{"id":9388,"date":"2015-09-08T09:51:34","date_gmt":"2015-09-08T09:51:34","guid":{"rendered":"http:\/\/willizblog.de\/?p=9388"},"modified":"2015-09-08T10:15:28","modified_gmt":"2015-09-08T10:15:28","slug":"zu-martin-walser-6-walser-und-die-krimis-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=9388","title":{"rendered":"Zu Martin Walser (6): Walser und die Krimis \u2013 Teil 2"},"content":{"rendered":"<p><em>In Friedrichshafen am Bodensee ist nicht viel los. Viel zu wenig, um Tassilo S. Gr\u00fcbel (Bruno Ganz) ein Auskommen als Privatdetektiv zu sichern. Er betreibt das \u201eB\u00fcro f\u00fcr Auskunft und Wissen\u201c zusammen mit seiner Mutter (Herta Schwarz) und seinem Freund, dem stellungslosen Grafiker Hugo (Axel Milberg). Damit \u00fcberhaupt mal ein Auftrag reinkommt, provoziert Tassilo die F\u00e4lle selbst und schreibt z. B. Erpresserbriefe an seine reichen Nachbarn. Er selbst nimmt dann die Ermittlungen auf und k\u00fcmmert sich um die Geld\u00fcbergabe. Und obwohl er doch wei\u00df, dass er es nicht mit echten Gangstern zu tun hat, ist er mit seiner Arbeit st\u00e4ndig \u00fcberfordert und ihm schlottern die Knie. In weiteren Rollen sind Renate Schroeter als Isle Blickle, Lisa Kreuzer als Mia von Mufflings, Charles Brauer als James Blickle und Karl Heinz Vosgerau als Georg Feuerstein zu sehen.<\/em><\/p>\n<p>Wann genau die H\u00f6rspiele um die Figur <a href=\"https:\/\/www.google.de\/search?q=martin+walser+tassilo\" target=\"_blank\">Tassilo S. Gr\u00fcbel<\/a> samt seiner Frau Biddie, seiner Mutter und seinem Freund Hugo Billingsreuther aus der Hand von <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/index.php?s=martin+walser\" target=\"_blank\">Martin Walser<\/a> entstanden sind,  habe ich nicht mit Sicherheit in Erfahrung gebracht. Im Band 10 seiner Werke in zw\u00f6lf B\u00e4nden finden sich alle von Walser verfassten H\u00f6rspiele. Interessant ist zu wissen, dass Walser 1949 w\u00e4hrend seines Studiums begann, f\u00fcr den neu gegr\u00fcndeten S\u00fcddeutschen Rundfunk als Reporter zu arbeiten und H\u00f6rspiele zu schreiben. Eine zwischenzeitliche Festanstellung beim SDR erm\u00f6glichte ihm 1951 die Promotion in T\u00fcbingen mit einer Dissertation \u00fcber Franz Kafka. Zusammen mit Helmut Jedele bildete er den Kern der \u201eGenietruppe\u201c des Stuttgarter H\u00f6rfunks und baute als freier Mitarbeiter den Fernsehbereich des Senders mit auf. Er f\u00fchrte H\u00f6rspielregie und wirkte 1953 am Buch der ersten Fernsehfilmproduktion des deutschen Nachkriegsfernsehens mit. Parallel dazu vertiefte er als Rundfunkredakteur und Autor seine Kontakte zur Literaturszene.