{"id":6811,"date":"2013-01-14T08:35:21","date_gmt":"2013-01-14T07:35:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=6811"},"modified":"2013-01-17T14:14:06","modified_gmt":"2013-01-17T13:14:06","slug":"neonazi-laden-in-tostedt-schliest-zum-monatsende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=6811","title":{"rendered":"Neonazi-Laden in Tostedt schlie\u00dft zum Monatsende"},"content":{"rendered":"<p>Man mag es kaum glauben, aber Stefan Silar wird mit Ende dieses Monats seinen Neonazi-Laden in Tostedt schlie\u00dfen. Er habe den Mietvertrag aus freien St\u00fccken gek\u00fcndigt, der Online-Handel gehe nur solange weiter, bis er seine Restbest\u00e4nde los geworden ist. Es brauche auch niemand Angst haben, dass er woanders ein neues Gesch\u00e4ft er\u00f6ffne, so Silar.<\/p>\n<p>Ist Silar auf dem Weg vom Saulus zum Paulus, wie es die <a href=\"http:\/\/services.kreiszeitung-wochenblatt.de\/uploads\/blaetterkatalog\/ausgabe\/sa\/nh\/12012013\/index.html\" target=\"_blank\">Kreiszeitung \u2013 Nordheide Elbe&#038;Geest Wochenblatt<\/a> in seiner Ausgabe vom 12. Januar 2013 verk\u00fcndet?<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/images\/silar_wochenblatt.jpg\" alt=\"aus: Nordheide Elbe&#038;Geest Wochenblatt vom 12. Januar 2013\" title=\"aus: Nordheide Elbe&#038;Geest Wochenblatt vom 12. Januar 2013\" \/><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst ist die Schlie\u00dfung nicht ganz so freiwillig, wie Silar meint. Der Vermieter, der zuvor vergeblich versucht hatte, die Immobilie, die Silars Ladengesch\u00e4ft einschlie\u00dft, zu verkaufen, wird k\u00fcnftig die R\u00e4ume als Wohnungen nutzen.<\/p>\n<p>Mit Schlie\u00dfung des Ladens d\u00fcrfte f\u00fcrs erste der Treffpunkt der rechtsextremen Szene in Tostedt entfallen. Ob damit \u201adas Problem\u2019 allerdings auf lange Sicht gel\u00f6st ist, muss bezweifelt werden.<\/p>\n<p>Ob nun freiwillig oder nicht \u2013 Silar zieht sich als Galionsfigur der rechten Szene in Tostedt zur\u00fcck. \u00dcber die Gr\u00fcnde kann nur spekuliert werden. Sicherlich ist ein Grund die manchmal bitter erfahrene Ausgrenzung Silars und seiner Familie in Tostedt. Nat\u00fcrlich ist es nicht hinzunehmen, wenn ein Kind der Familie Silar auf Betreiben anderer Eltern im Kindergarten isoliert bzw. von anderen Kindern gemieden wird, was ohne Zweifel geschehen ist. Dass man um Herrn Silar selbst einen gro\u00dfen Bogen macht, ist nicht verwunderlich, so lange dieser f\u00fcr ein Gedankengut einsteht, das nicht akzeptabel ist.<\/p>\n<p>Ob nun Herr Silar vielleicht ein in die rechtsextremistische Szene t\u00e4tiger V-Mann ist, wie ich einmal an anderer Stelle spekuliert habe (<a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=5688\" target=\"_blank\">Kleinkrieg in Tostedt?<\/a>), und der jetzt \u201azur\u00fcck gepfiffen\u2019 wird, erscheint unwahrscheinlich, denn dann h\u00e4tte er mehr Schaden in Tostedt angerichtet als Nutzen bewirkt. Aber wer wei\u00df das schon. Heute ist vieles m\u00f6glich, auch das schier Unm\u00f6gliche.<\/p>\n<p>Was sind also die Gr\u00fcnde? Dazu m\u00fcsste sich Stefan Silar schon selbst \u00e4u\u00dfern. Von Einsicht oder gar Reue sehe ich bis heute nichts.<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit der <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/regional\/niedersachsen\/heide\/tostedt149.html\" target=\"_blank\">Berichterstattung zur Schlie\u00dfung des Neonazi-Ladens<\/a> wurde ich auf <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/apps\/php\/forum\/showthread.php?t=76547&#038;p=187351#post187351\" target=\"_blank\">eine Stellungnahme<\/a> von Herrn <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erwin_Hilbert\" target=\"_blank\">Erwin Hilbert<\/a> aufmerksam gemacht, der \u201ezu einem liebevollen Umgang mit sogenannten \u201aschwarzen Schafen\u2019 ermuntern\u201c m\u00f6chte. In dem Web-Artikel <a href=\"http:\/\/www.himmelscafe.de\/2006\/main\/newsContent\/showTime.php?subaction=showfull&#038;id=1357231944&#038;archive=&#038;start_from=&#038;ucat=&#038;#content\" target=\"_blank\">&#8222;LIEBE gegen RECHTS!