{"id":8823,"date":"2014-11-13T06:19:15","date_gmt":"2014-11-13T05:19:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=8823"},"modified":"2014-11-12T10:47:12","modified_gmt":"2014-11-12T09:47:12","slug":"martin-walser-der-augenblick-der-liebe-2004","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=8823","title":{"rendered":"Martin Walser: Der Augenblick der Liebe (2004)"},"content":{"rendered":"<ul><em>Er habe sie noch nie so geliebt wie in diesem Augenblick, In diesem Augenblick, sagte sie, wieso denn das. Es ist der Augenblick der Liebe.<\/em><br \/>\nMartin Walser: Der Augenblick die Liebe (S. 43)<\/ul>\n<p>F\u00fcr Einsteiger in die Literatur von <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/index.php?s=martin+walser\" target=\"_blank\">Martin Walser<\/a>, so denke ich, ist der Roman <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3499240203\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3499240203&#038;linkCode=as2&#038;tag=familiealbin-21&#038;linkId=CX7B4CND47MRFWFE\" target=\"_blank\"><strong>Der Augenblick der Liebe<\/strong><\/a><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=familiealbin-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3499240203\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/> aus dem Jahr 2004 doch noch etwas zu schwere Kost. Es ist der dritte und wohl letzte Roman um die Person des <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/images\/martin_walser_romane_novellen.pdf\" target=\"_blank\">Dr. Gottfried Z\u00fcrn<\/a>, ehemaliger Immobilienmakler am Bodensee, der sich hier als Privatgelehrter ausgibt. Im Mittelpunkt steht die au\u00dfergew\u00f6hnliche Liebesgeschichte zwischen Z\u00fcrn und einer um 40 Jahre j\u00fcngeren Doktorandin. Und es geht um den franz\u00f6sischen Philosophen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Julien_Offray_de_La_Mettrie\" target=\"_blank\">Julien Offray de La Mettrie<\/a>, dessen Todestag sich 2001, dem Jahr, in dem der Roman spielt, zum 250. Male j\u00e4hrte. Als Hinweis f\u00fcr den Leser: Franz\u00f6sisch-Kenntnisse sind angebracht, Englisch-Kenntnisse fast unumg\u00e4nglich (Walser hat sich auch, oft mit seiner Tochter <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alissa_Walser\" target=\"_blank\">Alissa<\/a>, als \u00dcbersetzer aus dem Englischen hervorgetan, z.B. f\u00fcr Theaterst\u00fccke von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Edward_Albee\" target=\"_blank\">Edward Albee<\/a>).<\/p>\n<p>Dies ist der erste Roman, den Martin Walser nach seiner Trennung von Suhrkamp in seinem neuen Verlag Rowohlt ver\u00f6ffentlicht hat (Ich habe diesen in 2. Auflage August 2004 \u2013 Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, vorliegen).<\/p>\n<ul><img src=\"http:\/\/ecx.images-amazon.com\/images\/I\/41faZBlSMFL._SY344_BO1,204,203,200_.jpg\" alt=\" Martin Walser: Der Augenblick der Liebe (2004)\" title=\" Martin Walser: Der Augenblick der Liebe (2004)\" \/><\/ul>\n<p><em>Gottfried Z\u00fcrn, bekannt aus Martin Walsers Romanen <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=8086\" target=\"_blank\">\u201eDas Schwanenhaus\u201c<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=8133\" target=\"_blank\">\u201eDie Jagd\u201c<\/a>, Exmakler, Privatgelehrter mit Domizil am Bodensee, erh\u00e4lt Besuch von einer jungen Doktorandin. Sie interessiert sich f\u00fcr seine Aufs\u00e4tze \u00fcber den franz\u00f6sischen Philosophen La Mettrie und \u00fcberreicht ihm, er ist erstaunt und merkw\u00fcrdig geschmeichelt, eine Sonnenblume. Er vernimmt sofort das Klirren erotischer M\u00f6glichkeiten. Sie, sphinxenhaft: \u201eEs gibt nichts, wof\u00fcr man nicht gestraft werden kann.