{"id":863,"date":"2007-06-02T01:49:05","date_gmt":"2007-06-01T23:49:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinz.de\/blog\/?p=863"},"modified":"2007-11-19T14:15:03","modified_gmt":"2007-11-19T12:15:03","slug":"was-ist-blos-mit-ian-los-teil-68-vom-sein-und-vom-schein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=863","title":{"rendered":"Was ist blo\u00df mit Ian los? Teil 68: Vom Sein und vom Schein"},"content":{"rendered":"<p><em>Hallo Wilfried, Hallo Lockwood,<\/em><\/p>\n<p><em>ich muss dem Lockwood Abbitte leisten &#8211; ich hatte ihm gegen\u00fcber behauptet, Sirtaki wird immer nur auf das Sorbas Lied getanzt. Nun habe ich im Internet eindeutige Beweise gefunden, die diese These widerlegen. Zu meiner gr\u00f6\u00dften \u00dcberraschung haben sich n\u00e4mlich offenbar die T\u00fcrken des Sirtaki angenommen und ihn zum Disco-Paartanz weiterentwickelt. Hier zuerst die <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=dF-wWyDM9y8&#038;NR=1\" TARGET=\"_blank\">Sorbas-Variante<\/A>, bei der zum Schluss auch noch Teller zerschlagen werden &#8211; eine Tradition, die eigentlich zum Seimbekikos geh\u00f6rt. Sei&#8217;s drum, in den Sirtaki kann man alles reinpacken, da muss man es nicht so genau nehmen. Das sieht man auch bei diesem von T\u00fcrken getanzten Sorbas-freien <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cI9rJ4Bdo10&#038;mode=related&#038;search=\" TARGET=\"_blank\">Paar-Sirtaki<\/A> &#8211; er scheint mir gar Elemente aus dem Flamenco zu enthalten, teilweise kommt er mir jedenfalls irgendwie spanisch vor&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Und da wir gerade bei multikulturellen T\u00e4nzen sind, hier noch ein weiteres Kuriosum: Ein <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=LrYW4E_R4FQ\" TARGET=\"_blank\">Tanz aus Sri Lanka<\/A>. Im ersten Moment habe ich tats\u00e4chlich selbst geglaubt, dass diese ceylonesischen T\u00e4nzerinnen auf das armenisch-griechische Lied tanzen &#8211; es passt perfekt. Und wenn man das 12-saitige Banjo nicht sieht, dann denkt man fast man h\u00f6rt eine indische Sitar&#8230; Zum Vergleich hier noch das Original, dem der Ton entnommen wurde: <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0H_qi2y7_xo&#038;mode=related&#038;search=\" TARGET=\"_blank\">Dinata Dinata<\/A>. Dieses Lied ist \u00fcberhaupt sehr vielf\u00e4ltig einsetzbar, so war es auch bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele 2004 in Athen der musikalische Hintergrund f\u00fcrs <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Nh8Fpf6rfu4\" TARGET=\"_blank\">Feuerwerk<\/A>.<\/em><\/p>\n<p><em>Tja, was der Einzelne aus einer Musik heraush\u00f6rt oder wo er \u00c4hnlichkeiten zu entdecken meint, das scheint doch individuell sehr verschieden zu sein. Das griechische Lied &#8222;Mavra Matia&#8220; klingt also schottisch und &#8222;Fat Man&#8220; ist indisch &#8211; da w\u00e4re ich nie drauf gekommen. Tats\u00e4chlich geh\u00f6rt Fat Man z.B. zu den Titeln, die ich zwar seit Ende der 70er kenne, deren Existenz ich aber v\u00f6llig vergessen hatte, da ich damals nichts mit ihnen anfangen konnte. So war ich erst vor zwei Monaten ziemlich \u00fcberrascht das &#8222;Stand Up&#8220;- Album in meinem Regal zu finden &#8211; ich war fest davon ausgegangen, dass ich es nicht besitze. Erst als ich es wieder in den H\u00e4nden hielt erinnerte ich mich schwach, dass es wohl so um 1980 herum einmal ein Geburtstagsgeschenk von meinem Bruder gewesen sein muss. Ich habe es einmal geh\u00f6rt, fand die Musik schrecklich, habe es in den Schrank gestellt und geistig verdr\u00e4ngt. Als ich die Platte jetzt aufgelegt habe fand ich einige St\u00fccke durchaus h\u00f6renswert, und besonders Fat Man klang in meinen Ohren sofort vertraut &#8211; so griechisch eben.<\/em><\/p>\n<p><em>In mancher Hinsicht verstehe ich Dich ja, lieber Lockwood. Ich muss zugeben, dass mir die traditionelle griechische Volksmusik auch nicht von Anfang an gefallen hat. Als Tourist ist man die \u00fcbliche Bousouki-Musik gew\u00f6hnt und die &#8222;Laika&#8220;, die beim Griechen um die Ecke zum Souflaki aus dem Lautsprecher dudeln. Unter &#8222;Laika&#8220; versteht man \u00fcbrigens in Griechenland so ziemlich alle popul\u00e4re Musik, die nicht \u00e4lter als 100 Jahre ist, es ist also ein sehr weit gefasster Begriff. Auch gro\u00dfe Teile der Musik von Mikis Theodorakis oder Jannis Markopoulos fallen darunter. Wie auch immer &#8211; als ich das erste Mal auf Kreta bei einem Tanzfest mit traditioneller Lira-Musik konfrontiert wurde, empfand ich das auch als ein furchtbares Gejaule (das habe ich nat\u00fcrlich niemandem gesagt&#8230;). Es hat einige Zeit gedauert, bis ich mit diesen Kl\u00e4ngen warm geworden bin, und es war dazu n\u00f6tig darauf zu tanzen. Ich glaube diese Musik kann sich einem \u00fcberhaupt nur beim Tanzen erschlie\u00dfen. Die Hoffnung, dass ich Tanzmuffel wie Euch davon begeistern kann, habe ich daher l\u00e4ngst aufgegeben.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie ich schon einmal erw\u00e4hnt habe, kann sich das Musik-Bed\u00fcrfnis oder das Musik-Empfinden im Laufe der Jahre \u00e4ndern, und ich bin davon \u00fcberzeugt, dass ich nicht zuletzt wegen meines Ausflugs in die griechische Musik (wenn man 25 bis 30 Jahre als Ausflug bezeichnen kann) heute Zugang zu manchen Jethro Tull St\u00fccken habe, mit denen ich in den 70ern nichts anfangen konnte &#8211; Fat Man, Witch&#8217;s Promise und A Passion Play geh\u00f6ren dazu. Im Laufe der Jahre haben sich meine Ohren an wilde Taktwechsel, schr\u00e4ge Rhythmen und dem \u00fcblichen mitteleurop\u00e4ischen Musikgef\u00fchl zuwiderlaufende Melodien gew\u00f6hnt. Heute kommt mir das alles vertraut vor.<\/em><\/p>\n<p><em>Schade, lieber Lockwood, dass Du mit der griechischen Musik so garnicht zurecht kommst. Was Du f\u00fcr Probleme mit der Sprache hast, kann ich \u00fcberhaupt nicht nachvollziehen, und eigentlich kann doch Deine Abneigung gegen griechische Musik nicht schon immer so bestanden haben. Schlie\u00dflich hast Du Dir selbst einmal freiwillig (nehme ich doch an) die &#8222;20 Sirtaki von Mikis Theodorakis&#8220; gekauft. Das h\u00e4tte ich jetzt nicht getan, Sirtaki ist nicht so mein Fall &#8211; f\u00fcr mein Empfinden zu langsam, \u00f6de und oberfl\u00e4chlich.<\/em><\/p>\n<p><em>Aber wechseln wir das Thema, bevor der arme Lockwood noch \u00fcber meinen langatmigen Ausf\u00fchrungen einschl\u00e4ft. Kommen wir zu roten H\u00fcten, Piratenlook und gepunkteten Seiden-Pyjamas. Mir ist schon klar, dass das Golders-Green-Outfit eine Art modifizierten Reitdress darstellen soll, wie er in England z.B. zur Fuchsjagd getragen wird &#8211; durchaus sehr passend, wenn man beabsichtigt in einem Hippodrom ein Hunting Girl auf Velvet Green zu treffen. Zu solch einem Reitdress geh\u00f6rt auch eine Kopfbedeckung, im Original allerdings eher eine Art schwarze Reiterkappe, nicht gerade eine rote Melone. Da Mr. Anderson mit Reitkappe aber vermutlich auch nicht geistreicher ausgesehen h\u00e4tte, will ich mich \u00fcber den roten Hut ja garnicht mehr beschweren. Ich habe mich praktisch an ihn gew\u00f6hnt, man kann damit leben.