{"id":829,"date":"2007-04-29T14:12:52","date_gmt":"2007-04-29T12:12:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=829"},"modified":"2007-04-29T14:14:34","modified_gmt":"2007-04-29T12:14:34","slug":"michael-moore-und-die-wahrheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=829","title":{"rendered":"Michael Moore und die Wahrheit"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt wei\u00df es jeder. <a href=\"http:\/\/www.michaelmoore.com\/\" target=\"_blank\">Michael Moore<\/a> arbeitet mit frei erfundenen Pointen, zeigt Filmausschnitte, die aus dem Zusammenhang gerissen sind und unterschl\u00e4gt gern dem Tenor seiner Aussagen widersprechende Fakten. Debbie Melnyk, Dokumentarfilmerin aus Kanada war ein Fan von Moore und wollte eine Hommage \u00fcber den verehrten Kollegen drehen &#8211; bis sie sich mit dessen Arbeitsmethoden befasste und hinter die &#8218;eigentliche&#8216; Wahrheit kam. Wie anders, wenn nicht als Dokumentarfilm, pr\u00e4sentiert sie jetzt das Ergebnis in dem Film &#8222;Manufacturing Dissent&#8220; &#8211; ein Werk, das mit zahlreichen Beispielen belegt, wie Moore Fakten verbiegt. <\/p>\n<p>Mich wundert Moores Arbeitsweise in keiner Weise. Ich habe drei seiner B\u00fccher gelesen (&#8222;Quersch\u00fcsse &#8211; Downsize this!&#8220; &#8211; &#8222;Volle Deckung, Mr. Bush &#8211; Dude, where&#8217;s my country?&#8220; und &#8222;Stupid White Men &#8211; eine Abrechnung mit dem Amerika unter George W. Bush&#8220;). Diese B\u00fccher sind auch Grundlage (oder Ergebnis) seiner bekannten Filme: &#8222;Bowling for Columbine&#8220; und <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=544\" target=\"_blank\">&#8222;Fahrenheit 9\/11&#8220;<\/a>. Hier belegt er die meisten seiner Fakten mit Fu\u00dfnoten, die mir manchmal zweifelhafter Quellen entstammen. Ein Hauch von Wissenschaftlichkeit, wenn alles auch in einem eher lockeren (schnoddrigen) Ton verfasst ist. Oder anders ausgedr\u00fcckt: typisch amerikanisch!<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.albinz.net\/models\/michael_moore.jpg\" alt=\"Die Waffen des Michael Moore\" \/><\/p>\n<p>Dass dabei (in diesem amerikanischen Stile) manchmal die Fakten zurechtgebogen &#8211; okay: verbogen &#8211; werden m\u00fcssen, die eine oder andere Pointe hinzugedichtet wurde, \u00e4ndert f\u00fcr mich an der Moore&#8217;schen Grundaussage wenig. Manchmal muss man der Wahrheit auf die Spr\u00fcnge helfen! Michael Moore, und das ist meine Meinung, hat sich nie als Dokumentarfilmer im klassischen Sinne aufgef\u00fchrt. Er legt gro\u00dfen Wert auf Unterhaltung (Hollywood l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen). F\u00fcr uns Europ\u00e4er geht allein dieser Unterhaltswert etwas zu weit (auch mir). Aber wie soll man sonst Leute (vorwiegend in Amerika) ansprechen, wenn nicht auf eine Art und Weise, die ihnen vertraut (nicht anders bekannt) ist.<\/p>\n<p>Nun dem guten Michael Moore geht man inzwischen ganz sch\u00f6n ans Leder. So hat man angeblich nachgewiesen, dass er Aktienpakete von Firmen besitzt, die eigentlich zu Moores Erzfeinden geh\u00f6ren. Wie auch immer: Moore ist ein amerikanisches Ph\u00e4nomen. Und \u00e4hnlich wie George W. Bush polarisiert, so polarisiert auch Michael Moore. Es ist zumindest angenehm zu wissen, dass es zu dem ersten ein gewichtiges Gegengewicht gibt &#8211; eben in Form und Weise eines Michael Moores.<\/p>\n<p>siehe zdf.de: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/14\/0,1872,5269166,00.html\" target=\"_blank\">Der gro\u00dfe Manipulator<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt wei\u00df es jeder. 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