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Trotzdem, und weil er mit seiner Frau Anna l\u00e4ngst im selben Wortschatz untergeht, folgt er der Doktorandin kurz darauf nach Kalifornien zu einem Kongre\u00df \u00fcber La Mettrie. Dort erf\u00fcllt sich ihre Prophezeiung \u2013 auf eine Weise, die gleich in mehrfacher Hinsicht zum Eklat f\u00fchrt. Sobald er dr\u00fcben ist, wird in ihm Anna \u00fcberm\u00e4chtig, also zur\u00fcck zu ihr. Sobald er zur\u00fcck ist, mu\u00df er wieder hin\u00fcber. Aber das gestattet ihm das Buch nicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Eros, Ehe und Erlebnishunger sind die \u00e4u\u00dferen Markierungspunkte dieses Romans, das Verh\u00e4ltnis von Leben, Literatur und Todeslust ist sein geheimes Motiv.<\/em><br \/>\n(aus dem Klappentext)<\/p>\n<ul><em>Herr Z\u00fcrn oder Herr Krall, wie h\u00e4tten Sie&#8217;s gern? So fing sie an, so er\u00f6ffnete sie.<br \/>\n   Gottlieb sagte: In welche Sauce wir den Daumen, den wir lutschen m\u00fcssen, vorher tunken, ist egal. Oder nicht? Und sie: Es gibt nichts, wof\u00fcr man nicht gestraft werden kann. Und er. Aber die M\u00f6glichkeiten klirren. Und sie: Wenn Sie so wollen. Und er: Ich will.<br \/>\n<\/em><\/ul>\n<p>Nein, so beginnt nicht nur dieser Roman vom Martin Walser, so endet dieser auch &#8211; in einer Walser-typischen Ringkomposition. Nur sind die Personen andere. Er, das ist in beiden F\u00e4llen Gottfried Z\u00fcrn, aber sie ist am Anfang jene Beate Gutbrod, Doktorandin aus Amerika, am Schluss dann seine Ehefrau Anna. Gottfried Z\u00fcrn, Mitte sechzig, sch\u00f6pft in beiden F\u00e4llen \u201adie M\u00f6glichkeiten\u2019 aus.<\/p>\n<p>Z\u00fcrn hat als Wendelin Krall vor Jahren zwei Aufs\u00e4tze \u00fcber den franz\u00f6sischen Philosophen Julien Offray de La Mettrie (1709\u20131751) geschrieben, die Beate Gutbrod w\u00e4hrend der Recherche f\u00fcr ihre Dissertation gelesen hat. Da sie den Autor pers\u00f6nlich kennenlernen m\u00f6chte, besucht sie Z\u00fcrn. <em>\u201eAus dieser Bekanntschaft entwickelt sich eine Liebesaff\u00e4re, die Gottlieb nach Amerika an die Berkeley-Universit\u00e4t f\u00fchrt, wo er als Gastdozent einen Vortrag \u00fcber La Mettrie halten soll. Da ihn jedoch seine Stimme im Stich l\u00e4sst, schafft es Gottlieb \u00e4hnlich wie Helmut Halm in <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=1284\" target=\"_blank\">Brandung<\/a> nicht, seinen Text alleine vorzulesen, und muss sich von Beate vertreten lassen. Zudem wird der Inhalt seines Aufsatzes von den Mitgliedern der Universit\u00e4t, allen voran Rick Hardy, sehr zwiesp\u00e4ltig aufgenommen. Wenig sp\u00e4ter verl\u00e4sst Gottlieb Beate und fliegt zur\u00fcck nach Europa, wo er das Eheleben mit seiner Frau Anna fortsetzt.\u201c<\/em> (Quelle: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Der_Augenblick_der_Liebe#Inhalt\" target=\"_blank\">de.wikipedia.org<\/a>)<\/p>\n<p>Wieder eine Liebesaff\u00e4re zwischen einer jungen Frau und einem \u00e4lteren Herrn. <em>Beate Gutbrod und Z\u00fcrn<\/em> \u2013 das klingt wie <em>Ulrike von Levetzow und Goethe<\/em> und wird auch gleich zitiert: da war der Altersunterschied nicht 40, sondern gar 55 Jahre (siehe hierzu nat\u00fcrlich <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=7487\" target=\"_blank\">Martin Walser: Ein liebender Mann<\/a>). W\u00e4hrend Beate bereits wieder in Kalifornien weilt und auf die Ankunft Z\u00fcrns wartet, ereignet sich ein Schriftwechsel zwischen den beiden, der in teuren, sehr langen Telefonaten m\u00fcndet:<\/p>\n<p><em>Jetzt erlebte sie, da\u00df es nicht darauf ankommt, mit welchem Innen- und Au\u00dfenmaterial jemand seine