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch das Piraten-Kopftuch finde ich garnicht mehr so schlimm, seit mir klargeworden ist, dass Mr. Anderson sich doch nur f\u00fcr einen <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6VU5bwNQxLw&#038;mode=related&#038;search=\" TARGET=\"_blank\">pontischen Kriegstanz<\/A> zurechtmachen will. Dass er dazu sein aktuelles B\u00fchnen-Outfit noch arg aufpeppen m\u00fcsste, finde ich nicht einmal &#8211; noch zus\u00e4tzlich ein schwarz gef\u00e4rbtes Bettlaken um den Kopf drapiert und ein altes Brotmesser in den G\u00fcrtel gesteckt &#8211; fertig! Wie ich Dich, lieber Wilfried, inzwischen kenne, k\u00f6nntest Du den Meister in Minutenschnelle mit diesen Utensilien ausstatten. Die Griechen w\u00fcrden ihn dann sicher mittanzen lassen, zumal er auch von Alter und Statur her perfekt zu ihnen passen w\u00fcrde und ihm die erforderlichen Tanzbewegungen keine Schwierigkeiten bereiten sollten.<\/em><\/p>\n<p><em>Den gepunkteten Pyjama zum gleichfarbigen Kopfverband fand ich zwar auch nicht besonders geschmackvoll, \u00fcbler fand ich da aber noch diesen Schmuddel-Look aus der &#8222;Under Wraps&#8220;-Tour, wo Anderson aussieht, als ob er zuvor 2 Wochen ungewaschen und unrasiert unter einer Br\u00fccke \u00fcbernachtet h\u00e4tte, oder diesen Halbstarken-Look mit unappetitlich durchgeschwitztem Lederwestchen auf blanker M\u00e4nnerbrust, in dem er Anfang der 90er Jahre auf B\u00fchnen und im Fernsehen zu bewundern war. Der Gipfel ist f\u00fcr mich aber doch der Tampa-Auftritt, vielleicht weil es einfach ein so krasser Fehltritt zwischen den f\u00fcr meinen Begriff durchaus geschmackvollen und passenden Kost\u00fcmen der Jahre davor und danach war, und weil mir die Bilder auch farblich einfach in den Augen brennen. Ab 1980 gab es ja dann eigentlich fast nur noch Fehltritte, da hat man schon garnichts anderes mehr erwartet. Aber dieses Thema habt Ihr sicher auch schon bis zum Abwinken behandelt.<\/em><\/p>\n<p><em>Nun will ich doch noch einmal zu T\u00e4nzen zur\u00fcckkommen (der arme Lockwood&#8230;), denn der Wilfried war ja flei\u00dfig und hat einen schottischen Tanz auf YouTube gestellt. Das bietet nat\u00fcrlich interessante Vergleichsm\u00f6glichkeiten. So arg viel \u00c4hnlichkeit mit griechischen T\u00e4nzen kann ich aber nicht entdecken. Zum einen klingt der Dudelsack f\u00fcr meine Begriffe vergleichsweise schrill &#8211; vielleicht liegt&#8217;s auch am Ton. Der griechische dudelt jedenfalls f\u00fcr meine Ohren angenehmer. Dann handelt es sich offensichtlich um einen Tanz, den jeder f\u00fcr sich allein tanzt, auch wenn das hier vier Personen gleichzeitig tun. Ich kenne nur drei griechische T\u00e4nze &#8211; Seimbekikos, Tsifteteli (Bauchtanz) und Karsilamas (ein Paartanz), bei denen einzeln getanzt wird. Bei allen anderen T\u00e4nzen fasst man sich irgendwie an: Hand-Fassung (Sirtos, fast alle pontischen und makedonischen T\u00e4nze), Schulter-Fassung (Chasapikos, Pentosalis, Sirtaki und verwandte), Hand-\u00dcberkreuz-Fassung (z.B. Sonaradikos), G\u00fcrtel-Fassung (Tanz habe ich vergessen). Dieser &#8222;K\u00f6rperkontakt&#8220; ist ein ganz wesentliches Merkmal eines Tanzes, er schafft dieses &#8222;Gemeinschaftsgef\u00fchl&#8220;, das bei diesem schottischen Tanz bestimmt nicht so entsteht.<\/em><\/p>\n<p><em>Und erst als die Kamera n\u00e4her rangeht sieht man den n\u00e4chsten gravierenden Unterschied: Da tanzen ja nur Frauen. Und das ist doch ein Schwerter-Tanz &#8211; oder? Der ist doch urspr\u00fcnglich nicht f\u00fcr Frauen gedacht. Aber die tanzmuffeligen M\u00e4nner gl\u00e4nzen mal wieder durch Abwesenheit und \u00fcberlassen das Tanzen den Frauen. Typisch f\u00fcr wahrscheinlich fast alle L\u00e4nder in Europa, au\u00dfer Griechenland. Dort tanzt jeder vom 2-j\u00e4hrigen bis zum 90-j\u00e4hrigen, M\u00e4nnlein und Weiblein ohne Unterschied. <B>Niemals<\/B> w\u00fcrde man die Vorf\u00fchrung eines Schwerter-Tanzes Frauen \u00fcberlassen. Fr\u00fcher durften sie bei T\u00e4nzen wie der jetzt schon mehrfach erw\u00e4hnten Sera (Pontischer Kriegstanz) bestenfalls zur Verzierung dahinter stehen, klatschen oder vielleicht ein paar zaghafte eigene Schritte tun &#8211; aber bitte in einer eigenen Reihe und <B>hinter<\/B> den M\u00e4nnern! Heute d\u00fcrfen sie auch mittanzen, aber nur im Familienkreis oder bei einem Tanzfest, nicht bei einer Vorf\u00fchrung. Und ja, dieser Tanz wird nicht nur auf der B\u00fchne f\u00fcr Touristen aufgef\u00fchrt, er wird auch noch privat auf Festen getanzt (da allerdings dann meist in seiner etwas vereinfachten &#8222;Verkleinerungsform&#8220; der <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lrjPTKZvWxs\" TARGET=\"_blank\">Seranitsa<\/A>, bei der schon eher auch Frauen zugelassen sind). Und auch das ist noch ein wesentlicher Unterschied. In Griechenland &#8222;leben&#8220; diese traditionellen T\u00e4nze noch. Ich wage zu bezweifeln, dass das in Schottland auch so ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Ach, der arme Wilfried, jetzt habe ich sein schottisches Tanz-Video v\u00f6llig niedergeb\u00fcgelt. Aber so war das nicht gemeint, lieber Wilfried, wirklich ein sehr sch\u00f6nes Video, das Du da gemacht hast! Und als vers\u00f6hnlicher Abschluss hier noch ein Kommentar, den ich auf YouTube unter einem Video des Lieds &#8222;Dinata Dinata&#8220; (siehe oben) gefunden habe:<\/em> Talking about different cultures, I am scottish and if I wasn&#8217;t I would love to be Greek! I love everything about the Greek culture from the history, the language to the music! I am hooked!<em>. Na also, sage ich doch &#8211;  Griechisch und Schottisch, das passt!<\/em><\/p>\n<p><em>Lieber Lockwood, ich muss Dir v\u00f6llig recht geben: Inzwischen haben sich so viele verschiedene Themen aufgetan, dass man in einem Zug garnicht mehr alle ansprechen kann. Jetzt habe ich mich langsam m\u00fcde geschrieben, und zu den Mendel&#8217;schen Gesetzen bin noch nicht gekommen. Bitte nicht entt\u00e4uscht sein, ich fange n\u00e4chstes Mal gleich damit an, versprochen.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich w\u00fcnsche Euch ein sch\u00f6nes Pfingstfest!<BR><br \/>\nLiebe Gr\u00fc\u00dfe<BR><br \/>\nKretakatze<\/em><\/p>\n<p><em>PS.: Vielen Dank, lieber Wilfried, dass Du versucht hast Mr. Anderson von Beck&#8217;s Bier zu \u00fcberzeugen. In seinem gegenw\u00e4rtigen Outfit als pontischer Kriegst\u00e4nzer w\u00fcrde er aber vermutlich auch nicht mehr optimal in eine Bierreklame passen. Ich werde mir noch etwas Besseres f\u00fcr ihn einfallen lassen m\u00fcssen (man will ja doch, dass er finanziell nicht darben muss&#8230;)..<\/em><\/p>\n<p>26.05.2007<\/p>\n<p>~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~<\/p>\n<p><em>Hallo Wilfried, Hallo Lockwood,<\/em><\/p>\n<p><em>heute muss ich schon wieder eine fr\u00fchere Aussage revidieren oder doch zumindest relativieren. Sicher werdet Ihr mich hier bald rausschmeissen, wenn ich weiterhin jeden Beitrag mit einem Widerruf beginne, in dem ich meine haltlosen Behauptungen vom Vortag zur\u00fccknehme. Wie ich schon einmal erw\u00e4hnte, komme ich zu meinen Ansichten und Einsichten meist aus dem hohlen Bauch heraus. Manchmal sollte ich den vielleicht doch vorher mit etwas Substanz f\u00fcllen. Ich werde versuchen mich zu bessern.