{"id":8925,"date":"2014-12-15T07:00:34","date_gmt":"2014-12-15T06:00:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.willizblog.de\/?p=8925"},"modified":"2014-12-08T10:18:14","modified_gmt":"2014-12-08T09:18:14","slug":"weihnachten-von-a-bis-z-p-wie-paradiesfest-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=8925","title":{"rendered":"Weihnachten von A bis Z: P wie Paradiesfest"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panettone\" target=\"_blank\"><em>Panettone<\/em><\/a> ist die italienische Variante unseres Weihnachtsstollen. Am 26. Dezember, kurz nach der Mittagszeit, zieht im Unterengadin eine Knabenschar im Alter von 7 bis 16 Jahren schulklassenweise von Haus zu Haus. Schon von weitem ist der Ruf der J\u00fcngeren zu h\u00f6ren: <em>\u00abD\u00e0 a mai, d\u00e0 a mai!\u00bb<\/em> (R\u00e4toromanisch f\u00fcr \u00abGib es mir, gib es mir!\u00bb). Gemeint ist damit das <em>\u00abPan grond\u00bb, das gro\u00dfe Brot, ein Birnbrot, mit dem die M\u00e4dchen ihre Mitsch\u00fcler erwarten. Jedes M\u00e4dchen \u00fcberreicht das Brot demjenigen Knaben, den es am besten mag. Panis piperatus ist der lateinische Name f\u00fcr Pfefferkuchen.<\/p>\n<p>Ein alter Name f\u00fcr den Heiligen Abend ist <em>Paradiesfest<\/em>.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/blogpicts\/weihnachten_von_a_bis_z.jpg\" alt=\"Weihnachten von A bis Z\" \/><\/p>\n<p><em>Perchten<\/em> sind w\u00fcste Gesellen mit Masken und Runzeln. Sie sehen wirklich zum Davonlaufen aus und treiben in den Raun\u00e4chten, den l\u00e4ngsten Wintern\u00e4chten, ihr Unwesen und sollen die b\u00f6sen Geister vertreiben. Einst waren die Perchten Teufel im Nikolausspiel. Erst im 17 Jahrhundert traten sie aus dem religi\u00f6sen Spiel heraus und entwickelten sich mehr \u00fcber komische und bedrohliche Teufelsszenen zu ihrer heutigen Darstellung. Dieser alte Brauch wird in Oberbayern als so genannte <em>\u201ePerchtenl\u00e4ufe\u201c<\/em> noch vielfach zum Vergn\u00fcgen der Schaulustigen gepflegt.<\/p>\n<p>1843 wurde in Dresden ein Unternehmen gegr\u00fcndet, das zu einer der \u00e4ltesten Schokoladenfabriken Deutschlands wurde: <a href=\"http:\/\/www.theobroma-cacao.de\/nc\/schoko-guide\/schoko-guide\/alphabetische-liste\/detailansicht\/schokolade\/details\/petzold-aulhorn\/\" target=\"_blank\"><em>Petzold &#038; Aulhorn<\/em><\/a>. Die Marke Pea kenne ich noch aus Kinderzeiten her. Heute gibt es die Firma nicht mehr. Dort bei Petzold &#038; Aulhorn wurde der erste mit Schokolade gef\u00fcllte Adventskalender um 1938 auf den Markt gebracht. Ich bin eigentlich erstaunt dar\u00fcber, wie viele heute (und nicht nur Kinder) ihren eigenen Adventskalender haben. Ohne das t\u00e4gliche T\u00fcrchen-\u00d6ffnen ist es keine Vorweihnachtszeit.<\/p>\n<p>Wie der Mistelzweig so geh\u00f6rt auch der <em>Plumpudding<\/em> zu den traditionellen Symbolen des englischen Weihnachtsfestes. Brotkrumen, Fett, Milch, Eier, geriebene Semmeln, kandierte Fr\u00fcchte, Mandeln sowie verschiedene Gew\u00fcrze ergeben nach wochenlanger Vorbereitung einen schmackhaften und kalorienreichen Weihnachtspudding, der dann nach mehrst\u00fcndigem Kochen im Wasserbad auf eine Platte gest\u00fcrzt, mit hei\u00dfem Rum \u00fcbergossen und brennend serviert wird.<\/p>\n<p><em>Polterklas<\/em> ist eine heute kaum mehr gebr\u00e4uchliche niederdeutsche Bezeichnung f\u00fcr den Nikolaus. <em>Pulterklas<\/em> ist dagegen in der Dithmarscher Gegend der Begleiter des heiligen Nikolaus.<\/p>\n<p>In den 20er Jahren versuchten die Kommunisten eine so genannte <em>Proletenweihnacht<\/em> einzuf\u00fchren, was aber nicht sehr erfolgreich war. In den 30er Jahren wurde dazu folgendes Gedicht bekannt:<\/p>\n<p><em>Der Weihnachtsbaum steht \u00f6d und leer.<br \/>\nDie Kinder schauen bl\u00f6d umher.<br \/>\nDa l\u00e4sst der Vater einen krachen.<br \/>\nDie Kinder fangen an zu lachen.<br \/>\nSo kann man auch mit kleinen Sachen,<br \/>\nProletenkindern Freude machen.<\/em><\/p>\n<p>Nun, ja &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Panettone ist die italienische Variante unseres Weihnachtsstollen. Am 26. Dezember, kurz nach der Mittagszeit, zieht im Unterengadin eine Knabenschar im Alter von 7 bis 16 Jahren schulklassenweise von Haus zu Haus. 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