{"id":604,"date":"2006-09-19T00:05:15","date_gmt":"2006-09-18T22:05:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinz.de\/blog\/?p=604"},"modified":"2006-09-26T13:41:41","modified_gmt":"2006-09-26T11:41:41","slug":"was-ist-blos-mit-ian-los-teil-6-jackqueline-martin-francis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=604","title":{"rendered":"Was ist blo\u00df mit Ian los? Teil 6: Jac(k)queline, Martin &#038; Francis"},"content":{"rendered":"<p><em>Hallo Wilfried,<\/em><\/p>\n<p><em>in der Disziplin der schnellen Antworten stehst Du mir in nichts nach.<\/em><\/p>\n<p><em>Zur Literatur:<\/em><br \/>\n<em>Von Grass habe ich &#8222;Im Krebsgang&#8220; gelesen. Weil es eines seiner weniger umfangreichen Werke ist.  Quasi als Versuchsballon. Das Ergebnis des Versuchs war ern\u00fcchternd. Den &#8222;Simplizissimus&#8220;  habe ich irgendwann mal angefangen, aber nicht zu Ende gelesen. Fr\u00fcher habe ich es gehasst, bei einem Buch vor dem Ende aufzugeben. Es kam einer Kapitulation gleich. Heute sehe ich das gelassener. &#8222;Josef und seine Br\u00fcder&#8220; war auch das Werk, mit dem ich Zugang zu Thomas Mann gesucht habe. Vergeblich. Es gab eine Zeit, in der ich bedauerte, mit den gro\u00dfen Namen der Literatur nicht zurecht zu kommen. Das hat sich Gott sei Dank gelegt; mittlerweile komme ich mit der Mischung aus gut lesbaren Romanen und Sachb\u00fcchern ganz gut klar.<\/em><\/p>\n<p><em>Zur deutschen Volksmusik:<\/em><br \/>\n<em>Ich muss wohl mentale Scheuklappen getragen haben, als ich die deutsche Folklore nur mit Karl Moik und Konsorten gleichgesetzt habe ! Dass Zupfgeigenhansl, Liederjan, Schelmisch und Co. ebenfalls deutsches Liedgut verk\u00f6rpern, war mir irgendwie nicht bewusst.  Das muss wohl an meinem dominanten Feindbild von Heino und seinesgleichen liegen, das andere Aspekte bis zur Unkenntlichkeit verdeckt. Anders kann ich mir das nicht erkl\u00e4ren. Mann, ist das peinlich !<\/em><\/p>\n<p><em>Allerdings sehe ich noch einen Unterschied zwischen dem, was unsere britischen Folk-Helden ver\u00f6ffentlichen und dem, was Liederjan und Schelmisch pr\u00e4sentieren:<\/em><br \/>\n<em>Die Musik der britischen Musiker ist wirklich volksnah; ich bin sicher, dass auf den Inseln fast jeder deren Musik kennt. Die Musik von Zupfgeigenhansl oder Schelmisch dagegen stammt gr\u00f6\u00dftenteils aus vergangenen Jahrhunderten; das macht sie f\u00fcr mich interessant und f\u00fcr die Ballermann-Fraktion kryptisch. Living in the past. Hier schlie\u00dft sich der Kreis.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich kann mir gut vorstellen, dass Deine Jungs schon etwas von den Murphys geh\u00f6rt haben. Ich glaube, diese Altersstufe ist die Hauptzielgruppe der Band. Zumindest, was ihre wenig anspruchsvollen Texte angeht. Ich bin durch Zufall auf diese Formation gesto\u00dfen, als ich im Internet nach einer Interpretation von &#8222;The Green Fields of France&#8220; gesucht habe. Das haben die Burschen wirklich gut hinbekommen. Mit pipes and drums, so, wie es sich geh\u00f6rt.<\/em><\/p>\n<p><em>Noch einmal zu den Tulls:<\/em><br \/>\n<em>Das Gesangsproblem des Mr. Anderson l\u00e4sst mir wirklich graue Haare wachsen: <strong>Mit<\/strong> Gesang geht nicht, <strong>ohne<\/strong> aber auch nicht. Da schwebt man als Fan zwischen Hammer und Amboss, zwischen Skylla und Charybdis, zwischen Pest und Cholera.<\/em><\/p>\n<p><em>Zu Mr. Barre: irgendwo las ich neulich, dass er zu den am meisten untersch\u00e4tzten Gitarristen unseres Globus z\u00e4hlt. Im Rockzirkus passen Genie und Zur\u00fcckhaltung eben nur schlecht zusammen. Wei\u00dft Du, wie man seinen Nachnamen korrekt ausspricht ? Mr. Anderson betont es manchmal wie Baarr, manchmal wie Baarree. Ein bekannterma\u00dfen inkompetenter Musikjournalist meines Lieblings-Radiosenders sprach es einmal B\u00e4\u00e4rr aus.