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich hatte, stark vereinfacht, die blonden Haare des Achilles deutschen Arch\u00e4ologen in die Schuhe geschoben &#8211; nicht ganz w\u00f6rtlich nat\u00fcrlich. Das war wohl doch etwas zu schnell geschossen. Sp\u00e4ter erst ist mir eingefallen, dass der Achilles eine Gestalt aus den Erz\u00e4hlungen des Homer und anderer antiker Schriftsteller ist, und es daher m\u00f6glich w\u00e4re, dass z.B. Homer etwas \u00fcber seine Haar- und Augenfarbe geschrieben hat. Dann w\u00e4ren die deutschen Arch\u00e4ologen unschuldig.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich muss zugeben, dass ich jetzt nicht in den letzten Tagen die Odysee und die Illias durchgearbeitet habe. Nach meiner bescheidenen Kenntnis war Achilles ein (bis auf seine ber\u00fchmte Ferse) unverwundbarer Halbgott und damit eine Sagengestalt, deren tats\u00e4chliche Existenz eher ungewiss ist. Selbst wenn Homer etwas \u00fcber seine Haarfarbe geschrieben haben sollte, kann man davon ausgehen, dass diese Beschreibung nicht auf eigener Anschauung beruhte. Das hei\u00dft: Homer hat die Haare des Achilles vermutlich nie pers\u00f6nlich in Augenschein genommen. Verl\u00e4ssliche Aussagen \u00fcber Haar- und Augenfarbe des Achilles werden daher wohl noch viel schwieriger zu erlangen sein als verl\u00e4ssliche Aussagen \u00fcber Haar- und Augenfarbe des Mr. Anderson. Und dies hat sich ja bereits als aussichtsloses Unterfangen erwiesen.<\/em><\/p>\n<p><em>Im Prinzip geht es ja auch nicht speziell um die Haarfarbe des Achilles, sondern darum, ob die antiken Hellenen nur eher vom hellen, mitteleurop\u00e4ischen Typ waren, oder doch eher dunkelhaarig und dunkel\u00e4ugig. Ich will nicht ausschlie\u00dfen, dass es Berichte antiker Schriftsteller oder Chronisten gibt, in denen auch die Haarfarbe mancher ihrer Zeitgenossen Erw\u00e4hnung findet. Ich will auch nicht ausschlie\u00dfen, dass es schon damals in Griechenland blonde und blau\u00e4ugige Menschen gegeben hat &#8211; so wie heute ja auch. Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Mehrheit der damaligen Bev\u00f6lkerung so ausgesehen haben soll. Eine solche &#8222;Population&#8220; w\u00e4re schon dem Klima und den Lebensumst\u00e4nden nicht angepasst gewesen, und wie ich au\u00dferdem bereits erw\u00e4hnt habe &#8211; ich habe noch nie antike griechische Darstellungen blonder Menschen gesehen. Soweit meine langatmige Vorrede.<\/em><\/p>\n<p><em>Nun zur weiteren genetischen Entwicklung griechischer Populationen. Lockwood hatte ja meine These angezweifelt, nach der die heutigen blonden Griechen und speziell Kreter (ich w\u00fcrde mich da gerne auf Kreter beschr\u00e4nken, da ich mich mit blonden Griechen aus anderen Landesteilen nicht auskenne) von mittel- und westeurop\u00e4ischen Kreuzfahrern und venetianischen Kaufleuten abstammen. Diese These habe ich mir ausnahmsweise nicht selbst ausgedacht, sondern ich habe sie irgendwo einmal gelesen, und mir hat sie eingeleuchtet. Es gab mindestens 4 Kreuzz\u00fcge (je nachdem, welche Kriegsz\u00fcge gen Osten man dazu z\u00e4hlt), die sich \u00fcber insgesamt 200 Jahre hinzogen (ca. 1100 bis 1300 n. Chr.). Kreta war ein zentraler Anlaufpunkt im Mittelmeer, die &#8222;Franken&#8220;, wie sie von den Griechen heute noch genannt werden, haben mehrere Burgen auf Kreta gebaut, St\u00fctzpunkte sozusagen. Ich w\u00fcrde davon ausgehen, dass die eroberten Gebiete im Bereich des heutigen Israel und Libanon auch Nachschub aus der Heimat ben\u00f6tigt haben, dass es also auch so etwas wie Handelsrouten gab. Da kann ich mir schon vorstellen, dass auch der eine oder andere westeurop\u00e4ische Spross auf Kreta h\u00e4ngengeblieben ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Um das Jahr 1200 fiel Kreta an Venedig, danach regierten dort bis etwa 1650 &#8211; also 450 Jahre &#8211; die Venetianer. Sie trieben einen regen Handel, die St\u00e4dte waren voll von venetianischen Kaufleuten. Venetianer sind zwar im Prinzip Italiener, aber Norditaliener sind auch oft vom mitteleurop\u00e4ischen Typ. Ich w\u00fcrde davon ausgehen, dass auch noch andere europ\u00e4ische L\u00e4nder an dem Handel beteiligt waren. Auf jeden Fall kam in diesen Jahrhunderten durch die Handelsbeziehungen bestimmt auch viel frisches &#8222;Blut&#8220; nach Kreta.<\/em><\/p>\n<p><em>Um 1650 wurde Kreta dann von den T\u00fcrken erobert. Erst 1898, also gerade mal vor reichlich 100 Jahren, wurde Kreta durch vertragliche Regelungen europ\u00e4ischer Gro\u00dfm\u00e4chte mit den T\u00fcrken frei. 1913 wurde es mit Griechenland wiedervereinigt. Soviel zur j\u00fcngeren Geschichte (nicht dass Ihr denkt, das w\u00fcsste ich alles auswendig &#8211; das habe ich bei Wikipedia abgeschrieben).<\/em><\/p>\n<p><em>Die ca. 250 Jahre t\u00fcrkischer Herrschaft haben wesentlichen Einfluss auf Kultur, Lebensgewohnheiten und Sprache der Griechen gehabt. Dass sie wesentlichen Einfluss auf die genetische Zusammensetzung der griechischen Bev\u00f6lkerung hatten, wage ich zu bezweifeln. Griechen und T\u00fcrken sind wie Wasser und \u00d6l. Man kann sie zusammen in eine Flasche gie\u00dfen und 250 Jahre sch\u00fctteln, es wird keine einheitliche Masse daraus werden. H\u00e4lt man die Flasche ein paar Minuten still, dann werden sich die Substanzen wieder trennen, und man wird wieder eine Flasche mit zwei verschiedenen Fl\u00fcssigkeiten in den H\u00e4nden halten. Die gegenseitigen Absto\u00dfungskr\u00e4fte sind zu stark, als dass ein anderes Ergebnis zu erwarten w\u00e4re.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn ich versuche zu erkl\u00e4ren, warum das so ist, kann ich auch gleich dem Wilfried seine Frage beantworten, welche besondere Beziehung es zwischen Griechen und Armeniern gibt. Es ist die Religion. Griechen definieren sich in erster Linie \u00fcber den Orthodoxen Glauben. Alle V\u00f6lker, die ebenfalls orthodox sind &#8211; es muss nicht griechisch-orthodox sein &#8211; sind Freunde, Br\u00fcder, geh\u00f6ren praktisch zur Familie. Griechen f\u00fchlen sich daher engstens verbunden mit Georgiern und Armeniern, mit orthodoxen Syrern und Libanesen, mit Russen und Serben. W\u00e4hrend der Kriege in Jugoslawien standen die Griechen z.B. immer kritiklos auf der Seite der Serben &#8211; weil sie orthodox sind.<\/em><\/p>\n<p><em>Mit den Armeniern verbindet noch zus\u00e4tzlich, dass sie zur gleichen Zeit Opfer von V\u00f6lkermord und Vertreibung wurden, wie die pontischen Griechen. Etwa zwischen 1915 und 1920 wurden im Osten der T\u00fcrkei ca. 1 Mio. Armenier umgebracht oder vertrieben und im Westen der T\u00fcrkei ca. 1,5 Mio. pontische Griechen (die \u00fcbrigens von der Schwarzmeer-K\u00fcste stammen und nicht von der \u00c4g\u00e4isk\u00fcste, wie ich neulich geschrieben hatte). Gleichzeitig verlie\u00dfen ca. 500.000 t\u00fcrkisch-st\u00e4mmige Bewohner Griechenland &#8211; ein V\u00f6lkeraustausch. Wie ich schon sagte &#8211; h\u00e4lt man die Flasche still&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>So wie die Griechen sich selbst und ihre Freunde am orthodoxen Glauben erkennen, so wird (stark vereinfacht, aber doch treffend) der Rest der Menschheit ebenfalls anhand seines Glaubens eingeteilt. Nicht orthodoxe Christen sind auch noch Menschen, Juden sind eigentlich schon keine mehr (es gibt einen unverhohlenen Antisemitismus in Griechenland, Juden sind verhasst &#8211; warum wei\u00df ich auch nicht so genau), und Muslime sind der Teufel in Person. Und mit sowas paart man sich nicht. In solchen Kategorien denken \u00fcbrigens auch Menschen, die sich selbst als Kommunisten und Atheisten bezeichnen. Allein mit Religion hat das nichts mehr zu tun.