<\/p>\n<p>Ich gehe aber davon aus, dass die Tassilo-H\u00f6rspiele fr\u00fchestens in den 1970er-Jahren entstanden sind (wahrscheinlich von 1974 bis 1989). Der Inhalt l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen. Diese wurden ab 1974 produziert und vom Westdeutschen Rundfunk ausgestrahlt. Es dauerte einige Jahre, bis man diese H\u00f6rspiele mit Bruno Ganz in der Titelrolle verfilmte. Die sechsteilige Fernsehreihe <a href=\"http:\/\/www.fernsehserien.de\/tassilo-ein-fall-fuer-sich\" target=\"_blank\">Tassilo \u2013 Ein Fall f\u00fcr sich<\/a> wurde im Fr\u00fchjahr 1991 vom ZDF gesendet. Die sechs jeweils einst\u00fcndigen Fernsehfolgen liefen um 21.15 Uhr. Regie f\u00fchrte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hajo_Gies\" target=\"_blank\">Hajo Gies<\/a>, der auch f\u00fcr viele Tatort-Folgen (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Horst_Schimanski\" target=\"_blank\">Schimanski<\/a>) als Regisseur verantwortlich zeichnete. Das Drehbuch schrieben  <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rolf_Basedow\" target=\"_blank\">Rolf Basedow<\/a> und  <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hermann_Naber\" target=\"_blank\">Hermann Naber<\/a>. Bis auf die letzte Folge (100 Jahre Blickle) dienten die H\u00f6rspiele von Martin Walser als Vorlage.<\/p>\n<p>\t1\t\t\t\t\tVerteidigung von Friedrichshafen\t17.02.1991<br \/>\n\t2\t\t\t\t\tHilfe kommt aus Bregenz\t24.02.1991<br \/>\n\t3\t\t\t\t\tZorn einer G\u00f6ttin\t03.03.1991<br \/>\n\t4\t\t\t\t\tLindauer Piet\u00e0\t17.03.1991<br \/>\n\t5\t\t\t\t\tDas Gespenst von Gattnau\t24.03.1991<br \/>\n\t6\t\t\t\t\t100 Jahre Blickle\t31.03.1991\t\t<\/p>\n<ul><img src=\"http:\/\/www.imfernsehen.de\/sendung\/hr\/v3392.png\" alt=\"Tassilo \u2013 Ein Fall f\u00fcr sich - ZDF 1991\" title=\"Tassilo \u2013 Ein Fall f\u00fcr sich - ZDF 1991\" \/><\/ul>\n<p>Mit der Ausstrahlung der Serie im Jahr 1991 im Fernsehen wurden die H\u00f6rspiele von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Martin_Walser\" target=\"_blank\">Martin Walser<\/a> auch als Suhrkamp-Taschenb\u00fccher (st 1884 \u2013 st 1889) ver\u00f6ffentlicht. Das sechste H\u00f6rspiel war (abweichend von der TV-Serie) das St\u00fcck S\u00e4ntis. \u00dcber eine erste Auflage hinaus haben es die H\u00f6rspiele leider nicht geschafft. Auch wartet man vergebens auf eine Wiederholung der Reihe im Fernsehen. Man kann nur spekulieren: Schaut man z.B. bei Wikipedia nach, so findet man kein Wort zu diesen H\u00f6rspielen, als h\u00e4tte es diese nie gegeben. Wahrscheinlich ist es Martin Walser ganz recht, dass keine Worte mehr \u00fcber diese \u201aFinger\u00fcbungen des Autors vom Bodensee\u2018 verloren werden. Nichtsdestotrotz sind die H\u00f6rspiele um <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/search?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;index=books&#038;keywords=martin%20walser%20tassilo&#038;linkCode=ur2&#038;tag=familiealbin-21\"><strong>Tassilo S. Gr\u00fcbel<\/strong><\/a><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=familiealbin-21&#038;l=ur2&#038;o=3\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/> in Antiquariaten erh\u00e4ltlich. Ich habe alle sechs B\u00e4nde f\u00fcr wenig Geld und in einem passablen Zustand erstanden und w\u00e4hrend meines Sommerurlaubs gelesen. Es sind kleine B\u00e4nde von meist 80 Seiten und lassen sich ziemlich schnell lesen.