{"id":8857,"date":"2014-11-26T12:51:29","date_gmt":"2014-11-26T11:51:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=8857"},"modified":"2014-11-26T12:51:29","modified_gmt":"2014-11-26T11:51:29","slug":"nein-so-doch-nicht-3-schongeredet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=8857","title":{"rendered":"Nein, so doch nicht &#8230; (3): Sch\u00f6ngeredet"},"content":{"rendered":"<ul><em>Auch die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der SV Werder Bremen GmbH &#038; Co KG aA legte den Vereinsmitgliedern am Montagabend die Bilanz des abgelaufenen Gesch\u00e4ftsjahres vor, das am 30.06.2014 endete. Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung konnte dabei in der Spielzeit 2013\/2014 auf eine Steigerung der Gesamtertr\u00e4ge auf 91,3 Mio. Euro (im Vorjahr 87,9 Mio Euro) und ein Nachsteuerergebnis von &#8211; 9,8 Mio. Euro verweisen.<\/em> (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.werder.de\/de\/profis\/news\/52606.php\" target=\"_blank\">werder.de<\/a>)<\/ul>\n<p>Ich hatte <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=8851\" target=\"_blank\">es bereits am Montag angek\u00fcndigt<\/a> und will mich heute etwas ausf\u00fchrlicher zur Finanzsituation des Bundesliga-Fu\u00dfball-Vereins SV Werder Bremen \u00e4u\u00dfern. Anlass hierzu war die ebenfalls am Montag stattgefundene j\u00e4hrliche Mitgliederversammlung, bei der der Verein seine wirtschaftlichen Eckdaten pr\u00e4sentierte. Danach ergibt sich eine nahezu ausgeglichene Bilanz, mit einem geringen Verlust von &#8211; 5.241 Euro und einen konstanten Umsatz mit 3,7 Mio. Euro (im Vorjahr 3,8 Mio. Euro). So steht\u2019s bei <a href=\"http:\/\/www.werder.de\/de\/profis\/news\/52606.php\" target=\"_blank\">werder.de<\/a>.<\/p>\n<p>Am Ende kommt man dann bei Werder aber auf einen satten Verluste von 9,8 Millionen Euro. Schuld daran sind u.a. Abschreibungen aus Transfers. Ansonsten, so beteuerte Klaus Filbry, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung,  w\u00e4re Werders wirtschaftliche Grundkonstitution als weiterhin gut zu beschreiben: <em>\u201eWir sind nicht arm und nicht reich. Wir sind gesund und liquide.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Das mag f\u00fcr den Augenblick zutreffend sein, aber wohl kaum f\u00fcr die Zukunft. Ich will hier nicht auf Einzelheiten eingehen, das wurde von Marc Hagedorn vom Weser-Kurier in seinem Bericht <a href=\"http:\/\/www.weser-kurier.de\/werder\/werder-bundesliga_artikel,-Gute-Zahlen-schlechte-Zahlen-_arid,993986.html\" target=\"_blank\">Gute Zahlen, schlechte Zahlen<\/a> (vom 20.11.2014) hinreichend beschrieben (siehe auch: <a href=\"http:\/\/www.twitlonger.com\/show\/n_1sio3q3\" target=\"_blank\">twitlonger.com<\/a>). Erg\u00e4nzendes findet sich im Bericht des Weser-Kuriers vom 24.11.2014: <a href=\"http:\/\/www.weser-kurier.de\/werder\/werder-bundesliga_artikel,-Werder-macht-98-Millionen-Euro-Verlust-_arid,997973.html\" target=\"_blank\">Minus noch gr\u00f6\u00dfer als bef\u00fcrchtet<\/a> (siehe auch hier: <a href=\"http:\/\/www.twitlonger.com\/show\/n_1sio3rb\" target=\"_blank\">twitlonger.com<\/a>).<\/p>\n<p>Soviel sei aber gesagt: Die R\u00fccklagen von einmal 40 Millionen sind durch diesen bereits dritten Jahresverlust in Folge (Wirtschaftsjahr 2011\/12 \u201313,9 Mio \/ Wirtschaftsjahr 2012\/13 \u20137,9 Mio und jetzt f\u00fcr 2013\/14 \u20139,8 Mio) fast dahingeschmolzen. Wenn Werder auf seiner Website wie eingangs erw\u00e4hnt schreibt: <em>\u201eDie Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung konnte dabei in der Spielzeit 2013\/2014 auf eine Steigerung der Gesamtertr\u00e4ge auf 91,3 Mio. Euro (im Vorjahr 87,9 Mio Euro) und ein Nachsteuerergebnis von &#8211; 9,8 Mio. Euro verweisen.\u201c<\/em>, dann klingt das in meinen Ohren \u00e4u\u00dferst gesch\u00f6nt (man k\u00f6nnte das Minuszeichen fast als Bindestrich interpretieren).