<\/em><\/p>\n<p><em>Jetzt ist das alles ein bi\u00dfchen \u00fcberzeichnet, denn wenn man heute pers\u00f6nlich einen netten T\u00fcrken kennenlernt, dann l\u00e4d man den nat\u00fcrlich auch zu einem Gl\u00e4schen <B>griechischen<\/B> Kaffee ein und tanzt Sirtaki mit ihm. Vermutlich hat es auch in den 250 Jahren T\u00fcrkenherrschaft friedliches Zusammenleben und freundschaftliche Kontakte gegeben. Im Prinzip war aber diese Zeit gekennzeichnet von wiederkehrenden Aufst\u00e4nden der Griechen, die von den T\u00fcrken blutig niedergeschlagen wurden und von st\u00e4ndigen Guerilla-Attacken der in die Berge geflohenen Widerstandsk\u00e4mpfer. Dass es in diesem Klima zu einer nennenswerten Vermischung der beiden Bev\u00f6lkerungsgruppen gekommen sein soll, kann ich mir nicht vorstellen. Sonst m\u00fcsste es auch heute noch auf Kreta ein paar Muslime geben. Oder wenigstens ein paar Menschen mit t\u00fcrkisch-st\u00e4mmigem Namen. Ich habe nie einen getroffen.<\/em><\/p>\n<p><em>Nun noch kurz zu den Mendel&#8217;schen Gesetzen. Du hast bezweifelt, lieber Lockwood, dass die rezessiven Gene f\u00fcr blonde Haare und blaue Augen auf Dauer gegen dominantes schwarz-braun bestehen k\u00f6nnten. Nun sterben Gene nicht deshalb aus, weil sie rezessiv sind, sondern weil sie einen Selektionsnachteil darstellen &#8211; wenn die Tr\u00e4ger dieser Gene sich also weniger stark vermehren als die &#8222;Konkurrenz&#8220;, oder wenn sie gar ganz an der Fortpflanzung gehindert werden. Man kann wohl davon ausgehen, dass blonde Haare und blaue Augen, meist auch noch verbunden mit einer hellen Haut, in s\u00fcdlichen L\u00e4ndern tats\u00e4chlich einen Selektionsnachteil darstellen. Gerade dann ist es aber f\u00fcr die Erhaltung eines Gens von Vorteil, wenn es rezessiv ist. Dadurch kann es sich n\u00e4mlich in vielen F\u00e4llen hinter dem dominanten Gen &#8222;verstecken&#8220;, ohne dass der Tr\u00e4ger den Selektionsnachteil erleidet, und kann so ungest\u00f6rt weitervererbt werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Jeder Tierz\u00fcchter wei\u00df, dass er ein unerw\u00fcnschtes Gen umso schwerer los wird, je st\u00e4rker rezessiv es sich vererbt. Er kann dann n\u00e4mlich die meisten Tr\u00e4ger dieses Gens garnicht erkennen und dadurch auch nicht von der Zucht ausschlie\u00dfen. Irgendwann paart er dann unwissentlich zwei Tr\u00e4ger dieses Gens miteinander und bums &#8211; hat er schon wieder so ein unerw\u00fcnschtes Exemplar. Wird das dann ausselektiert, nimmt nat\u00fcrlich im Laufe der Zeit die H\u00e4ufigkeit des Gens in der Population schon ab, aber langsam, sehr langsam. Nur so ist auch zu erkl\u00e4ren, dass bestimmte rezessiv vererbliche Erbkrankheiten wie z.B. Bluterkrankheit oder Farbenblindheit einfach nicht aussterben wollen, und das schon seit Jahrtausenden.<\/em><\/p>\n<p><em>In unserer heutigen Zeit der Sonnencremes und B\u00fcrojobs in klimatisierten R\u00e4umen ist auch der &#8222;Selektionsnachteil&#8220; eines Blonden im Mittelmeerraum gegen Null gesunken. Stattdessen findet dort zur Zeit, wenn man das respektlos so nennen darf, eine regelrechte Verdr\u00e4ngungszucht statt. Horden attaktiver Mittel- und Nordeurop\u00e4erinnen fallen in die Urlaubsgebiete ein und schnappen sich dort die besten einheimischen M\u00e4nner weg. In manchen Gegenden haben junge Griechinnen kaum noch eine Heirats-Chance &#8211; und das ist kein Witz. Der von mir bereits erw\u00e4hnte dunkelblonde Grieche, der im \u00dcbrigen der Vater meines ebenso dunkelblonden Sohnes ist, hat sp\u00e4ter noch eine dunkelblonde Deutsche geheiratet und hat nun noch zwei blonde Kinder. Von all seinen zahlreichen Freunden ist gerade mal ein einziger mit einer Griechin verheiratet, alle anderen haben Ausl\u00e4nderinnen geheiratet &#8211; Deutsche, Holl\u00e4nderinnen, Engl\u00e4nderinnen, Schwedinnen, \u00d6sterreicherinnen. Das geht jetzt so schon seit 20 bis 30 Jahren, und es wird immer schlimmer. Die Zahl der blonden Griechen ist rapide im Steigen begriffen.<\/em><\/p>\n<p><em>Jetzt bin ich aber ganz sch\u00f6n weitschweifig geworden, und das musiklos, staubtrocken und Anderson-frei. Und es wird nicht besser, denn mein n\u00e4chstes Thema hat auch nichts mit Jethro Tull zu tun.<\/em><\/p>\n<p><em>Lieber Lockwood, was Du \u00fcber Deinen Eindruck von den griechischen T\u00e4nzen geschrieben hast, hat jetzt mich fast erschreckt. Dass jemand diese Musik als herb und finster empfinden k\u00f6nnte, h\u00e4tte ich nie vermutet. Gut, ich hatte nat\u00fcrlich bei den makedonischen T\u00e4nzen mit Absicht die am scheu\u00dflichsten klingenden ausgesucht, und dass ein Kriegstanz finster wirkt liegt in der Natur der Sache. Schlie\u00dflich will man den Feind abschrecken, und das scheint den T\u00e4nzern ja bei Dir gelungen zu sein (kleiner Scherz am Rande, den Du mir hoffentlich nicht \u00fcbel nimmst). Aber der Sonaradikos ist f\u00fcr meine Ohren ein fr\u00f6hliches Lied, und der Sirtos mit Michalis Tsouganakis strotzt f\u00fcr meine Begriffe geradezu vor Lebensfreude &#8211; da h\u00e4lt mich kaum noch etwas auf dem Stuhl. Das Dinata Dinata ist auch vom Text her ein Lied \u00fcber St\u00e4rke und Lebensfreude, aber den Text muss man meiner Meinung nach nicht verstehen um das zu h\u00f6ren. Du entwickelst Dich f\u00fcr mich immer mehr zum R\u00e4tsel&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Wenigstens wei\u00df ich jetzt schon einmal etwas, was Dir gef\u00e4llt &#8211; Abba. Das ist ein Anfang. Ich bin jetzt zwar nicht unbedingt ein spezieller Abba-Fan, aber ich h\u00f6re ihre Musik auch recht gern. Da h\u00e4tten wir mal einen ersten Ansatzpunkt. Was h\u00f6rst Du denn sonst noch so, au\u00dfer ein paar handverlesenen Platten von Jethro Tull? Nicht, dass ich jetzt an Dir herumkritteln oder Dich als zu w\u00e4hlerisch hinstellen m\u00f6chte. Ich versuche nur herauszufinden, mit welchem musikalischen Kleinod ich vielleicht sogar Dir einmal eine Freude machen k\u00f6nnte.<\/em><\/p>\n<p><em>Schlie\u00dflich beginne ich mir ernsthaft Vorw\u00fcrfe zu machen, dass ich durch meine unvorsichtige Auswahl fragw\u00fcrdiger Tanz-Videos eine akute Ellinikophobie (Elliniko = Griechisch) bei Dir ausgel\u00f6st haben k\u00f6nnte. Gerne w\u00fcrde ich mein M\u00f6glichstes dazu beitragen, zumindest noch die drohende chronische Manifestation abzuwenden. Au\u00dferdem liegt es in meiner Forschernatur nicht eher zu ruhen, als bis ich den Krankheitserreger separiert und identifiziert habe. Ich denke Du ahnst bereits \u00dcbles.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn ich Dich richtig verstanden habe ist es nicht nur die Musik, sondern auch die Sprache, die Du als &#8222;herb und finster&#8220; empfindest. Ich kann mir nur vorstellen, dass das mit den vielen harten Lauten zusammenh\u00e4ngt &#8211; ps, ks, ts, ch und th, um nur die h\u00e4rtesten zu nennen. F\u00fcr mich ist das ein Grund, warum mir die Sprache besonders gef\u00e4llt, im Gegensatz zum langweiligen Trallalla-Blablabla des Italienischen (ich hoffe, das liest jetzt kein Italiener) gib es der Sprache etwas Herzhaftes und Handfestes. Im Prinzip hat Griechisch den gleichen Laut-Umfang wie Spanisch, nur kommen die harten ps, ks und ts wohl noch h\u00e4ufiger vor. Wer keine der beiden Sprachen versteht, kann sie nach meiner Erfahrung kaum auseinanderhalten. Hast Du mit Spanisch die gleichen Probleme?