{"id":2591,"date":"2010-01-15T00:01:59","date_gmt":"2010-01-14T23:01:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=2591"},"modified":"2010-01-16T15:53:24","modified_gmt":"2010-01-16T14:53:24","slug":"seelenstripstease-und-zeitvergeudung-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=2591","title":{"rendered":"Seelenstripstease und Zeitvergeudung? Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Seit <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=2081\" target=\"_blank\">Ende August 2009<\/a> bin ich bei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Twitter\" target=\"_blank\">twitter.com<\/a> angemeldet. Damals war mir nicht ganz klar, was Twitter eigentlich soll. Wenn ich jetzt noch \u201azwitschere\u2019, deutet das vielleicht daraufhin, dass ich Gefallen an Twitter gefunden habe.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/blogpicts\/web2_0.gif\" alt=\"Web 2.0 ... &#038; Soziales netzwerk\" \/><\/p>\n<p>Das stimmt bei mir nur zum Teil: Ich bin kein ausgesprochener Twitterer wie manche, die geradezu von morgens bis abends die Timeline ihres Twitter-Accounts offen haben m\u00fcssen. Und oft genug frage ich mich, ob es nicht doch arge Zeitverschwendung ist, die Tweets (Beitr\u00e4ge) anderer, denen man folgt, zu lesen oder nach neuen interessanten Mittwitterern zu fahnden usw. Aber dann macht es doch wieder Spa\u00df, Geistreiches oder Sinnloses zu texten, um seine Followern (die Leser, die meine Beitr\u00e4ge abonniert haben) bei Laune zu halten. Sicherlich kann man \u00fcber Twitter auch schnell Infos austauschen. Und da ich \u00fcber ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Widget\" target=\"_blank\">Widget<\/a> meine aktuellsten Twitterbeitr\u00e4ge auch in diesem Weblog einbinden kann, bekommt dieses Weblog zus\u00e4tzliche Dynamik. Ein positiver Nebeneffekt ist nat\u00fcrlich auch, dass sich der eine oder andere Follower auch auf mein Weblog verirrt. Und man kann <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=2105\" target=\"_blank\">seinen zwitschernden Vogel auch f\u00fcttert<\/a>, ohne selbst in die Tastatur hauen zu m\u00fcssen (RSS-to-Twitter-Dienste), aber mit der Zeit wird man damit sp\u00e4rlicher, schlie\u00dflich soll der eigene Twitter-Account kein Nachrichtendienst f\u00fcr andere sein.<\/p>\n<p>Man kann von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Soziales_Netzwerk_(Internet)\" target=\"_blank\">sozialen Netzwerken<\/a> halten, was man will. Nimmt man daran teil, dann sollte man sich selbst gewisse Spielregeln auferlegen und sich auch m\u00f6glicher Konsequenzen zuvor klar werden. Ich will hier keinen Verhaltenscodex aufstellen, aber einer Sache sollte man sich von Anfang an bewusst sein: Das, was ich im Netz ver\u00f6ffentliche, kann jeder Mensch lesen. Wenn ich also \u00fcber andere Leute herziehe, muss ich davon ausgehen, das diese das vielleicht auch lesen. Wenn ich \u00fcber die Arbeit schimpfe &#8230; dann kann das mein Chef auch gewahr werden. Ich selbst bin dank meines Alters dar\u00fcber vielleicht schon erhaben, trotzdem bem\u00fche ich mich um einen gewissen Anstand.<\/p>\n<p>Twitter, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Facebook\" target=\"_blank\">Facebook<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/MySpace\" target=\"_blank\">MySpace<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/YouTube\" target=\"_blank\">YouTube<\/a> \u2013 und wie sie alle hei\u00dfen; diese Portale und Dienste beinhalten ohne Zweifel eines: die M\u00f6glichkeit, sich \u00fcber Grenzen (sowohl geografische wie soziologische, religi\u00f6se usw.) auszutauschen. Man \u201atrifft\u2019 Leute, die man sonst wohl nie treffen w\u00fcrde. Man trifft auch Leute, mit denen man sicherlich nicht in Kontakt k\u00e4me, w\u00fcrde man ihnen nur auf der Stra\u00dfe begegnen. M\u00f6gliche erste Hemmschwellen sind also gar nicht vorhanden. Das kann in letzter Konsequenz beim Benutzer des sozialen Netzes zu einem ver\u00e4nderten Sozialverhalten auch in der Realit\u00e4t f\u00fchren.