{"id":4318,"date":"2011-04-14T03:34:10","date_gmt":"2011-04-14T02:34:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=4318"},"modified":"2011-04-14T06:20:33","modified_gmt":"2011-04-14T05:20:33","slug":"absurder-lokfuhrerstreik-beim-metronom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=4318","title":{"rendered":"Absurder Lokf\u00fchrerstreik beim metronom"},"content":{"rendered":"<p>Der Lokf\u00fchrer-Streik der <a href=\"http:\/\/www.gdl.de\/\" target=\"_blank\">GDL<\/a> bei den Privatbahnen und damit bei uns bei der <a href=\"http:\/\/www.der-metronom.de\/\" target=\"_blank\">metronom Eisenbahngesellschaft mbH<\/a> nimmt immer abstrusere Formen an. Wie zu erwarten war, wird erneut vom Donnerstagmorgen 2 Uhr (14.04.) 48 Stunden lang bis zum Samstagmorgen gestreikt. Jetzt hat sich auch der Bundesvorsitzende des Fahrgastverbandes <a href=\"http:\/\/www.pro-bahn.de\/\" target=\"_blank\">Pro Bahn<\/a>, gewisserma\u00dfen der Verbraucherverband der Bahnreisenden, zu Wort gemeldet:<\/p>\n<p><em>\u201eDer f\u00fcr diese Woche angek\u00fcndigte erneute Streik der Lokf\u00fchrer st\u00f6\u00dft auf immer weniger \u00f6ffentliche Akzeptanz. \u201aDie Politik der Gewerkschaft der Lokf\u00fchrer (GDL) ist f\u00fcr die Bahnkunden nicht mehr nachvollziehbar\u2019, kritisierte der Bundesvorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn, Karl-Peter Naumann, im Gespr\u00e4ch mit \u201aWelt Kompakt\u2019. In Wahrheit handele es sich bei den Drohungen und dem bevorstehenden Arbeitskampf um ein \u201areines gewerkschaftspolitisches Machtspiel zwischen der kleineren GDL und der gr\u00f6\u00dferen Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG\u2019, betonte der Hamburger Pro-Bahn-Chef. \u201aDie Gewerkschaften tragen den Streik auf dem R\u00fccken der Passagiere aus &#8211; und nehmen sie gleichsam als Geiseln.\u2019\u201c<\/em> (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/welt_kompakt\/hamburg\/article13146581\/Hamburg-droht-erneut-Streik-bei-privaten-Bahnen.html\" target=\"_blank\">www.welt.de\/print\/welt_kompakt<\/a>)<\/p>\n<p>Hierzu ein Lagebericht von <a href=\"http:\/\/zughalt.de\/heute-11-april-keine-gdl-streiks\/\" target=\"_blank\">zughalt.de<\/a>:<\/p>\n<p><em>\u201eDie Situation ist ausgesprochen kritisch. W\u00e4hrend die Privatbahnkonzerne nicht einmal mehr zu gemeinsamen Verhandlungen bereit sind, will die GDL weder in ein Schlichtungsverfahren eintreten noch von zentralen Forderungen abr\u00fccken. Sie verlangt eine Bezahlung von 105% des DB-Niveaus, verbindliche Personal\u00fcbernahmeregelungen bei Betreiberwechseln, innerbetriebliche Weiterbesch\u00e4ftigung bei Fahrdienstuntauglichkeit und sie m\u00f6chte den Beruf des Lokf\u00fchrers f\u00fcr Hauptschulabg\u00e4nger unzug\u00e4nglich machen.<\/em><\/p>\n<p><em>Mit der wesentlich gr\u00f6\u00dferen Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) wurde bereits ein Branchentarifvertrag f\u00fcr den Nahverkehr abgeschlossen. Er sieht mindestens 93,75% des DB-Lohnniveaus vor, kennt ebenfalls Personal\u00fcbernahmeregelungen bei Betreiberwechseln, sieht aber weiterhin Berufseinstiegsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Hauptschulabg\u00e4nger vor. Diesen Abschluss h\u00e4lt die GDL jedoch f\u00fcr zu schwach.