{"id":710,"date":"2007-01-04T05:30:07","date_gmt":"2007-01-04T03:30:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinz.de\/blog\/?p=710"},"modified":"2007-01-04T11:44:24","modified_gmt":"2007-01-04T09:44:24","slug":"was-ist-blos-mit-ian-los-teil-40-jahreswechsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=710","title":{"rendered":"Was ist blo\u00df mit Ian los? Teil 40: Jahreswechsel"},"content":{"rendered":"<p><em>Hallo Wilfried,<\/em><\/p>\n<p><em>es ist vollbracht. Weihnachten ist vor\u00fcber und der Alltag umf\u00e4ngt uns wieder f\u00fcr einige Tag bis zum Jahreswechsel. Bitte richte Deiner lieben Frau meine nachtr\u00e4glichen Gl\u00fcckw\u00fcnsche zum Geburtstag aus !<\/em><\/p>\n<p><em>Aus gegebenem Anlass zum Auftritt in Maria Laach:<\/em><br \/>\n<em>Das Warten und die Spannung sind vorbei, wir haben den Meister gesehen und geh\u00f6rt. Einigen wird es gefallen haben, anderen nicht. Ich selber muss res\u00fcmieren, dass sich durch die lange Wartezeit eine gewisse Erwartungshaltung aufgeschaukelt hat. Ich kann noch nicht einmal sagen, was ich eigentlich erwartet habe, aber vom Auftritt war ich entt\u00e4uscht.<\/em><\/p>\n<p><em>Die erste Darbietung \u201eRest Ye Merry Gentlemen\u201c kannte ich vorher nicht und ich finde es auch nicht besonders toll. \u201eBourre\u201c kannte ich zwar, es geh\u00f6rte aber nie zu meinen Tull-Favoriten. Und dann \u201eAqualung\u201c: Der Meister versucht es wirklich noch einmal mit Gesang ! Es war zum Erbarmen. Ich habe st\u00e4ndig damit gerechnet, dass jemand auf die B\u00fchne springt und ihn dort herunterzieht. Um ihn vor sich selber zu sch\u00fctzen. Warum tut er sich das an ?<\/em><\/p>\n<p><em>Die Fans, die die Sendung gesehen haben, kennen die gesundheitlichen Hintergr\u00fcnde. Aber was f\u00fcr einen Eindruck muss das auf den Rest der Republik gemacht haben ?<\/em><\/p>\n<p><em>Und \u00fcberhaupt: Der Auftritt hatte stellenweise etwas von Bigband-Sound. Ian Anderson goes James Last. Wenn ich die musikalischen Aktivit\u00e4ten des Meisters in den letzten Jahren intensiver verfolgt h\u00e4tte, w\u00e4re ich am Heiligabend nicht so unvorbereitet gewesen. Aber so musste ich mich st\u00e4ndig fragen, was das Dargebotene mit Jethro Tull zu tun hat.<\/em><\/p>\n<p><em>Was soll&#8217;s, vorbei ist vorbei. Wie wir gesehen haben, dreht der Globus sich trotzdem weiter.<\/em><\/p>\n<p><em>Nun zur\u00fcck zu Deiner letzten mail:<\/em><br \/>\n<em>An Mr. Jobson als Musiker habe ich nie gezweifelt. Es ist wirklich nur die feminine Attit\u00fcde, die mich an ihm st\u00f6rt. Warum eigentlich ? Queen haben sich in ihren fr\u00fchen Jahren auch stark geschminkt pr\u00e4sentiert und das hat mich nie gest\u00f6rt. Keine Ahnung; aber um meine widerspr\u00fcchlichen Empfindungen zu analysieren, fehlt mir im Moment die Mu\u00dfe.<\/em><\/p>\n<p><em>Auf der Jobson&#8217;schen Homepage habe ich gesehen, dass der Sohnemann nicht geschminkt ist. Das beruhigt mich und dabei will ich es belassen.