Liebe erkl\u00e4rt; es kommt nur auf den erlebbaren Heftigkeitsgrad an. Und den erlebte sie jetzt. Die Verklausuliertheit, in der er sich verstrickte, war doch eine einzige Kapitulation: Er ergab sich ihr. Diese Fragerei nach dem WARUM war nichts als ein Wortkost\u00fcm, mit dem er auftrat, um sie herauszufordern. Sie sollte ihn \u00fcbertreffen. Sie sollte noch lauter als er sagen, da\u00df sie hin sei und wie hin sie sei. Das einzig Lernbare in diesem Verklausulierungsdickicht: Er war bed\u00fcrftig. Er war unterern\u00e4hrt. Was ihm fehlte, war weniger wichtig, als da\u00df ihm etwas fehlte. Aber er hielt es f\u00fcr m\u00f6glich, da\u00df sie ihm fehle. Und das war&#8217;s dann doch.<\/em> (S. 85)<\/p>\n<p>Um gewisserma\u00dfen dem Vorwurf, Altherrenphantasien zu verbreiten, \u201avorzubeugen\u2019 (manche nennen es auch <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Methusalem\" target=\"_blank\">Methusalem<\/a>-Komplex), flicht Walser ab Seite 228 gleich eine Debatte \u00fcber Altersgeilheit, die Z\u00fcrns Frau mit einer Kundin f\u00fchrt, mit ein. Z\u00fcrns, d.h. Walsers Kommentar dazu: <em>\u201eEr h\u00e4tte die Damen wirklich fragen m\u00fcssen, warum ein \u00c4lterer, wenn er denn das war, was sie geil nannten, nicht einfach geil, sondern altersgeil war. Die haben da eine Ahnung parat. Du sollst nicht mehr, darfst nicht mehr. Die haben eine Moral, die sie \u00e4stherisch-sittlich drapieren.\u201c<\/em> (S. 231)<\/p>\n<p>Auch zum Alter \u00e4u\u00dfert sich Walser: <em>\u201eMan kann nur jung oder alt sein. Er habe seit l\u00e4ngerem geglaubt, er sei schon alt. Das war, wie er jetzt wisse, ein naseweises Anempfinden. Das einzigste, was ein wenig in die richtige Richtung ging, war eine Art Mitleid mit Alten. Jetzt wei\u00df er, der Junge kann nichts empfinden von dem, was der Alte empfindet. Es gibt kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr einander. Der Alte versteht den Jungen so wenig wie der ihn. Es gibt keine Stelle, wo Jugend an Alter r\u00fchrt oder in Alter \u00fcbergeht. Es gibt nur den Sturz. Aus. Nachher bist du drunten und kannst tun, was du willst, du reichst nicht zur\u00fcck. Mit nichts. Durch nichts. Ob du lachst oder schreist, ist gleichg\u00fcltig. So zu tun, als k\u00f6nne man sich auf diesen Sturz vorbereiten, ist unsinnig. Dieser Sturz gestattet kein Verh\u00e4ltnis.\u201c<\/em> (S. 200) Und sp\u00e4ter erg\u00e4nzt er: <em>\u201eDas Gerede vom Sturz ist Wortstroh. Das Hinab so bremsen, da\u00df es kein Sturz wird, sondern ein Untergang.\u201c<\/em> (S. 202)<\/p>\n<p>Den eigentlichen Mittelpunkt bildet die <em>\u201eAuseinandersetzung mit La Mettrie, die den Roman um philosophische \u00dcberlegungen bereichert. Es geht dabei vor allem um die Themen der Erziehung als Ausbildung zum Gefangenen und um das Erziehungs-Nebenprodukt Schuldgef\u00fchle.\u201c<\/em><\/p>\n<ul><em>Das von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Michel_de_Montaigne\" target=\"_blank\">Montaigne<\/a> geerbte Anspruch: sich selbst zum Thema zu machen! [\u2026] Dein durch La Mettrie gesch\u00e4rftes Thema: die Erziehung als eine Ausbildung zum Gefangenen. Von Anfang an war kein Mensch und keine Institution daran interessiert, dich zu dir selbst kommen zu lassen. Die Erziehung als Zumutung. Aber dann hast du angefangen, deine Erzieher zu betr\u00fcgen. Du hast mehr als eine Pers\u00f6nlichkeit entwickelt. Das tut jeder. Keiner ist nur das, was die Erziehung aus ihm machen wollte.<\/em> [\u2026] (S. 127 f.)<\/ul>\n<ul><em>Von allen Pers\u00f6nlichkeiten, die du hast entwickeln m\u00fcssen, hat sich keine so \u00fcberm\u00e4\u00dfig entwickelt, wie die des Gefangenen.