{"id":928,"date":"2007-08-22T00:02:33","date_gmt":"2007-08-21T22:02:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinz.de\/blog\/?p=928"},"modified":"2007-08-20T13:30:36","modified_gmt":"2007-08-20T11:30:36","slug":"was-ist-blos-mit-ian-los-teil-82-selbsterkenntnis-selbstfindung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=928","title":{"rendered":"Was ist blo\u00df mit Ian los? Teil 82: Selbsterkenntnis &#038; Selbstfindung"},"content":{"rendered":"<p><em>Liebe Kretakatze, lieber Wilfried,<\/em><\/p>\n<p><em>ich h\u00e4tte da den ein oder anderen Gedanken zum Thema Ian Anderson:<\/em><\/p>\n<p><em>Ich frage mich bereits seit einiger Zeit, worauf die Anspr\u00fcche des Mr. Anderson , ein Intellektueller aus der Upperclass zu sein, basieren. Die Wikipedia-Aufz\u00e4hlung der von ihm besuchten Schulen ist in der Tat sehr \u00fcbersichtlich. Eines wollen wir ihm aber zu Gute halten: Man kann sich auch jenseits der Schule noch Einiges an Bildung aneignen. Ich wage zu behaupten, dass ich (von den Grunddisziplinen Lesen, Schreiben, Rechnen abgesehen) abseits der Schulen mehr gelernt habe als in diversen Klassenzimmern. So sollte es auch sein, das geht wohl den meisten Menschen so. Den Intellektuellen k\u00f6nnen wir also so gerade noch gelten lassen. Daraus ergibt sich aber die Frage: Wie \u00e4u\u00dfert sich sein Intellekt, wie nutzt er ihn, was stellt er damit an ?<\/em><\/p>\n<p><em>Nun, die erste Antwort darauf liegt f\u00fcr mich auf der Hand: Die Songs, die Melodien der fr\u00fchen Jahre, die ihn f\u00fcr mich zum &#8222;Meister&#8220; machen, k\u00f6nnen nur schwerlich dem Hirn eines Dummkopfes entsprungen sein. Intelligenz und Genius bedingen einander zwar nicht, gehen aber oft Hand in Hand. Nur so als Beispiel: Vor vielen Jahren las ich (in einem MAD &#8211; Heft), dass W.A. Mozart im Alter von drei Jahren seine erste Symphonie schrieb und mit f\u00fcnf Jahren zum ersten Mal auf dem Topf sa\u00df. Zum zweiten kann ihm niemand abstreiten, dass er in Interviews einen sehr souver\u00e4nen Eindruck macht. Auch das spricht nicht unbedingt f\u00fcr einen Hohlkopf. Damit kommen wir zur dritten und kritischsten Antwort: Seine Texte. Nach seiner eigenen Aussage macht er keine Texte f\u00fcr Fu\u00dfballfans. Was er damit ausdr\u00fccken will, ist klar: Er h\u00e4lt Fu\u00dfballfans f\u00fcr intellektuell limitiert, sodass sie seine Texte nicht verstehen k\u00f6nnen. Nun, ich bin kein Fu\u00dfballfan, verstehe seine Texte aber auch nicht immer. Nat\u00fcrlich, es gibt auch Dumme au\u00dferhalb der Fu\u00dfballszene. Kretakatze hat in einer ihrer letzten mails die Frage aufgeworfen, ob ich zwangsl\u00e4ufig als klug zu gelten habe, wenn ich mich so ausdr\u00fccke, dass die Mehrheit mich nicht versteht. Ich denke, diese Frage tr\u00e4gt die Antwort bereits in sich. Nat\u00fcrlich braucht man ein gewisses Niveau, um seine Sprachintention in Metaphern, Allegorien oder sonstwie bildlich an den Mann zu bringen. Ebenso selbstverst\u00e4ndlich muss der Leser oder H\u00f6rer sich auf einem vergleichbaren Level  befinden,  um begreifen zu k\u00f6nnen, welche Information gerade transportiert werden soll. Mr. Anderson k\u00f6nnte also in seinen Texten ein hohes sprachliches Niveau einnehmen, um die Schar seiner Anh\u00e4nger zu polarisieren. Er will damit die Spreu vom Weizen trennen. M\u00f6gliche Gr\u00fcnde hierf\u00fcr kann ich nicht benennen. Vielleicht liegt Kretakatze richtig mit ihrer Annahme, dass er sich dadurch einen intellektuellen Anstrich geben will.<\/em><\/p>\n<p><em>In diesem Zusammenhang muss ich an meine Deutschlehrerin aus der Fachoberschule denken: Bei ihr mussten wir u.a. Texte von Hans Magnus Enzensberger lesen. Je weniger wir die Texte verstanden, desto lauter lobte sie das Genie des K\u00fcnstlers. Dabei bin ich jeden Tag, der seitdem vergeht, mehr davon \u00fcberzeugt, dass sie das Geschreibsel selbst nicht durchschaute. Aber sie dachte wohl, sie gelte deswegen als klug. Wenn die w\u00fcsste&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Wie dem auch sei, mir gef\u00e4llt die Anderson&#8217;sche Musik der fr\u00fchen Jahre auch trotz der oft kryptischen Texte.