<\/em><\/p>\n<p><em>Deine Wahrnehmung der Schwankungen in des Meisters Stimme erscheinen mir richtig. Es gibt Aufzeichnungen aus der Mitte der 80er Jahre, in denen kr\u00e4chzt wie ein trockengelaufenes Getriebe. Dem gegen\u00fcber steht sein Auftritt in Istanbul aus 1991, bei dem die Stimme relativ passabel klingt (das Video zu \u201eJack-a-Lynn\u201c schaue ich mir immer noch h\u00e4ufig an).<\/em><\/p>\n<p><em>Bei dem Titel <strong>\u201eFor Michael Collins, Jeffrey and me\u201c<\/strong> habe ich jahrelang gedacht, es sei ein Lied f\u00fcr den irischen Widerstandsk\u00e4mpfer Collins. Erst nachdem ich im Songbook gelesen habe, wurde mir klar, dass der Astronaut gemeint war. Dies zeigt, wie toll ich mich mit JT \u2013 Texten auskenne. Das Songbook kam wirklich keinen Tag zu fr\u00fch.<\/em><\/p>\n<p><em>Hier die \u00dcbersetzung daraus zum Mondfahrerlied:<\/em><\/p>\n<p>W\u00e4ssrige Augen der letzten seufzenden Sekunden,<br \/>\ntrauriges Flimmern, stumm und matt,<br \/>\nfordern das weinende Kind des Staunens auf,<br \/>\ndie S\u00fcnde zu bereuen.<\/p>\n<p>Und die blinden und woll\u00fcstigen Liebhaber<br \/>\nder gro\u00dfen ewigen L\u00fcge<br \/>\nglauben weiterhin an nichts,<br \/>\nda etwas sterben muss.<\/p>\n<p>Und die Neugier des Affen &#8211;<br \/>\ndie Macht des Geldes siegt,<br \/>\nund die gelben, weichen Berge beben unter ihm.<\/p>\n<p>Ich bin bei dir, L.E.M., (Lunar excursion module; Mondfahrzeug)<br \/>\nobwohl es schade ist, dass es ausgerechnet ihr sein musstet.<br \/>\nDas Mutterschiff ist nur ein Blinken<br \/>\nvon eurer Reise zu zweit.<\/p>\n<p>Ich bin bei euch, Jungs, also gebraucht bitte etwas mehr Vorsicht.<br \/>\nEs geht mir nicht aus dem Sinn, dass ich zur\u00fcckgelassen wurde,<br \/>\nwenn ich doch dort sein<br \/>\nund mit euch spazieren sollte.<\/p>\n<p>Und die hungrigen Zuschauer mit den welken Gesichtern<br \/>\nbem\u00fchen sich krampfhaft, ihre Blicke zu konzentrieren,<br \/>\nwie der Mann, der am Trapez h\u00e4ngt &#8211;<br \/>\ndessen Sturz Befriedigung bringt.<\/p>\n<p>Sie begl\u00fcckw\u00fcnschen einander<br \/>\nzu ihrer einzigartigen und bewundernswerten Tat,<br \/>\ndie ihr widerwillig herausger\u00fccktes Geld gekauft hat,<br \/>\ndie Saat des Affen zu s\u00e4en.<\/p>\n<p>Und die gelben, weichen Berge,<br \/>\nsie werden wieder ruhig,<br \/>\nempfinden die humanoide Erregung als Aufdringlichkeit.<\/p>\n<p><em>F\u00fcr meinen bescheidenen Grips wirft diese \u00dcbersetzung mehr neue Fragen auf als sie beantwortet.<\/em><\/p>\n<p><em>Das geht mir jedes mal so, sobald ich das Songbook aufschlage. Ich bin sicher, das liegt nicht an den \u00dcbersetzungen. Es ist ganz einfach so, dass ich zur Lyrik des Meisters keinen Zugang finde.<\/em><\/p>\n<p><em>Viele seiner Texte bestehen in meinen Augen aus einer sinnlosen Aneinanderreihung von Metaphern, Bildern und Allegorien. Ich kann keinen Inhalt darin erkennen; ich k\u00f6nnte den Sinn von etlichen Texten nicht mit wenigen Worten wiedergeben.