{"id":8640,"date":"2014-07-19T06:45:29","date_gmt":"2014-07-19T05:45:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=8640"},"modified":"2014-07-18T10:56:05","modified_gmt":"2014-07-18T09:56:05","slug":"sommer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=8640","title":{"rendered":"Sommer &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>So langsam wird es wieder hei\u00df, sommerlich-hei\u00df. Da es Wochenende ist, so soll uns das erfreuen. Schlie\u00dflich ist es <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sommer\"target=\"_blank\">Sommer<\/a>, wenn mein Urlaub auch noch in einiger Ferne liegt (aber er kommt langsam mit gr\u00f6\u00dfer werdenden Schritten auf mich zu &#8230;). Mag der Urlaub also noch auf sich warten lassen, so h\u00e4lt es mich nicht davon ab, mich an fr\u00fchere Urlaube oder Ferien im Sommer zu erinnern (so z.B. an einen <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=4617\" target=\"_blank\">Sommer im Jahre 1965<\/a>).<\/p>\n<p>Sommer \u2013 da gibt es nat\u00fcrlich viele <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=7552\" target=\"_blank\">\u201eWorte mit Fl\u00fcgeln\u201c<\/a>, wie das von der Schwalbe, die (im Umkehrschluss) in Mengen dann doch einen Sommer macht. Sommer ist ja die Zeit, in der wir die Arbeit Arbeit sein lassen und uns zu entspannen suchen \u2013 vielleicht bei einem guten \u201aSt\u00fcck\u2019 Literatur im Liegestuhl.<\/p>\n<p><object classid=\"clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000\" width=\"540\" height=\"280\" codebase=\"http:\/\/download.macromedia.com\/pub\/shockwave\/cabs\/flash\/swflash.cab\"><param name=\"movie\" value=\"https:\/\/www.willizblog.de\/blogpicts\/slideshow.swf?file=https:\/\/www.willizblog.de\/images\/blumen_2012_07.xml\" \/><param name=\"wmode\" value=\"transparent\" \/><embed width=\"540\" height=\"280\" src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/blogpicts\/slideshow.swf?file=https:\/\/www.willizblog.de\/images\/blumen_2012_07.xml\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" pluginspage=\"http:\/\/www.macromedia.com\/go\/getflashplayer\" wmode=\"transparent\" \/><\/object><br \/>\nBlumenpracht und Fr\u00fcchte in AlbinZ Garten<\/p>\n<p>Bei Sommer denke ich irgendwie auch immer an Shakespeare und seinem <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=7394\" target=\"_blank\">Sommernachtstraum<\/a> (und auch in diesem Zusammenhang an <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=2303\" target=\"_blank\">Emma Peel aka Diana Rigg<\/a>). Und welche Dichter haben sich nicht irgendwann einmal der vier Jahreszeiten angenommen \u2013 und dabei besonders des Sommers. Eigentlich ist Sommer die pure Lebensfreude (zumindest, wenn die Sonne scheint). Manchmal neigen aber gerade Dichter zu Schwermut \u2013 auch (oder gerade) im Sommer. Hier einige Gedichte <em>von Rilke bis Goethe<\/em>, die den Sommer im Schilde, sprich: Titel f\u00fchren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_H%C3%B6lderlin\" target=\"_blank\"><strong>Friedrich H\u00f6lderlin:<\/strong><\/a> <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/262\/123\" target=\"_blank\">Der Sommer<\/a><\/p>\n<p><em>Wenn dann vorbei des Fr\u00fchlings Bl\u00fcte schwindet,<br \/>\nSo ist der Sommer da, der um das Jahr sich windet.