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eBei der Bahngesellschaft Metronom herrscht weiterhin Unverst\u00e4ndnis \u00fcber den Streikaufruf, da die L\u00f6hne bei der Metronom Eisenbahngesellschaft bereits \u00fcber dem von der Gewerkschaft geforderten Niveau liegen w\u00fcrden. \u201aLeider weigert sich die GDL auch weiterhin, Verhandlungstermine zu nennen oder \u00fcberhaupt Forderungen an Metronom in Bezug auf die gesamte Belegschaft zu stellen\u2019, sagt Metronom-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Wolfgang Birlin.<\/em><\/p>\n<p><em>Der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky dagegen ruft die Unternehmen und damit auch die Metronom auf, schnell ein verhandlungsf\u00e4higes Angebot zum Rahmentarifvertrag vorzulegen und den Tarifkonflikt nicht l\u00e4nger auf dem R\u00fccken der Kunden aus[zu]sitzen. Birlin dreht den Spie\u00df um. Er fordert die GDL auf, mit einer verhandlungsf\u00e4higen Forderung an den Verhandlungstisch zu kommen. Denn um das Hauptanliegen der GDL, die Anpassung der Geh\u00e4lter an das Niveau der Deutschen Bahn (DB), k\u00f6nne es bei den Streikaufrufen bei der Metronom-Gesellschaft laut Birlin nicht gehen.<\/em><\/p>\n<p><em>\u201aWir zahlen schon jetzt allen Lokf\u00fchrern mehr Lohn als die DB, in der Spitze sogar mehr als 15 Prozent mehr Grundgehalt\u2019. Ein Berufseinsteiger verdiene bei Metronom nach einer bis zu neunmonatigen Ausbildungszeit mit allen Zuschl\u00e4gen ein Jahresgehalt von etwa 32 700 Euro brutto. Angesichts dieser Zahlen k\u00f6nne die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des Metronom die fortgesetzten Streikma\u00dfnahmen der GDL nicht nachvollziehen.\u201c<\/em> (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/region\/stade\/article1840437\/Bahnstreik-laesst-Stader-Pendler-kalt.html\" target=\"_blank\">www.abendblatt.de<\/a>)<\/p>\n<p>Hierzu ein kleiner Beitrag von <a href=\"http:\/\/www.freiepresse.de\/RATGEBER\/JOB-KARRIERE\/Wie-werde-ich-Lokfuehrer-artikel7631582.php\" target=\"_blank\">freiepresse.de<\/a> vom 7. April hinsichtlich der Ausbildung zum Lokomotivef\u00fchrer bei deutschen Eisnebahnunternehmen:<\/p>\n<p><em>\u201eAls Richtwerte f\u00fcr die Ausbildungsverg\u00fctung nennt die Bundesarbeitsagentur 647 Euro pro Monat im ersten, 720 im zweiten und 793 im dritten Ausbildungsjahr. Sp\u00e4ter kann die Bezahlung 2295 bis 2559 Euro brutto betragen. <strong>Sven Gr\u00fcnwoldt von der Gewerkschaft GDL<\/strong> weist darauf hin, dass es gro\u00dfe Gehaltsunterschiede von bis zu 30 Prozent gebe. \u201aSchlusslicht ist die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft ODEG. <strong>Besonders gut zahlt die Metronom Eisenbahngesellschaft<\/strong> in Niedersachsen.\u2019\u201c<\/em><\/p>\n<p>Metronom wird bestreikt, weil sie mehrheitlich zur <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Netinera\" target=\"_blank\">Netinera<\/a> (Im M\u00e4rz 2011 erfolgte die Umbenennung des Unternehmens von Arriva Deutschland in Netinera Deutschland) geh\u00f6rt. Bei metronom gilt ein Haustarifvertrag. Die GDL will aber einen einheitlichen Bundesrahmentarifvertrag \u2013 auch bei Netinera und damit bei metronom. \u00dcber die Eigentumsverh\u00e4ltnisse hatte ich mich bereits hinreichend in meinem Beitrag <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=4152\" target=\"_blank\">\u201eItalienische Verh\u00e4ltnisse\u201c<\/a> ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Ich halte