<\/em><\/p>\n<p><em>Soviel zum Intellekt des Meisters. Hier hat er die Kurve so gerade noch bekommen. Wenden wir uns seiner Herkunft aus der Upperclass zu.<\/em><\/p>\n<p><em>Irgendwo (vielleicht Wikipedia) stand zu lesen, sein Vater sei Hotelmanager gewesen. Hotelmanager. Klingt irgendwie nach Hilton oder Walldorf-Astoria. Aber, dank Wilfried wissen wir, dass das Hotel der Familie Anderson sen. ein eher bescheidenes Haus war. Mich erinnert es mehr an eine Pension. Ein Familienbetrieb, in dem der Hotelmanager noch selber mithilft, die Betten zu beziehen und Fr\u00fchst\u00fcck zuzubereiten. Das ist f\u00fcr mich ein klassisches Beispiel f\u00fcr den Mittelstand, nicht f\u00fcr die Oberklasse. Damit will ich nichts gegen den Mittelstand sagen: Meine Eltern f\u00fchrten seinerzeit ebenfalls ein kleines Familienunternehmen und ich selber sehe mich als Kind des Mittelstands. Also, Mr. Ian Scott Anderson, mit Upperclass ist wohl nichts.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich gebe aber eines zu bedenken: Unsere Annahme, dass er sich als Member of the Upperclass sieht, beruht einzig auf der Textzeile in \u201eThick as a Brick\u201c: &#8222;I came down from the Upperclass&#8230;&#8220;. Nun ist die Frage zu kl\u00e4ren, ob er das biographisch meint, also auf sich selber bezieht, oder ob er nur das vertonte Gedicht des kleinen Gerald Bostock interpretiert. Bevor diese Frage nicht ausreichend beantwortet ist, w\u00e4re jeder weitere Gedanke zur Upperclass-Herkunft des Meisters reine Spekulation.<\/em><\/p>\n<p><em>Ein Wort zur Spontaneit\u00e4t auf der B\u00fchne:<\/em><br \/>\n<em>Wer sich die JT-Auftritte aus den 70er Jahren anschaut, wird feststellen, dass in der B\u00fchnenshow \u00fcberhaupt kein Platz f\u00fcr Spontaneit\u00e4t ist. Das ist reine Choreografie. Bei jeder Note eines Konzertes hat Mr. Anderson die gleiche Mimik und die gleiche K\u00f6rperhaltung und steht an genau der gleichen Stelle auf der B\u00fchne wie in einem Konzert, dass einige Jahre sp\u00e4ter auf einem anderen Kontinent stattfindet. Er funktioniert pr\u00e4zise wie ein schweizer Uhrwerk. Er ist viel zu sehr Perfektionist, um der Spontaneit\u00e4t willen irgendetwas dem Zufall zu \u00fcberlassen.<\/em><\/p>\n<p><em>Liebe Kretakatze, in Deiner letzten mail sprichst Du mir aus der Seele: Dem fr\u00fchen Anderson konnten wir begeistert zujubeln, den aktuellen Anderson kennen wir nicht mehr. &#8222;Wer ist das ?&#8220; schreibst Du. Genau so ist es. Wir haben ihn verloren. Zumindest Du und ich. Wilfried scheint noch etwas n\u00e4her bei ihm zu sein. Er kennt ihn schon l\u00e4nger und hat ihn nie aus den Augen verloren. Aber f\u00fcr mich ist Mr. Anderson ein Fremder geworden. Er sieht anders aus, er singt anders und er spielt andere Musik als fr\u00fcher. Er ist einfach ein Anderer. Ich habe ihn verloren, und in Deinem letzten Schreiben sagst Du, dass er sich m\u00f6glicherweise selber verloren hat. Nur ihm scheint das weniger auszumachen als uns.<\/em><\/p>\n<p><em>Gnothi seauton<\/em><br \/>\n<em>Lockwood<\/em><\/p>\n<p><em>PS: Als Kind sah ich im Fernsehen \u201eDie Br\u00fcder L\u00f6wenherz\u201c von Astrid Lindgren. Was mich damals am meisten daran faszinierte war der Soundtreck. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eYDYE9HU1sc\" target=\"_blank\">Eine wundersch\u00f6ne kleine Melodie<\/a>, die ich zu meiner gro\u00dfen Freude vor kurzem bei youtube wiederfand und Euch hiermit zu Geh\u00f6r bringen m\u00f6chte. Vielleicht gef\u00e4llt sie Euch auch. Nichts an ihr erinnert an einen startenden Jet.