{"id":1374,"date":"2008-11-23T16:56:49","date_gmt":"2008-11-23T14:56:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=1374"},"modified":"2008-11-23T17:01:12","modified_gmt":"2008-11-23T15:01:12","slug":"markennamen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=1374","title":{"rendered":"Markennamen"},"content":{"rendered":"<p>In einem fr\u00fcheren Beitrag <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=850\" target=\"_blank\">Von Archaismen und Neologismen<\/a> schrieb ich \u00fcber das Wandelbare unserer Sprache: <em>\u201eSo wie Tier- und Pflanzenarten leider f\u00fcr immer aussterben, so verschwinden auch W\u00f6rter mit der Zeit. Aber dank eines Darwinismus in der Linguistik entstehen immer wieder neue Arten, d.h. W\u00f6rter, die unseren Wortschatz erweitern, zumindest den Schwund der W\u00f6rter, die untergegangenen, kompensieren.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Weiter schrieb ich: <em>\u201eInteressant ist auch, wie bestimmte Begriffe durch Markennamen ersetzt wurden. Klebstoff, Klebestreifen, Papiertaschentuch, Suppenw\u00fcrze oder Getreideflocken kennt kein Mensch, aber Uhu, Pattex, Tesa, Tempo, Maggi oder Kellegg\u2019s.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eMarkennamen geben dem ansonsten anonymen Produkt einen &#8222;Namen&#8220; und erh\u00f6hen dadurch die Unterscheidungsf\u00e4higkeit zu Produkten der gleichen Kategorie.\u201c<\/em> So steht es in einem <a href=\"http:\/\/www.markenlexikon.com\/start.html\" target=\"_blank\">Lexikon der Marken<\/a>.<\/p>\n<p>Leider ist es heute so, dass fehlender Individualismus durch ein Bevorzugen bestimmter Markenartikel kaschiert wird. Dies gilt z.B. beim Kauf von Kleidung. So wird man in einer Gruppe schnell zum Au\u00dfenseiter, wenn man es wagt, sich mit \u201enamenlosen\u201c Hosen, Shirts, Jacken oder Schuhen zu kleiden. Je teurer, desto besser. Qualit\u00e4t spielt eher eine untergeordnete Bedeutung.<\/p>\n<p>Ein weiterer interessanter Aspekt ist die so genannte Markentreue. Wer sich schon als Kind mit einer Zahnpasta einer bestimmten Marke die Z\u00e4hne geputzt hat, tut dies oft bis ins hohe Alter. Was f\u00fcr Zahnpasta gilt, gilt um so mehr auch bei Waren \u201aim h\u00f6heren Preissegment\u2019, also f\u00fcr \u201ah\u00f6herpreisig positionierte\u2019 Artikel.<\/p>\n<p>Komme ich aber auf die Marken und ihre Namen zur\u00fcck. Das angesprochene Lexikon gibt u.a. neben einer \u00dcbersicht der Firmenlogos und Werbespr\u00fcche (Slogans) einen interessanten Einblick in die Herkunft bestimmter Markennamen, hier nur ein Beispiel: Google.<\/p>\n<p>Wer hat sich nicht l\u00e4ngst einmal gefragt, woher der Name kommt bzw. was er bedeutet. Hierzu das Lexikon:<\/p>\n<p><em>Der Firmenname entstand als Wortspiel auf den von Eward Kastner gepr\u00e4gten Begriff. Kastner, ein amerikanischer Mathematiker, hatte seinen 8-j\u00e4hrigen Neffen gebeten, ein Wort f\u00fcr eine Zahl mit einer 1 und 100 Nullen zu erfinden: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Googol\" target=\"_blank\">Googol<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Page und Brin w\u00e4hlten hiervon abgeleitet den Namen &#8222;Google&#8220; (manchen Quellen zufolge aufgrund eines Schreibfehlers), da er perfekt die Mission des Unternehmens reflektierte, die immense, unendlich erscheinende Menge verf\u00fcgbarer Informationen im Internet zu organisieren.<\/em><\/p>\n<p>So erf\u00e4hrt man also vieles von Aldi bis hin zu Zewa und dar\u00fcber hinaus: Ein durchaus aufschlussreicher Rundgang durch die Entstehungsgeschichte der Markennamen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem fr\u00fcheren Beitrag Von Archaismen und Neologismen schrieb ich \u00fcber das Wandelbare unserer Sprache: \u201eSo wie Tier- und Pflanzenarten leider f\u00fcr immer aussterben, so verschwinden auch W\u00f6rter mit der Zeit. 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