{"id":8682,"date":"2014-07-31T08:35:52","date_gmt":"2014-07-31T07:35:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=8682"},"modified":"2014-07-31T08:35:52","modified_gmt":"2014-07-31T07:35:52","slug":"femme-fatale-2002","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=8682","title":{"rendered":"Femme fatale (2002)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Femme_Fatale_%282002%29\" target=\"_blank\">Femme Fatale<\/a> ist ein Erotikthriller des Regisseurs <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Brian_De_Palma\" target=\"_blank\">Brian De Palma<\/a> aus dem Jahr 2002. Der in Paris und Cannes gedrehte Film orientiert sich am klassischen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Film_noir\" target=\"_blank\">Film noir<\/a>. Die Hauptrolle der Femme fatale wurde von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rebecca_Romijn\" target=\"_blank\">Rebecca Romijn-Stamos<\/a> \u00fcbernommen, die m\u00e4nnliche Hauptrolle von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Antonio_Banderas\" target=\"_blank\">Antonio Banderas<\/a>.<\/p>\n<p><em>Bei einer Premiere w\u00e4hrend des Filmfestivals in Cannes pr\u00e4sentiert das Model Veronica (Rie Rasmussen) ein millionenschweres diamantenbesetztes Schmuckst\u00fcck. Eine Bande von Dieben, darunter die als Fotografin getarnte Laure Ash (Rebecca Romijn), versucht, die Edelsteine in einem ausgekl\u00fcgelten Raubzug zu entwenden. Als scheinbar alles anders kommt als geplant, verschwindet Laure mit der Beute. F\u00fcr die Flucht ben\u00f6tigt sie neue Papiere, die sie in Paris beschaffen will. Dort trifft sie auf ihre Doppelg\u00e4ngerin Lily (ebenfalls Romijn) und \u00fcbernimmt deren Identit\u00e4t. Sieben Jahre sp\u00e4ter kehrt sie als Frau des amerikanischen Botschafters Watts (Peter Coyote) in die franz\u00f6sische Hauptstadt zur\u00fcck. Als es dem Fotografen Nicholas Bardo (Antonio Banderas) gelingt, eine Aufnahme von ihr zu machen, die in der Presse erscheint, heften sich die einst betrogenen Komplizen an ihre Fersen und ihre geheime Vergangenheit droht ans Licht zu kommen&#8230;<\/em><\/p>\n<p>aus: <a href=\"http:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/105170-Femme-Fatale\/kritik.html\" target=\"_blank\">filmstarts.de<\/a><\/p>\n<ul><img src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/en\/thumb\/2\/2e\/Femme_fatale_poster.jpg\/215px-Femme_fatale_poster.jpg\" alt=\"Brian De Palma: Femme Fatale (2002)\" title=\"Brian De Palma: Femme Fatale (2002)\" \/><\/ul>\n<p>Fast auf den Tag genau vor einem Jahr hatte ich mich bereits etwas ausf\u00fchrlicher zu Brian De Palma und dort zu seinem Film <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=7517\" target=\"_blank\">Dressed to Kill<\/a> aus dem Jahr 1980 ge\u00e4u\u00dfert. In diesen Tagen habe ich mir \u201aendlich\u2019 auch seinen Film <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/search?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;index=dvd&#038;keywords=Femme%20fatale%20de%20palma&#038;linkCode=ur2&#038;tag=familiealbin-21&#038;linkId=ZCD65RDSI37DRKLP\"><strong>Femme Fatale<\/strong><\/a><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=familiealbin-21&#038;l=ur2&#038;o=3\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/> angeschaut (er lief vor geraumer Zeit im Fernsehen und ich habe ihn mir aufgezeichnet). W\u00e4hrend \u201eDressed to Kill\u201c gewisserma\u00dfen das Pendant zu Hitchcocks \u201aPsycho\u2019 aus dem Jahre 1960 ist (auch dieser Film lief dieser Tage im Fernsehen und auch ihn habe ich aufgenommen \u2013 wie lange habe ich ihn nicht mehr gesehen &#8230;?), so \u00fcbernahm De Palma \u2013 wie in vielen seiner Filme \u2013 auch in \u201eFemme Fatale\u201c einige Motive aus Filmen von Hitchcock: Das Doppelg\u00e4nger-Motiv aus \u201eVertigo \u2013 Aus dem Reich der Toten\u201c und das Thema des Voyeurismus aus \u201eDas Fenster zum Hof\u201c. Auch die blonde <em>Femme fatale<\/em> spielt auf Hitchcocks \u201eVerwendung\u201c von verf\u00fchrerischen, aber eiskalten Blondinen an und nicht zuletzt auf den mehrfach direkt zitierten Klassiker des Genres: \u201eFrau ohne Gewissen\u201c (Double Indemnity, 1944) mit <em>Barbara Stanwyck<\/em>, ein Film von <em>Billy Wilder<\/em>.