<\/em><\/p>\n<p>31.07.2007<\/p>\n<p>~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~<\/p>\n<p><em>Hallo Wilfried, Hallo Lockwood,<\/em><\/p>\n<p><em>nun ist also der 60. Geburtstag des Meisters auch vor\u00fcber, und au\u00dfer meiner &#8222;erfrischenden&#8220; Kritik und ein paar daraus resultierenden dilettantischen guten Ratschl\u00e4gen, die ich in letzter Zeit hier verbreitet habe, ist mir nichts eingefallen, was ich ihm auf seinen weiteren Lebensweg mitgeben k\u00f6nnte. Ich bin auch dieser Tage ein wenig schreibm\u00fcde geworden&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Dabei gibt es durchaus noch eine Reihe interessante offene Themen, die von Euch in letzter Zeit angesprochen wurden und die ich auch noch aufgreifen m\u00f6chte. Lockwood hat sich einige Gedanken \u00fcber Mr. Anderson gemacht, die wiederum mir zu denken gegeben haben. Es geht einmal mehr um seine unerkl\u00e4rliche Entwicklung vom bewunderten Meister der 70er Jahre zu dem, was er heute darstellt. Bevor ich darauf eingehe werde ich Euch aber, ganz wie es meine Art ist, mit meinem beliebten Gegenbeispiel qu\u00e4len (ich kann einfach nicht anders&#8230;).<\/em><\/p>\n<p><em>In meinem ersten kurzen Beitrag, den ich an dieser Stelle zu Mr. Fogerty verfasst hatte (das war \u00fcbrigens zuf\u00e4llig genau an seinem 62. Geburtstag, wie mir sp\u00e4ter aufgefallen ist), hatte ich behauptet er habe sich in den letzten 40 Jahren nicht weiterentwickelt. Inzwischen habe ich feststellen m\u00fcssen, dass das ein Irrtum war. Ich nehme diese Aussage daher hiermit zur\u00fcck und behaupte das Gegenteil (ist ja nicht das erste Mal&#8230;). Tats\u00e4chlich hat sich Mr. Fogerty &#8211; zumindest was sein Auftreten auf der B\u00fchne betrifft &#8211; seit 1970 geradezu dramatisch gewandelt.<\/em><\/p>\n<p><em><A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3WqziVy4ym8\" TARGET=\"_blank\">Mr. Fogerty anno 1970<\/A> (&#8222;Tombstone Shadow&#8220; live in London) erscheint nicht nur in Arbeitskleidung auf der B\u00fchne, er wirkt auch wie jemand, der zielgerichtet, ernst und konzentriert seiner Arbeit nachgeht. Er scheint voll und ganz mit sich, seiner Musik und seiner Gitarre besch\u00e4ftigt zu sein, es sieht aus als spielt er vor allem f\u00fcr und mit sich selbst, eventuell noch mit seiner Band. Dass ein Publikum existiert, scheint er &#8211; zumindest w\u00e4hrend er spielt &#8211; nicht wahrzunehmen, er schaut es kaum an. Bestenfalls riskiert er noch einen kurzen Blick in die Kamera (die guckt auch nicht zur\u00fcck). W\u00e4hrend der Gitarrensolos zieht er sich vom Mikrophon weg nach hinten ans Schlagzeug zur\u00fcck, dreht dem Publikum fast den R\u00fccken zu. Zwischen den Songs verst\u00e4ndigt er sich kurz mit dem Drummer, dreht an Amp und Gitarre, stimmt eine Saite nach &#8211; aber er spricht nicht ein Wort mit dem Publikum. Er wirkt auf mich ein bi\u00dfchen wie ein Zootier, das man gegen entsprechenden Eintritt aus geb\u00fchrender Entfernung beim mehr oder minder artgerechten Verhalten beobachten darf. Wenn die Band in ihrer Fabrikhalle probt, sieht das wahrscheinlich auch nicht viel anders aus.<\/em><\/p>\n<p><em>Eigentlich ist es kaum zu fassen, aber das B\u00fchnen-Verhalten des Mr. Fogerty hat sich im Laufe der Jahre ins exakte Gegenteil verkehrt. <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=mVKsoZF2TTw&#038;mode=user&#038;search=\" TARGET=\"_blank\">Fogerty 2007<\/A> (&#8222;Bootleg&#8220; live in Ontario) wirkt auf der B\u00fchne als ob er eine Riesen-Party feiert. Da scheint alles m\u00e4chtig viel Spass zu machen und mit keinerlei M\u00fche oder Anstrengung verbunden zu sein. Offensichtlich tut er das alles nur zum reinen Vergn\u00fcgen, zu seinem eigenen wie zu dem des Publikums. Wenn er einmal 3 Sekunden lang nicht singen muss, rennt er sofort vom Mikrophon weg zum vorderen B\u00fchnenrand um einen Meter vor den Nasen seiner Zuschauer seine Gitarrenk\u00fcnste darzubieten. Zwischen den Songs unterh\u00e4lt er sein Publikum mit Stories dar\u00fcber, wie er mit seiner Tochter Eis isst oder wie sich eine halbe Million matschverschmierte Menschen in Woodstock ausziehen. Und auch da l\u00e4uft er wieder st\u00e4ndig zum B\u00fchnenrand um auf jeden noch so d\u00e4mlichen &#8222;Hey John&#8220;-Zuruf aus dem Publikum einzugehen. Es ist ein einziges Bad in der Begeisterung und Sympathie der Menge, und so ein Bad scheint ganz nach seinem Geschmack zu sein. Wie man sich so ein Bad einl\u00e4sst und wie man sich das Badewasser angenehm temperiert, das hat er inzwischen gelernt. Die Lernf\u00e4higkeit des Mr. Fogerty ist wirklich bemerkenswert. Wenn man einmal davon ausgeht, dass das &#8222;Beliebtheitsbad&#8220; auch schon 1970 sein Ziel gewesen sein m\u00fcsste, dann konnte er seinen Zielerreichungsgrad inzwischen ganz ungemein steigern.