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/images\/martin_walser_tassilo.jpg\" alt=\"Martin Walser: Tassilo \u2013 sechs H\u00f6rspiele (1991)\" title=\"Martin Walser: Tassilo \u2013 sechs H\u00f6rspiele (1991)\" \/><\/p>\n<p>Einen Martin Walser als Autor von Kriminal-H\u00f6rspielen, wenn auch mit ironischen Unterton, h\u00e4tte kaum einer erwartet. Aber trotz aller Ironie versteckt sich hinter dem auch Gesellschaftskritik. Im <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-13488657.html\" target=\"_blank\">Spiegel vom 11.02.1991<\/a> hei\u00dft es u.a.: <em>Tassilo fungiert in Walsers Handlungskonstruktion als Katalysator, der die Verderbtheit der Reichen und M\u00e4chtigen in ihrer schmutzigen Reinheit hervortreibt, ohne da\u00df sich der Detektiv je von klassenk\u00e4mpferischem Ernst \u00fcberw\u00e4ltigen lie\u00dfe &#8211; <strong>ein Hofnarr unter reichen Narren<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p>Wer Martin Walsers Werk ein wenig kennt, wird in diesen H\u00f6rspielen trotz allzu salopper Sprache auch immer wieder den Roman-Autor herauslesen. Dax beginnt mit den \u201aselbstsprechenden\u2018 Namen der Protagonisten und endet nicht bei Wortbildungen wie Beunruhigungstheater oder Selbstmordgesicht.<\/p>\n<p>Dass sich bereits f\u00fcr die H\u00f6rspiele die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cr%C3%A8me_de_la_Cr%C3%A8me\" target=\"_blank\">Cr\u00e8me de la Cr\u00e8me<\/a> der deutschen <a href=\"http:\/\/www.imdb.com\/title\/tt0098925\/fullcredits?ref_=tt_ov_st_sm\" target=\"_blank\">Schauspielerriege<\/a> getroffen hat (u.a. auch Walser-Tochter Franziska Walser samt Ehemann Edgar Selge), wird durch die Verfilmung noch getoppt: allen voran Bruno Ganz, Axel Milberg und Marianne Hoppe.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt: Neben Axel Milberg, den wir als Kieler Tatort-Ermittler Klaus Borowski kennen, geben sich bei den H\u00f6rspielen bzw. bei der TV-Serie auch noch andere Tatort-Kommissare die Hand in die Klinke; so Charles Brauer (KHK Brockm\u00fcller aus Hamburg) und Dieter Eppler (Kommissar Liersdahl aus Saarbr\u00fccken). Und wer von den vielen anderen Schauspielern hatte nicht irgendwann einmal einen Auftritt in einer Tatortfolge.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich war die Lekt\u00fcre der sechs H\u00f6rspiele ein sommerlicher Genuss. Damit wird das literarische Bild von Walser abgerundet. Jetzt w\u00fcnsche ich mir noch unbedingt die Wiederholung der Tassilo-TV-Reihe. Es muss ja nicht zur besten Fernsehzeit sein. Irgendwo ins Nachtprogramm geschoben w\u00fcrde mir gen\u00fcgen. Hier Textpassagen, Inhaltsangaben (aus den Klappentexten) und Produktions\u00fcbersichten der <strong>sechs von Martin Walser verfassten H\u00f6rspiele<\/strong>:<\/p>\n<ul><em>Also, Tassilo, die W\u00fcrfel sind gefallen. Zuerst ein Kompliment f\u00fcr Ihre Logik: Au\u00dfer mir haben tats\u00e4chlich sieben H\u00e4user den Brief von der Bande. Mein rechter Nachbar, James Blickle, leitet die Verteidigung. Die Polizei ist verst\u00e4ndigt, und zwar international.