{"id":8834,"date":"2014-11-16T07:00:48","date_gmt":"2014-11-16T06:00:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=8834"},"modified":"2014-11-13T13:18:52","modified_gmt":"2014-11-13T12:18:52","slug":"heute-ruhetag-52-william-makepeace-thackeray-jahrmarkt-der-eitelkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=8834","title":{"rendered":"Heute Ruhetag (52): William Makepeace Thackeray &#8211; Jahrmarkt der Eitelkeit"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/William_Makepeace_Thackeray\" target=\"_blank\">William Makepeace Thackeray<\/a> (* 18. Juli 1811 in Kalkutta; \u2020 24. Dezember 1863 in London) war ein englischer Schriftsteller und gilt neben Charles Dickens (siehe <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=6598\" target=\"_blank\">Heute Ruhetag (27): Charles Dickens \u2013 Oliver Twist<\/a>) und George Eliot als bedeutendster englischsprachiger Romancier des Viktorianischen Zeitalters.<\/p>\n<p>Sein wohl bekanntestes Werk ist <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jahrmarkt_der_Eitelkeit\" target=\"_blank\">Jahrmarkt der Eitelkeit<\/a> (Originaltitel: Vanity Fair, or, a Novel without a Hero, 1847\/1848 in Fortsetzungen im Londoner Satiremagazin \u201ePunch\u201c erschienen; deutsch 1849). Der Gesellschaftsroman bietet ein facettenreiches, alle sozialen Klassen einschlie\u00dfendes Bild der Londoner Gesellschaft zu Anfang des 19. Jahrhunderts und zeichnet sich durch seinen ironischen Stil und seine pr\u00e4zise Darstellung der handelnden Figuren und ihrer Charaktere aus.<\/p>\n<p>Dieser Jahrmarkt d\u00fcrfte auch uns bekannt vorkommen: Dieser ist ein Abbild der Welt \u2013 und Thackerays Welt \u00e4hnelt durchaus in Vielen der unseren Welt.<\/p>\n<ul><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/blogpicts\/ruhetag.jpg\" alt=\"Heute Ruhetag = Lesetag!\" title=\"Heute Ruhetag = Lesetag!\" \/><\/ul>\n<p><strong>Vor dem Vorhang<\/strong><\/p>\n<p><em>W\u00e4hrend der Direktor des Puppentheaters vor dem Vorhang auf den Brettern sitzt und \u00fcber den Jahrmarkt schaut, bef\u00e4llt ihn beim Anblick des bunten Treibens eine tiefe Melancholie. Da wird gegessen und getrunken, geliebt und kokettiert, gelacht und geweint, geraucht, betrogen, gestritten, getanzt und gegeigt, da dr\u00e4ngen sich Gro\u00dfm\u00e4uler im Get\u00fcmmel, Stutzer machen Frauen sch\u00f6ne Augen, Spitzbuben leeren Taschen, und Polizisten sind auf der Wacht; da schreien Quacksalber (andere Quacksalber, die Pest soll sie holen!) vor ihren Buden, und Bauernt\u00f6lpel starren zu den flittergl\u00e4nzenden T\u00e4nzerinnen und den armen, alten, geschminkten Clowns hinauf, w\u00e4hrend die Langfinger sich hinten an ihren Taschen zu schaffen machen. Ja, das ist der Jahrmarkt der Eitelkeit; gewi\u00df kein moralischer Ort und auch kein lustiger, wenn es auch l\u00e4rmend genug zugeht. Seht euch die Gesichter der Schauspieler und Possenrei\u00dfer an, wenn sie von der Arbeit zur\u00fcckkommen, wie der Hanswurst sich die Schminke aus dem Gesicht w\u00e4scht, ehe er sich mit seiner Frau und seinen kleinen Hansw\u00fcrstchen hinter der Jahrmarktsbude zum Essen setzt. Bald geht der Vorhang auf, und er wird Purzelb\u00e4ume schlagen und schreien: \u00bbSeid ihr alle da?\u00ab<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn ein nachdenklicher Mensch \u00fcber solch einen Vergn\u00fcgungsort wandelt, wird er vermutlich weder von seiner noch anderer Leute Fr\u00f6hlichkeit \u00fcberw\u00e4ltigt werden. Hier und da r\u00fchrt und belustigt ihn wohl eine humorvolle oder ergreifende Episode \u2013 ein niedliches Kind, das eine Pfefferkuchenbude betrachtet; ein h\u00fcbsches M\u00e4dchen, das err\u00f6tend den Worten ihres Liebhabers lauscht, w\u00e4hrend er ihr ein Geschenk aussucht; der arme Hanswurst dort hinter dem Wagen, der inmitten seiner braven Familie, die von seinen Kunstst\u00fccken lebt, an seinem Knochen nagt. Der allgemeine Eindruck aber ist eher melancholisch als heiter. Wenn du nach Hause kommst, so setzt du dich in ernster, nachdenklicher, milder Stimmung hin und wendest dich deinen B\u00fcchern oder deinen Gesch\u00e4ften zu.<\/em><\/p>\n<p>[&#8230;]<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/autor\/william-makepeace-thackeray-590\" target=\"_blank\"><strong>William Makepeace Thackeray<\/strong><\/a>: <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/jahrmarkt-der-eitelkeit-2801\/1\" target=\"_blank\">Jahrmarkt<\/a> <a href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Literatur\/M\/Thackeray,+William+Makepeace\/Roman\/Jahrmarkt+der+Eitelkeit\" target=\"_blank\">der Eitelkeit<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/vanity-fair-2803\/2\" target=\"_blank\">Vanity Fair<\/a> (englisches Original)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>William Makepeace Thackeray (* 18. Juli 1811 in Kalkutta; \u2020 24. 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