<\/em><\/p>\n<p><em>Die B\u00fchnen-Pr\u00e4senz des Mr. Anderson scheint sich mir dagegen im Laufe der Jahre in die genau entgegengesetzte Richtung entwickelt zu haben. In <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=NBujaAumqPU&#038;mode=related&#038;search=\" TARGET=\"_blank\">diesem Video<\/A> (&#8222;A New Day Yesterday&#8220; 1969 live in New York) teilt er uns gleich zu Anfang mit, was er auf der B\u00fchne tut &#8211; es ist sein &#8222;Ego-Trip&#8220;, das hei\u00dft er tobt sich aus, und zwar zu seinem Privatvergn\u00fcgen. Was die Spontanit\u00e4t seiner B\u00fchnenaktivit\u00e4ten betrifft, sehe ich das etwas anders als Du, lieber Lockwood. Es ist einfach so, dass jedes Lied eine ganz bestimmte Geschichte erz\u00e4hlt, jede Melodie ein bestimmtes Gef\u00fchl ausdr\u00fcckt, und wenn man das in Gestik, Mimik und Bewegung darzustellen versucht, dann wird naturgem\u00e4\u00df auch immer etwas \u00e4hnliches dabei herauskommen. Durch st\u00e4ndige Wiederholung schleift sich schlie\u00dflich im Laufe der Zeit eine Art &#8222;optimale&#8220; Version ein, die dann wirklich praktisch immer identisch ist. Bei Songs wie &#8222;Aqualung&#8220; oder &#8222;Thick As A Brick&#8220;, die Mr. Anderson in den 70ern 100 Mal im Jahr auf der B\u00fchne gespielt hat, ist ihm mit Sicherheit jede einzelne Bewegung so in Fleisch und Blut \u00fcbergegangen, dass er er sie noch im Schlaf auff\u00fchren k\u00f6nnte. Vermutlich w\u00fcrde er noch im Koma liegend beim Klang bestimmter Musikpassagen seinen Kopf auf eine ganz bestimmte Art zur\u00fcckwerfen oder den Arm nach oben rei\u00dfen. Eine bewu\u00dft einstudierte Choreographie ist etwas anderes.<\/em><\/p>\n<p><em>Sicher hat Mr. Anderson zumindest manche seiner akrobatischen \u00dcbungen geprobt, bevor er sie auf der B\u00fchne vorgef\u00fchrt hat. Manches sind eindeutig Figuren aus dem Ballett, und seit ich durch Wilfried wei\u00df, dass sein \u00e4lterer Bruder Ballettmeister ist, hat mich das auch nicht mehr gewundert. Dass er sich allerdings jemals  eine Choreographie f\u00fcr eine Auftritt vorher zusammengestellt hat, wage ich zu bezweifeln. In so ein Korsett h\u00e4tte er sich nicht zw\u00e4ngen wollen, das h\u00e4tte ihm doch den ganzen Spa\u00df verdorben. Schlie\u00dflich wollte er sich austoben, das macht man nicht nach Plan. Ganz abgesehen davon ist der &#8222;spontane Ausdruck der Pers\u00f6nlichkeit, der Gedanken oder Gef\u00fchle&#8220;, von dem ich in meinem letzten Beitrag sprach, nicht so sehr eine Frage des <b>Was<\/b> und schon garnicht des <b>Wo<\/b> einer Darstellung, sondern vielmehr des <b>Wie<\/b>. Am Wie erkennt man, ob jemand wirklich mit Freude und Enthusiasmus bei der Sache ist oder nur etwas herunterspult.<\/em><\/p>\n<p><em>Allm\u00e4hlich glaube ich auch, dass Mr. Anderson in die Jahre gekommen ist. Die Begeisterung hat nachgelassen. Wen wundert&#8217;s, dass nach mindestens 2000 Auff\u00fchrungen &#8222;Thick As A Brick&#8220; bei ihm heute nicht mehr so frisch r\u00fcberkommt wie 1972. Vermutlich ist auch das Bed\u00fcrfnis sich auszutoben weitgehend erloschen. Im Vergleich zu Mr. Fogerty wirkt er inzwischen zahm und schaumgebremst. Seine B\u00fchnenaktivit\u00e4ten erscheinen nicht spontan sondern bewusst und kontrolliert. Was ihn heute auf die B\u00fchne treibt ist wahrscheinlich vor allem sein Hang zur Selbstdarstellung und sein Hunger nach Anerkennung. Und da haben sich seine Chancen der Zielerreichung seit den 70ern dramatisch verschlechtert. Er sieht einfach nicht mehr aus wie 25, mit akrobatischen \u00dcbungen ist auch nichts mehr und die Stimme ist kaputt. Eigentlich wirklich erstaunlich, dass er in Anbetracht dieser katastrophalen Voraussetzungen nicht einfach aufgibt, aber er kann wohl nicht anders. Folgerichtig setzt er auf den einzigen Trumpf, den er noch hat &#8211; seine Fl\u00f6tenk\u00fcnste. Er fl\u00f6tet extensiv und in den h\u00f6chsten Schwierigkeitsgraden (das nehme ich jedenfalls mal an, beurteilen kann ich es nicht), aber das erfordert Konzentration. Vermutlich wirkt er auch deshalb beim Fl\u00f6ten teilweise fast finster, unbeschwerte gute Laune strahlt er jedenfalls f\u00fcr mein Gef\u00fchl dabei nicht aus. Mr. Anderson ist bei der Arbeit angekommen.