{"id":4186,"date":"2011-03-17T10:23:44","date_gmt":"2011-03-17T09:23:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=4186"},"modified":"2011-03-18T07:37:49","modified_gmt":"2011-03-18T06:37:49","slug":"einar-karason-die-teufelsinsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=4186","title":{"rendered":"Einar K\u00e1rason: Die Teufelsinsel"},"content":{"rendered":"<p>Mein \u00e4ltester Sohn hei\u00dft mit zweitem Vornamen <a href=\"https:\/\/www.albinz.net\/namen.html#JAN\" target=\"_blank\">Einar<\/a> (Vorname altisl\u00e4ndischen Ursprungs Einarr zu altisl\u00e4ndisch einn &#8222;ein; allein&#8220; + altisl\u00e4ndisch herr &#8222;Herr, Krieger, Menge, Volk&#8220; -> etwa -> &#8222;der allein k\u00e4mpft&#8220;). Aber das war wohl nur ein Grund, weshalb ich mir vor gut zehn Jahren den Roman \u201eDie Teufelsinsel\u201c von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Einar_K%C3%A1rason\" target=\"_blank\">Einar K\u00e1rason<\/a> (spricht sich \u00c4<sup>i<\/sup>nar Kaurason) kaufte und dann auch innerhalb k\u00fcrzester Zeit las. Einar K\u00e1rason ist ein isl\u00e4ndischer Autor, der 1955 in Islands Hauptstadt Reykjav\u00edk geboren wurde.<\/p>\n<p>Der Autor begann seine Schriftstellerkarriere damit, Gedichte in literarischen Zeitschriften zu ver\u00f6ffentlichen (1978-80). Sp\u00e4ter schrieb er auch Romane. Am bekanntesten wurde seine \u201eBarackentrilogie\u201c, die in proletarischem Milieu in Reykjav\u00edk spielt. Der erste Band \u201eDie Teufelsinsel\u201c (\u00dear sem dj\u00f6flaeyjan r\u00eds) (1983) war auch in Deutschland ein gro\u00dfer Erfolg. Der n\u00e4chste Band \u201eDie Goldinsel\u201c (Gulleyjan) erhielt 1986 den Literaturpreis der isl\u00e4ndischen Zeitung DV und wurde im n\u00e4chsten Jahr f\u00fcr den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert. Drei Jahre sp\u00e4ter stand der dritte Band der Trilogie \u201eDas gelobte Land\u201c (Fyrirheitna landi\u00f0) auf der Auswahlliste f\u00fcr den Isl\u00e4ndischen Literaturpreis. Die Trilogie wurde auch auf die B\u00fchne gebracht und der erste Band vom isl\u00e4ndischen Regisseur <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fri%C3%B0rik_%C3%9E%C3%B3r_Fri%C3%B0riksson\" target=\"_blank\">Fri\u00f0rik \u00de\u00f3r Fri\u00f0riksson<\/a> als <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Devil%E2%80%99s_Island\" target=\"_blank\">\u201eDevil&#8217;s Island\u201c<\/a> verfilmt. Einar K\u00e1rason verfasste das Drehbuch f\u00fcr die Verfilmung.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/blogpicts\/karason_teufelsinsel_baracken.jpg\" alt=\"Baracken im Camp Thule\" \/><\/p>\n<p>Der Roman spielt im Camp Thule, einer Barackensiedlung im Reykjavik der f\u00fcnfziger Jahre. Im Zweiten Weltkrieg wurde dieses Camp f\u00fcr die amerikanischen Besatzungssoldaten errichtet, die dann in den 50-er Jahren das Feld f\u00fcr obdachlose Familien r\u00e4umten. Hier \u00fcberschlagen sich die Ereignisse schneller als anderswo. Die M\u00e4nner und Frauen der Siedlung m\u00fcssen hart arbeiten, um ihre unb\u00e4ndigen Gro\u00dffamilien \u00fcber die Runden zu bringen. Die Jugend tr\u00e4umt den Traum von Dollars, Rock\u2019n Roll und schnellem Leben. Ausgelassenheit oder den Alltag vergessen: einen Grund zum Feiern gibt es immer. Wilde S\u00e4ufer, verarmte Bauerns\u00f6hne, angejahrte Nutten bestimmen das Bild. Dicht unter dem Polarkreis treibt die Anarchie \u00fcppige Bl\u00fcten. Statt Selbstmitleid und Resignation herrschen jedoch trotzige Ironie, brutale Lebensfreude und bedenkenslose Liebe. Statt der Edda glauben die Akteure lieber an Elvis Presley. Echte Helden sind diese Verlierer, und ihr Slum ist zugleich eine Goldgrube, in der eine seltsame Aufbruchsstimmung herrscht.