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/av_obfbdLU8\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><br \/>\nBrian De Palma: Femme Fatale (2002)<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Femme_fatale\" target=\"_blank\">Femme fatale<\/a> (frz. f\u00fcr \u201everh\u00e4ngnisvolle Frau\u201c) ist ein besonders attraktiver und verf\u00fchrerischer Frauentypus, der \u2013 mit magisch-d\u00e4monischen Z\u00fcgen ausgestattet \u2013 M\u00e4nner erotisch an sich bindet, sie aber auch manipuliert, ihre Moral untergr\u00e4bt und sie meist auch auf \u201efatale\u201c Weise ins Ungl\u00fcck st\u00fcrzt.<\/p>\n<p><em>H\u00e4ufig musste sich De Palma den Einwand anh\u00f6ren, er sei ein visuell zwar hochtalentierter Filmemacher, der aber ohne Tiefgang pers\u00f6nliche Obsessionen auslebe und bis zum Exzess sein Vorbild Hitchcock imitiere. Dieser Befund der k\u00fcnstlerischen Unreife wird oft noch mit dem Vorwurf der Frauenfeindlichkeit garniert. Die meisten dieser Kritiker \u00fcbersehen nicht nur, dass schon Hitchcock zu seiner Zeit mit vergleichbaren Reaktionen zu k\u00e4mpfen hatte, was ihnen durchaus zu denken geben sollte, sondern auch und vor allem, dass De Palmas Kino hochgradig selbstreflexiv angelegt ist. So sind Thriller wie \u201eSisters&#8220;, \u201eDressed to Kill&#8220; oder \u201eBody Double&#8220; tats\u00e4chlich oft voyeuristisch, aber zugleich auch Traktate \u00fcber die Schaulust. Macht und Lust stehen in De Palmas Filmen in einem komplexen Zusammenhang, in dem die Frauen entschieden mehr als nur Opfer und die M\u00e4nner oft einfach machtlos sind. \u201eFemme Fatale&#8220; macht dies noch einmal ganz klar, indem die Protagonistin, deren Vorg\u00e4ngerinnen in den Klassikern des Film noir stets mit dem Untergang f\u00fcr ihre Anma\u00dfung zu zahlen hatten, hier eine tats\u00e4chliche Macht und das Heft des Handelns erh\u00e4lt. Der m\u00e4nnliche Held dagegen ist in Gestalt von Antonio Banderas ein wohlmeinender Zeuge, der von den Ereignissen mehr oder weniger \u00fcberrollt wird.<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eFemme Fatale&#8220; ist also alles andere als frauenfeindlich, vielmehr ist er eine Liebeserkl\u00e4rung an die Frauen \u2013 dazu geh\u00f6rt auch, ihre K\u00f6rper zu fotografieren. Das sich durch das Milchglas einer Toilettenkabine abzeichnende lesbische Liebesspiel, der Striptease im \u00fcbertriebenen Kunstlicht einer Spelunke oder die in Zeitlupe zelebrierten langen Beine in Hotpants und Stiefeln mit hohem Absatz (hier das d\u00e4nische Model <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rie_Rasmussen\" target=\"_blank\">Rie Rasmussen<\/a>), all das ist ein Voyeurismus zweiten Grades, dem seine Inszenierung \u00fcberdeutlich eingeschrieben ist. De Palma macht seine Methode wie so oft ganz deutlich und wer ihm vorwirft, seine Hauptdarstellerin nur nach dem Aussehen ausgesucht zu haben, der ist schlicht b\u00f6swillig. Das ehemalige Model Rebecca Romijn besitzt nat\u00fcrlich etwas von dem sirenenhaften Reiz der fatalen Verf\u00fchrerin, aber sie ist eine ebenso starke Pers\u00f6nlichkeit, die auch in ihren verschiedenen Rollen und Tr\u00e4umen nie ihren Kern verliert und daher am Ende umso \u00fcberzeugender einfach sie selbst sein kann.<\/em><\/p>\n<p>Der Film ist nicht nur vom Inhaltlichen \u00e4u\u00dferst verwickelt, sondern auch in der Verwendung film\u00e4sthetischer Mittel \u00fcberaus interessant. De Palma nutzte h\u00e4ufig den Split Screen und Bildcollagen, um Gleichzeitiges und Gedanken darzustellen. Des Weiteren inszenierte er den H\u00f6hepunkt in beiden Zeitebenen des Filmes in Zeitlupe.<\/p>\n<p>Wer Hitchock mag, wird De Palma mit Sicherheit auch m\u00f6gen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Femme Fatale ist ein Erotikthriller des Regisseurs Brian De Palma aus dem Jahr 2002. Der in Paris und Cannes gedrehte Film orientiert sich am klassischen Film noir. 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