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Video zu &#8222;Jack-a-Lynn&#8220; hat es mir angetan. Aus 1991, zeigt es einen 44j\u00e4hrigen Mr. Anderson, bei dem die Stimme sich leicht erholt zu haben scheint, bevor sie sp\u00e4ter vollkommen kollabiert. Dieses Video zeigt einen sch\u00f6nen \u00dcbergang vom jungen zum alten Mr. Anderson.  Dar\u00fcber hinaus gef\u00e4llt mir der Song ganz einfach. Ohne die st\u00f6rende Fl\u00f6te. Gibt es eine Statistik dar\u00fcber, wie viele Songs von JT ohne Fl\u00f6te auskommen ? Aber ich schweife ab !<\/em><\/p>\n<p><em>Die Ansichten des guten Francis sind von meiner eher konservativen Warte aus gesehen etwas bizarr. Den Spagat zwischen Tull und Tokio Hotel muss man erst mal hinkriegen. Ich vermute, dass Francis wesentlich j\u00fcnger ist als ich und dass er Mr. Anderson in der Kopftuch-Phase kennen gelernt hat. Deshalb vermisst er sie jetzt. Genauso geht es mir mit der Folk-Musik der Tulls.  Im &#8222;Schweigen der L\u00e4mmer&#8220; sagt Dr. Lector: &#8222;Was begehren wir ? Das, was wir t\u00e4glich sehen !&#8220; Vor diesem Hintergrund hat Francis mein vollstes Mitgef\u00fchl.<\/em><\/p>\n<p><em>Das mit der Vielfalt meinte ich schon ernst. Wenn ich gezwungen w\u00e4re, mir jahrelang jeden Tag die Folk-Alben des Mr. Anderson anzuh\u00f6ren, w\u00fcrde ich mir hei\u00dfes Wachs in die Ohren gie\u00dfen. Was die Lieblingsmusik zur Lieblingsmusik macht, ist u.a. die Tatsache, dass ich sie h\u00f6ren kann, wenn ich Lust dazu habe. Wenn es keine Alternativen g\u00e4be, k\u00f6nnte man nicht vergleichen und das ein oder andere als &#8222;gut&#8220; befinden.<\/em><\/p>\n<p><em>Mit Fu\u00dfball habe ich \u00fcberhaupt nichts am Hut. Es gibt kaum eine Sache in diesem Universum, die mich weniger interessiert. Meine Zwillinge spielen mit Begeisterung im hiesigen Fu\u00dfballverein, aber von mir haben sie das nicht. In diesem Verein bin ich bei den anderen Eltern als Fu\u00dfballhasser verschrien. Damit kann ich sehr gut leben, im Gegenteil. Ich hefte mir dieses Attribut wie einen Orden an die Brust und pflege dieses Image bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Dass Mr. Anderson ebenfalls ein gest\u00f6rtes Verh\u00e4ltnis zum Fu\u00dfball hat, las ich ein einem Interview. Hierin ging es um die Qualit\u00e4t seiner Texte. Er meinte, es k\u00f6nne nicht nur anspruchsvolle Lyrics \u00e0 la Tull geben, es m\u00fcsse auch Texte f\u00fcr Fussballer geben. Ich habe \u00fcberlegt, ob ich einen Ausdruck dieses Interviews ans Schwarze Brett im Vereinsheim h\u00e4ngen soll. Ich habe es gelassen, weil meine Kinder den Papa noch brauchen&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Also, bis bald !<\/em><\/p>\n<p><em>Lockwood<\/em><\/p>\n<p>~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~<\/p>\n<p><em>Hallo Lockwood,<\/em><\/p>\n<p><em>also von der schnellen Truppe bin ich nun nicht gerade (gut Ding braucht Weile). Eigentlich wundert es mich selbst, dass ich mich, kaum ist eine Mail von Dir da, hinsetze, um zu antworten. Meine Frau hat in fr\u00fcheren Jahren bestimmt nicht so viele Liebesbriefe erhalten, wie ich Dir inzwischen Mails geschrieben habe.<\/em><\/p>\n<p><em>Lasse ich Herrn Anderson erst einmal beiseite. Nur kurz etwas zum <a href=\"https:\/\/www.albinz.net\/jethrotull\/jt_jack_a_lynn.html\" target=\"_blank\">Jack-a-Lynn-Video<\/a>. Das stammt ja von einer TV-Aufnahme des t\u00fcrkischen Fernsehens von einem Konzert aus dem Jahre 1991. Wie alle die Videos auf meiner Website ist das in bescheidener Realmedia-Qualit\u00e4t. Das hat nat\u00fcrlich etwas damit zu tun, dass ich nicht so viel Webspace, also Speicherplatz f\u00fcr meine Website habe. Die Videos sind zudem f\u00fcr Modem-ISDN-Anschl\u00fcsse gedacht (als ich die ersten Videos eingespielt habe, gab es noch kein DSL bzw. DSL war unbezahlbar). Aber auch das urspr\u00fcngliche Video ist eigentlich sehr mager. Jetzt habe ich aber von einem anderen Tull-Fan das gesamte Istanbul-Video als DVD (abgezogen von einem VHS-Masterband) bekommen. Inzwischen habe ich auch noch anderes Tull-Material. Vieles stammt von <a href=\"http:\/\/www.laufi.de\/tull\/d\/\" target=\"_blank\">laufi.de<\/a>  in VCD-, VideoCD-Qualit\u00e4t mit einer Aufl\u00f6sung von 352&#215;288 Pixel\/Bildpunkten \u2013 aber auch einige DVDs (hat als PAL 720 x 576) \u2013 aber die stammen mehr aus der letzten Zeit.