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/blogpicts\/karason_teufelsinsel_vorfahren.jpg\" alt=\"Lina und Tommi und Familie\" \/><\/p>\n<p>Im Mittelpunkt stehen Lina, die Wahrsagerin und ihr Mann Tommi, der einen kleinen Lebensmittelladen in der Barackensiedlung f\u00fchrt und die Familie damit ern\u00e4hrt, die neben den beiden noch aus drei Kindern von Linas Tochter Gogo (verheiratet in den USA) und sp\u00e4ter den drei Kindern von Dolli, Gogos Tochter, besteht, die vielen anderen nicht mitgerechnet, die zwischendurch immer wieder Unterschlupf in dem \u201eAlten Haus\u201c finden. In R\u00fcckblenden erfahren wir einiges auch aus ihrem fr\u00fcheren Leben.<\/p>\n<p>Und es handelt von den Kindern und Jugendlichen, die durch ihre Streiche die Nachbarschaft unsicher machen, sodass Tommi auf die Idee kommt, einen Fu\u00dfballverein zu gr\u00fcnden, um wenigstens die Jungs von der Stra\u00dfe zu bekommen. <\/p>\n<p>Obwohl der Roman in den 50-er Jahren spielt, so finde ich ihn unerwartet zeitgem\u00e4\u00df. Vielleicht ist das auch ein Grund, weshalb die Barackentrilogie im Mai bzw. Juni neu aufgelegt werden soll: Literatur von <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/search?ie=UTF8&#038;keywords=Einar%20Karason&#038;tag=familiealbin-21&#038;index=books&#038;linkCode=ur2&#038;camp=1638&#038;creative=6742\" target=\"_blank\"><strong>Einar K\u00e1rason<\/strong><\/a><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=familiealbin-21&#038;l=ur2&#038;o=3\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/>. K\u00e1rason bedient sich der Sprache dieser Menschen, schafft so ein authentisches Bild \u2013 und dank stimmiger Psychologie gelingt uns ein tiefer Blick in die verwundeten Seelen der gro\u00dfen und kleinen Helden. Manche Romanfigur wird der Leser dabei verabscheuen, denn deren Verhalten ist unerh\u00f6rt, unmenschlich brutal. Aber schon deckt der Autor deren Seele auf, um uns die Hintergr\u00fcnde f\u00fcr dieses Tun aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Nun dieser erste Teil \u201eDie Teufelsinsel\u201c wurde <a href=\"http:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/97143.html\" target=\"_blank\">1996 verfilmt<\/a>, ist aber zz. leider nicht erh\u00e4ltlich (ich habe lediglich eine <a href=\"http:\/\/bt.eutorrents.com\/index.php?page=torrent-details&#038;id=7f0000b1231c96b1456d7c0bf433469b59a51471\" target=\"_blank\">isl\u00e4ndische Fassung<\/a> mit englischen Untertiteln gefunden). Immerhin gibt es bei Youtube den Trailer zum Film und auch einen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3xVFZrhjfP0\" target=\"_blank\">weiteren kleineren Ausschnitt<\/a> (alles allerdings auf