<\/em><br \/>\n<strong>Die Verteidigung von Friedrichshafen<\/strong> (st 1884)<\/ul>\n<p><em>Tassilo Gr\u00fcbel erlebt eine folgenschwere Entt\u00e4uschung: Der Erfinder Sigrist, der ihn gerade als Werbemanager eingestellt hat, bringt sich um. Tassilo ist seinen Job los, bevor er ihn angetreten hat. Und er ist schon umgezogen, nach Friedrichshafen, wohnt dort vorerst mit seiner amerikanischen Frau Biddie bei seiner Mutter. Tassilo hat hier Kindheit und Jugend verbracht, er kennt die Leute, die Gegend. Da\u00df so viele Wohlhabende am See wohnen, bringt ihn auf die Idee, ein B\u00fcro f\u00fcr Auskunft und Wissen zu gr\u00fcnden, ein Detektiv-B\u00fcro. Weil es aber in dieser Gegend viel weniger Unsicherheit gibt als etwa in Amerika, beschlie\u00dft er, die Reichen nach Gangsterart zu beunruhigen, um dann als ihr Sch\u00fctzer und Retter auftreten zu k\u00f6nnen, das nat\u00fcrlich f\u00fcr gutes Honorar. Ohne seinen Freund Hugo k\u00f6nnte Tassilo, weil es ihm an praktischen F\u00e4higkeiten fehlt, dieses Beunruhigungstheater nicht inszenieren. Auch mit Hugos martialischer Hilfe wird es eine so schwierige Kampagne, da\u00df das Geld nachgerade fast als ehrlich verdient empfunden werden kann.<\/em><br \/>\n(Klappentext)<\/p>\n<p><em>Sendedaten f\u00fcr das H\u00f6rspiel im Westdeutschen Rundfunk K\u00f6ln<\/em><br \/>\n<strong>Die Verteidigung von Friedrichshafen<\/strong><\/p>\n<p><em>Mitwirkende:<\/em><br \/>\nTassilo S. Gr\u00fcbel\t\tWolfgang Reichmann<br \/>\nBiddie\t\t\t\tSabine Sinjen<br \/>\nTassilos Mutter\t\tSusi Nicoletti<br \/>\nHugo Billingsreuther\t\tKarl-Michael Vogler<br \/>\nBenedetta von Woflsberg\tBiggi Fischer<br \/>\nMia von Mufflings\t\tLouise Martini<br \/>\nJames Blickle\t\t\tHeinz Baumann<br \/>\nGeorg Feuerstein\t\tHans Dieter Zeidler<br \/>\nBaron Oschatz-T\u00f6tensen\tErik Frey<br \/>\nFrau Koppenwallner\t\tIsolde Stiegler<br \/>\nu.a.<\/p>\n<p>Regie\t\t\t\tHeinz Wilhelm Schwarz<br \/>\nDauer\t\t\t\t75\u201850<br \/>\nProduktion\t\t\tWDR\/SWF\/BR<br \/>\nRedaktion\t\t\tKlaus Sch\u00f6ning<br \/>\nErstsendung\t\t\t02.10.1974<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<ul><em>Ein bi\u00dfchen Vertrauen! Gn\u00e4dige Frau. Ein kleines bi\u00dfchen Vertrauen!!! Und die Minuten werden weniger furchtbar sein. Str\u00e4uben Sie sich doch nicht so, einem Tassilo S. Gr\u00fcbel einmal f\u00fcnfunddrei\u00dfig bis f\u00fcnfundvierzig Minuten lang zu vertrauen!