<\/em><\/p>\n<p><em>Aber ich will ehrlich sein: Mein mangelndes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Anderson-Texte muss nicht notwendigerweise in der speziellen Lyrik des Meisters begr\u00fcndet liegen; ich habe schon in der Schule feststellen m\u00fcssen, dass mir f\u00fcr tiefsinnige Gedichte jegliche Antenne fehlt. Meine literarischen Bed\u00fcrfnisse beschr\u00e4nken sich auf Sachberichte und Prosa.<\/em><\/p>\n<p><em>Gl\u00fccklicherweise gibt es aber auch Anderson-Texte, die sich mir voll und ganz erschlie\u00dfen. Es sind jene Texte, in denen er etwas beschreibt oder eine Handlung schildert. In denen es Personen gibt, die etwas tun oder unterlassen. So richtig sch\u00f6n mit Subjekt, Objekt, Pr\u00e4dikat. Somit war das Songbook doch keine Fehlinvestition.<br \/>\nWenn ich mich recht entsinne, war \u201eStand Up\u201c das Album, das Dein Interesse f\u00fcr JT geweckt hat. So vernehme, was der Meister zu diesem Album schreibt:<\/em><\/p>\n<p>Mit \u201eStand Up\u201c begannen wir uns vom Spielen in einer Bluesband, in der Mick Abrahams und ich so etwas wie gleichberechtigte Kr\u00e4fte waren, wegzubewegen. Zwischen Mick Abrahams und Glenn Cornick gab es ernsthafte Schwierigkeiten. In der Band entstanden Probleme in Bezug auf Micks Engagement. Er wollte nicht ins Ausland reisen, er stellte uns ein Ultimatum, indem er sagte: \u201eIch spiele nur dreimal die Woche!\u201c Wir anderen fanden das unm\u00f6glich, wir wollten jeden Abend spielen, wir wollten Erfolg haben! Also konnten wir mit Mick unter diesen Umst\u00e4nden nicht weitermachen, was dazu f\u00fchrte, dass ich die ganze Musik selber schreiben und neue Ideen einbringen musste.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich war dies eine Gelegenheit \u2013 nicht, vom Blues wegzukommen, sondern mich nach neuen Inhalten umzusehen. Wir experimentierten mit exotischen Instrumenten, und so schlichen sich langsam Mandolinen, Balalaikas, Pfeifen, Saxophone, alle m\u00f6glichen Dinge ein. Manche benutze ich selbst heute noch. Ich denke nicht unbedingt, dass \u201eStand Up\u201c ein gro\u00dfartiges Album ist, wunderbar gespielt, mit sagenhaften St\u00fccken \u2013 in vieler Hinsicht sind die Titel naiv, einfach, zum Teil auch ein wenig ichbezogen. Sie sind sicher nicht meine besten St\u00fccke, besonders was die Texte angeht. Aber es war ein ziemlich gutes Album, wenn man den Standard von 1969 betrachtet, es war zumindest interessant und ziemlich originell. Es h\u00f6rte sich nicht an wie alle anderen. Es gab eine Menge Bands damals, die sehr eigenwillig waren. Gruppen wie Yes, Led Zeppelin, Nice und King Crimson hatten ihre ganz spezielle Identit\u00e4t, sie unterschieden sich erheblich voneinander. Es war sch\u00f6n, ein Teil davon zu sein, aber nicht Teil einer bestimmten Musikrichtung. Alle diese Bands waren sehr unterschiedlich, wir waren alle irgendwie wir selbst \u2013 eine enorme Vielfalt. Auch in Amerika gab es ein paar Bands, die wichtig und anders waren, wie Zappa und Captain Beefheart, Grateful Dead, alle mit einer klaren Identit\u00e4t. Mehr als heute m\u00f6glich w\u00e4re, wie ich meine.