Isl\u00e4ndisch):<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" width=\"480\" height=\"390\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Md0usC4Ww68\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><br \/>\nDj\u00f6flaeyjan &#8211; Trailer <\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich habe ich die zwei anderen Romane dieser Barackentrilogie damals vor \u00fcber zehn Jahren auch gelesen (und bin jetzt beim erneuten Lesen mit dem Roman \u201eGoldinsel\u201c besch\u00e4ftigt). <\/p>\n<p>Hier f\u00fcr den interessierten Leser einen kurzen Ausschnitt aus dem Roman \u201aTeufelsinsel\u2019 (Original: <em>\u00dear sem dj\u00f6flaeyjan r\u00eds<\/em>, was wohl soviel hei\u00dft wie: \u201aDa wo sich die Teufelsinsel erhebt\u2019), zun\u00e4chst auf Isl\u00e4ndisch, dann auf Deutsch. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Isl%C3%A4ndische_Sprache\" target=\"_blank\">Isl\u00e4ndisch<\/a> entstammt dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Altnordische_Sprache\" target=\"_blank\">Altnordischen<\/a> und hat sich in den letzten tausend Jahren im Bereich der Formenlehre (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Morphologie_%28Sprache%29\" target=\"_blank\">Morphologie<\/a>) kaum ver\u00e4ndert. Daher k\u00f6nnen Isl\u00e4nder von heute ohne gr\u00f6\u00dfere Probleme die alten Sagas ihrer Vorfahren lesen. Bemerkenswert ist nat\u00fcrlich auch das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Isl%C3%A4ndische_Sprache#Alphabet\" target=\"_blank\">isl\u00e4ndische Alphabet<\/a>, das z.B. die Buchstaben C und W nicht kennt, daf\u00fcr aber Buchstaben enth\u00e4lt, die es in anderen Sprachen nicht gibt: \u00d0 und \u00de, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%90\" target=\"_blank\">Eth<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%9E\" target=\"_blank\">Thorn<\/a> genannt.<\/p>\n<p>zun\u00e4chst ein <a href=\"http:\/\/www.bokmenntir.is\/desktopdefault.aspx\/categories-1888\/tabid-3397\/5787_read-156\/\" target=\"_blank\">Ausschnitt aus dem Original<\/a>:<\/p>\n<p><strong>\u00dear sem dj\u00f6flaeyjan r\u00eds<\/strong><\/p>\n<p>Og Baddi: hann gaf \u00f6llu jar\u00f0nesku stre\u00f0i tilgang. Sk\u00fdri og fallegi efnispilturinn, blessa\u00f0ur \u00e6ttars\u00f3minn, \u00f6mmudrengur \u00f6mmub\u00e6nanna sem Drottning Gamla h\u00fassins raula\u00f0i upph\u00e1tt vi\u00f0 eldh\u00fasvaskinn e\u00f0a \u00ed hlj\u00f3\u00f0i me\u00f0an h\u00fan grufla\u00f0i yfir spilum og framt\u00ed\u00f0 vandalausra. Drengurinn me\u00f0 augun sk\u00e6ru, brosi\u00f0, hj\u00e1lpsemina og g\u00e6\u00f0in vi\u00f0 allt sem l\u00edfsanda dr\u00f3.<br \/>\n&nbsp;N\u00fa var hann v\u00e6ntanlegur heim.<br \/>\n&nbsp;G\u00e6fumenn voru amer\u00edkanar a\u00f0 hafa fengi\u00f0 a\u00f0 nj\u00f3ta n\u00e6rveru hans \u00feessi \u00e1r fannst Karol\u00ednu, \u00feessari st\u00e1lh\u00f6r\u00f0u manneskju sem ekki haf\u00f0i leyft s\u00e9r tilfinningalega vi\u00f0kv\u00e6mni \u00ed \u00e1ratugi. N\u00faor\u00f0i\u00f0 tala\u00f0i h\u00fan af svo kl\u00f6kkvum s\u00f6knu\u00f0i um Badda sinn a\u00f0 jafnvel Tommi var\u00f0 hr\u00e6r\u00f0ur og f\u00f3r a\u00f0 \u00edmynda s\u00e9r a\u00f0 allt yr\u00f0i bjart og fagurt \u00feegar engillinn k\u00e6mi heim. Samt haf\u00f0i Tommi alltaf haft miklu meiri taugar til Danna; \u00feeir \u00e1ttu svo margt sameiginlegt hann og yngri br\u00f3\u00f0irinn sem l\u00edti\u00f0 var sakna\u00f0 og vitja\u00f0i ekki minninganna \u00ed hugum heimilisf\u00f3lksins nema einsog hrafn sem tyllir s\u00e9r \u00e1 b\u00e6jarburstina og kr\u00fankar.