<\/em><\/p>\n<p><em>Ich halte das Thema &#8222;Sprachen&#8220; \u00fcberhaupt f\u00fcr sehr interessant. Worin unterscheiden sie sich? Warum liegt einem die eine Sprache und eine andere nicht? Das w\u00e4re schon wieder das n\u00e4chste, sehr weite Feld&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Aber jetzt bin ich m\u00fcde, gute Nacht, Ihr Lieben&#8230;g\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4hn&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Kretakatze<\/em><\/p>\n<p><em>PS.: Nur f\u00fcr gesundheitlich stabile, nicht Ellinikophobie-gef\u00e4hrdete Personen &#8211; ohne Altersbeschr\u00e4nkung &#8211; hier doch noch ein kleines Gute-Nacht-Lied:<\/em><\/p>\n<p><em>Areti Ketime <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lTlAJn_0j6A&#038;NR=1\" TARGET=\"_blank\">Nanourisma<\/A> (Wiegenlied) &#8211; live in Athen<BR><br \/>\nDer t\u00fcrkische Name verwundert, und sie scheint selbst noch ein halbes Kind zu sein&#8230;. <BR><br \/>\nSie spielt Sandouri (eine Art Hackbrett = Saiteninstrument) und singt dazu &#8211; orientalisch, traurig, sch\u00f6n&#8230;<\/em><\/p>\n<p>27.05.2007<\/p>\n<p>~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~<\/p>\n<p><em>Hallo Kretakatze, Hallo Wilfried,<\/em><\/p>\n<p><em>ich denke, es braucht mehr Mut, einen &#8222;Fehler&#8220; zuzugeben, als sp\u00e4ter aus Trotz auf einem falschen Standpunkt zu beharren. Die Gefahr, dass Du, liebe Kretakatze, aus diesem Forum ausgeschlossen wirst, sehe ich also nicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Zur hellenistischen Pigmentierung:<\/em><br \/>\n<em>Vor etlichen Jahren habe ich die Iliade gelesen (die deutsche \u00dcbersetzung, nicht im Original) und mir ist nicht erinnerlich, dass Homer etwas \u00fcber Haar- und Augenfarbe seiner Helden geschrieben hat. Selbst wenn er es getan h\u00e4tte, w\u00e4ren diese Informationen von zweifelhaftem Inhalt; wir sind uns dar\u00fcber einig, dass die Figuren des Trojanischen Krieges eher sagenhaft als historisch sind. Von Homer ist also keine Hilfe zu erwarten.<br \/>\nDie langfristigen Einfl\u00fcsse der Franken auf die griechische Bev\u00f6lkerung in Tateinheit mit einer gekonnten Auslegung der Mendelschen Gesetze sehe ich nach Deiner letzten mail in einem anderen Licht. Aus dieser wissenschaftlichen Betrachtung scheint es also tats\u00e4chlich m\u00f6glich, dass blonde Griechen ein Produkt ausl\u00e4ndischer Gene sind. Leider sagt diese Erkenntnis nichts \u00fcber F\u00e4rbung des Achilles aus. Der Trojanische Krieg, so er wirklich stattgefunden hat, tobte etwa 2.000 Jahre vor den Kreuzz\u00fcgen und 3.000 Jahre vor den Touristenstr\u00f6men. Falls Achilles und einige seiner realen Landsleute also wirklich blond waren, dann ohne mitteleurop\u00e4isches Zutun. Aber, wie ich schon letzte Woche gesagt habe, an Deinem Einwand der dunkelhaarigen Vasenbemalungen kommt man nicht so leicht vorbei. <\/em><\/p>\n<p><em>Vielleicht hat man die Rolle des Achilles (interessant die englische Aussprache: \u00c4ikillis) mit Mr. Pitt besetzt, weil seit Siegfried ein strahlender Held blond zu sein hat. Sein Gegenspieler Hektor wird konsequenterweise dunkelhaarig besetzt. <\/em><\/p>\n<p><em>Das Verh\u00e4ltnis der Pigmentierung einer Population zu ihrer Umwelt muss man mit Vorsicht betrachten. Es f\u00e4llt uns leicht zu verstehen, warum Schwarzafrikaner eine dunkle Haut haben. Wegen der Sonne, klar. Warum sind aber nordamerikanische Pr\u00e4rieindianer oder die Steppenv\u00f6lker Zentralasiens, die noch nicht einmal einen Schatten spendenden Baum kennen, nicht ebenso dunkelh\u00e4utig ?  In den  Bergen  Neuguineas lebt ein Volk (den Namen habe ich vergessen), das als das Dunkelh\u00e4utigste weltweit gilt. Dieses Volk lebt auf einem Hochplateau, das st\u00e4ndig von Wolken und Nebel umgeben ist, sodass nur wenige Sonnenstrahlen den Erdboden erreichen. Wir sehen also, dass sich Hautfarbe und Sonneneinstrahlung nicht immer im Verh\u00e4ltnis 1:1 verhalten.<\/em><\/p>\n<p><em>Deinen berechtigen Hinweis auf das gespannte Verh\u00e4ltnis zwischen Griechen und T\u00fcrken habe ich bei meiner Theorie unterbewertet. Auch ohne genauere Pr\u00fcfung r\u00e4ume ich ein, dass beide V\u00f6lker kein gro\u00dfes Interesse an einer Vermischung hatten und haben.<\/em><\/p>\n<p><em>Dass blonde Menschen auf die V\u00f6lker des Mittelmeerraums eine gro\u00dfe Anziehungskraft aus\u00fcben, habe ich bei einem Israelurlaub festgestellt. Als blonder Recke ist man bei den jungen Frauen Hahn im Korb und als blonde Frau braucht man schon eine Eskorte, wenn man sich frei bewegen will. Bei diesem Israelurlaub ist mir aufgefallen, dass es dort nur sehr attraktive Frauen zu geben scheint. Entweder gibt es dort keine unattraktiven Frauen oder diese trauen sich nicht vor die T\u00fcr. Der Blondwahn dieser Region f\u00fchrt dazu, dass einige der jungen, schwarzgelockten glut\u00e4ugigen Frauen sich blond f\u00e4rben lassen. Das war in meinen Augen eine schreckliche Erfahrung. Um es mit den Worten eines Stammtischs zu sagen: Das ist, als w\u00fcrde ich an einem Mercedes den Stern abbrechen.<\/em><\/p>\n<p><em>Vorl\u00e4ufiges Zwischenergebnis: In der Frage, ob der antike Hellene vom mitteleurop\u00e4ischen oder orientalischen Typ war, sind wir noch keinen bedeutenden Schritt weiter gekommen. In den Weiten des Internets gibt es ein Forum zur Ethnologie, dort k\u00f6nnte man bestimmt eine Antwort finden. Ehrlich gesagt bin ich im Moment aber zu faul, um danach zu suchen.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Harte, Herbe, Finstere an der griechischen Sprache hat tats\u00e4chlich mit den vielen harten Lauten zu tun. Auch gibt es hier Zischlaute, die wir in dieser Form im Deutschen nicht kennen. Beispiel: \u00d6ichi ! Das ist sehr wahrscheinlich vollkommen falsch geschrieben; es bedeutet &#8222;nein&#8220; oder &#8222;nicht&#8220;. Dann f\u00e4llt mir noch Kazekato ein; wahrscheinlich auch total falsch geschrieben. Es bedeutet &#8222;setzen!&#8220; oder &#8222;setz dich!&#8220; Ich kenne diese Begriffe nur, weil meine griechischen Bekannten sie h\u00e4ufiger zu ihrer damals zweij\u00e4hrigen Tochter sagten. Es sind nur zwei Begriffe, die aber ausreichten, bei mir einen harten herben Eindruck der Sprache zu hinterlassen. Dieser Eindruck konnte durch Deine Videos leider nicht revidiert werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Selbst das Wiegenlied, das Du in Deiner letzten mail gelinkt hast, unterstreicht diesen Eindruck. Hinzu kommen die h\u00e4ufigen Vibratos im griechischen Gesang. Das klingt schon sehr orientalisch. Selbst Dein Wiegenlied erinnert mich an den Ruf des Muezzin.<\/em><\/p>\n<p><em>Spanisch klingt in meinen Ohren angenehmer. Es enth\u00e4lt zwar Elemente aus dem Arabischen, aber irgendwie komme ich damit besser klar. Die zum H\u00f6ren angenehmste Sprache ist f\u00fcr mich italienisch (Sorry !) Um meine \u00c4u\u00dferungen etwas zu relativieren m\u00f6chte ich erw\u00e4hnen, dass ich \u00fcberhaupt kein Talent f\u00fcr Sprachen besitze. Ich habe weder Kenntnisse im Griechischen, noch im Spanischen oder Italienischen.