<\/em> [\u2026] <em>Jeder Versuch, dich frei zu f\u00fchlen oder gar zu benehmen, m\u00fcndete bis jetzt im Schuldgef\u00fchl. Das angeborene oder anerzogene Gewissen. Ob angeboren oder anerzogen, es ist die m\u00e4chtigste, wachsamste, unerbittlichste, unbetr\u00fcgbarste Regung, deren du f\u00e4hig bis.<\/em> (S. 129)<\/ul>\n<p><em>\u201eDie Interpretation Rick Hardys im Anschluss an den Vortrag \u2013 das Manuskript Gottfried Z\u00fcrns ist vollst\u00e4ndig wiedergegeben \u2013 ist dabei die zentrale Stelle des Romans: Hardy beschuldigt Gottlieb, er wolle unter dem Vorwand, \u00fcber La Mettrie und dessen These von der Lebensfeindlichkeit von Schuldgef\u00fchlen zu sprechen, den Deutschen einen \u201aFreispruch erschwindeln\u2019, wobei Hardy einen \u00fcberraschenden Zusammenhang zur Erinnerung an den Holocaust herstellt. Die anschlie\u00dfende Reflexion Gottliebs wirkt wie eine sp\u00e4te Selbstverteidigung Walsers, der sich w\u00e4hrend der Diskussionen rund um seine Romane <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=1426\" target=\"_blank\">Ein springender Brunnen<\/a> und insbesondere <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=7381\" target=\"_blank\">Tod eines Kritikers<\/a> selbst Vorw\u00fcrfen des latenten Antisemitismus ausgesetzt sah:<\/em><\/p>\n<ul><em>\u201aLa Mettrie behauptet, es gebe nichts Unmenschlicheres, nichts Lebensfeindlicheres als remords. Das w\u00fcrde nat\u00fcrlich auch f\u00fcr den Umgang der Deutschen mit ihrer Vergangenheit gelten. Aber das hat er<\/em> [Z\u00fcrn] <em>nicht gesagt. Er m\u00fc\u00dfte dann nachweisen, da\u00df es eine Schuld gibt ohne Schuldgef\u00fchle. Kein bisschen wegl\u00fcgen, nichts verkleinern, und trotzdem kein Schuldgef\u00fchl, keine remords.<\/em> [\u2026] <em>La Mettrie hatte keine Erfahrung mit dem Ged\u00e4chtnis. Inzwischen wacht das Ged\u00e4chtnis \u00fcber das Gewissen. Ob das lebensfeindlich ist, ist dem Ged\u00e4chtnis egal.\u2019<\/em><\/ul>\n<p><em>Zusammenfassen kann man die vorgetragene Position Martin Walsers zum Holocaust demnach wie folgt: Er akzeptiert die Schuld der Deutschen f\u00fcr die NS-Verbrechen ohne Wenn und Aber, jedoch f\u00fchlt er sich von den Schuldgef\u00fchlen in seinem Lebensdrang eingeschr\u00e4nkt. Diese Aussage ist nat\u00fcrlich sehr subjektiv, was jedoch typisch f\u00fcr die literarische Innerlichkeit ist, die sich wie ein roter Faden durch Martin Walsers Werk zieht. Letztendlich gesteht Walser auch ein, keine M\u00f6glichkeit gefunden zu haben, sein Geschichtsbewusstsein mit seinem Wunsch ganz in der Gegenwart zu leben zu vers\u00f6hnen \u2013 dieser Luxus muss dem Intellektuellen verwehrt bleiben.\u201c<\/em> (Quelle: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Der_Augenblick_der_Liebe#Hintergrund\" target=\"_blank\">de.wikipedia.org<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Der Roman gliedert sich in vier Kapitel:<\/strong><\/p>\n<p><em>Inhalt:<\/em><br \/>\nI.\tKommen aber gehen<br \/>\nII.\tZusammenfinden<br \/>\nIII.\tAuseinanderkommen<br \/>\nIV.\tKehre<\/p>\n<p><strong>Personenliste zum Roman:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dr. Gottlieb Z\u00fcrn<\/strong>, ehemaliger Makler, inzwischen Mitte 60 Jahre<br \/>\n<strong>Anna<\/strong>, seine Frau, f\u00fchrt das Immobilienmaklergesch\u00e4ft weiter<\/p>\n<p>Rosa, die \u00e4lteste Tochter<br \/>\nMagda(lena), Tochter<br \/>\nJulia, Tochter<br \/>\nRegina, die j\u00fcngste Tochter<\/p>\n<p><strong>Beate J. Gutbrod<\/strong> \u201agraduated Student\u2019, Doktorandin<br \/>\nMadelon Pierpoint, Freundin<br \/>\nGlen O. Rosenne, Professor<\/p>\n<p><strong>Dr. Rick W. Hardy<\/strong><br \/>\nElaine, seine (Ex-)Frau<\/p>\n<p>Dr. Rufus Douglas, Psychiater<\/p>\n<p>und viele andere<\/p>\n<p><strong>Paul Schatz<\/strong>, Immobilienh\u00e4ndler und Konkurrent \u2013 stirbt in diesem Band<br \/>\nJarl F. Kaltammer, Immobilienh\u00e4ndler und Konkurrent<\/p>\n<p><em>\u201eHochkomisch, sprachm\u00e4chtig: Martin Walsers neuer Roman \u00fcber Liebe im Alter ist ein Vergn\u00fcgen. Wenn Walser je komisch war, wenn er je die Funken des Witzes aus Konstellationen des Unangemessenen, Unpassenden geschlagen hat, hier tut er &#8217;s st\u00e4rker.