<\/p>\n<p><em>Der Gr\u00f6hnemeyer ist ganz ohne Hintergedanken entstanden, ein ganz simpler (wenn auch peinlicher) Rechtschreibfehler. Ich mag ihn und seine Musik, er wirkt bei allem was er tut sehr authentisch. Besonders sein \u201eMensch\u201c \u2013 Album hat mich sehr bewegt. Er hat eine ganze Reihe von Texten geschrieben, mit denen ich mich sehr gut identifizieren kann. Und mit mir tausende Anderer, das macht wohl mit seinen Erfolg aus.<\/em><\/p>\n<p><em>Vor einigen Jahren brachte mein Stamm-Radiosender eine interessante Meldung: \u201eDie Musikwissenschaft kann einen epochalen Triumph verbuchen. Man fand heraus: Gr\u00f6nemeyer singt deutsch!\u201c Eine gelungene Anspielung auf Herbys Genuschel.<\/em><\/p>\n<p><em>Nur so ganz kurz zwischendurch: Wenn Du Zeit und Lust hast, schau Dir in youtube das Video zu Roxy Music \u201ePsalm\u201c an. Hier findet sich ein solch gerade gebogenes Saxophon (den korrekten Ausdruck habe ich vergessen), wie es auch Mr. Anderson beim Passion Play verwendete. Wenn ich nicht irre, kommt dieses Instrument auch bei einigen \u201eLaurel and Hardy\u201c \u2013 Filmen im Hintergrund zum Einsatz. Im Klang irgendwo zwischen Klarinette und Schalmei.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Psalm-Video h\u00e4lt noch eine weitere \u00dcberraschung bereit: Nachdem ich es f\u00fcnfmal gesehen hatte, kam mir der Keyboarder seltsam vertraut vor. Es ist niemand geringerer als Mr. Jobson. Mit l\u00e4ngeren Haaren und dezentem Makeup habe ich ihn nicht auf Anhieb erkennen k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich wei\u00df nicht, was Du \u00fcber \u201eDie Entdeckung des Himmels\u201c gelesen hast, das Dich auf Abstand von diesem Roman gebracht hat. Ich will nat\u00fcrlich keine Werbung f\u00fcr das Buch machen, davon h\u00e4tte ich nichts. Nur soviel: Jeder aus meinem Umfeld, der das Buch gelesen hat, war davon begeistert. Aber daraus solltest Du keine Verpflichtung ableiten, es ebenfalls zu lesen.<\/em><\/p>\n<p><em>Lesel\u00f6cher, d.h. Zeiten, in denen man keine Lust hat zu lesen, kenne ich auch. Aber wenn ich vor dem Einschlafen nicht lese, \u00f6ffnen sich Hypnos Arme f\u00fcr mich nur sehr z\u00f6gerlich.<\/em><\/p>\n<p><em>Von der r\u00fcckw\u00e4rts gespielten Fl\u00f6te habe ich noch nie etwas geh\u00f6rt. Was bedeutet das ? L\u00e4sst man eine Aufnahme vom Fl\u00f6tenspiel falsch herum abspielen oder saugt der Instrumentalist statt zu blasen ?<\/em><\/p>\n<p><em>In Deiner letzten mail hast Du etwas sehr Sch\u00f6nes und Wichtiges geschrieben: \u201eUnd gerade in diesen Tagen ist es doch sch\u00f6n, eine Familie zu haben.\u201c Ich mache mir viel zu selten bewusst, wie bedeutend es tats\u00e4chlich ist, in einer intakten Familie aufgewachsen zu sein bzw. jetzt eine eigene Familie zu haben. Ich sehe viel zu oft nur den Stress, den eine gro\u00dfe Familie mit sich bringt. Wie so oft im Leben nehmen wir das Positive viel zu selten wahr. Aber mit Gedanken zu diesem Thema k\u00f6nnte man eine eigene Rubrik f\u00fcllen.