{"id":5045,"date":"2011-10-20T09:01:12","date_gmt":"2011-10-20T08:01:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=5045"},"modified":"2011-10-19T12:51:35","modified_gmt":"2011-10-19T11:51:35","slug":"vergessene-stucke-12-botho-straus-%e2%80%93-kalldewey-farce","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=5045","title":{"rendered":"Vergessene St\u00fccke (12): Botho Strau\u00df \u2013 Kalldewey, Farce"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Botho_Strau%C3%9F\" target=\"_blank\">Botho Strau\u00df<\/a> (* 2. Dezember 1944 in Naumburg) ist ein deutscher Schriftsteller und Dramatiker. Er geh\u00f6rt zu den erfolgreichsten und meistgespielten zeitgen\u00f6ssischen Dramatikern auf deutschen B\u00fchnen. Sein St\u00fcck <a href=\"http:\/\/www.referate-max.de\/referate\/000385_botho_strauss_kalldewey_farce.htm\" target=\"_blank\">Kalldewey<\/a>, eine <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Farce_%28Theater%29\" target=\"_blank\">Farce<\/a>, wurde am 31.01.1982 in der Regie von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Niels-Peter_Rudolph\" target=\"_blank\">Niels-Peter Rudolph<\/a> am <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsches_Schauspielhaus\" target=\"_blank\">Deutschen Schauspielhaus Hamburg<\/a> uraufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Das St\u00fcck von Botho Strau\u00df selbst kenne ich aus einem Band mit verschiedenen Theaterst\u00fccken (suhrkamp taschenbuch 1190 \u2013 1. Auflage 1985) <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B004JJU5Y4\/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&#038;tag=familiealbin-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B004JJU5Y4\" target=\"_blank\"><strong>Theater heute<\/strong><\/a><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=familiealbin-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B004JJU5Y4\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/>, dessen <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/index.php?s=suhrkamp+1190\" target=\"_blank\">andere St\u00fccke<\/a> ich hier bereits alle vorgestellt habe.<\/p>\n<p><strong>Personen:<\/strong><br \/>\nDer Mann (Hans)<br \/>\nDie Frau (Lynn)<br \/>\nK (Kattrin)<br \/>\nM (Meret)<br \/>\nZweiter Mann (Kalldewey)<br \/>\nKellner\/Chef<\/p>\n<p>M: <em>&#8230; nur Lieb und Graus &#8230;<\/em><\/p>\n<p>\u201eLynn und Hans wollen Abschied nehmen und kommen doch nicht voneinander los. Dann explodiert die Elegie, anfangs verbal und kurz darauf in einer Orgie der Gewalt, die K\u00fcsse auf Bisse reimt: Lynn hat zwei Lesben angeheuert, mit deren Hilfe sie ihren Mann zerfetzt und in die Waschmaschine stopft. Erneut abrupter Szenenwechsel: Alle sind wieder wohlbehalten auf der B\u00fchne, bilden inzwischen eine Art Therapiegemeinschaft und feiern Lynns Geburtstag. Neben Hans erscheint ein zweiter Mann, den keiner kennt und keiner eingeladen hat. Er hei\u00dfe Kalldewey, sagt er, gibt ein paar Obsz\u00f6nit\u00e4ten von sich und bleibt ansonsten stumm. Zuerst ist er den anderen l\u00e4stig, doch als er so pl\u00f6tzlich, wie er kam, verschwindet, fehlt er ihnen sehr. Ein zweites Mal sind Lynn und Hans mit sich allein, bis der letzte Akt sie auf den Korridor eines B\u00fcrogeb\u00e4udes katapultiert. Der Chef, von dem man nur die Stimme h\u00f6rt, ist hier zugleich der Therapeut und l\u00e4sst alle ohne allzu gro\u00dfes Zutun in turbulenten Rollenspielen ihre Konflikte mit sich, Gott und der Welt durchexerzieren &#8230;\u201c (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.rowohlt-theaterverlag.de\/stueck\/Kalldewey_Farce.1799582.html\" target=\"_blank\">rowohlt-theaterverlag.de<\/a>)<\/p>\n<p>Der Mann: <em>Da gab es einmal einen Rattenf\u00e4nger, dem sind wir hinterher. Mit seiner Fl\u00f6te zog er uns das Ungeziefer von der Seele und ertr\u00e4nkte es im Vergessensflu\u00df.<\/em><\/p>\n<p><em>Strau\u00df&#8216; Persiflage auf das Heilsbegehren westlicher Wohlstandsmenschen wurde 1982 mit dem M\u00fclheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet:<\/em> &#8222;Kalldewey, Farce <em>beschreibt die Zerst\u00f6rtheit ehelicher und nicht-ehelicher Zweierbeziehungen, die Scharlatanerie der zur Routine gewordenen Seelen- und Gruppentherapie, das Versatzst\u00fcckhafte einer sich anti-b\u00fcrgerlich gebenden Sprache.<\/em> Kalldewey, Farce <em>ist gleichzeitig ein Beitrag zu einer zeitgen\u00f6ssischen Dramaturgie. Das St\u00fcck bekennt sich in jedem Augenblick dazu &#8230; nichts als Theater zu sein.&#8220;<\/em> (Aus der Begr\u00fcndung der Jury \u2013 Quelle: <a href=\"http:\/\/www.rowohlt-theaterverlag.de\/stueck\/Kalldewey_Farce.1799582.html\" target=\"_blank\">rowohlt-theaterverlag.de<\/a>)<\/p>\n<p>Der Mann: <em>Es war dies nur ein Spiel mit tieferen Spielen<br \/>\nNicht wirkliche Magie: nach Katalog bestellte Therapie<br \/>\nEin W\u00fchlen in der Krabbelkiste namens Seele<br \/>\nRestposten, alte W\u00fcnsche gr\u00fcn und blau<br \/>\nSpottbillig der Krempel, man w\u00fchlt sich<br \/>\nDurch Gelegenheiten, halb gierig, halb interesselos<br \/>\nUnd bringt bestimmt was \u00dcberfl\u00fcssiges nach Haus.<br \/>\nDennoch hab ich viel dazugewonnen.<br \/>\nDie Kur war schlimm, die Regeln wirr<br \/>\nDoch h\u00e4tt ich niemals bessere Partner finden k\u00f6nnen<br \/>\nAls ihr es wart, ihr drei, ihr wart fantastisch<br \/>\nIch dank euch vielmals, gro\u00dfe K\u00f6nner!<\/em><\/p>\n<p>K: <em>Nun lassen wir noch etwas liegen hier,<br \/>\nnur zur Erinnerung \u2013 f\u00fcr <strong>Kalldewey<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p>St\u00fccke, Prosa und mehr von <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/search?ie=UTF8&#038;keywords=Botho%20Strau%C3%9F&#038;tag=familiealbin-21&#038;index=books&#038;linkCode=ur2&#038;camp=1638&#038;creative=6742\" target=\"_blank\"><strong>Botho Strau\u00df<\/strong><\/a><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=familiealbin-21&#038;l=ur2&#038;o=3\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Botho Strau\u00df (* 2. Dezember 1944 in Naumburg) ist ein deutscher Schriftsteller und Dramatiker. Er geh\u00f6rt zu den erfolgreichsten und meistgespielten zeitgen\u00f6ssischen Dramatikern auf deutschen B\u00fchnen. Sein St\u00fcck Kalldewey, eine Farce, wurde am 31.01.1982 in der Regie von Niels-Peter Rudolph am Deutschen Schauspielhaus Hamburg uraufgef\u00fchrt. 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