{"id":7889,"date":"2013-11-26T10:11:10","date_gmt":"2013-11-26T09:11:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=7889"},"modified":"2013-11-26T10:11:10","modified_gmt":"2013-11-26T09:11:10","slug":"django-unchained","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=7889","title":{"rendered":"Django Unchained"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Django_Unchained\" target=\"_blank\">Django Unchained<\/a> ist ein US-amerikanischer Western von Quentin Tarantino aus dem Jahr 2012. Der Film weist inhaltlich sowie musikalisch sehr viele Merkmale und Anlehnungen gleicherma\u00dfen an den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Italo-Western\" target=\"_blank\">Italowestern<\/a> wie auch an das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Blaxploitation\" target=\"_blank\">Blaxploitation<\/a>genre (rei\u00dferische Filme aus der Sicht von Afroamerikanern gedreht) auf. Zu den Hauptdarstellern z\u00e4hlen Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio und Samuel L. Jackson. Tarantino (Bestes Originaldrehbuch) und Waltz (Bester Nebendarsteller) erhielten 2013 f\u00fcr \u201eDjango Unchained\u201c den Academy Award (Oscar).<\/p>\n<p>Am Wochenende habe ich die Zeit gefunden, um mir <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/search?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;index=dvd&#038;keywords=django%20unchained&#038;linkCode=ur2&#038;tag=familiealbin-21\"><strong>Django Unchained<\/strong><\/a><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=familiealbin-21&#038;l=ur2&#038;o=3\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/> anzuschauen.<\/p>\n<ul><img src=\"http:\/\/de.web.img1.acsta.net\/r_160_240\/b_1_d6d6d6\/medias\/nmedia\/18\/84\/19\/54\/20356665.jpg\" alt=\"Django Unchained\" title=\"Django Unchained\" \/><\/ul>\n<p><em>Der Sklave Django (Jamie Foxx) wird von dem deutschen Ex-Zahnarzt Dr. King Schultz (Christoph Waltz), heute Kopfgeldj\u00e4ger, befreit und unter die Fittiche genommen. Django soll Schultz helfen, die Verbrecher Big John (M.C. Gainey), Ellis (Tom Savini) und Roger Brittle (Cooper Huckabee), die sich auf einer Farm irgendwo im S\u00fcden unter neuem Namen versteckt haben, aufzusp\u00fcren. Da Django von den Brittles einst nicht nur gefoltert wurde, sondern diese auch seine Frau Broomhilda (Kerry Washington) vergewaltigten, hat er sich ihre Gesichter bestens eingepr\u00e4gt und soll sie nun identifizieren. Auf dem Weg zu ihrem Ziel wird Django unter Schultz Patenschaft selbst ein gef\u00fcrchteter Verbrecherj\u00e4ger. Gemeinsam jagt das Duo b\u00f6se Jungs f\u00fcr Geld, bis Django seinen Mentor um einen Gefallen bittet. Er soll ihm helfen, seine Ehefrau Broomhilda zu finden, von der er allerdings keine Ahnung hat, wo sie mittlerweile ist. Die Spur f\u00fchrt das ungleiche Duo zur Farm des Plantagenbesitzers Calvin Candie (Leonardo DiCaprio), der, unterst\u00fctzt von dem verschlagenen Haussklaven Stephen (Samuel L. Jackson) und dem sadistischen Billy Crash (Walton Goggins), seine Sklaven zu brutalen K\u00e4mpfen auf Leben und Tod antreten l\u00e4sst.<\/em><\/p>\n<p>aus: <a href=\"http:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/190918.html\" target=\"_blank\">filmstarts.de<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"540\" height=\"304\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/0RjoVdtE2nk\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><br \/>\nDJANGO UNCHAINED Trailer Deutsch <\/p>\n<p>Mit Filmen von Quentin Tarantino habe ich so meine Schwierigkeiten. Obwohl sich die explizite Darstellung von Gewalt in diesem Film in einem f\u00fcr Tarantino ungew\u00f6hnlich kleinen Rahmen h\u00e4lt, komme ich nicht ganz klar damit. Nat\u00fcrlich spritzt wieder das Blut auf unnat\u00fcrliche Weise durch die Gegend (Tarantino scheint einen h\u00f6llische Spa\u00df daran zu haben; mir kommt das eher ziemlich infantil vor). Auf eine Vergewaltigungsszene, wie sie im Drehbuch stand, hat er aber vorsorglich verzichtet. Daf\u00fcr kracht es aber \u00f6fter gewaltig und kurz vor dem Schluss l\u00e4sst Tarantino durch Django ein ganzes Herrenhaus in die Luft gehen.