<\/em><\/p>\n<p><em>In der Hoffnung, dass diese Zeilen Dich bei bester Laune und Gesundheit erreichen verbleibe ich<\/em><br \/>\n<em>Lockwood<\/em><\/p>\n<p>27.12.2006<\/p>\n<p>~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~<\/p>\n<p><em>Hallo Lockwood,<\/em><\/p>\n<p><em>nun der Alltag hat mich erst ab morgen wieder. Trotzdem komme ich erst jetzt zum Schreiben. Wir waren doch viel unterwegs oder ich hatte einfach keine gro\u00dfe Meinung, am Rechner zu sitzen. Au\u00dferdem gab mein Rechner kurz nach Weihnachten nun doch endg\u00fcltig den Geist auf und ich sitze jetzt an einer alten Gurke, die wenigstens noch f\u00fcr Textverarbeitung taugt. Mit youtube.com u.\u00e4. ist aber schon nichts mehr. Der Internet Browser ist irgendeine 5-er Version, also f\u00fcr solche Sachen v\u00f6llig untauglich.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich hoffe, Du hattest mit Deinen Lieben auch sch\u00f6ne Feiertage und bist gut in das neue Jahr gerutscht. Wir haben alles heil \u00fcberstanden, auch die Geburtstagsfeier meiner Frau. F\u00fcr das neue Jahr w\u00fcnsche ich Dir und Deinen Lieben alles Gute, viel Gesundheit und dass beruflich bzw. schulisch alles glatt l\u00e4uft.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Auftritt des Meisters in <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=705\" target=\"_blank\">Maria Laach<\/a> ist bei mir schon fast Geschichte. \u201eRest Ye Merry Gentlemen\u201c ist eines der St\u00fccke vom \u201eChristmas Album\u201c, die mir nicht sonderlich gefallen. Etwas anderes h\u00e4tte mich mehr angesprochen. Aber egal. Na ja und das Aqualung-Fragment mit Gesang war sicherlich nicht der H\u00f6hepunkt seiner Karriere, aber ganz so schlimm fand ich es dann auch wieder nicht. Auch Mario Adorf kam mindestens einmal kurz ins Schleudern. Zu Weihnachten hat man gen\u00fcgend Erbarmen. Und wie Weihnachten hinter uns liegt, so ist auch dieser TV-Auftritt von Herrn Anderson vorbei und fast schon vergessen.<\/em><\/p>\n<p><em>Vielen Dank f\u00fcr den Auszug aus dem Songbook. Mit Lyrik (und Andersons Texte sind nun einmal Lyrik und keine schlicht gestrickten Liedertexte) ist das nat\u00fcrlich so eine Sache, besonders mit der modernen Lyrik. Ich konnte mich nie so ganz mit Gedichten anfreunden, die zu tiefgr\u00fcndig sind, um es einmal so auszudr\u00fccken. Da mag dem Dichter einiges vorgeschwebt haben, dass ich dann aber so ohne weiteres nicht nachvollziehen kann. Viele der benutzten Metaphern bzw. Allegorien ergeben nicht unbedingt das Bild, dass f\u00fcr mich verst\u00e4ndlich wird. Man muss sich schon eingehender mit einem solchen Gedicht bzw. Liedertext besch\u00e4ftigen. Bei den Anderson\u2019schen Texten kommt dann noch das Problem der \u00dcbersetzung hinzu, dass mit dem Songbook auch nicht vollst\u00e4ndig gel\u00f6st wird. Es ist aber schon eine Hilfe.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Stand up-Album ist textlich sicherlich nicht so anspruchsvoll. Aber insgesamt war das Album eine wichtige Station auf dem Weg, den Jethro Tull gegangen ist. Ich wei\u00df von einen Tull-Fan aus unserem Ort, ein angesehener Wissenschaftler, ich kenne ihn nur fl\u00fcchtig, der die Zeile: \u201eWe ran the race and the race was won by running slowly.