<\/em><\/p>\n<p><em>Um die Vergleichs-Landschaft weiter zu beleben werde ich jetzt noch einen anderen Musiker ins Feld f\u00fchren, den vermutlich auch noch nie jemand mit Mr. Anderson verglichen hat &#8211; <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nfbOHebiBgw\" TARGET=\"_blank\">Neil Diamond<\/A> (&#8222;I Am&#8230;I Said&#8220; live ca. 1971 &#8211; zur Einstimmung). Auf den ersten Blick gibt es da wirklich keine \u00c4hnlichkeiten, Mr. Diamond ist eher eine Mischung aus Elvis Presley und Roy Black. Zwei Parallelen k\u00f6nnte man aber doch auff\u00fchren. Zum Einen ist auch Mr. Diamond daf\u00fcr bekannt, dass er es liebt in mehr oder minder schrillen Kost\u00fcmen aufzutreten &#8211; wobei es sich dabei eher um Glitzer-Anz\u00fcge a la Elvis Presley handelt, dessen Nachfolge er ja auch in Las Vegas \u00fcbernommen hatte. Seine Auftritte sehen daher auch alle stark nach Las Vegas aus. Zum Anderen hatte Mr. Diamond, nachdem er die Filmmusik zu &#8222;Jonathan Livingston Seagull&#8220; geschrieben hatte, angefangen sich selbst mit Beethoven zu vergleichen und seine erste Symphonie zu komponieren. Was daraus geworden ist wei\u00df ich nicht so genau, ich meine er hat sie tats\u00e4chlich fertig geschrieben, die Wiener Philharmoniker haben sie aber wohl noch nicht im Programm.<\/em><\/p>\n<p><em>Da auch Mr. Diamond zu den Musikern geh\u00f6rt, deren Scheiben Anfang der 70er auf meinem Plattenteller lagen, habe ich dieser Tage in YouTube geforscht, was denn im Laufe der Jahre aus ihm geworden ist, und ich war eher positiv \u00fcberrascht. Diese Version von <A HREF=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gxIcSTGkO4I\" TARGET=\"_blank\">Cherry Cherry<\/A> (2005 live) zeigt meiner Meinung nach: Es ist durchaus m\u00f6glich 64 Jahre als zu sein, wie 64 Jahre auszusehen, in einem Kost\u00fcm auf einer B\u00fchne zu stehen und eine ziemlich flotte Nummer zu spielen, und trotzdem nicht l\u00e4cherlich zu wirken. Am Alter allein kann es also nicht liegen. Mr. Diamond hat allerdings gegen\u00fcber Mr. Anderson den Vorteil, dass seine Stimme noch genauso klingt wie vor 40 Jahren, sie hat wirklich nicht den kleinsten Kratzer abbekommen. Im Gegenteil, ich finde er singt den Titel heute besser und spielt ihn rockiger als in der Original-Version von 1966.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn man Mr. Anderson also mit seinen Musiker-Kollegen in der Altersklasse ab 60 vergleicht, muss man sagen: Die Anderen sind auch nicht mehr so jung oder so schlank wie 1970 (Mr. Fogerty sollte vielleicht seiner Tochter mal nicht st\u00e4ndig das Eis wegessen &#8211; kleiner Scherz am Rande&#8230;), wie Mr. Fogerty \u00fcber die B\u00fchne stapft wirkt auch auf keinen Fall eleganter als das Geh\u00fcpfe von Mr. Anderson, und kommt es nun wirklich darauf an, ob der Typ oben auf der B\u00fchne in Jeans und Karohemd, im Glitzerkost\u00fcm oder im Piraten-Outfit erscheint? Wichtiger ist doch, was der Kerl, der in den Klamotten steckt, f\u00fcr eine Ausstrahlung hat. Und da wirkt Mr. Anderson im Vergleich zu seinen Kollegen irgendwie verbissen und fast zynisch.<\/em><\/p>\n<p><em>Lockwood hat einmal ganz richtig bemerkt, dass Fogerty-Fans vermutlich wesentlich gl\u00fccklicher sind als Anderson-Fans. Ich w\u00fcrde soweit gehen zu behaupten, dass auch der Mr. Fogerty der heutigen Tage deutlich gl\u00fccklicher sein d\u00fcrfte als der Mr. Anderson. Dass sein Zielerreichungsgrad nicht mehr der ist, der er einmal in den 70ern war, kann auch Mr. Anderson nicht entgangen sein. Und ich glaube er ist selbst ziemlich ratlos, wie er die Situation wieder verbessern k\u00f6nnte.