<\/p>\n<p>Western habe ich noch nie wirklich gemocht. In Jugendzeiten, ich habe es \u00f6fter schon erw\u00e4hnt, waren mir die Orient-Abenteuer von Karl May lieber als der ganze Winnetou-Old Shatterhand-Schmus. Und die Italo-Western mit ihrer Darstellung teilweise exzessiver Gewalt waren noch weniger mein Fall. Tarantinos Django ist eine Art Reminiszenz zu Filmen von Sergio Leone und Sergio Corbucci mit Franco Nero als Django. Das beginnt mit den roten Schriftz\u00fcgen am Anfang des Films. Und setzt sich fort <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Django_Unchained#Musik\" target=\"_blank\">mit der Musik<\/a>, die zum gro\u00dfen Teil aus eben solchen Italo-Western stammt.<\/p>\n<p>Christoph Waltz spielt eine \u00e4hnliche Rolle wie in <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=2769\" target=\"_blank\">Inglourious Basterds<\/a>, nur hat er diesmal die Seiten gewechselt und mimt den Guten. \u00c4hnlichkeiten mit <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=5196\" target=\"_blank\">Klaus Kinski<\/a> als Loco in Corbuccis <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Leichen_pflastern_seinen_Weg\" target=\"_blank\">Leichen pflastern seinen Weg<\/a> sind nicht rein zuf\u00e4llig. Was zun\u00e4chst an der Figur des Dr. King Schultz (wieso eigentlich King?) wie reinster Sarkasmus erscheint, entpuppt sich als eher gutm\u00fctig-naiver Charakter, der Jagd auf die B\u00f6sen macht (nach unserer Sicht geh\u00f6ren nat\u00fcrlich auch Sklavenh\u00e4ndler zu den B\u00f6sen) und ihnen den Garaus macht (<em>\u201etot oder lebendig\u201c<\/em>, da doch lieber tot). Geradezu liebenswert verh\u00e4lt er sich zu dem von ihm (mehr oder weniger) frei gekauften Sklaven namens Django, der ihn in seiner Suche nach seiner Frau, Broomhilda von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Shaft_%28Film%29\" target=\"_blank\">Shaft<\/a>, an die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Siegfried_der_Drachent%C3%B6ter\" target=\"_blank\">Sage von Siegfried<\/a> und Brunhilde erinnert (Tarantino offeriert hier allerdings die nordische Variante der Sage, nicht die des Nibelungen-Liedes). Beide werden Partner als Kopfgeldj\u00e4ger und als Befreier von Djangos Frau.<\/p>\n<p>Dieses oft Naive der Charaktere spiegelt f\u00fcr mich die Denkweise von Tarantino wider. Zum einen bereitet es ihm geradezu kindliches Vergn\u00fcgen, das Blut spritzen zu lassen. Zum anderen dienen seine Helden ja dem Guten (auf wirklich naive Art), wenn sie das B\u00f6se beseitigen. Leider geht das nicht immer so einfach. Und selbst Tarantino ist bereit, seine Helden zu opfern. Es erinnert mich an <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=410\" target=\"_blank\">Hitchcocks Psycho<\/a>, in dem Janet Leigh als Marion Crane lange Zeit die Hauptrolle spielt, um diese dann an Anthony Perkins als Norman Bates abzutreten. Auch in Django ist zun\u00e4chst Christoph Waltz als Dr. King Schultz eindeutig die Hauptfigur, muss aber wie Marion Crane sterben, um Django das Finale zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Mit zwei ein halb Stunden zieht sich der Film doch ziemlich in die L\u00e4nge, nimmt aber in der zweiten Filmh\u00e4lfte noch einmal Fahrt auf, <em>\u201ewas auch mit den Auftritten von Leonardo DiCaprio und Samuel L. Jackson zu tun hat. Der \u201aTitanic\u2019-Star gibt mit sichtlichem Vergn\u00fcgen den aalglatten und grausamen B\u00f6sewicht, der seine intellektuelle \u00dcberlegenheit nur behauptet: In Wahrheit w\u00e4re er ohne seinen cleveren Haussklaven Stephen aufgeschmissen. Diese Rolle wiederum legt Samuel L. Jackson meisterhaft an der Grenze zur Parodie an.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Wie gesagt, so ganz komme ich mit Tarantinos Filme nicht klar. F\u00fcr ihn erscheinen sie mir wie eine Spielwiese zu sein, auf der er seine manchmal eben recht naiv-kindliche Lust am Vergn\u00fcgen auslebt. Und da andere eine \u00e4hnliche Lust versp\u00fcren, hat er diesen ungew\u00f6hnlichen Erfolg. Christoph Waltz ist da nat\u00fcrlich als Idealbesetzung ein Gl\u00fcckfall f\u00fcr Tarantino.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Django Unchained ist ein US-amerikanischer Western von Quentin Tarantino aus dem Jahr 2012. Der Film weist inhaltlich sowie musikalisch sehr viele Merkmale und Anlehnungen gleicherma\u00dfen an den Italowestern wie auch an das Blaxploitationgenre (rei\u00dferische Filme aus der Sicht von Afroamerikanern gedreht) auf. 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