<\/em><br \/>\n<strong>Hilfe kommt aus Bregenz<\/strong> (st 1885) [Titel aus: <em>Kafka<\/em> \u2013 <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/-162\/9)\" target=\"_blank\">Tagebuch vom 06.07.1916<\/a>]<\/ul>\n<p><em>James Blickle, Herr eines weltweit florierenden Unternehmens und Spro\u00df einer schw\u00e4bischen Gro\u00dfb\u00fcrgerfamilie, wird zum Gegenspieler Tassilos. Jede Begegnung wird zu einer Beleidigung des Kleinb\u00fcrgers durch den Gro\u00dfb\u00fcrger. Tassilo versucht zur\u00fcckzuschlagen. Evi, eine Frau, die mit M\u00e4nnern \u00e0 la Blickle betr\u00fcbliche Erfahrungen gemacht hat, will sich beteiligen. Blickle soll verf\u00fchrt werden. Solange er mit Evi in seinem Berghaus in Graub\u00fcnden ist, will Tassilo daf\u00fcr sorgen, da\u00df Frau Blickle f\u00fcrchten mu\u00df, ihr Mann sei von einer besonders unbarmherzigen Terroristenbande entf\u00fchrt worden. Will sie ihn wieder, soll sie bezahlen. Wenn Blickle am Montag zur\u00fcckkehrt, kann er seiner Frau nicht verraten, wof\u00fcr sie bezahlt hat. Aber auch dieses Geld zu verdienen wird viel schwieriger, als Tassilo dachte.<\/em><br \/>\n(Klappentext)<\/p>\n<p><em>Sendedaten f\u00fcr das H\u00f6rspiel im Westdeutschen Rundfunk K\u00f6ln<\/em><br \/>\n<strong>Hilfe kommt aus Bregenz<\/strong><\/p>\n<p><em>Mitwirkende:<\/em><br \/>\nTassilo S. Gr\u00fcbel\t\tPaul-Felix Binz<br \/>\nBiddie\t\t\t\tSylvia Joost<br \/>\nTassilos Mutter\t\tRenate Steiger<br \/>\nEvi Suttner\t\t\tFranziska Walser<br \/>\nCornelia Rundel\t\tDoroth\u00e9e Reize<br \/>\nHugo Billingsreuther\t\tCharles Brauer<br \/>\nIlse Blickle\t\t\tSibylle Courvoisier<br \/>\nJames Blickle\t\t\tHans Wypr\u00e4chtiger<br \/>\nMia von Mufflings\t\tIris Eick<br \/>\nBedienung\t\t\tElisabeth Gyger<br \/>\nTelefonistin\t\t\tInka Friedrich<br \/>\nTelefonist\t\t\tStephan Heilmann<br \/>\nRosina\t\t\t\tRuth Aders<br \/>\nBahnhofsansager\t\tStephan Heilmann,<br \/>\n\t\t\t\tHans-Stefan R\u00fcfenacht<br \/>\nRegie\t\t\t\tOtto D\u00fcben<br \/>\nAssistenz\t\t\tThomas Werner<br \/>\nDauer\t\t\t\t72\u201800<br \/>\nProduktion\t\t\tWDR\/SWF\/BR<br \/>\nRedaktion\t\t\tKlaus Sch\u00f6ning<br \/>\nErstsendung\t\t\t01.11.1988<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<ul><em>Hugo: \u201eDu bist also der Veranstalter, Tassilo.\u201c<br \/>\nTassilo: \u201eDer Verkehrspolizist, Hugo, da\u00df es glimpflich l\u00e4uft. Verstehst du? Nicht gleich Kollision, Explosion, Schlu\u00df. Die Sache mu\u00df sich entwickeln k\u00f6nnen.\u201c<\/em><br \/>\n<strong>Das Gespenst von Gattnau<\/strong> (st 1886)\n<\/ul>\n<p><em>Gertrud Hotz, ehedem Gef\u00e4hrtin des Schriftstellers F\u00e4rber (siehe st 1889 S\u00e4ntis), bringt Tassilo zu dem alten Erfinder Kaspar Knechtle in Gattnau. Ein Journalist, Julius Weil, ist in alten sowjetischen Armee-Zeitungen auf diesen Erfinder der Schallkanone gesto\u00dfen und will wissen, was aus dieser Erfindung geworden ist. Knechtle war immerhin nach 1945 zwei Jahre eingesperrt gewesen. Die Schallkanone in den H\u00e4nden eines Alt-Nazis \u2013 eine beunruhigende Vorstellung. Tassilo und Hugo z\u00e4umen diesen Fall so auf, da\u00df nicht nur eine Zeitung, sondern die ganze Medienwelt zum Geldgeber werden soll. Sie verdienen zwar wieder einmal nicht so viel, wie sie sich ausgerechnet hatten, aber sie machen eine gr\u00fcndliche Erfahrung mit verschiedenen Arten von Journalismus.