<\/em><\/p>\n<p><em>Um noch einmal zum Thema &#8222;Intellektueller aus der Upper Class&#8220; zur\u00fcckzukommen &#8211; ich meine schon mehrere Photos von Mr. Anderson vom Ende der 60er Jahre gesehen zu haben, die die Unterschrift &#8222;&#8230; mit Laby X&#8220; bzw. &#8222;&#8230; mit Lord Y&#8220; trugen, leider kann ich sie nicht mehr finden. Ich glaube zumindest eines der Bilder stammte von der Hochzeit mit seiner ersten Frau. Woher kommen die Kontakte zum Hochadel, wenn er eigentlich aus der Mittelschicht stammt? Seine Behauptung &#8222;I come down from the upper class&#8220; halte ich durchaus f\u00fcr glaubw\u00fcrdig, auch wenn sie sicher ironisch gemeint war. &#8222;Thick As A Brick&#8220; ist praktisch seine Autobiographie, und nach meiner Meinung sind Songtexte eine ziemlich zuverl\u00e4ssige Quelle \u00fcber Vergangenheit und Hintergrund ihres Verfassers. Jeder Songtexter, den ich kenne, hat in seinen Liedern seine eigene Vergangenheit verarbeitet, und die eigenen Songs sind ein viel zu pers\u00f6nliches und zugleich \u00f6ffentliches Medium, um darin zu wild zu phantasieren. Ein bi\u00dfchen \u00fcbertreiben tut man darin vielleicht schon, aber nicht l\u00fcgen.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch den &#8222;Intellektuellen&#8220; m\u00f6chte ich Mr. Anderson garnicht absprechen. Ich halte ihn durchaus f\u00fcr intelligent und sicher hat er sich au\u00dferhalb der Schule ein umfangreiches Wissen \u00fcber Geschichte, Kultur, Literatur etc. angelesen, das meines sehr wohl \u00fcbersteigen k\u00f6nnte (das ist nicht sehr schwer). Zum Intellektuellen wird man wohl weniger \u00fcber die klassische Bildung, es ist mehr der Typ des Dichters und Denkers, der Einen dazu qualifiziert. Ich selbst bin zum Beispiel h\u00f6chst gebildet (nicht nur eingebildet) &#8211; mit Abitur, Studium, Lehre und Umschulung (\u00fcbrigens alles mit besten Abschl\u00fcssen &#8211; ich schreibe das nur, weil diese Bildungskarriere so aussieht als h\u00e4tte ich nichts auf die Reihe bekommen und deshalb st\u00e4ndig was Neues angefangen, und das kann ich nat\u00fcrlich nicht auf mir sitzen lassen) habe ich wirklich so ziemlich alles durch, was man an Bildung machen kann, mehr Bildung geht eigentlich kaum &#8211; trotzdem w\u00fcrde ich mich nicht als intellektuell bezeichnen. Dazu bin ich einfach nicht der Typ. Soweit die heutigen Selbstbekenntnisse der Frau Professor Dr.h.c. Kretakatze.<\/em><\/p>\n<p><em>Seid herzlich gegr\u00fc\u00dft bis demn\u00e4chst<br \/>\nKretakatze<\/em><\/p>\n<p><em><B>PS.:<\/b> Lieber Lockwood, was Herrn Mozart betrifft, scheinen MAD-Hefte doch keine sehr zuverl\u00e4ssige Quelle zu sein (wen wundert&#8217;s?). Mozart war 5, als er seine erste Komposition ablieferte, die im \u00dcbrigen keine Symphonie sondern ein Klavierst\u00fcck war. Da wird er wohl 3 gewesen sein, als er auf dem Topf sa\u00df, was f\u00fcr einen Jungen auch ein ganz normales Alter ist. Das hat auch weniger mit Intelligenz oder Genie als vielmehr mit K\u00f6rperbeherrschung zu tun &#8211; aber lassen wir dieses unappetitliche Thema&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Apropos unzuverl\u00e4ssige Quelle &#8211; inzwischen musste ich herausfinden, dass der Wikipedia-Eintrag \u00fcber Creedence Clearwater Revival zahlreiche Fehlinformationen enh\u00e4lt. Das hat mein Vertrauen in die Zuverl\u00e4ssigkeit von Wikipedia doch stark ersch\u00fcttert. Ich denke bevor man blind den Wikipedia-Daten glaubt, sollte man doch besser noch ein oder zwei andere Quellen gegenchecken&#8230;<\/em><\/p>\n<p>14.08.2007<\/p>\n<p>~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~<\/p>\n<p><em>Hallo, Ihr beiden H\u00fcbschen,<\/em><\/p>\n<p><em>da bin ich also und der Alltag hat mich wieder. Oh, Graus!, kann ich nur sagen. Aber es hilft ja nichts, ich habe nicht das Bankkonto eines Herrn Anderson (selbst das von Herrn Fogerty w\u00e4re nicht zu verachten), also \u2019ran ans Werk bzw. an die Arbeit &#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Ihr wart ja inzwischen wieder flei\u00dfig, besonders Kretakatze, die sich nicht zur\u00fcckhalten konnte, auf mein fr\u00fcheres Geschreibsel ausf\u00fchrlich zu antworten.