{"id":4193,"date":"2011-03-18T10:24:53","date_gmt":"2011-03-18T09:24:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=4193"},"modified":"2011-03-16T13:33:56","modified_gmt":"2011-03-16T12:33:56","slug":"das-leben-ist-zu-lang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=4193","title":{"rendered":"Das Leben ist zu lang"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Das_Leben_ist_zu_lang\" target=\"_blank\">Das Leben ist zu lang<\/a> ist ein deutscher Film des Schweizer Regisseurs <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dani_Levy\" target=\"_blank\">Dani Levy<\/a> aus dem Jahr 2010.<\/p>\n<p><em>\u201eAlfi Seliger (Markus Hering) versucht seit Jahren vergebens an den Erfolg fr\u00fcherer Jahre anzukn\u00fcpfen. In der Filmindustrie ist der Glanz seines Erfolgsfilms \u201eMein blaues Wunder&#8220; l\u00e4ngst verblasst und so bem\u00fcht sich der liebenswerte Loser zunehmend verzweifelt sein neuestes Drehbuch an den Mann zu bringen. Privat ergeht es dem sich selbst als Nebbich bezeichnenden Alfi auch nicht viel besser. Die beiden Kinder empfinden ihn als peinlich und seine Pornos synchronisierende Frau (Meret Becker) w\u00fcrde ihren j\u00fcdischen Hypochondergatten liebend gern f\u00fcr ihren Boss verlassen. Auch von der Mutter (Elke Sommer) bekommt Alfi Druck, der Hausarzt (Heino Ferch) konfrontiert ihn allzu gern mit m\u00f6glichen Krankheiten und sein Psychiater-Guru Tabatabai (Udo Kier) r\u00e4t ihm auch schon mal zum Selbstmord. Auf einem Empfang trifft der Ungl\u00fcckliche dann auf die durchtriebene Natasha (Veronica Ferres), die ein Auge auf ihn und zugleich auf eine Rolle in seinem Skript wirft. Sie n\u00f6tigt ihren einige Jahre \u00e4lteren Produzenten-Ehemann dazu, dass Projekt umzusetzen. Doch der Deal birgt einige T\u00fccken und das Leben hat noch einige weitere Gemeinheiten f\u00fcr Alfi parat&#8230;\u201c<\/em><\/p>\n<p>aus: <a href=\"http:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/181849.html\" target=\"_blank\">filmstarts.de<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" width=\"480\" height=\"390\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/rookgLsCGwM\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><br \/>\nDas Leben ist zu lang [Trailer] <\/p>\n<p>Ich halte immer einmal Ausschau nach einem guten Film aus deutschen Landen. Deutsche Filme gibt es jede Menge, meist sind das Kom\u00f6dien \u2013 leider sehr unterschiedlichster Qualit\u00e4t. So kam ich zu diesem Film, der nat\u00fcrlich auf DVD <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B004FHEKRI\/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&#038;tag=familiealbin-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B004FHEKRI\" target=\"_blank\"><strong>Das Leben ist zu lang<\/strong><\/a><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=familiealbin-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B004FHEKRI\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/> erh\u00e4ltlich ist, und kann mich irgendwie nicht entscheiden, ob ich ihn nun empfehlen soll oder nicht.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst ist der Film ein Portr\u00e4t der Filmindustrie und eine Erz\u00e4hlung von der Gier nach Ruhm und Geld. Und es ist ein Film \u00fcber einen nicht mehr taufrischen j\u00fcdischen Regisseur, dessen Erfolge schon etwas l\u00e4nger her sind. Dieser erinnert mit seiner Hornbrille allein vom Aussehen her (aber eben nicht nur) <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Woody_Allen\" target=\"_blank\">Woody Allen<\/a> und der Figur des Alvy Singer aus Allens \u201eStadtneurotiker&#8220;. Der Vergleich mit Allens Film dr\u00e4ngt sich also auf und soll es wohl auch: Allen ist einer der gro\u00dfen Vorbilder von Regisseur Dani Levy. Und hier setzt die Kritik dann auch an: Levy ist \u201eunerreichbar weit weg von seinem gro\u00dfen New Yorker Vorbild.