{"id":8069,"date":"2014-01-16T07:45:08","date_gmt":"2014-01-16T06:45:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=8069"},"modified":"2014-01-15T10:21:19","modified_gmt":"2014-01-15T09:21:19","slug":"betrachtungen-tagebuch-eines-%e2%80%9aauserirdischen%e2%80%99-1-vom-steinelegen-und-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=8069","title":{"rendered":"Betrachtungen <strike>Tagebuch<\/strike> eines \u201aAu\u00dferirdischen\u2019 (1): Vom Steinelegen und -z\u00e4hlen"},"content":{"rendered":"<p>Noch einmal zum Titel (Arbeitstitel): Wenn man den folgenden Text (Entwurf) liest, dann kommt der Titel \u201eTagebuch &#8230;\u201c schon gar nicht mehr in Frage, es sei denn, ein imagin\u00e4rer, irdischer Herausgeber h\u00e4tte diesen Titel gew\u00e4hlt. Aber auch der sollte so schlau sein, \u201eTagebuch &#8230;\u201c als unpassend anzusehen (au\u00dferdem m\u00fcsste man es dem Text entsprechend \u201e<em>\u201aHaus\u2019<\/em>-Buch\u201c nennen). Also doch <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Betrachtung\" target=\"_blank\">Betrachtungen<\/a> \u2013 oder doch lieber Aufzeichnungen, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ansicht\" target=\"_blank\">Ansichten<\/a> oder Beobachtungen? Gedanken?<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann man das Ganze auch umkehren und den Titel aus Sicht des Verfassers (des Au\u00dferirdischen) w\u00e4hlen. Das bei Philosophen so beliebte <em>\u201e\u00dcber &#8230;\u201c<\/em> bietet sich da an: <em>\u201e\u00dcber die Menschen\u201c<\/em> oder <em>\u201e\u00dcber uns\u201c<\/em> (dann eher <em>\u201e\u00dcber Euch\u201c<\/em> oder gar <em>\u201e\u00dcber Euch Menschen\u201c<\/em>). Ich gedenke aber schon, die Texte \u00fcber einen Dritten \u201aver\u00f6ffentlicht\u2019 zu sehen, sprich: Ein Herausgeber (\u00e4hnlich wie z.B. bei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jonathan_Swift\" target=\"_blank\">Jonathan Swifts<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gullivers_Reisen\" target=\"_blank\">Gullivers Reisen<\/a>) ver\u00f6ffentlicht (eigentlich ohne Wissen und damit Einverst\u00e4ndnis des Verfassers) die Aufzeichnungen\/Gedanken usw. mit seinem Vorwort versehen. Also nichts mit <em>\u201e\u00dcber &#8230;\u201c<\/em>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=8056\" target=\"_blank\">In meinen Vorbetrachtungen<\/a> gehe ich von einem Nichterdenmenschen, eigentlich von einem Lebewesen aus, das unsere Welt <em>\u201amit anderen Augen\u2019<\/em> sieht. Das kann durchaus auch ein Mensch sein (und ich, eh, der wirkliche Verfasser, bin ja ein Mensch). Vielleicht, und damit komme ich dem Ganzen etwas n\u00e4her, sollte ich das Wort Au\u00dferirdischer in (einfachen) Anf\u00fchrungsstrichen setzen. Damit halte ich es offen, ob es wirklich ein Au\u00dferirdischer ist, der das schreibt, oder doch nur einer, der WIE ein Au\u00dferirdischer unsere Welt betrachtet, einer, der gewisserma\u00dfen eine Philosophie der \u201aanderen Sichtweise\u2019 entwickelt. Dann k\u00e4me Betrachtungen auch eher zum Tragen, also: <strong>Betrachtungen eines \u201aAu\u00dferirdischen\u2019<\/strong>!<\/p>\n<ul><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/blogpicts\/verwackeltes_bild.jpg\" alt=\"Betrachtungen eines \u201aAu\u00dferirdischen\u2019\" title=\"Betrachtungen eines \u201aAu\u00dferirdischen\u2019\" \/><\/ul>\n<p><em>Der Mensch ist ein seltsames Lebewesen. So wie man Stein auf Stein legt, so hat er sich etwas ausgedacht, das diesem Steinelegen entspricht, nur das man st\u00e4ndig, immer wieder einen Stein auf den anderen und wieder einen Stein auf einen anderen und wieder einen Stein &#8230; legt, wobei man den ersten irgendeinmal gelegten Stein gar nicht mehr sieht und kaum erahnen kann, wann der LETZTE Stein gelegt sein wird. Nat\u00fcrlich z\u00e4hlt der Mensch diese Steine. Eigentlich geht es nur ums Steinez\u00e4hlen. Die Steine selbst sind nicht das Wichtigste. Es ist die Anzahl der Steine. Da es aber unz\u00e4hlig viele sind und der erste Stein \u2013 wie gesagt &#8211; schon l\u00e4ngst nicht mehr zu sehen ist (wenn es denn einen ERSTEN Stein \u00fcberhaupt gibt), hat er einfach irgendwann einmal angefangen zu z\u00e4hlen. Ja, erst war das Steinelegen, ein argloses, geradezu gedankenloses Steinelegen. Dann, als \u00fcberfiele dem Menschen eine h\u00f6here Absicht mit dem Steinelegen, kam er aufs Steinez\u00e4hlen. Da er aber st\u00e4ndig Steine legen muss, Stein auf Stein, schaffte er es nicht, gleichzeitig die schon gelegten Steine mitzuz\u00e4hlen. Also begann er dort, wo er gerade war, bei den Steinen, die er im Augenblick legte. Ab jetzt legte er also nicht nur Steine, sondern z\u00e4hlte sie auch noch. Und eines Tages schuf er eine Maschine, die f\u00fcr ihn nicht nur das Steinelegen, sondern auch das Steinez\u00e4hlen \u00fcbernahm. Und die z\u00e4hlt jetzt: Stein f\u00fcr Stein &#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Da es inzwischen so viele Steine sind, so fasst er eine Anzahl von Steinen zusammen. 60 Steine sind eine Mauer. Und da es schon so viele Mauern sind, so ergeben 24 Mauern ein Haus. Und da es auch schon so viele H\u00e4user sind, so ergaben 365 H\u00e4user eine Stadt. Und 100 St\u00e4dte ein Land.<\/em><\/p>\n<p><em>Da er ja jetzt eine Maschine hatte, die die Steine legte und z\u00e4hlte, verfiel der Mensch ins Gr\u00fcbeln. Er \u00fcberlegte angestrengt \u00fcber die Anzahl der Steine nach, die er fr\u00fcher einmal gelegt hatte, als er noch nicht die Steine z\u00e4hlte und ob ihre Zahl vielleicht noch h\u00f6her w\u00e4re, als die Zahl der Steine, die seitdem gelegt wurde. Auch fragte er sich, ob nicht schon vor ihm, den Menschen, Steine gelegt wurden. Ob es \u00fcberhaupt einen ANFANG des Steinelegens gibt. Und dann \u00fcberlegte er, wie hoch die Anzahl der Steine werden k\u00f6nnte, wenn man IMMER Stein auf Stein legt, und ob man diese Anzahl benennen k\u00f6nnte. Ja, er fragte sich, ob es ein ENDE des Steinelegens geben kann. Und au\u00dferdem fragte es sich, ob er damit vielleicht einfach innehalten oder gar das Steinelegen (und damit das Steinez\u00e4hlen) r\u00fcckg\u00e4ngig machen k\u00f6nnte, indem er ganz einfach eine Mauer aus Steinen einrisse?<\/em><\/p>\n<p><em>Au\u00dferdem \u00fcberlegte sich der Mensch, ob er mit verschlossenen Augen mitz\u00e4hlen k\u00f6nne und die so von ihm ermittelte Anzahl mit der Anzahl der tats\u00e4chlich von der Maschine gelegten (und gez\u00e4hlten) Steine gleichk\u00e4me.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie anfangs gesagt: Der Mensch hat sich etwas ausgedacht, das diesem Steinelegen entspricht. Eigentlich sind es keine Steine, keine wirklichen. So viele Steine gibt es gar nicht. Der Mensch bildet sich diese Steine eigentlich nur ein. Es sind gedachte Steine. Und Steine nennt er sie auch nicht. Er nennt sie Sekunden und ihre Anzahl (oder besser: die Abfolge des Steinelegens) <strong>Zeit<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p><em>siehe hierzu: <strong>de.wikipedia.org:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zeit\" target=\"_blank\">Die Zeit<\/a> beschreibt die Abfolge von Ereignissen, hat also im Gegensatz zu anderen physikalischen Gr\u00f6\u00dfen eine eindeutige, unumkehrbare Richtung.<\/p>\n<p>In der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Philosophie_der_Zeit\" target=\"_blank\">Philosophie<\/a> fragt man seit jeher nach dem Wesen der Zeit, was auch Themen der Weltanschauung ber\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Psychologie untersucht die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zeitwahrnehmung\" target=\"_blank\">Zeitwahrnehmung<\/a> und das Zeitgef\u00fchl. Die \u00d6konomie betrachtet Zeit auch als Wertgegenstand.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch einmal zum Titel (Arbeitstitel): Wenn man den folgenden Text (Entwurf) liest, dann kommt der Titel \u201eTagebuch &#8230;\u201c schon gar nicht mehr in Frage, es sei denn, ein imagin\u00e4rer, irdischer Herausgeber h\u00e4tte diesen Titel gew\u00e4hlt. 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