<br \/>\n&nbsp;Tommi s\u00e1 \u00fea\u00f0 \u00feegar hann hugsa\u00f0i til baka a\u00f0 Baddi haf\u00f0i svosem aldrei veri\u00f0 neinn \u00f3knyttastr\u00e1kur. \u00dea\u00f0 voru n\u00fa bara \u00fdkjur og skilningsleysi gagnvart ungd\u00f3mnum. Ver\u00f0a ekki str\u00e1kar alltaf str\u00e1kar? Undir \u00fea\u00f0 s\u00ed\u00f0asta var hann reyndar or\u00f0inn Tomma t\u00f6luver\u00f0 byr\u00f0i vegna sekta og ska\u00f0ab\u00f3ta fyrir allskyns sm\u00e1spellvirki sem Baddi haf\u00f0i forg\u00f6ngu um, en svolei\u00f0is eldist af piltum. Mestar \u00e1hyggjur haf\u00f0i Tommi af unglingsstr\u00e1kunum \u00feegar \u00feeir voru farnir a\u00f0 fikta vi\u00f0 brenniv\u00edn, stela fl\u00f6skum og drekka sig fulla og fara inn\u00ed sk\u00fara og kompur me\u00f0 stelpur sem \u00e6ptu og veinu\u00f0u og komu svo \u00e6\u00f0andi \u00fat, allar \u00far skor\u00f0um gengnar, me\u00f0 eld og trylling \u00ed augum, en l\u00e9tu samt alltaf plata sig inn\u00ed sk\u00farinn aftur. En hva\u00f0 var Tommi a\u00f0 hafa \u00e1hyggjur af \u00feessu? \u00deetta er ungt og leikur s\u00e9r, Tommi var kominn \u00e1 \u00fe\u00e1 sko\u00f0un a\u00f0 \u00fea\u00f0 v\u00e6ri bara af \u00f6fund sem fullor\u00f0na f\u00f3lki\u00f0 var alltaf a\u00f0 hneykslast \u00e1 unglingunum sem g\u00e1tu teki\u00f0 l\u00edfinu l\u00e9tt. Tommi sj\u00e1lfur, hann var alveg einsog Baddi h\u00e1lfri \u00f6ld \u00e1\u00f0ur, \u00feannig haf\u00f0i n\u00fa t\u00edminn sta\u00f0i\u00f0 \u00ed sta\u00f0. Menn voru l\u00edka a\u00f0 segja a\u00f0 \u00feeir v\u00e6ru nau\u00f0al\u00edkir fe\u00f0garnir og \u00fe\u00e1 var\u00f0 Tommi hr\u00e6r\u00f0ur en vandr\u00e6\u00f0alegur og eyddi talinu. \u00de\u00f3tt \u00fea\u00f0 v\u00e6ri \u00f3skiljanlegt \u00fe\u00e1 vissi hann a\u00f0 \u00feetta var ekki alveg \u00fat\u00ed bl\u00e1inn, hann var oft a\u00f0 sj\u00e1 sj\u00e1lfan sig \u00ed Badda; b\u00e1\u00f0ir voru \u00feeir til a\u00f0 mynda \u00f3ttalega kulv\u00edsir og \u00e1\u00f0ur en Baddi f\u00f3r \u00fat gekk hann jafnan \u00ed f\u00f6\u00f0urlandsn\u00e6rf\u00f6tum innst og ullarhosum upp\u00e1 mi\u00f0ja k\u00e1lfa; fimmt\u00e1n \u00e1ra kvennagulli\u00f0. Og ef hart var \u00e1 t\u00f3baksdalnum t\u00f3ku guttarnir bara \u00ed nefi\u00f0 einsog heilbrig\u00f0 \u00edslensk \u00e6ska.<br \/>\n&nbsp;Svo gleymdi Tommi \u00fev\u00ed ekki hva\u00f0 drengurinn var n\u00fa laginn \u00ed f\u00f3tbolta. Verst a\u00f0 hann skyldi h\u00e6tta a\u00f0 \u00e6fa. \u00dea\u00f0 var flj\u00f3tlega eftir keppnisfer\u00f0ina til F\u00e6reyja og Noregs, \u00fe\u00e1 h\u00e6ttu l\u00edka Grj\u00f3ni og L\u00faddi og megni\u00f0 af gamla har\u00f0a kjarnanum og n\u00fd kynsl\u00f3\u00f0 t\u00f3k vi\u00f0 me\u00f0 Danna og \u00feannig pottorma \u00ed fararbroddi. \u00dea\u00f0 var minnisst\u00e6tt \u00feegar Baddi kom \u00e1 s\u00ed\u00f0ustu \u00e6finguna og sag\u00f0ist ekki nenna lengur svona sm\u00e1barnadellu. T\u00f6lti svo \u00e1 brott \u00ed g\u00famm\u00edsk\u00f3num, kveikti s\u00e9r \u00ed s\u00edgarettustubb \u00e1 g\u00f6ngunni me\u00f0 eldsn\u00f6ggum handt\u00f6kum, skaut eldsp\u00fdtunni upp\u00ed lofti\u00f0 og t\u00f3k hana \u00e1 h\u00e6linn \u00ed fallinu.