\u201c<\/em> (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tilman_Krause\" target=\"_blank\">Tilman Krause<\/a>, Literarische Welt)<\/p>\n<p><em>\u201eDieser meisterhaft beschriebene Augenblick des Sichverliebens, dieses blitzartige Ineinanderfallen \u2026 Wie der Sprachk\u00fcnstler Walser die beiden Erz\u00e4hlgeschosse miteinander verbindet, die Liebesaff\u00e4re eines alten Mannes mit einer jungen Frau im Licht des Atheisten La Mettrie deutet \u2026 das macht ihm keiner nach.\u201c<\/em> (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ulrich_Greiner\" target=\"_blank\">Ulrich Greiner<\/a>, DIE ZEIT)<\/p>\n<p>\u201eSeite f\u00fcr Seite er\u00f6ffnet Martin Walser uns ein Stilvergn\u00fcgen, wie es nur wenige deutsche <em>Autoren bieten k\u00f6nnen. Walser schreibt eben nicht nur die sch\u00f6nsten S\u00e4tze, er setzt sie auch in anregende Horizonte.\u201c<\/em> (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Andreas_Isenschmid\" target=\"_blank\">Andreas Isenschmid<\/a>, NZZ am Sonntag)<\/p>\n<p><em>\u201eUnd Walser erweist sich hier als eine aphoristisch eleganter, hinrei\u00dfender Erz\u00e4hler.\u201c<\/em> (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Klaus_Walther_(Schriftsteller)\" target=\"_blank\">Klaus Walther<\/a>, Freie Presse)<\/p>\n<p><em>\u201eMartin Walser hat einige beste B\u00fccher geschrieben. Sein j\u00fcngstes Werk geh\u00f6rt dazu. &#8218;Der Augenblick der Liebe&#8216; ist ein sch\u00f6nes Buch \u2013 komisch, traurig, rabiat.\u201c<\/em> (Andreas K\u00f6hler, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neue_Z\u00fcrcher_Zeitung\" target=\"_blank\">NZZ<\/a>)<\/p>\n<p><em>\u201e&#8217;Der Augenblick der Liebe&#8216; ist ein gro\u00dfer Roman. Walsers bedeutendeste literarische &#8218;Seelenarbeit&#8217;\u201c<\/em> (Peter Mohr, Generalanzeiger)<\/p>\n<p><em>\u201e&#8217;Der Augenblick der Liebe&#8216;, Walsers sch\u00f6nster Roman.\u201c<\/em> (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Martin_L\u00fcdke\" target=\"_blank\">Martin L\u00fcdke<\/a> in &#8218;Literatur im Foyer&#8216;, SWR)<\/p>\n<p>Dem ist von meiner Seite nichts mehr hinzuzuf\u00fcgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er habe sie noch nie so geliebt wie in diesem Augenblick, In diesem Augenblick, sagte sie, wieso denn das. Es ist der Augenblick der Liebe. Martin Walser: Der Augenblick die Liebe (S. 43) F\u00fcr Einsteiger in die Literatur von Martin Walser, so denke ich, ist der Roman Der Augenblick der Liebe aus dem Jahr 2004 &hellip; <a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?p=8823\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Martin Walser: Der Augenblick der Liebe (2004)<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[14],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8823"}],"collection":[{"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8823"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8823\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8823"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8823"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8823"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}