<br \/>\nUnd wie der Bach das Tal hinuntergleitet,<br \/>\nSo ist der Berge Pracht darum verbreitet.<br \/>\nDa\u00df sich das Feld mit Pracht am meisten zeiget,<br \/>\nIst, wie der Tag, der sich zum Abend neiget;<br \/>\nWie so das Jahr verweilt, so sind des Sommers Stunden<br \/>\nUnd Bilder der Natur dem Menschen oft verschwunden.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gustav_Falke\" target=\"_blank\"><strong>Gustav Falke:<\/strong><\/a> <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/3402\/81\" target=\"_blank\">K\u00f6nig Sommer<\/a><\/p>\n<p><em>Nun fallen leise die Bl\u00fcten ab,<br \/>\nUnd die jungen Fr\u00fcchte schwellen.<br \/>\nL\u00e4chelnd steigt der Fr\u00fchling ins Grab<br \/>\nUnd tritt dem Sommer die Herrschaft ab,<br \/>\nDem starken, braunen Gesellen.<\/em><\/p>\n<p><em>K\u00f6nig Sommer bereist sein Land<br \/>\nBis an die fernsten Grenzen,<br \/>\nDie \u00c4hren k\u00fcssen ihm das Gewand,<br \/>\nEr segnet sie alle mit reicher Hand,<br \/>\nWie stolz sie nun stehen und gl\u00e4nzen.<\/em><\/p>\n<p><em>Es ist eine Pracht unterm neuen Herrn,<br \/>\nEin sattes Gen\u00fcgen, Genie\u00dfen,<br \/>\nUnd jedes f\u00fchlt sich im innersten Kern<br \/>\nSo reich und t\u00fcchtig. Der Tod ist so fern,<br \/>\nUnd des Lebens Quellen flie\u00dfen.<\/em><\/p>\n<p><em>K\u00f6nig Sommer auf rotem Ro\u00df<br \/>\nH\u00e4lt auf der Mittagsheide,<br \/>\nM\u00fcdigkeit ihn \u00fcberflo\u00df,<br \/>\nEr tr\u00e4umt von einem wei\u00dfen Schlo\u00df<br \/>\nUnd einem K\u00f6nig in wei\u00dfem Kleide.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rainer_Maria_Rilke\" target=\"_blank\"><strong>Rainer Maria Rilke:<\/strong><\/a> <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/831\/82\" target=\"_blank\">Vor dem Sommerregen<\/a><\/p>\n<p><em>Auf einmal ist aus allem Gr\u00fcn im Park<br \/>\nman wei\u00df nicht was, ein Etwas fortgenommen;<br \/>\nman f\u00fchlt ihn n\u00e4her an die Fenster kommen<br \/>\nund schweigsam sein. Inst\u00e4ndig nur und stark<\/em><\/p>\n<p><em>ert\u00f6nt aus dem Geh\u00f6lz der Regenpfeifer,<br \/>\nman denkt an einen Hieronymus:<br \/>\nso sehr steigt irgend Einsamkeit und Eifer<br \/>\naus dieser einen Stimme, die der Gu\u00df<\/em><\/p>\n<p><em>erh\u00f6ren wird. Des Saales W\u00e4nde sind<br \/>\nmit ihren Bildern von uns fortgetreten,<br \/>\nals d\u00fcrften sie nicht h\u00f6ren was wir sagen.<\/em><\/p>\n<p><em>Es spiegeln die verblichenen Tapeten<br \/>\ndas ungewisse Licht von Nachmittagen,<br \/>\nin denen man sich f\u00fcrchtete als Kind.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Theodor_Storm\" target=\"_blank\"><strong>Theodor Storm:<\/strong><\/a> <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/3485\/197\" target=\"_blank\">Sommermittag<\/a><\/p>\n<p><em>Nun ist es still um Hof und Scheuer,<br \/>\nUnd in der M\u00fchle ruht der Stein;<br \/>\nDer Birnenbaum mit blanken Bl\u00e4ttern<br \/>\nSteht regungslos im Sonnenschein.