<\/em><br \/>\n(Klappentext)<\/p>\n<p><em>Sendedaten f\u00fcr das H\u00f6rspiel im Westdeutschen Rundfunk K\u00f6ln<\/em><br \/>\n<strong>Das Gespenst von Gattnau<\/strong><\/p>\n<p><em>Mitwirkende:<\/em><br \/>\nTassilo S. Gr\u00fcbel\t\tFranz Matter<br \/>\nBiddie\t\t\t\tDhana Moray<br \/>\nTassilos Mutter\t\tRenate Steiger<br \/>\nGertrud Hotz\t\t\tFranziska Walser<br \/>\nKaspar Knechtle\t\tSigfrit Steiner<br \/>\nHugo Billingsreuther\t\tG\u00fcnther Sauer<br \/>\nJulius Weil\t\t\tPeter Roggisch<br \/>\n1. Journalist\t\t\tJochen Striebeck<br \/>\n2. Journalist\t\t\tDieter Eppler<br \/>\n3. Journalist\t\t\tMartin Umbach<br \/>\nJournalistin\t\t\tWibke Gr\u00f6ndahl<br \/>\nIlse Blickle\t\t\tSibylle Courvoisier<br \/>\nJournalisten, Bedienung,\tEva Maria Beyerwaltes, Linda Joy und<br \/>\nFrauenstimme, Kellner\tMichael Habeck<\/p>\n<p>Regie\t\t\t\tOtto D\u00fcben<br \/>\nAssistenz\t\t\tUwe Schareck<br \/>\nDauer\t\t\t\t80\u201845<br \/>\nProduktion\t\t\tWDR\/SWF\/ORF,<br \/>\n\t\t\t\tStudio Vorarlberg<br \/>\nRedaktion\t\t\tKlaus Sch\u00f6ning<br \/>\nErstsendung\t\t\t24.11.1987<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<ul><em>Lieber Tassilo, bitte tun Sie was. Wir treffen uns \u00fcbermorgen wieder hier. Sie sollen auch mehr bekommen \u2026 Die siebzehntausend teilen wir. Wir beide. Achtf\u00fcnf  f\u00fcr jeden. Das ist unser Geheimnis, Tassilo.<\/em><br \/>\n<strong>Zorn einer G\u00f6ttin<\/strong> (st 1887)<\/ul>\n<p><em>Tassilo h\u00e4lt sich an den Unternehmer Blickle beziehungsweise an Frau Blickle. Die Unternehmensgattin ist eine sch\u00f6ne und kluge Frau. Da\u00df sie unten den Affairen ihres Mannes zu leiden hat, wird f\u00fcr Tassilo eine Chance, noch einmal etwas Geld zu verdienen. Er mu\u00df ja auch von etwas leben. Als Blickle mit der Geliebten im Berghaus ist, stiehlt Tassilo mit Frau Blickles Einverst\u00e4ndnis Blickles Lieblingsgem\u00e4lde: Zorn einer G\u00f6ttin vom Magritte. Diese Katastrophenmeldung bringt Blickle sofort zur\u00fcck. Es gelingt auch, ihn durch Produktion weiterer Katastrophenstimmung im Haus zu halten, aber am Ende kommt f\u00fcr Tassilo viel weniger Geld heraus, als er erwarten durfte. Auch Frau Blickle ist, was Rechnen betrifft, Tassilo \u00fcberlegen.<\/em><br \/>\n(Klappentext)<\/p>\n<p><em>Sendedaten f\u00fcr das H\u00f6rspiel im Westdeutschen Rundfunk K\u00f6ln<\/em><br \/>\n<strong>Zorn einer G\u00f6ttin<\/strong><\/p>\n<p><em>Mitwirkende:<\/em><br \/>\nTassilo S. Gr\u00fcbel\t\tPaul-Felix Binz<br \/>\nBiddie\t\t\t\tSylvia Joost<br \/>\nTassilos Mutter\t\tRenate Steiger<br \/>\nHugo Billingsreuther\t\tCharles Brauer<br \/>\nJames Blickle\t\t\tHans Wypr\u00e4chtiger<br \/>\nIlse Blickle\t\t\tSibylle