\u201c (We used to Know) gewisserma\u00dfen zu seinem Lebensmotto gemacht hat. Ins Deutsche \u00fcbertragen k\u00f6nnte man es mit \u201eEile mit Weile\u201c \u00fcbersetzen oder \u201eKommt Zeit, kommt Rat\u201c. So kommt man auch ans Ziel (und siegt zuweilen), auch wenn man gem\u00e4chlich seines Weges geht.<\/em><\/p>\n<p><em>Von einer<\/em> \u201esinnlosen Aneinanderreihung von Metaphern, Bildern und Allegorien\u201c, <em>wie Du schreibst, w\u00fcrde ich nicht ausgehen. Du (und auch ich) haben es nur (noch) nicht verstanden.<\/em><\/p>\n<p><em>Zu Gr\u00f6nemeyer kann ich mich nicht \u00e4u\u00dfern. Dazu kenne ich ihn nur zu oberfl\u00e4chlich. Ich gehe aber davon aus, dass er Lieder geschrieben hat, deren Texte etwas hergeben. Ich wei\u00df nur vom Tod seiner Frau und dass er diesen Schicksalsschlag musikalisch aufgearbeitet hat, was ihm geholfen hat, den Tod eines geliebten Menschen zu verkraften.<\/em><\/p>\n<p><em>Das <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=OcIWzjPb07A\" target=\"_blank\">Psalm-Video von Roxy Music<\/a> habe ich mir nun doch angeguckt. Es ist \u00fcbrigens ein Soprano-Sax. Der Klang ist, so denke ich, auch von der Spieltechnik abh\u00e4ngig. Bei Roxy Music klingt es nicht allzu gut. Aber auch Ian Anderson hat sicherlich nicht das Optimale aus dem Instrument herausgeholt. Es d\u00fcrfte ihm an der Spielpraxis gemangelt haben. Vergleiche nur Andersons Fl\u00f6tenspiel fr\u00fcherer Tage mit dem Spiel von heute. Fr\u00fcher klang es viel metallener als jetzt. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit dem Soprano-Saxophon.<\/em><\/p>\n<p><em>Zur r\u00fcckw\u00e4rts gespielten Fl\u00f6te muss ich erst selbst noch horchen. Ich denke, die Aufnahme wurde einfach r\u00fcckw\u00e4rts abgespielt. Das St\u00fcck muss sich auf jeden Fall auf \u201eBenefit\u201c befinden.<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr heute genug. Morgen \u2013 wie geschrieben \u2013 hat mich der Alltag wieder. Irgendwie graust es mich, denn bereits zum Jahresanfang kommt auf der Arbeit jede Menge Kram auf mich zu. Aber da hilft es mir auch, eine Familie im R\u00fccken zu haben. Immerhin ist dann ja bald wieder Wochenende.<\/em><\/p>\n<p><em>Also bis bald<\/em><br \/>\n<em>Wilfried<\/em><\/p>\n<p>03.01.2007<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/babelfish.altavista.com\/babelfish\/trurl_pagecontent?url=https:\/\/www.willizblog.de\/?p=710&#038;lp=de%5Fen\" target=\"_blank\">English Translation for Ian Anderson<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Wilfried, es ist vollbracht. Weihnachten ist vor\u00fcber und der Alltag umf\u00e4ngt uns wieder f\u00fcr einige Tag bis zum Jahreswechsel. Bitte richte Deiner lieben Frau meine nachtr\u00e4glichen Gl\u00fcckw\u00fcnsche zum Geburtstag aus ! Aus gegebenem Anlass zum Auftritt in Maria Laach: Das Warten und die Spannung sind vorbei, wir haben den Meister gesehen und geh\u00f6rt. Einigen &hellip; <a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?p=710\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Was ist blo\u00df mit Ian los? 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