<\/em><\/p>\n<p><em>In einem Punkt widerspreche ich allerdings vehement: Der Sprachunkundige kann spanisch und griechisch sehr wohl auseinanderhalten. Woran es liegt, kann ich nicht mit Wortlauten belegen, aber ich finde die Klangbilder beider Sprachen sehr unterschiedlich, trotz der gemeinsamen harten Laute. In meinen Ohren verh\u00e4lt sich spanisch zu griechisch wie Zwiebelkuchen zu rohen Zwiebeln. Ein etwas ungl\u00fccklicher Vergleich, aber er macht deutlich, wie die beiden Sprachen auf mich wirken.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich kann nicht verstehen, warum ich f\u00fcr Dich zum R\u00e4tsel werde. Ich bin kein gro\u00dfer Mysterientr\u00e4ger. Dass ich mit griechischer Sprache und Musik nicht klar komme, mag au\u00dferhalb Deiner Erfahrungswelt liegen, aber das ist doch nichts Geheimnisvolles. Es ist eine Geschmacksfrage, nicht weniger, aber erst recht nicht mehr. Deswegen muss ich Dir doch nicht kryptisch erscheinen.<\/em><\/p>\n<p><em>Und eine Griechenphobie hast Du in mir auch nicht erzeugt, jedenfalls keine, die \u00fcber die angeborene latente Xenophobie hinausgeht. Vielleicht interpretierst Du in meine Nichtbegeisterung f\u00fcr die griechische Kultur zuviel hinein. Es ist ganz einfach eine fehlende Begeisterung. Es ist kein Hass, keine Angst, keine Ablehnung. Dass Du ganz anders \u00fcber die Menschen der \u00c4g\u00e4is denkst, habe ich begriffen. Aber diese unterschiedlichen Geschm\u00e4cker machen mich noch nicht zum Problemfall, oder ?<\/em><\/p>\n<p><em>Sprachen sind auch f\u00fcr mich als Unkundigen ein interessantes Feld. Ich habe mich beispielsweise vor Jahren gefragt, wieso die finnische und die ungarische Sprache miteinander verwandt sein k\u00f6nnen. Liegen diese beiden L\u00e4nder doch nicht gerade in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander und eine gemeinsame Geschichte dieser Nationen ist mir auch nicht bekannt.<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr mich waren Finnen Nordeurop\u00e4er und Ungarn ein Konglomerat aus Mitteleurop\u00e4ern und Nachfahren der Hunnen. Ganz so ist es wohl doch nicht. Eine Erkl\u00e4rung lieferte mir damals ein Sprachwissenschaftler, mit dem ich einen kurzen Briefwechsel unterhielt. (Prof. Gerhard Vollmer, der steht sogar in Wikipedia). Er empfahl mir damals die Lekt\u00fcre eines Standardwerkes zur Entwicklung der Sprache und der Sprachen: &#8222;Die Cambridge Enzyklop\u00e4die der Sprache&#8220; von David Crystal. Den Erwerb dieses Buches habe ich nie bereut.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00c4\u00e4h, ich f\u00fcrchte, bei meiner letzten mail ist der Eindruck entstanden, dass ich nur Jethro Tull und Abba h\u00f6re. F\u00fcr Deine gezielte Nachfrage zu meinen Musikbed\u00fcrfnissen bin ich deswegen dankbar. Wie jeder &#8222;richtige Junge&#8220; habe ich mich im pubert\u00e4ren Alter f\u00fcr Rockmusik interessiert. Queen, AC\/DC, Status Quo, ZZTop und wie sie alle hie\u00dfen. Sp\u00e4ter erg\u00e4nzten Werke von Big Country und Led Zepplin meine Plattensammlung. Zwischendurch nat\u00fcrlich immer wieder Jethro Tull. Mein Faible f\u00fcr Rockmusik h\u00e4lt bis heute an. Irgendwann in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts kam ich mit Britischer Folklore in Ber\u00fchrung, vorwiegend Irish-Folk. Hier hatten es mir besonders die Dubliners angetan. Wenn man auf dem Folkpfad ein wenig nach rechts und links schaut, st\u00f6\u00dft man zwangsl\u00e4ufig auf Jethro Tull. In den 80er Jahren h\u00f6rte ich zum ersten Male Musik von den Pogues, f\u00fcr die ich eine \u00e4hnliche Begeisterung empfinde wie f\u00fcr JT.  Zwischen all diesen Rockmusikern lief meine Vorliebe f\u00fcr Abba parallel im Hintergrund. Ich h\u00f6re nicht oft Popmusik, aber, wie gesagt, wenn, dann von Abba. Sie haben wunderbare Melodien geschrieben und ich finde den Gesang von Agnetha F\u00e4ltskog (die Blonde) \u00fcberirdisch. Bevor ich es vergesse: Zum Thema Kate Bush habe ich mit Wilfried auch schon etliche Seiten gef\u00fcllt. Mein Pseudonym ist ein stark verdeckter Hinweis auf Mrs. Bush.<\/em><\/p>\n<p><em>Alben der o.g. K\u00fcnstler machen ca. 90 % meiner Plattensammlung aus. Daneben enth\u00e4lt sie Werke der klassischen Musik (Bach, Beethoven, H\u00e4ndel, Mozart) und einige Exoten: Theodorakis, Don Kosaken, Scottish Pipes and Drums und einiges mehr. Da f\u00e4llt mir ein: Ich habe sogar eine LP von Vicky Leandros, aber ich glaube, das l\u00e4sst Du nicht als griechische Musik gelten. Diese LP habe ich wegen dem Titel Lago Magiore im Schnee  (Original von Mort Shuman) gekauft. Die anderen Titel auf dem Album kenne ich gar nicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Nicht, dass ich es bereue, mich als Abba-H\u00f6rer geoutet zu haben, aber diese Erg\u00e4nzungen waren mir wichtig.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich w\u00fcnsche allen Lesern und Griechen einen sch\u00f6nen Abend und eine geruhsame Nacht.<\/em><br \/>\n<em>Lockwood<\/em><\/p>\n<p>28.05.2007<\/p>\n<p>~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~<\/p>\n<p><em>Hallo Wilfried, Hallo Lockwood,<\/em><\/p>\n<p><em>mit R\u00fccksicht auf den \u00f6ffentlichen Gesundheitszustand werde ich ab sofort meine Beitr\u00e4ge frei von griechischen Musik-Videos halten. Sollte ich es doch f\u00fcr angemessen oder notwendig erachten, Links zu griechischer Musik zu zu legen, werde ich dies nur noch am Ende als &#8222;Anlage&#8220; unter der Rubrik <B>PS.:<\/B> und nach einem entsprechenden Warnhinweis tun.<\/em><\/p>\n<p><em>Heute m\u00f6chte ich noch kurz das Stichwort &#8222;Liedermacher&#8220; aufgreifen, das Wilfried vor ein paar Tagen im Zusammenhang mit einem armenisch-griechischen Lied gebraucht hat. Zu diesem Titel &#8211; es war Meno Ektos &#8211; hat der Begriff meiner Meinung nach nicht gepasst. Unter Liedermacher-Stil verstehe ich etwas anderes. Aber  nat\u00fcrlich gab und gibt es auch in Griechenland Liedermacher. Der bekannteste von ihnen war und ist Dionisis Savvopoulos, der bereits in dem Feuerwerks-Video von der Abschlussfeier der Olympischen Spiele zu sehen war &#8211; es war der \u00e4ltere Herr mit der gro\u00dfen Trommel vor dem Bauch. Unter <B>PS.:<\/B> habe ich ein paar St\u00fccke von ihm zusammengestellt, die teilweise auch von anderen Interpreten vorgetragen werden. Au\u00dferdem w\u00fcrde ich auch noch Miltos Paskalidis zu den griechischen Liedermachern z\u00e4hlen. Auch von ihm kann man dort noch ein Video finden.<\/em><\/p>\n<p><em>Zudem habe ich im Anhang auch noch ein paar Links zu Titeln von und mit Nikos Papasoglou abgelegt. Er hat mit unserem allseits verehrten Mr.Anderson, den ich nun auch einmal wieder kurz erw\u00e4hnen m\u00f6chte, eine traurige Gemeinsamkeit: Seine Stimme hat b\u00f6se gelitten. Als ich ihn zuletzt 1989 live geh\u00f6rt habe, klang er noch wie auf dem Video zusammen mit Savvopoulos. Als ich die neuen Aufnahmen geh\u00f6rt habe, bin ich wirklich erschrocken &#8211; er klingt v\u00f6llig hei\u00dfer, teilweise bekommt er kaum noch einen Ton heraus. Beim zweiten Video versagt ihm dann die Stimme vollends und das Publikum singt f\u00fcr ihn weiter &#8211; da k\u00f6nnte einem fast das Heulen kommen. Aber Ihr kennt das ja&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Dass es Papasoglou nun besonders wild getrieben und seine Stimme mit Gesangsakrobatik ruiniert haben soll, kann ich mir bei ihm nicht recht vorstellen. Wahrscheinlich sind bei manchen Menschen die Stimmb\u00e4nder der Dauerbelastung durch das t\u00e4gliche Singen auf Konzert-Tourneen einfach nicht gewachsen. Auch Stimmen altern und ver\u00e4ndern sich. Das ist mir in letzter Zeit bei meinen Streifz\u00fcgen durch YouTube aufgefallen, wo man gut Live-Auftritte desselben Musikers aus verschiedenen Jahren oder Jahrzehnten vergleichen kann (bei den Studio-Aufnahmen kann doch noch viel durch die Technik kaschiert werden).