&#8220; Der etwas andere Umgang mit politisch Andersdenkenden!<\/a> f\u00fchrt das Erwin Hilbert n\u00e4her aus.<\/p>\n<p>Nun Erwin Hilbert scheint Herrn Silar sehr gut zu kennen. Ob Stefan Silar und seine Familie die \u201ewunderbaren und wertvollen Menschen\u201c sind, wie Hilbert behauptet, vermag ich nicht zu beurteilen. Seine Taten sprechen da doch eindeutig gegen ihn. Nat\u00fcrlich gestehe ich ihm zu, sich zu wandeln. Und sicherlich sollte er darin die Unterst\u00fctzung finden, die man allen \u201aGestrauchelten\u2019 angedeihen l\u00e4sst. Also nichts gegen christliche N\u00e4chstenliebe. Nur f\u00fcrchte ich, dass Herr Hilbert da einiges zu blau\u00e4ugig sieht, um es gelinge auszudr\u00fccken. Meine Frau hat Herrn Hilbert in seinem Atelier \u201eHinterm Diekhof!\u201c in Tostedt kennengelernt und war doch etwas verwundert \u00fcber ihn. Vielleicht muss man \u201aetwas abgedreht\u2019 sein, um Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Menschen wie Silar entstehen zu lassen. Wahrscheinlich fehlt mir das als \u201aGutb\u00fcrger\u2019, wie Herr Hilbert etwas kritischer denkende Menschen zu nennen pflegt. Gutb\u00fcrger = Gutmensch, ein Terminus, den \u00fcbrigens die rechte Szene gern verh\u00f6hnend verwendet.<\/p>\n<p>Stefan Silar, dass sollte doch betont werden, ist kein unbedarfter Mitl\u00e4ufer der Neonazis. Er hat sich aufgeschwungen zu einer regionalen Gr\u00f6\u00dfe, hat sich als Obernazi feiern und bestaunen lassen \u2013 und hat im \u00fcbrigen durch seinen Laden nicht schlecht daran verdient, ein Neonazi zu sein. Wer ein Gedankengut propagiert, das Menschenverachtung beinhaltet, es tut mir Leid, Herr Hilbert, kann f\u00fcr mich kein wunderbarer Mensch sein. Aber vielleicht steckt in Herrn Silar doch noch einiges Gutes, dass endlich seinen Weg nach Au\u00dfen zu bahnen sucht. Herr Hilbert, helfen Sie Herrn Silar dabei. Vielleicht zeigt sich Herr Silar eines Tages auch mir und den B\u00fcrgern Tostedts als der wertvolle Mensch, den Sie bereits heute in ihm sehen.<\/p>\n<p>Noch eines am Schluss: Ich m\u00f6chte mich zu einem <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/apps\/php\/forum\/showthread.php?t=76547&#038;p=187351#post187351\" target=\"_blank\">Kommentar eines M[ichael] Grau<\/a> in diesem Zusammenhang \u00e4u\u00dfern, den ich so nicht stehen lassen kann: \u201eAuch ist es einfach gegen etwas zu demonstrieren was andere vorgeben.\u201c Gemeint sind die \u00fcber 1000 <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=5532\" target=\"_blank\">Tostedter B\u00fcrger, die im Februar 2012 gegen rechte Gewalt demonstriert<\/a> hatten. Ich glaube kaum, dass man vielen von denen \u201aetwas vorgeben\u2019 muss, um gegen den rechten Spuk auf die Stra\u00dfe zu gehen. Es ist eine Verunglimpfung, die Sie da betreiben, M. Grau, die leider den Gepflogenheiten rechter Kreise sehr \u00e4hneln. Eher sind es die Rechten selbst, den von Leute wie Silar und z.B. auch Sebastian St\u00f6ber ihre Vorgaben erhalten (haben) und sich als blinde Mitl\u00e4ufer zeigen. Mich mit solchen Leuten verglichen zu sehen, ist dann doch ein sehr starkes St\u00fcck.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man mag es kaum glauben, aber Stefan Silar wird mit Ende dieses Monats seinen Neonazi-Laden in Tostedt schlie\u00dfen. Er habe den Mietvertrag aus freien St\u00fccken gek\u00fcndigt, der Online-Handel gehe nur solange weiter, bis er seine Restbest\u00e4nde los geworden ist. Es brauche auch niemand Angst haben, dass er woanders ein neues Gesch\u00e4ft er\u00f6ffne, so Silar. 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