafft. Und waren eigentlich noch ganz gut drauf, um uns die Altstadt anzugucken, einen Happen zu essen und auch noch in einem Irish Pub einen Pint of Guinness zu trinken.<\/p>\n<p>Im Hotel durften wir am folgenden Freitag bis um 12 Uhr bleiben, sodass wir nach dem Fr\u00fchst\u00fcck noch einmal in die Altstadt (mit dem Bus und dem 9-Euro-Ticket) fuhren, den Dom besichtigten und auf dem Wochenmarkt, der nicht nur sch\u00f6n gelegen, sondern auch eine riesige Auswahl parat hatte, kleine Eink\u00e4ufe zu erledigen.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/pics\/mainz_mannheim_s6_2022.jpg\" alt=\"26.08.2022 \u2013 Abfahrt 11 Uhr 52 ab Mainz \u2013 nach MANNHEIM\" title=\"26.08.2022 \u2013 Abfahrt 11 Uhr 52 ab Mainz \u2013 nach MANNHEIM\" \/><br \/>\n26.08.2022 \u2013 Abfahrt 11 Uhr 52 ab Mainz \u2013 nach MANNHEIM<\/p>\n<p>Dann lag nur noch eine gesch\u00e4tzt 70 km lange Strecke vor uns: Von Mainz nach Mannheim! Anstatt mit einem RE zu fahren, nahmen wir die S-Bahn der Linie 6 um 11 Uhr 52 \u2013 weiterhin auf der linken Rheinseite fahrend. Die Bahnstrecke hier ist ein rechtes Nadel\u00f6hr und wird von jeder Art von Bahn genutzt, eine eigene S-Bahn-Strecke gibt es nicht. So kam es, wie es kommen musste: Wir wurden st\u00e4ndig von anderen Z\u00fcgen \u00fcberholt (auch von dem sp\u00e4ter gestarteten RE, der, anders als unsere Bahn, offensichtlich \u00fcberf\u00fcllt war \u2013 klar, an einem Freitag zur Mittagszeit wollen alle schnell nach Hause). So wurde aus der fast doppelten Fahrzeit (gegen\u00fcber dem RE) eine ann\u00e4hernd dreifache. Aber das war uns egal. Um 14 Uhr 15 waren wir nach etwa 600 km im Nahverkehr mit dem 9-Euro-Ticket in unserem Hotel in den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Quadratestadt\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Quadraten<\/a>.<\/p>\n<p>Die R\u00fcckfahrt mit dem ICE am Montag, den 29.08., um 10 Uhr 39 ab Mannheim nach Bremen (planm\u00e4\u00dfige Ankunft dort sollte 16 Uhr 15 sein) war viel eher abenteuerlich. Wegen einer Stellwerkst\u00f6rung und dann noch \u201ePersonen im Gleis\u201c wurden wir bis Koblenz rechtsrheinisch umgeleitet (so hatten wir immerhin auch eine Sicht auf die linke Rheinseite), was uns eine Versp\u00e4tung von rund 45 Minuten einbrachte. Und am Ende hatte die Deutsche Bahn AG (DB) Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck: Da die letztendliche Versp\u00e4tung bei knapp unter einer Stunde lag, braucht sie uns keine 25 % des Fahrpreises erstatten. Die Stunde wurde dann aber doch noch mehr als voll gemacht \u2013 mit dem Metronom, der noch etwa 20 Minuten drauflegte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, auch ich und meine Frau haben w\u00e4hrend der drei Monate Juni bis August das 9-Euro-Ticket genutzt. Es begann damit, dass wir \u2013 leider aus traurigem Anlass \u2013 nach Bremen fahren mussten. Damit hatten wir die Kosten f\u00fcr Juni schon wieder hereingeholt. 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