<\/em><\/p>\n<p><em>Creedence Clearwater Revival&#8217;s John Fogerty zum Beispiel war seinerzeit nicht zuletzt f\u00fcr seine Reibeisen-Stimme ber\u00fchmt. Er hatte nicht nur einen Frosch im Hals, das war ein ganzer Froschteich, mit dem er beim Singen gegurgelt hat. Zur Anschauung hier einer meiner Lieblingstitel: <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=64gEOeQRtDk\" TARGET=\"_blank\">I Heard It Through The Grapevine<\/A> (miserabel synchronisierter Clip von 1970). Eigentlich sollte man annehmen, dass jemand, der so singt, innerhalb k\u00fcrzester Zeit seine Stimmb\u00e4nder durchgeraspelt hat. Aber die scheinen bei Mr. Fogerty ganz sch\u00f6n z\u00e4h zu sein. Der gleiche Titel live 2006 klingt dann <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ODxiLdLS-gU\" TARGET=\"_blank\">so<\/A> (bescheidenes Bootleg, aber den Titel gibt&#8217;s von 2006 nicht besser).<\/em><\/p>\n<p><em>OK, der Froschteich ist weg, aber die Stimme dr\u00f6hnt noch ganz sch\u00f6n laut. Da kann Mr. Anderson nicht mithalten. F\u00fcr weitere Detail-Vergleiche hier noch der Song <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=e4Qr5Oq3xMc&#038;mode=related&#038;search=\" TARGET=\"_blank\">Rock &#8217;n&#8216; Roll Girl<\/A> und die Ballade <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2kP1eEoMMYU\" TARGET=\"_blank\">Deja Vu All over Again<\/A> (ebenfalls Bootlegs von 2006), bei denen man den Herrn etwas besser aus der N\u00e4he sieht. Was f\u00e4llt auf: Er tr\u00e4gt noch immer die gleichen Jeans und das gleiche karierte Hemd wie vor 40 Jahren. Mr. Anderson w\u00fcrde in seine Kost\u00fcme von damals nicht mehr passen, und sie w\u00fcrden ihm heute auch kaum besser stehen das das, was er aktuell so tr\u00e4gt. Daf\u00fcr waren sie allerdings auch bedeutend origineller als das Outfit von Mr. Fogerty! Und der n\u00e4chste auff\u00e4llige Unterschied: Auch wenn sein Gehopse auf der B\u00fchne ein wenig ungelenk aussieht, sollte man doch nicht vermuten, dass Mr. Fogerty bei diesen Aufnahmen 61 Jahre alt war. Er scheint kaum gealtert zu sein. Weiterentwickelt hat er sich aber auch nicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Also wenn wir einen Musiker m\u00f6chten, der nicht altert, immernoch das gleiche tr\u00e4gt wie 1970 und immernoch die gleiche Musik macht, und dessen Stimme durch nichts kaputtzukriegen ist, dann nehmen wir doch einfach Mr. Fogerty &#8211; oder?<\/em><\/p>\n<p><em>Ich denke nach meinem Schreibmarathon \u00fcber die Feiertage &#8211; das Wetter war aber auch so mies, da konnte man ja doch nichts anderes tun &#8211; werde ich es die n\u00e4chste Woche \u00fcber etwas langsamer angehen lassen. Lasst es Euch gutgehen!<\/em><\/p>\n<p><em>Es gr\u00fc\u00dft Euch <BR><br \/>\nKretakatze<\/em><\/p>\n<p><em><B>PS.:<\/B> Achtung, die folgenden Musik-Videos k\u00f6nnten bei Personen mit entsprechender Disposition eine ernstzunehmende Ellinikophobie ausl\u00f6sen! Aufruf nur auf eigene Gefahr! F\u00fcr F\u00e4lle von akutem Krankheitsausbruch oder Auftreten von anaphylaktischem Kulturschock Abba-CD bereithalten!<\/em><\/p>\n<p><em>Dionisis Savvopoulos <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rCIUFVZR_E8\" TARGET=\"_blank\">To chimona etouto<\/A> (In jenem Winter)<br \/>\nSavvopoulos hat in den 70ern die &#8222;Neo Kima&#8220;, die Griechische &#8222;Neue Welle&#8220; begr\u00fcndet &#8211; Liedermacher-Stil<\/em><\/p>\n<p><em>Eleni Tsaligopoulou <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=erB8WL_9Qsw\" TARGET=\"_blank\">Thalassografia<\/A> (Nicht wirklich \u00fcbersetzbar, in einem: Darstellung des Meeres \/ Vermessung des Meeres \/ Beschreibung des Meeres) &#8211; professionelles Video<br \/>\nDas Lied ist im Original von Savvopoulos &#8211; mystisch-sehnsuchtsvoll, Bilder von Felsen und Meeresbrandung<br \/>\n\u00dcbersetzung: Trage uns weit, Trage uns zu fernen Orten, Wehe \u00fcbers weite Meer, Wehe Wind, wehe (wird mehrfach wiederholt)<\/em><\/p>\n<p><em>Sofia Avramidou <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0AIsz8H0TkU\" TARGET=\"_blank\">Seimbekiko<\/A> (Hei\u00dft so, wie der Tanz, den man darauf tanzen kann) &#8211; TV-Sendung (griechische Version von &#8222;&#8230; sucht den Superstar&#8220;<br \/>\nDas Lied ist im Original von Savvopoulos &#8211; langsam-tragisches Chanson zu Klavier<br \/>\nDer Text handelt von der Vertreibung der kleinasiatischen Griechen aus Smirni (= Ismir) 1922 und dem folgenden Fl\u00fcchtlingselend &#8211; daher auch die Bilder im Hintergrund<\/em><\/p>\n<p><em>Nikos Papasoglou und Dionisis Savvopoulos <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gp9BYLwwen4\" TARGET=\"_blank\">Acharnis &#8211; Paravasi<\/A> (Acharnis: Ort in der N\u00e4he von Athen &#8211; \u00dcberschreitung)<br \/>\nBeide Lieder sind von Savvopoulos &#8211; zwei M\u00e4nner mit einer Klampfe unter einem Baum&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Nikos Papasoglou <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=KhdqowGXDkE&#038;mode=related&#038;search=\" TARGET=\"_blank\">Pote Voudas Pote Koudas<\/A> (Manchmal Buddha, manchmal Koudas (Personenname, ich wei\u00df nur nicht von wem&#8230;)) &#8211; TV-Sendung<br \/>\n&#8230; manchmal Jesus und Judas&#8230; Das Lied handelt vom Spiel des Lebens &#8211; Tsifteteli (griechischer Bauchtanz)<br \/>\nNikos hat erheblche Simmprobleme und ist in den letzten 15 Jahren bemerkenswert erblondet&#8230; Trotzdem ein h\u00f6renswerter Titel, der gute Laune macht (dem Publikum und mir jedenfalls)<\/em><\/p>\n<p><em>Nikos Papasoglou <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=dL4UApQC940&#038;NR=1\" TARGET=\"_blank\">Kanis edo den tragouda<\/A> (Niemand hier singt) &#8211; TV-Sendung<br \/>\nHier versagt ihm jetzt v\u00f6llig die Stimme und das ganze Publikum hilft beim Singen aus&#8230; fast schon tragisch<\/em><\/p>\n<p><em>Miltos Paskalidis <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QXiarLqvpD8\" TARGET=\"_blank\">Ederlezi &#8211; Fotia mou<\/A> (Ederlezi: traditionelles Zigeunerlied aus Jugoslawien &#8211; Fotia mou: Mein Feuer &#8211; Liebeslied) live Bootleg<br \/>\nDunkelblonder Grieche mit Brille; raucht, w\u00e4hrend er nicht singt, und hat noch beim Gitarre spielen die Zigarette in der Hand; intelektueller Rebell, der sein Publikum gern gegen den Strich b\u00fcrstet &#8211; Liedermacher-Rock? Der griechische Herbert Gr\u00f6nemeyer?