es f\u00fcr geradezu absurd, wenn die Lokf\u00fchrer der metronom Eisenbahngesellschaft streiken. Obwohl sie \u00fcberdurchschnittlich verdienen, streiken angeblich alle 100 % der metronom-Lokf\u00fchrer, die in der GDL organisiert sind. Solidarit\u00e4t ist etwas Sch\u00f6nes. Aber wenn hierf\u00fcr die Fahrg\u00e4ste \u201egleichsam als Geiseln\u201c genommen werden, dann ist der Streik zumindest bei metronom \u201ev\u00f6llig \u00fcberzogen\u201c. Apropos: \u201ev\u00f6llig \u00fcberzogen\u201c: Hier noch etwas am Schluss: Es geht um <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aussperrung\" target=\"_blank\">Aussperrung<\/a>. Als Aussperrung bezeichnet man die vor\u00fcbergehende Freistellung von Arbeitnehmern von der Arbeitspflicht durch einen Arbeitgeber in einem Arbeitskampf ohne Fortzahlung des Arbeitslohnes. Sie ist somit typischerweise die Antwort der Arbeitgeberseite auf einen Streik und soll die Kosten des Streiks f\u00fcr die Gewerkschaften erh\u00f6hen.<\/p>\n<p><em>\u201eDer franz\u00f6sische Staatskonzern Veolia hat[te] &#8230; angek\u00fcndigt, die Lokomotivf\u00fchrer der Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt, der Nord-Ostsee-Bahn, der Nord-West-Bahn, der Bayerischen Regiobahn und der Mitteldeutschen Regiobahn bis zum 4. April 2011 auszusperren.<\/em><\/p>\n<p><em>Es ist den Lokomotivf\u00fchrern somit verboten, in dieser Zeit im Unternehmen zu arbeiten. Obwohl die GDL nur zwei Tage zum Arbeitskampf aufgerufen hat, sollen die Lokomotivf\u00fchrer vier Tage keinen Lohn bekommen. \u201aDas ist ein klarer Versuch, die GDL und ihre Lokomotivf\u00fchrer einzusch\u00fcchtern. Wir lassen unsere Mitglieder aber nicht im Regen stehen\u2019, so der GDL-Bundesvorsitzende. Die GDL wird zun\u00e4chst die Recht- und Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit dieser Ma\u00dfnahme gerichtlich pr\u00fcfen lassen. Weselsky: \u201aWir halten die Aussperrung f\u00fcr v\u00f6llig \u00fcberzogen. Im Zweifelsfall werden wir unseren Mitgliedern aber f\u00fcr die gesamte Dauer der Aussperrung Streikgeld gew\u00e4hren.\u2019\u201c<\/em> (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stadtmorgen.de\/wirtschaft\/bahnstreik-der-gdl-lokomotivfuhrer-vier-tage-ausgesperrt-kein-lohn\/13906.html\" target=\"_blank\">www.stadtmorgen.de<\/a>)<\/p>\n<p>Herr Weselsky, es ist schon interessant, wie Sie hier mit zweierlei Ma\u00df messen. Sie halten die Aussperrung f\u00fcr v\u00f6llig \u00fcberzogen. Sch\u00f6n. Fragen Sie doch einmal, was die Kunden, die tagt\u00e4glich mit den Bahn zur Arbeit und zur\u00fcck pendeln, von ihren tagelangen Streiks halten. Hier die Antwort: \u201eDer f\u00fcr diese Woche angek\u00fcndigte erneute Streik der Lokf\u00fchrer st\u00f6\u00dft auf immer weniger \u00f6ffentliche Akzeptanz.\u201c Herr Weselsky, es wird Zeit f\u00fcr Verhandlungen. Sperren Sie sich nicht l\u00e4nger gegen eine Schlichtung. Und geben Sie endlich ihr \u201egewerkschaftspolitisches Machtspiel\u201c auf. <strong>Es reicht!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Lokf\u00fchrer-Streik der GDL bei den Privatbahnen und damit bei uns bei der metronom Eisenbahngesellschaft mbH nimmt immer abstrusere Formen an. Wie zu erwarten war, wird erneut vom Donnerstagmorgen 2 Uhr (14.04.) 48 Stunden lang bis zum Samstagmorgen gestreikt. 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