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie sieht es bei Dir aus mit <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/DivX\" target=\"_blank\">DIVX<\/a>? Einen <a href=\"http:\/\/www.divx.com\/\" target=\"_blank\">Player<\/a> f\u00fcr den Rechner (Software) gibt es kostenlos im Internet, aber nicht nur den, sondern auch Software, mit der man z.B. DVD-Videos umwandeln kann. Ohne gro\u00dfe Verluste braucht man dann nur noch etwa 1\/5 des Speicherbedarfs (So bekomme ich ohne Weiteres bis zu 10 Stunden Video auf eine selbstgebrannte DVD). Die meisten (neueren) DVD-Player (ich meine die Hardware) unterst\u00fctzen zudem DIVX. Ist nat\u00fcrlich nichts f\u00fcr absolute HiTech-Fans, die alles in Superqualit\u00e4t haben m\u00fcssen (Heimkino vom feinsten und so).<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn wir schon einmal bei diesem Thema sind: Hast Du irgendwelches Material von Jethro Tull? Videos, Bilder, Audios? Okay, im Internet findet sich da vieles. Aber manchmal gibt es ja doch noch Sch\u00e4tze, die man nicht hat. Sehnlichst gesucht sind da nat\u00fcrlich alte Sachen (ich denke u.a. an eine brauchbare Videoaufnahme von A Passion Play). Kennst Du eigentlich das <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=367\" target=\"_blank\">Tampa-Video von 1976<\/a>?<\/em><\/p>\n<p><em>Zu Francis: Von wegen jung, der Typ ist nur v\u00f6llig durchgeknallt oder bizarr, wie du schreibst. Guckt Dir einmal seine <a href=\"http:\/\/members.aol.com\/fraasel\/myhomepage\/\" target=\"_blank\">Homepage<\/a> an. Aber irgendwie haben wir ja alle unsere Macken.<\/em><\/p>\n<p><em>Zu Bildchen usw.. Schade, dass Du kein Bild von Dir mit Kopftuch hast. Das w\u00e4re es doch, oder? Das mit dem Bild l\u00e4uft nicht weg. Ich steh nicht so auf Bilder von mir. Nur ganz ohne ist auch nichts, vor allem wenn man sich schon in der \u00d6ffentlichkeit zeigt. Ich m\u00f6chte schon wissen, mit wem ich es zu tun habe. Und man kann sich ja auch leicht verfremden.<\/em><\/p>\n<p><em>Ach so: Martin Barre. Ich muss einmal gucken. Auf einem Video stellt er sich selbst vor: My name is &#8230;<br \/>\nAlso ich denke Baarr ist richtig. Das Baarree von Anderson ist wieder einmal einer dieser kleinen \u00dcberspitzungen. Soll wohl franz\u00f6sisch klingen und bezieht sich auf Martins 2. Vornamen: Lancelot. Martin Lancelot Baarree &#8230;.! B\u00e4\u00e4rr ist Quatsch.<\/em><\/p>\n<p><em>Enough<\/em><br \/>\n<em>Viele Gr\u00fc\u00dfe und ein sch\u00f6nes Wochenende<\/em><br \/>\n<em>Wilfried<\/em><\/p>\n<p><em><strong>P.S.<\/strong> <img src=\"https:\/\/www.albinz.net\/images\/audio_on.gif\" alt=\"Audio on\" \/> \u201cI am Martin Barre \u2026\u201d (<a href=\"https:\/\/www.albinz.net\/images\/martin_barre.mp3\">im Anhang als mp3<\/a> \u2013 aus einer TV-Sendung von 2001 in den USA)<\/em>\n<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/babelfish.altavista.com\/babelfish\/trurl_pagecontent?url=https:\/\/www.willizblog.de\/?p=604&#038;lp=de%5Fen\" target=\"_blank\">English Translation for Ian Anderson<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Wilfried, in der Disziplin der schnellen Antworten stehst Du mir in nichts nach. Zur Literatur: Von Grass habe ich &#8222;Im Krebsgang&#8220; gelesen. Weil es eines seiner weniger umfangreichen Werke ist. Quasi als Versuchsballon. Das Ergebnis des Versuchs war ern\u00fcchternd. 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