<\/em><\/p>\n<p>28.05.2007<\/p>\n<p>~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~<\/p>\n<p><em>Hallo Ihr beiden H\u00fcbschen,<\/em><\/p>\n<p><em>Ihr m\u00fcsst schon entschuldigen, wenn ich nicht mehr so ganz mitkomme, aber zz. steht mein Lust-und-Laune-Pegel etwa bei \u201emies\u201c, was nichts mit Euch zu tun hat, sondern mit meiner Arbeit. Ich muss aber auch gestehen, dass ich mich in Eure Diskussion um Haar- und Augenfarbe nicht einmischen m\u00f6chte. Das ist mir inzwischen zu haarig geworden. Nur soviel: Ob nun wahre Helden blond und blau\u00e4ugig zu sein haben, auch wenn diese eher der Sage als der Realit\u00e4t entsprungen sind, sollte man nicht allein Hollywood \u00fcberlassen (und dort deutschen Regisseuren, z.B. Wolfgang Petersen). Weshalb blond immer wieder f\u00fcr so viel attraktiver gehalten wird, ist mir eher ein R\u00e4tsel. In einigen F\u00e4llen muss es mit einem unbegr\u00fcndeten Minderwertigkeitsgef\u00fchl zusammenh\u00e4ngen.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich wollte jetzt mit einem l\u00e4ngeren Beitrag zum Thema Folklore \u2013 Volkslieder und Folk kommen. Aber daf\u00fcr brauche ich dann doch etwas \u201amehr Luft\u2019. Mit Lockwood hatte ich dieses Thema bereits angeschnitten.<\/em><\/p>\n<p><em>So m\u00f6chte ich doch etwas zum Thema Jethro Tull (speziell Ian Anderson) und deren Outfits anmerken. Damit wir nicht ganz so ohne Anderson bleiben. Im Rock-Lexikon von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Siegfried_Schmidt-Joos\" target=\"_blank\">Siegfried Schmidt-Joos<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Barry_Graves\" target=\"_blank\">Barry Graves<\/a> in einer erweiterten Auflage vom Okt. 1975 steht u.a.:<\/em><\/p>\n<p>\u201a\u2026Im modischen Kleider-Zuschnitt der Charles Dickens-\u00c4ra erschienen die Musiker auf der B\u00fchne, als alte M\u00e4nner lie\u00dfen sie sich f\u00fcr ein Cover-Foto schminken. Zun\u00e4chst klang ihre Musik \u201ewie eine elektrisch verst\u00e4rkte Heilsarmee-Kapelle\u201c (\u201aRolling Stone\u2019). Sp\u00e4ter vollf\u00fchrten sie in der Maske von Tiefseetauchern, B\u00e4ren und dem wei\u00dfen Kaninchen Harvey eine Show, die als typisch englische Mischung von Rock, Music Hall, Burleske und Marty Feldmans Comedy Machine \u00fcber die Rampe kam.<\/p>\n<p>\u2026<\/p>\n<p>Anderson zog wieder alle Show-Register, lie\u00df vier Damen unter Lockenper\u00fccken geigen, einen weiblichen Dirigenten unter Fracksch\u00f6\u00dfen verf\u00fchrerische Dessous offenbaren und verlieh der Kom\u00f6die mit virtuosem Fl\u00f6tenfeuer den gewohnten Glanz. Er sei, urteilte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ulrich_Olshausen\">Ulrich Olshausen<\/a>, aus Menschenverachtung in die Rolle des Hofnarren geschl\u00fcpft: \u201eWenn er sich mit servilem Kratzfu\u00df f\u00fcr den Applaus bedankt, dann ist er der Wissende, der mit seiner Unterwerfung diejenigen verh\u00f6hnt, von denen er abh\u00e4ngt.\u201c\u2019<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.albinz.net\/models\/ian_anderson14x.jpg\" alt=\"14x Ian Anderson\" \/><\/p>\n<p><em>Der B\u00e4r (John Irving l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen) und die Dirigentin sind mir dabei unbekannt geblieben. Man beachte: Der Artikel beleuchtet die Anfangsjahre der Band. Ich erinnere mich au\u00dferdem in diesem Zusammenhang einmal etwas mit dem Begriff Vauxhall gelesen zu haben (Vauxhall-Look oder so). Vauxhall ist ein Londoner Stadtteil und bekannt f\u00fcr die traditionelle English Music Hall und f\u00fcr viele Cabarets. Heute ist Vauxhall auch bekannt f\u00fcr Schwulenbars und Nachtclubs. Unter dem Vauxhall-Look versteht man wohl eine entsprechend laszive Kleiderordnung. Eine gewisse Schl\u00fcpfrigkeit im Auftritt l\u00e4sst sich bei Ian Anderson nicht leugnen.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie bereits angedeutet, herrscht in einigen St\u00fccken von Ian Anderson eine Diskrepanz zwischen Musik und Text (z.B. <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=39\" target=\"_blank\">\u201eBroadford Bazaar\u201c<\/a> ist ein sch\u00f6nes Folk-Lied, aber <a href=\"http:\/\/www.cupofwonder.com\/nightcac.html#BroadfordBazaar\" target=\"_blank\">der Text<\/a> steckt voller Kritik). Hinzu kommt bei Live-Auftritten das schrille Outfit der Gruppe; man stelle sich also den Vortrag von \u201eBroadford Bazaar\u201c im blau-grellen <a href=\"http:\/\/de.youtube.com\/view_play_list?p=5BC45F52CFA287E9\" target=\"_blank\">Tampa-Outfit<\/a> vor. Absurder geht es eigentlich nicht. Okay, so krass kam uns Herr Anderson wohl noch nie daher. Eher so, dass zwei von den dreien (Musik, Text und Outfit) zusammenpassten. Der Tampa-Anzug f\u00e4llt mit dem \u201eToo old to rock \u201an\u2019 roll\u201c-Album zusammen und darf als Selbstironie gewertet werden. Und die Klamotten mit Melone nach Gutsherrenart von 1977 im <a href=\"http:\/\/de.youtube.com\/view_play_list?p=889906448BBEEFD7\" target=\"_blank\">Hippodrome<\/a> entsprechen den rustikalen Liedern aus dem Wald.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Urteil der Menschenverachtung m\u00f6chte ich nicht teilen. Der Kritiker stammt aus der Jazz-Szene. Und da sieht man alles wohl etwas seri\u00f6ser und ernster. Ein wenig Hohn gegen\u00fcber dem Publikum traue ich Herrn Anderson aber schon zu. Wenigstens fr\u00fcher.<\/em><\/p>\n<p><em>Warum aber nun dieser Zirkus? Hierzu hat Ian Anderson nie wirklich Stellung bezogen. Wenigstens ist mir keine entsprechende Aussage bekannt. Sicherlich spielen mehrere Faktoren hier eine Rolle. Zum einen ist es der Wunsch, sich von anderen (Rockgruppen) zu unterscheiden. Und: Welches Kind verkleidet sich nicht gern. Au\u00dferdem soll das Ganze einen Wiedererkennungswert haben. Darin ist Anderson ein Meister. Wer Jethro Tull zumindest vom Namen her kennt, wei\u00df um das M\u00e4nnchen mit Fl\u00f6te auf einem Bein. Der Drang nach Selbstdarstellung spielt sicherlich eine Rolle. Und wenn man erst einmal durch ausgefallene B\u00fchnenauftritte bekannt geworden ist, dann kann man nicht pl\u00f6tzlich nur noch in Jeans und T-Shirt auftreten. Eigendynamik nennt man das wohl. Aber der Hauptgrund ist wohl der, dass Ian Anderson Brite ist. Die haben die Exzentrik scheinbar im Blut.<\/em><\/p>\n<p><em>Gro\u00dfbritannien ohne Queen, ohne Monty Python und ohne schwarze Taxis und Doppeldeckerbusse (Lockwood, das Thema hatten wir bereits) w\u00e4re nicht vorstellbar. Und ich behaupte: ohne Jethro Tull w\u00fcrde der Insel auch etwas Wichtiges fehlen!<\/em><\/p>\n<p><em>Nun denn &#8230;<\/em><br \/>\n<em>Viele Gr\u00fc\u00dfe<\/em><br \/>\n<em>Wilfried<\/em><\/p>\n<p>29.05.2007<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/babelfish.altavista.com\/babelfish\/trurl_pagecontent?url=https:\/\/www.willizblog.de\/?p=863&#038;lp=de%5Fen\" target=\"_blank\">English Translation for Ian Anderson<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Wilfried, Hallo Lockwood, ich muss dem Lockwood Abbitte leisten &#8211; ich hatte ihm gegen\u00fcber behauptet, Sirtaki wird immer nur auf das Sorbas Lied getanzt. Nun habe ich im Internet eindeutige Beweise gefunden, die diese These widerlegen. Zu meiner gr\u00f6\u00dften \u00dcberraschung haben sich n\u00e4mlich offenbar die T\u00fcrken des Sirtaki angenommen und ihn zum Disco-Paartanz weiterentwickelt. &hellip; <a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?p=863\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Was ist blo\u00df mit Ian los? 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