{"id":1449,"date":"2009-02-10T09:13:42","date_gmt":"2009-02-10T07:13:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=1449"},"modified":"2009-02-10T11:44:24","modified_gmt":"2009-02-10T09:44:24","slug":"helgoland-%e2%80%93-ist-die-insel-reif","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=1449","title":{"rendered":"Helgoland \u2013 ist die Insel reif?"},"content":{"rendered":"<p>Vor knapp 300 Jahren riss eine Sturmflut die nat\u00fcrliche Verbindung zwischen der Hauptinsel  und der D\u00fcne, den zwei Inselteilen Helgolands, weg. Jetzt plant ein Hamburger Bauunternehmer und Hotelier auf Helgoland, Arne Weber, die Insel wieder zu vereinen und dabei auf fast die doppelte Gr\u00f6\u00dfe zu erweitern. <\/p>\n<p>Weber will eine Stahlbetonspundwand in den Felsgrund rammen, bis zur gegen\u00fcberliegenden Westseite der D\u00fcne. Gut f\u00fcnf Meter hoch \u00fcber dem Wasser, zw\u00f6lf Meter tief, 1000 Meter lang. Sand braucht Weber auch. Zehn Millionen Kubikmeter davon will er mit Baggern aus dem Dreieck zwischen Elbm\u00fcndung, Weserm\u00fcndung und Helgoland saugen lassen und auf das Helgol\u00e4nder Felsenwatt aufsp\u00fclen. Und damit Helgoland um 100 Hektar erweitern, auf fast die doppelte Fl\u00e4che. 80 Millionen Euro soll das kosten, sagt Weber. Das Kieler Umweltministerium h\u00e4lt die Zahlen f\u00fcr realistisch und das Projekt \u201eaus wasserwirtschaftlicher Sicht\u201c f\u00fcr m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Dort, wo im Moment nichts als Wasser ist, sieht Weber schon Hotels, einen Golfplatz, den Anleger f\u00fcr Kreuzfahrtschiffe, den Badestrand. <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/hamburg\/article1912769\/Kuehner_Unternehmer_wird_zum_Hoffnungstraeger.html\" target=\"_blank\">Er will die Insel wiedervereinen &#8211; und spaltet sie zugleich.<\/a><\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr kamen 334000, fast ein F\u00fcnftel weniger als 2006. Das liegt nicht nur am Wetter, denn wenn es stark st\u00fcrmt, fallen F\u00e4hren und Fl\u00fcge aus. Es liegt auch am verschnarchten Image, der dem \u201eFuselfelsen\u201c, dem Duty-Free-Shop im Meer, anhaftet. Die zollfreie Zone gilt als Einkaufsparadies f\u00fcr Kaffeefahrten. Wegen des Fusels kommen die Tagestouristen aber l\u00e4ngst nicht mehr.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/blogpicts\/helgoland_ist_reif_01.jpg\" alt=\"Helgoland heute\" \/><br \/>\nHelgoland heute<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/blogpicts\/helgoland_ist_reif_02.jpg\" alt=\"Helgoland nach der Sandaufsp\u00fclung\" \/><br \/>\nHelgoland nach der Sandaufsp\u00fclung<\/p>\n<p>Der R\u00fcckgang der Besucherzahlen nagt an der Lebensf\u00e4higkeit der Insel. Viele junge Leute sehen keine Perspektive und ziehen weg. Lebten fr\u00fcher einmal fast 3000 Bewohner auf der Insel, so sind es heute nur noch knapp 1300. Im Winter m\u00fcssen sich etliche Helgol\u00e4nder arbeitslos melden \u2013 doch die Lebenshaltungskosten sind hoch. 16 Prozent gewann die Linke bei den Kommunalwahlen 2008 \u2013 so viel wie in sozial gebeutelten Stadtteilen von Gro\u00dfst\u00e4dten.<\/p>\n<p>Das Projekt Aufsp\u00fclung spaltet die Helgol\u00e4nder: Die Jungen sind daf\u00fcr, die \u00e4lteren eher dagegen. Ein Argument dagegen: Die m\u00e4chtige Str\u00f6mung der Nordsee w\u00fcrde durch die Sandaufsp\u00fclung umgelenkt und die Baded\u00fcne, das Herzst\u00fcck Helgolands, abtragen. Und riesige Hotelbauten w\u00fcrden den Anblick der Insel auch nicht gerade verbessern.<\/p>\n<p>siehe hierzu <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/daten\/2009\/02\/06\/1038257.html\" target=\"_blank\">\u201eHamburger Abendblatt\u201c vom 6. Februar 2009<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=1098\" target=\"_blank\"><strong>Wie ein Mercedes ohne Stern<\/strong><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=1323\" target=\"_blank\"><strong>Mein Lieblingsplatz: Am Meer<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor knapp 300 Jahren riss eine Sturmflut die nat\u00fcrliche Verbindung zwischen der Hauptinsel und der D\u00fcne, den zwei Inselteilen Helgolands, weg. Jetzt plant ein Hamburger Bauunternehmer und Hotelier auf Helgoland, Arne Weber, die Insel wieder zu vereinen und dabei auf fast die doppelte Gr\u00f6\u00dfe zu erweitern. 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