Courvoisier<br \/>\nEvi Suttner\t\t\tFranziska Walser<br \/>\nSilke\t\t\t\tRuth Hungerb\u00fchler<\/p>\n<p>Regie\t\t\t\tOtto D\u00fcben<br \/>\nAssistenz\t\t\tThomas Werner<br \/>\nDauer\t\t\t\t51\u201835<br \/>\nProduktion\t\t\tWDR\/BR\/SWF<br \/>\nRedaktion\t\t\tKlaus Sch\u00f6ning<br \/>\nErstsendung\t\t\t25.05.1989<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<ul><em>Um ein Haar, Tassilo. Tassilo, das w\u00fcnsch ich dir nicht, das w\u00fcnsch ich meinem schlimmsten Feind nicht, da\u00df er als alter hilfloser Mensch in die H\u00e4nde eines mitleidlosen Feindes f\u00e4llt \u2026<\/em><br \/>\n<strong>Lindauer Piet\u00e0<\/strong> (st 1888)<\/ul>\n<p><em>Tassilo S. Gr\u00fcbel, wie er, seit er Detektiv ist, hei\u00dft, ger\u00e4t in eine der gro\u00dfb\u00fcrgerlichen reichen Familien am See, lernt die wahrhaftige Dame Maximiliane Metzger-F\u00fcrst kennen. Weil er als Detektiv immer noch keine Kundschaft hat, bleibt ihm nichts anderes \u00fcbrig, als die kostbare Piet\u00e0 aus der Villa Seefrieden zu entwenden, um sie als Detektiv wieder zur\u00fcckerobern zu k\u00f6nnen. Freund Hugo sorgt wie immer f\u00fcr die technische Erm\u00f6glichung der dem Zwang zum Geldverdienen entsprungenen Tassilo-Idee. Tassilo verdient dann weniger, als er hoffte, aber er erf\u00e4hrt daf\u00fcr zur Gen\u00fcge, wie es in einer s\u00fcddeutschen Gro\u00dfb\u00fcrgerfamilie zugehen kann. Vor allem aber hat er eine wirkliche Dame kenngelernt.<\/em><br \/>\n(Klappentext)<\/p>\n<p><em>Sendedaten f\u00fcr das H\u00f6rspiel im Westdeutschen Rundfunk K\u00f6ln<\/em><br \/>\n<strong>Lindauer Piet\u00e0<\/strong><\/p>\n<p><em>Mitwirkende:<\/em><br \/>\nTassilo S. Gr\u00fcbel\t\tHeinz Meier<br \/>\nBiddie\t\t\t\tRicarda Benndorf<br \/>\nTassilos Mutter\t\tLina Carstens<br \/>\nHugo Billingsreuther\t\tDieter Eppler<br \/>\nMaximiliane Metzger-F\u00fcrst\tBrigitte Horney<br \/>\nBerti Metzger-F\u00fcrst\t\tPeter Heusch<br \/>\nKlothilde Metzger-F\u00fcrst\tFranziska Oehme<br \/>\nIsabell Metzger-F\u00fcrst\t\tUta Sax<br \/>\nAnke Metzger-F\u00fcrst\t\tLouise Deschauer<br \/>\nRudi Metzger-F\u00fcrst\t\tVictor Wei\u00df<br \/>\nDr. Buchinger\t\t\tKarl E. Ludwig<br \/>\nElse Buchinger\t\tMarianne Mosa<br \/>\nMiesbach\t\t\tHans Goguel<br \/>\nDr. Neukamm\t\t\tWalther Schulthei\u00df<\/p>\n<p>Regie\t\t\t\tG\u00fcnther Sauer<br \/>\nAssistenz\t\t\tFrank H\u00fcbner<br \/>\nDauer\t\t\t\t75\u201855<br \/>\nProduktion\t\t\tWDR\/SWF\/BR<br \/>\nRedaktion\t\t\tKlaus Sch\u00f6ning<br \/>\nErstsendung\t\t\t29.10.1975<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<ul><em>Ich kann denen nicht nachspionieren, Herr Gr\u00fcbel. Ich bin nicht mehr jung genug, um mit dem Selbstm\u00f6rdergesicht vor dem Fenster dieses \u2026 Herrn auf- und abzugehen. Aber ich mu\u00df wissen, wie und was! Alles!!! Verstehen Sie, Herr Gr\u00fcbel.