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Bienen summen so verschlafen;<br \/>\nUnd in der offnen Bodenluk&#8216;,<br \/>\nBenebelt von dem Duft des Heues,<br \/>\nIm grauen R\u00f6cklein nickt der Puk.<\/em><\/p>\n<p><em>Der M\u00fcller schnarcht und das Gesinde,<br \/>\nUnd nur die Tochter wacht im Haus;<br \/>\nDie lachet still und zieht sich heimlich<br \/>\nF\u00fcrsichtig die Pantoffeln aus.<\/em><\/p>\n<p><em>Sie geht und weckt den M\u00fcllerburschen,<br \/>\nDer kaum den schweren Augen traut:<br \/>\n\u00bbNun k\u00fcsse mich, verliebter Junge;<br \/>\nDoch sauber, sauber! nicht zu laut.\u00ab<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johann_Wolfgang_von_Goethe\" target=\"_blank\"><strong>Johann Wolfgang von Goethe:<\/strong><\/a> <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/3670\/10\" target=\"_blank\">Im Sommer<\/a><\/p>\n<p><em>Wie Feld und Au<br \/>\nSo blinkend im Thau!<br \/>\nWie perlenschwer<br \/>\nDie Pflanzen umher!<br \/>\nWie durch&#8217;s Geb\u00fcsch<br \/>\nDie Winde so frisch!<br \/>\nWie laut im hellen Sonnenstrahl<br \/>\nDie s\u00fc\u00dfen V\u00f6glein allzumal!<\/em><\/p>\n<p><em>Ach, aber da,<br \/>\nWo Liebchen ich sah,<br \/>\nIm K\u00e4mmerlein,<br \/>\nSo nieder und klein,<br \/>\nSo rings bedeckt,<br \/>\nDer Sonne versteckt,<br \/>\nWo blieb die Erde weit und breit<br \/>\nMit aller ihrer Herrlichkeit!<\/em><\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/images\/blumen2012_07_04.jpg\" alt=\"Blumenpracht und Fr\u00fcchte in AlbinZ Garten\" title=\"Blumenpracht und Fr\u00fcchte in AlbinZ Garten\" \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gotthold_Ephraim_Lessing\" target=\"_blank\"><strong>Gotthold Ephraim Lessing:<\/strong><\/a> <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/1177\/98\" target=\"_blank\">Der Sommer<\/a><\/p>\n<p>Br\u00fcder! lobt die Sommerszeit!<br \/>\n<em>Ja, dich, Sommer, will ich loben!<br \/>\nWer nur deine Munterkeit,<br \/>\nDeine bunte Pracht erhoben,<br \/>\nDem ist wahrlich, dem ist nur,<br \/>\nNur dein halbes Lob gelungen,<br \/>\nH\u00e4tt er auch, wie Brocks, gesungen,<br \/>\nBrocks, der Liebling der Natur.<\/em><\/p>\n<p><em>H\u00f6r ein gr\u00f6\u00dfer Lob von mir,<br \/>\nSommer! ohne stolz zu werden.<br \/>\nBrennst du mich, so dank ichs dir,<br \/>\nDa\u00df ich bei des Strahls Beschwerden,<br \/>\nBei der durstgen Mattigkeit,<br \/>\nLechzend nach dem Weine frage,<br \/>\nUnd gek\u00fchlt den Br\u00fcdern sage:<\/em><br \/>\nBr\u00fcder! lobt die durstge Zeit!<\/p>\n<p>Im Sinne von Lessing also <em>Br\u00fcder! lobt die Sommerszeit! Br\u00fcder! lobt die durstge Zeit!<\/em> Dann Prost!!!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So langsam wird es wieder hei\u00df, sommerlich-hei\u00df. Da es Wochenende ist, so soll uns das erfreuen. Schlie\u00dflich ist es Sommer, wenn mein Urlaub auch noch in einiger Ferne liegt (aber er kommt langsam mit gr\u00f6\u00dfer werdenden Schritten auf mich zu &#8230;). 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