{"id":1634,"date":"2009-04-18T00:01:16","date_gmt":"2009-04-17T22:01:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=1634"},"modified":"2009-04-17T09:25:26","modified_gmt":"2009-04-17T07:25:26","slug":"erste-karstadt-filiale-in-hamburg-eimsbuttel-mein-arbeitsplatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=1634","title":{"rendered":"(Erste) Karstadt-Filiale in Hamburg-Eimsb\u00fcttel: Mein Arbeitsplatz"},"content":{"rendered":"<p>Auf meinem Weg zur Arbeit fahre ich zun\u00e4chst auf der so genannten <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=1601\" target=\"_blank\">Rollbahn vom Bahnhof in Tostedt zum Hauptbahnhof in Hamburg<\/a>. Dort steige ich in die <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=1608\" target=\"_blank\">S-Bahn in Richtung Altona<\/a>. An der Station Sternschanze steige ich dann aus und muss den restlichen Weg bis in die Amandastra\u00dfe zu Fu\u00df gehen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"540\" height=\"320\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" marginheight=\"0\" marginwidth=\"0\" src=\"https:\/\/maps.google.de\/maps?sourceid=navclient&amp;hl=de&amp;q=hamburg+amandastra%C3%9Fe&amp;ie=UTF8&amp;split=0&amp;gl=de&amp;ei=dSXoSdqhCIeN_QabiejyAw&amp;t=h&amp;ll=53.565063,9.959579&amp;spn=0.00102,0.002897&amp;z=18&amp;output=embed\"><\/iframe><\/p>\n<p>Das eher unansehnlichen B\u00fcrohaus im Stadtteil Eimsb\u00fcttel (an der Grenze zu Altona), in dem ich arbeite, l\u00e4sst kaum ahnen, was fr\u00fcher einmal an gleicher Stelle die Gem\u00fcter der Hamburger erhitzt hat. Im Oktober 1903 wurde in der Eimsb\u00fctteler Chaussee die erste Hamburger Karstadt-Filiale er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/blogpicts\/hamburg_amandastrasse.jpg\" alt=\"B\u00fcrohaus Hamburg - Amandastra\u00dfe\" \/><\/p>\n<p><em>1935 zog Karstadt von dem Geb\u00e4ude an der Eimsb\u00fctteler Chaussee in das Eckhaus am Schulterblatt<\/em> (dort wo jetzt das B\u00fcrohaus mit meinem Arbeitsplatz steht). <em>Kurze Zeit sp\u00e4ter wurde das Haus ausgebombt. Doch Rudolph Karstadt (1856-1944), der nach eigener Aussage mit &#8222;1000 Talern und dem Segen meines Vaters&#8220; gestartet war, gab nicht auf. Am Heu\u00dfweg er\u00f6ffnete er \u00fcbergangsweise eine kleine Filiale. 1951 wurde am heutigen Standort an der Osterstra\u00dfe ein Neubau fertiggestellt. Mit 13 Schaufenstern, einer Rolltreppe und zwei Opel Blitz-Firmenwagen galt die Filiale damals als Luxus-Center. St\u00e4ndig wurden Fernseher und K\u00fchltruhen verkauft. Mit der Zeit reichte der Platz nicht mehr aus. 1975 wurde das alte Geb\u00e4ude abgerissen und die heutige Filiale f\u00fcr 17,5 Millionen Euro gebaut. Riesige Parkdecks, eine U-Bahn-Haltestelle direkt vor der T\u00fcr und 8500 Quadratmetern Verkaufsfl\u00e4che wurden den Kunden geboten.<\/em><\/p>\n<p>Aus: <a href=\"http:\/\/archiv.mopo.de\/archiv\/2003\/20031030\/nachrichten\/hamburg\/panorama\/hmp2003102919477609.html\" target=\"_blank\">ARCHIV: EIMSB\u00dcTTEL \u2013 mopo.de\/hamburg\/panorama<\/a><\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/blogpicts\/hamburg_eimsbuetteler_chaussee_historisch.jpg\" alt=\"Hamburg historisch (um 1900): Eimsb\u00fctteler Chaussee\" \/><\/p>\n<p>Auf dem Fundament der ehemaligen Karstadt-Filiale Schulterblatt\/Ecke Amandastra\u00dfe wurde dann nach dem 2. Weltkrieg das Haus errichtet, das heute als B\u00fcrohaus dient und wo ich seit 1989, also seit fast 20 Jahre lang, arbeite.<\/p>\n<p>Zuletzt noch etwas zum Hamburger Stadtteil Eimsb\u00fcttel, in dem ich mit meiner heutigen Frau von 1983 bis 1988 wohnte: <\/p>\n<p><em>Zu Beginn des 19. Jahrhunderts z\u00e4hlte Eimsb\u00fcttel wenig \u00fcber 300 Einwohner. W\u00e4hrend die Einwohnerzahl bis 1850 nur allm\u00e4hlich stieg, wohnten hier 1871 bereits 4.000 Menschen. Durch eine Verwaltungsreform im selben Jahre wurde Eimsb\u00fcttel zum Vorort Hamburgs. Grund der Reform war das schnelle Wachsen der Ortschaft. 1890 war die Einwohnerzahl bereits auf 46.000 gestiegen.<\/em><\/p>\n<p><em>In den vorangegangenen drei Jahrzehnten sind die ersten gro\u00dfen Wohnstra\u00dfenz\u00fcge entstanden. Es wurden technische Einrichtungen wie Wasserleitungen, Gasbeleuchtung und Sielsysteme angelegt, sowie Verkehrsverbindungen zur Stadt geschaffen.<br \/>\nEnde des 19. Jahrhunderts begann Eimsb\u00fcttel mit den Nachbarn zusammen zu wachsen, der Weg vom Vorort zum Stadtteil begann.<\/em><\/p>\n<p><em>Zu Beginn des Ersten Weltkrieges z\u00e4hlte Eimsb\u00fcttel 130.000 Menschen, soviel wie ein Jahrhundert davor ganz Hamburg.<\/em><\/p>\n<p><em>Als Eimsb\u00fcttel 1929 den Einwohnerverlust des Ersten Weltkrieges und den kriegsbedingten wirtschaftlichen R\u00fcckschlag wieder wettgemacht hatte, war es zu einem der am dichtesten besiedelten Gebiete Hamburgs geworden.<\/em><\/p>\n<p><em>1937 wurden Nachbargebiete in das Hamburger Gebiet einbezogen. Die Stadtteile Lokstedt, Niendorf, Schnelsen, Stellingen und Eidelstedt legten sich zwischen Eimsb\u00fcttel und die hamburgische Grenze und r\u00fcckten es in einen inneren Wohnkreis. Eimsb\u00fcttel war endg\u00fcltig vom Vorort zum Stadtteil geworden.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Zweite Weltkrieg richtete gerade in Eimsb\u00fcttel furchtbare Zerst\u00f6rungen an, deren Beseitigungen lange andauerten und teilweise noch bis in die Zukunft andauern werden.<\/em><\/p>\n<p>aus: <a href=\"http:\/\/www.hamburg.de\/eimsbuettel\/geschichte\/80200\/eimsbuettel-geschichte.html\" target=\"_blank\">hamburg.de\/eimsbuettel\/geschichte<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf meinem Weg zur Arbeit fahre ich zun\u00e4chst auf der so genannten Rollbahn vom Bahnhof in Tostedt zum Hauptbahnhof in Hamburg. Dort steige ich in die S-Bahn in Richtung Altona. An der Station Sternschanze steige ich dann aus und muss den restlichen Weg bis in die Amandastra\u00dfe zu Fu\u00df gehen. 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