<br \/>\n&nbsp;\u00deannig enda\u00f0i s\u00fa f\u00f3tbolta\u00e6fing. Baddi var kominn \u00e1 sext\u00e1nda \u00e1ri\u00f0 \u00feegar hann lag\u00f0i af sta\u00f0 \u00fat \u00ed heiminn me\u00f0 st\u00f3ru flugv\u00e9linni. Elsku drengurinn hennar \u00f6mmu, h\u00fan mundi \u00fea\u00f0 svo vel \u00feegar hann kvaddi \u00feau \u00e1 flugvellinum, f\u00e1m\u00e1ll en \u00e6\u00f0rulaus.<br \/>\n&nbsp;\u201e\u00de\u00f3 \u00ed l\u00edfsins straumi bj\u00e1ti eitthva\u00f0 \u00e1<br \/>\n&nbsp;\u00e1kve\u00f0inn og sterkur s\u00e9rtu \u00fe\u00e1.\u201c (s. 146-147)<\/p>\n<p>Dieses zu Deutsch:<\/p>\n<p>\u201e&nbsp;Und Baddi: er gab allem irdischen Streben ein Ziel.<br \/>\n&nbsp;&nbsp;Dieser vielversprechende, aufgeweckte und h\u00fcbsche Junge, Stolz der Familie, der Herzensschatz in Gro\u00dfmutters Gebeten, die die K\u00f6nigin des Alten Hauses am Sp\u00fclbecken laut vor sich hin sang oder schweigend, w\u00e4hrend sie \u00fcber Karten und fremden Schicksalen gr\u00fcbelte. Der Junge mit seinem strahlenden Augen, dem L\u00e4cheln, der Hilfsbereitschaft und G\u00fcte allem gegen\u00fcber, was da lebte und atmete.<br \/>\n&nbsp;&nbsp;Nun stand seine Heimkehr bevor.<br \/>\n&nbsp;&nbsp;Gl\u00fccklich die Amerikaner, da\u00df sie seine Anwesenheit w\u00e4hrend der letzten Jahre genie\u00dfen durften, fand Lina, dieses beinharte Wesen, das sich jahrzehntelang keine Sentimentalit\u00e4ten geleistet hatte. Jetzt sprach sie mit so tr\u00e4nenerstickter Sehnsucht von ihrem Baddi, da\u00df sogar Tommi ger\u00fchrt war und sich einbildete, nun, da der Engel heimk\u00e4me, w\u00fcrde alles hell und sch\u00f6n. Trotzdem \u2013 Danni hatte Tommi immer n\u00e4hergestanden; sie hatten so vieles gemeinsam, er und der j\u00fcngere der Br\u00fcder. Er, den man kaum vermi\u00dfte und der selten in den Erinnerungen der Familie auftauchte, h\u00f6chstens, wie wenn ein Rabe sich fl\u00fcchtig auf dem Giebel niederl\u00e4\u00dft und kr\u00e4chzt.<br \/>\n&nbsp;&nbsp;Wenn Tommi zur\u00fcckdachte, sah er, da\u00df Baddi nie wirklich ein unartiges Kind gewesen war. Alles \u00dcbertreibungen und mangelndes Verst\u00e4ndnis gegen\u00fcber der Jugend. Sind und bleiben Jungs nicht immer Jungs? Zuletzt war er f\u00fcr Tommi eine &#8230;<br \/>\n<img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/blogpicts\/karason_teufelsinsel.jpg\" alt=\"aus: Einar Karason: Die Teufelsinsel\" \/><br \/>\n&#8230; z\u00fcndete sich im Gehen mit blitzschnellen Handbewegungen einen Zigarettenstummel an, warf das Streichholz in die Luft und kickte es mit der Ferse weg.<br \/>\n&nbsp;&nbsp;Damit endete jenes Fu\u00dfballtraining.\u201c<\/p>\n<p>(S. 162-164 &#8211;  2. Auflage Taschenbuchausgabe Mai 1997 \u2013 btb Taschenbuch 72142)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein \u00e4ltester Sohn hei\u00dft mit zweitem Vornamen Einar (Vorname altisl\u00e4ndischen Ursprungs Einarr zu altisl\u00e4ndisch einn &#8222;ein; allein&#8220; + altisl\u00e4ndisch herr &#8222;Herr, Krieger, Menge, Volk&#8220; -> etwa -> &#8222;der allein k\u00e4mpft&#8220;). 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