<\/p>\n<p>Eine soziale Studie soll das hier nun auch nicht werden, nur so viel: Nicht jeder Nutzer sozialer Netzwerke ist an Kommunikation interessiert. Viele treibt ein durch Medienhype gewecktes Interesse zu Twitter, Facebook und Co. Schnell verlieren diese die Lust und verbleiben h\u00f6chstens als Dateileiche (besonders bei Twitter ist das der Fall). Die anderen, die bleiben, erkennen schnell die M\u00f6glichkeiten, die der Austausch mit anderen Menschen bietet \u2013 und nutzen ihn je nach Temperament und Interesse (Die Nutzer aus Marketinggr\u00fcnden m\u00f6chte ich hier einmal au\u00dfen vor lassen).<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst steht man ziemlich allein da, wenn man sich bei einem sozialen Netz angemeldet hat. Wesentlich erstes Ziel ist deshalb, mit anderen in Verbindung zu treten. Es werden Freunde oder bei Twitter Follower gesucht. So werde ich erst einmal mein Profil und dann eigene Beitr\u00e4ge einstellen, um \u00fcberhaupt eine Basis zu haben. Von nichts kommt bekanntlich nichts: Ich muss mich auf die Suche machen und werde andere Nutzer suchen, die gleiche oder \u00e4hnliche Interessen haben wie ich. Lokalpatriotismus spielt bei dieser Suche \u00fcbrigens auch eine gro\u00dfe Rolle (Suche nach Benutzern aus dem lokalen Umfeld). Je nach eigenem Aufwand (der ist aber von N\u00f6ten) werde ich nach und nach mit anderen in Verbindung treten. Das Prinzip ist bei allen (fast) immer das Gleiche.<\/p>\n<p>Das Weitere h\u00e4ngt davon ab, wie diese Verbindungsaufnahme mit anderen klappt. Viele geben schnell auf, wenn sie nicht gen\u00fcgend Freunde\/Follower bekommen. Bei Twitter kann man da zwar einwenig mit Tools zu Followersteigerung nachhelfen, aber das kann allemal kurzfristig befriedigen (viele Follower hei\u00dft dann auch viele Verfolgte\/Following: Wann will man die ganzen Beitr\u00e4ge lesen? \u2013 siehe hierzu einen interessanten Beitrag bei <a href=\"http:\/\/www.seo-monster.de\/twitter-und-der-verfolgungswahn\/\" target=\"_blank\">seo-monster.de<\/a>). Nein, es m\u00fcssen schon echte Freunde\/Follower sein, sonst kommuniziert man mit dem Nirwana.<\/p>\n<p>Irgendwann kommt dann der Punkt, an dem man sich fragt, was soll das Ganze, was mache ich hier. Selbst ein sich zuvor eingestellter Suchtfaktor nimmt dann schnell ab. Findet man nicht die \u201arichtigen\u2019 Freunde\/Follower, dann wirft man das Handtuch: Alles Weitere ist verplemperte Zeit, die man andernorts &#8222;wesentlich sinnvoller&#8220; nutzen k\u00f6nnte. Oder: &#8222;Man w\u00e4chst aus diesen Dingen heraus&#8230;Unn\u00f6tiger Seelenstriptease&#8220;, lautet eine andere Begr\u00fcndung (siehe hierzu bei <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/9\/0,3672,7975465,00.html\" target=\"_blank\">zdf.de<\/a>).<\/p>\n<p>Einigen gelingt es, ihren Account zu l\u00f6schen und der Welt der sozialen Netze den R\u00fccken zu kehren. Aber andere, so vermute ich, werden so schnell nicht loskommen. Es hat schon etwas von einer Sucht, die man sich dann sch\u00f6nredet, und hat man erst einmal ein eigenes kleines \u201aNetzwerk\u2019 aufgebaut, wird es schwer, sich daraus zu verabschieden. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=2594\" target=\"_blank\"><em>(Fortsetzung folgt)<\/em><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Ende August 2009 bin ich bei twitter.com angemeldet. Damals war mir nicht ganz klar, was Twitter eigentlich soll. 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