<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/images\/werder_bilanz_2005-2014.jpg\" alt=\"SV Werder Bremen: Ums\u00e4tze und Gewinne\/Verluste 2005 - 2014\" title=\"SV Werder Bremen: Ums\u00e4tze und Gewinne\/Verluste 2005 - 2014\" \/><br \/>\nSV Werder Bremen: <a href=\"http:\/\/www.weser-kurier.de\/cms_media\/module_img\/3037\/1518813_1_gallerydetailpremium_1125_Werder_Bilanz.jpg\" target=\"_blank\">Ums\u00e4tze und Gewinne\/Verluste 2005 &#8211; 2014<\/a><\/p>\n<p>Es sind neben dem Ausbleiben des sportlichen Erfolgs einige Knackpunkte, die Werder in diese Situation gebracht haben. Noch verf\u00fcgt der Verein \u00fcber ein angemessenes Eigenkapital. Aber der Trend geht weiterhin bergab. Man bedenke n\u00e4mlich, dass die Bundesliga boomt wie nie zuvor, dass die Gelder flie\u00dfen \u2013 nur Werder bekommt davon wenig ab, eben mangels sportlichen Erfolgs.<\/p>\n<p>Zudem fehlen Werder die Erl\u00f6se aus Spielerverk\u00e4ufen. Aaron Hunt verlie\u00df wie zuvor Lukas Schmitz und Tim Wiese den Verein abl\u00f6sefrei. Andere vermeintlich lukrative Transfers waren sowohl sportlich wie finanziell Verlustgesch\u00e4fte, z.B. Marko Arnautovic und Mehmet Ekici. Als weitere Pleiten d\u00fcrften sich Eljero Elia, Nils Petersen und Makiadi erweisen. Um nur einige Namen zu nennen. Eigentlich ist Werder gezwungen, vermehrt nach abl\u00f6sefreien Spielern zu suchen. Aber nun ist man sogar bereit, sich auch zu verschulden, um endlich den oder die Spieler zu holen, die den Verein sportlich wieder nach vorn bringen (u.a. ist ein <a href=\"http:\/\/www.transfermarkt.de\/eichin-bestatigt-werder-bremen-sucht-neuen-linksverteidiger\/view\/news\/179992\" target=\"_blank\">linker Verteidiger<\/a> <a href=\"http:\/\/www.transfermarkt.de\/sv-werder-bremen\/geruechte\/verein\/86\" target=\"_blank\">im Gespr\u00e4ch<\/a>). Welche auch immer das sein werden, sollten die sich dann als weitere Reinf\u00e4lle erweisen, dann ist neben dem sportlichen auch der finanzielle Niedergang perfekt.<\/p>\n<p>Ein Knackpunkt ist sicherlich auch das Weserstadion, das f\u00fcr 80 Millionen Euro umgebaut wurde. Vielleicht h\u00e4tte man tats\u00e4chlich f\u00fcr das Geld ein dann auch noch gr\u00f6\u00dferes Stadion auf der anderen Weserseite neu erbauen k\u00f6nnen. Als der Umbau begann, war die sportliche wie finanzielle Lage in Bremen eine noch weitaus bessere. Die Zahlen die damals entwickelt wurden, stimmen heute einfach nicht mehr.<\/p>\n<p>Werder braucht also Geld, braucht strategische Partner. Klaus-Dieter Fischer, scheidender Vereinspr\u00e4sident und nun Ehrenpr\u00e4sident sagte dazu: <em>\u201eDenkt \u00fcber einen strategischen Partner oder Investor nach, ohne die Seele von Werder Bremen zu verkaufen.\u201c<\/em><\/p>\n<ul><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/images\/werder_100_prozent.jpg\" alt=\"100 % SV Werder Bremen\" title=\"100 % SV Werder Bremen\" \/><\/ul>\n<p>Mit Erreichen der dritten Runde im DFB-Pokal steht Werder immerhin schon einmal besser da als in den Vorjahren. Vom Vermarkter Infront gibt\u2019s eine dicke Einmalzahlung von etwa acht Millionen Euro. Und auch die Vertragsverl\u00e4ngerung mit dem Ausr\u00fcster Nike zu verbesserten Konditionen zahlt sich jetzt aus. Trotz Imageeinbu\u00dfe m\u00f6chten man auch weiterhin nicht auf die Wiesenhof-Gelder verzichten.<\/p>\n<p><em>\u201eDazu besitzt der Klub die M\u00f6glichkeit, Anteile an der Werder GmbH &#038; Co. KG aA zu verkaufen. Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass Werder 250 Millionen Euro wert ist. Ein Aktion\u00e4r, der zehn Prozent kauft, m\u00fcsste also um die 25 Millionen Euro daf\u00fcr lockermachen. Aktion\u00e4ren mit mindestens 20 Prozent Beteiligung w\u00fcrde ein Sitz im Aufsichtsrat zustehen.\u201c<\/em> Auch steht noch das Tafelsilber wie Stadionname oder Markenrechte zur Ver\u00e4u\u00dferung bereit. Aber das sind Finanzquellen, mit deren Erschlie\u00dfung sicherlich auch <em>\u201edie Seele von Werder Bremen\u201c<\/em> verkauft werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Nach Wiesenhof und m\u00f6glicher Verschuldung durch Spielereink\u00e4ufe  w\u00e4re das dann allerdings schon fast der n\u00e4chste \u201alogische\u2019, wenn auch verh\u00e4ngnisvolle Schritt. <strong>Nein, so dann bitte doch nicht &#8230;<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der SV Werder Bremen GmbH &#038; Co KG aA legte den Vereinsmitgliedern am Montagabend die Bilanz des abgelaufenen Gesch\u00e4ftsjahres vor, das am 30.06.2014 endete. Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung konnte dabei in der Spielzeit 2013\/2014 auf eine Steigerung der Gesamtertr\u00e4ge auf 91,3 Mio. 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