\u201c Der Anspruch Levys, eine Art deutschsprachiger Woody Allen sein zu wollen, w\u00e4chst ihm \u00fcber den Kopf und erf\u00fcllt sich nicht, wenigstens nicht ganz.<\/p>\n<p>\u201eAlfi Seliger ist ein Filmemacher, dessen gro\u00dfe Zeit vorbei ist. Man erinnert sich noch an eine ziemlich gute Kom\u00f6die von ihm, aber eigentlich ist er aus dem Gesch\u00e4ft. Seit Jahren arbeitet er an einem Drehbuch \u00fcber die Mohammed-Karikaturen. Denn Humor, sagt er, sei die letzte Form der Freiheit. Ein alter Filmproduzent nimmt das Projekt tats\u00e4chlich an. In Wirklichkeit hat er aber kein Geld mehr und w\u00fcrde viel lieber eine TV-Serie daraus machen, selbstverst\u00e4ndlich ohne muslimisches \u00c4rgerpotenzial. Alfis Bank geht pleite, seine Frau langweilt sich in der Ehe und b\u00e4ndelt mit einem anderen an. Seine Kinder hassen ihn, seine Mamme nervt. Er hat Krebs. Sein Psychiater sagt: Wer nicht mehr kann, der will einfach nicht. Das ist genug f\u00fcr einen 50-J\u00e4hrigen, und so schluckt Alfi einen Cocktail aus Schlafmitteln, Schnaps und Allzweckreiniger.<\/p>\n<p>Und dann ist er trotzdem nicht tot. Er wacht wieder auf und merkt, dass er buchst\u00e4blich im falschen Film ist, will sagen, er rebelliert gegen diese ganze klischeehafte Verstrickung, die sein altes Leben gewesen war. Er sp\u00fcrt diesen &#8222;Levy&#8220; auf, der ihn an den Regie-F\u00e4den h\u00e4lt, und bleibt doch der Schw\u00e4chere in dieser filmischen Lebensfiktion, der er nicht entkommt. Das Leben des anderen bleibt immer das eigene.\u201c (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/35\/Das-Leben-ist-zu-lang\" target=\"_blank\">zeit.de<\/a>)<\/p>\n<p>Ich denke, das Problem <a href=\"http:\/\/www.daslebenistzulang.x-verleih.de\/\" target=\"_blank\">des Films<\/a> ist folgendes: Er handelt von einem 50-j\u00e4hrigen <a href=\"http:\/\/de.wiktionary.org\/wiki\/Nebbich\" target=\"_blank\">Nebbich<\/a>, einem neurotischen Versagertypen, von \u201eeinen, dem sich das Leben unter den H\u00e4nden aufl\u00f6st, blo\u00df noch krasser hier, j\u00fcdisch \u00fcberzeichnet, also verzweifelt\u201c. Und wer interessiert sich schon wirklich f\u00fcr einen solchen Menschen. Denkt man sich das gro\u00dfe Vorbild Woody Allen einmal weg, dann ist das ein ganz passabler Film. Irgendwie erinnerte mich der Film gleich zu Anfang an die Film- und TV-Produktionen von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Helmut_Dietl\" target=\"_blank\">Helmut Dietl<\/a> (u.a. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rossini_%E2%80%93_oder_die_m%C3%B6rderische_Frage,_wer_mit_wem_schlief\" target=\"_blank\">Rossini<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kir_Royal_%28Fernsehserie%29\" target=\"_blank\">Kir Royal<\/a>), denen man einen gewissen Unterhaltswert nicht absprechen konnte. Vielleicht liegt es bei mir auch daran, dass ich in die Altersklasse des Protagonisten des Films bestens hineinpasse. Oder ist es dieser j\u00fcdische Flair, der dem Film zweifellos Charme verleiht?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Leben ist zu lang ist ein deutscher Film des Schweizer Regisseurs Dani Levy aus dem Jahr 2010. \u201eAlfi Seliger (Markus Hering) versucht seit Jahren vergebens an den Erfolg fr\u00fcherer Jahre anzukn\u00fcpfen. 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