<\/em><\/p>\n<p><em>Zun\u00e4chst eines vorneweg: Das Bild mit Ian Anderson im Rollstuhl ist KEINE Fotomontage, so etwas w\u00fcrde ich erst gar nicht wagen. Es ist real und stammt aus dem Jahre 1988, wenn ich das richtig sehe. Nach einem Sturz (von der B\u00fchne? Ich wei\u00df es nicht genau) trat der Meister tats\u00e4chlich im Rollstuhl auf und nutzte sein Ungl\u00fcck zu diesem makabren Scherz. Also wieder einer dieser Unw\u00e4gbarkeiten des Anderson\u2019schen Charakters.<\/em><\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.albinz.net\/models\/anderson_rollstuhl_1988.jpg\" alt=\"Ian Anderson im Rollstuhl 1988\" \/><\/p>\n<p><em>Wenn ich auf alles, was Ihr da in der letzten Zeit verfasst habt, einginge, dann m\u00fcsste ich auch ins Romanhafte ausschweifen. Daher doch m\u00f6glichst in K\u00fcrze eine Antwort:<\/em><\/p>\n<p><em>Der Vergleich Anderson-Fogerty hinkt f\u00fcr mich einfach deshalb, weil beide nicht zu vergleichen sind. Das spricht nicht unbedingt gegen Fogerty (oder gegen Anderson), aber f\u00fcr mich liegen zwischen den beiden Welten, sodass sich f\u00fcr mich (ich wiederhole: f\u00fcr mich) ein Vergleich nicht ziehen l\u00e4sst. Trotzdem will ich kurz auf Deinen \u201aVergleich\u2019, Kretakatze, zu sprechen kommen: Fogerty bzw. Anderson fr\u00fcher und heute. Wenn John Fogerty fr\u00fcher eher sch\u00fcchtern wirkte, so wohl deshalb, weil er sich ganz auf seine Arbeit konzentrieren musste. Sowohl Fogerty als auch Anderson waren in ihrer Anfangszeit keine Virtuosen, denen das Spiel ohne Anstrengung aus dem Instrument perlte. Ian Anderson kompensierte seine noch nicht ganz ausgereifte Spieltechnik durch seine B\u00fchnenpr\u00e4senz, w\u00e4hrend Fogerty sich voll und ganz auf sein Instrument (und seinen Gesang) konzentrierte. Anderson hatte also das n\u00f6tige Selbstbewusstsein, das sich Fogerty erst noch erwerben musste. Mit den Jahren war es dann soweit (\u00dcbung macht den Meister): Fogerty wurde selbstbewusster und spielsicherer. Und das kommt dann auch auf der B\u00fchne \u2019r\u00fcber. Und wie ist das bei Herrn Anderson heute? Er konzentriert sich verst\u00e4rkt auf sein Fl\u00f6tenspiel. Das ist sein verbliebenes Pfund, mit dem er noch wuchern kann.<\/em><\/p>\n<p><em>Diese Oimel-Verl\u00e4ngerung (Ihr wisst schon, was ich meine) ist eine Art Automatismus. In jungen Jahren war das vielleicht noch ganz witzig anzusehen, jetzt wirkt es nat\u00fcrlich l\u00e4cherlich. Aber alle Welt kennt nun mal den Fl\u00f6tenoimel, also muss er gezeigt werden. Neben diesem Automatismus denke ich mir noch, dass Herr Anderson etwas falsche Vorstellungen von den Erwartungen seiner Zuschauer hat. Er denkt wahrscheinlich wirklich: Die wollen meinen Fl\u00f6tenoimel sehen! Also zeige ich ihn ihnen! Und so ist es auch mit den anderen Elementen seines Auftritts, z.B. seinem Outfit. Eine vielleicht halbwegs plausible Erkl\u00e4rung habe ich f\u00fcr Andersons Schlabberleibchen. Als Fl\u00f6tist hat er eine andere Armhaltung als ein Gitarrist. Die Oberarme liegen nicht am K\u00f6rper an, sondern sind fast horizontal zur Schulter, die Unterarme sogar noch h\u00f6her gestreckt. Da w\u00fcrde ein zu enges J\u00e4ckchen eher zwacken und die Blutzirkulation behindern. In jungen Jahren mag das noch gehen, aber bei einem 60-J\u00e4hrigen ist das ein Problem. Vielleicht erkl\u00e4rt sich auch damit die Angewohnheit des Meisters, in Spielpausen mit der rechten Hand Pumpbewegungen zu vollziehen (das Thema hatte ich schon fr\u00fcher einmal mit Lockwood er\u00f6rtert). Also lassen wir ihm sein luftiges Hemdchen. Damit er uns nicht mit Kreislaufzusammenbruch von der B\u00fchne f\u00e4llt.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie auch immer: Anderson ist ein Schauspieler. Da gebe ich Kretakatze Recht. Er war es und ist es noch immer und unterscheidet sich da von John Fogerty. Er umgibt sich mit einer Aura (fast h\u00e4tte ich Dickicht geschrieben) von Unnahbarkeit (mir f\u00e4llt kein besseres Wort auf die Schnelle ein).<\/em><\/p>\n<p><em>Aber genug! Dass sein Outfit, sein Herumgeh\u00fcpfe und was auch immer nicht zeitgem\u00e4\u00df sind (im Sinne von: zu seinen 60 Lebensjahren passend), dar\u00fcber sind wir uns einig. Ich habe 2005 mein letztes Tull-Konzert miterlebt und muss aber sagen, dass mich diese \u00c4u\u00dferlichkeiten eigentlich nicht gest\u00f6rt hat. Mir ist einfach klar gewesen, dass ich 2005 nicht die Jungens von z.B. 1972 zu Gesicht bek\u00e4me.<\/em><\/p>\n<p><em>Noch etwas zu den Anderson\u2019schen Texten: Sicherlich finden sich viele autobiographische Bez\u00fcge in den Texten. Um diese Bez\u00fcge nicht allzu schnell sichtbar werden zu lassen, greift der Dichter gern zu Mittelchen, die das Ganze mehr oder weniger verh\u00fcllen sollen (Metaphern, Allegorien usw.). M\u00f6gen die gew\u00e4hlten Bilder f\u00fcr den Autoren klar und verst\u00e4ndlich sein \u2013 f\u00fcr den Leser sind sie es noch lange nicht, besonders dann, wenn eine Bildersprache benutzt wird, die sich nicht im gemeinsamen Fundus einer Sprache wiederfindet. Dann kann man als au\u00dfenstehender Leser (oder H\u00f6rer) nur noch die Farbigkeit oder Wortgewalt der beschriebenen Bilder bewundern. Manche sehen das denn vielleicht auch als Fiebrigkeit des Dichters.<\/em><\/p>\n<p><em>Apropos Andersons 60. Geburtstag \u2013 da hat sich der Meister doch wohl <a href=\"http:\/\/montreux.typepad.com\/claudenobs\/2007\/08\/index.html\" target=\"_blank\">mit Recken der Stones<\/a> (Keith Richards und Ron Wood) getroffen, um aus diesem Anlass (mit was auch immer) anzusto\u00dfen. Man kennt sich also. Nicht erst seit dem <a href=\"http:\/\/www.laufi.de\/board\/viewtopic.php?t=1392\" target=\"_blank\">Rock \u201an\u2019 Roll Circus von 1968<\/a> (lief \u00fcbrigens dieser Tage im Fernsehen, es war auf Arte; 3Sat hatte wohl am 10. August in der Sendung <a href=\"http:\/\/www.laufi.de\/board\/viewtopic.php?t=1399\" target=\"_blank\">Kulturzeit<\/a> Herrn Anderson ein St\u00e4ndchen gebracht \u2013 eigentlich gucke ich mir die Sendung \u00f6fter an, sogar im Urlaub, da sie gleich nach den Heute-Nachrichten folgt, aber an dem Tag war ich mit meinen Lieben in M\u00fcnchen zum Shoppen).<\/em><\/p>\n<p><em>Ich hoffe, nicht allzu viel Bl\u00f6dsinn geschrieben zu haben. Mit Selbsterkenntnis ist das so etwas, Lockwood, bzw. mit Selbstfindung, Kretakatze.<\/em><\/p>\n<p><em>Nun denn \u2013 bis bald<\/em><br \/>\n<em>Wilfried<\/em><\/p>\n<p>16.08.2007<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/babelfish.altavista.com\/babelfish\/trurl_pagecontent?url=https:\/\/www.willizblog.de\/?p=928&#038;lp=de%5Fen\" target=\"_blank\">English Translation for Ian Anderson<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Kretakatze, lieber Wilfried, ich h\u00e4tte da den ein oder anderen Gedanken zum Thema Ian Anderson: Ich frage mich bereits seit einiger Zeit, worauf die Anspr\u00fcche des Mr. Anderson , ein Intellektueller aus der Upperclass zu sein, basieren. Die Wikipedia-Aufz\u00e4hlung der von ihm besuchten Schulen ist in der Tat sehr \u00fcbersichtlich. Eines wollen wir ihm &hellip; <a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?p=928\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Was ist blo\u00df mit Ian los? Teil 82: Selbsterkenntnis &#038; Selbstfindung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[43],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/928"}],"collection":[{"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=928"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/928\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=928"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=928"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=928"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}