<\/em><br \/>\n<strong>S\u00e4ntis<\/strong> (st 1889)<\/ul>\n<p><em>Tassilo bekommt endlich einen wirklichen Auftrag. Dem ber\u00fchmten Schriftsteller Fritz F\u00e4rber, der zwischen Lindau und Wasserburg am Bodensee wohnt, ist seine junge Gef\u00e4hrtin, Gertrud Hotz, von einem jungen, noch ganz unbekannten, unbew\u00e4hrten Schriftsteller, Peter Streich, einfach weggenommen worden. Der ber\u00fchmte Schriftsteller sehnt sich nach seiner Gertrud, er leidet. Gertrud, vom Beruf Fotografin, ist mit dem jungen Schriftsteller in ein altes Bauernhaus am Westende des Bodensees gezogen. Tassilo soll beobachten, wie die zwei leben, ob sie auskommen, ob Gertrud vielleicht zur\u00fcckzuerobern w\u00e4re. F\u00e4rber will schriftliche Berichte \u00fcber alles, was in der Bauernhausidylle in Oberuhldingen passiert. Tassilo gestaltet die Berichterstattung so, da\u00df seine Mutter und sein Frau Biddie zu Hause nicht mehr um jede Mark streiten m\u00fcssen. Was dann daraus wird, zeigt, da\u00df Tassilo in F\u00e4rber an jemanden gekommen ist, der es viel besser versteht, Ungl\u00fcck so zu manipulieren, da\u00df Gl\u00fcck daraus wird.<\/em><br \/>\n(Klappentext)<\/p>\n<p><em>Sendedaten f\u00fcr das H\u00f6rspiel im Westdeutschen Rundfunk K\u00f6ln<\/em><br \/>\n<strong>S\u00e4ntis<\/strong><\/p>\n<p><em>Mitwirkende:<\/em><br \/>\nTassilo S. Gr\u00fcbel\t\tJoseph Bierbichler<br \/>\nTassilos Mutter\t\tMaria Singer<br \/>\nDr. Fritz F\u00e4rber\t\tHans Wypr\u00e4chtiger<br \/>\nGertrud Hotz\t\t\tFranziska Walser<br \/>\nPeter Streich\t\t\tEdgar Selge<br \/>\nNuntia\t\t\t\tHeidy Forster<br \/>\nLiss Lobkowitsch\t\tIlse Pag\u00e9<br \/>\nJoe Keckeisen\t\t\tKarl Lieffen<br \/>\nu.a.<\/p>\n<p>Regie\t\t\t\tAlf Brustellin<br \/>\nDauer\t\t\t\t84\u201800<br \/>\nProduktion\t\t\tWDR\/SWF\/BR<br \/>\nRedaktion\t\t\tKlaus Sch\u00f6ning<br \/>\nErstsendung\t\t\t25.12.1978<\/p>\n<p>&#8230; &#8230; &#8230; &#8230; &#8230; &#8230; &#8230; &#8230; &#8230; &#8230; &#8230; &#8230; &#8230; &#8230; &#8230; &#8230;<\/p>\n<p><em>siehe auch:<\/em><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=7327\" target=\"_blank\">Zu Martin Walser (1): Ich bin nicht Walser<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=7361\" target=\"_blank\">Zu Martin Walser (2): Links und DKP-nah<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=7370\" target=\"_blank\">Zu Martin Walser (3): Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=7381\" target=\"_blank\">Zu Martin Walser (4): Tod eines Kritikers<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=7384\" target=\"_blank\">Martin Walser und der Tatort<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=7451\" target=\"_blank\">J\u00f6rg Magenau: Martin Walser \u2013 eine Biografie<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?p=9381\" target=\"_blank\">Zu Martin Walser (5): Walser und die Krimis \u2013 Teil 1<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Friedrichshafen am Bodensee ist nicht viel los. Viel zu wenig, um Tassilo S. Gr\u00fcbel (Bruno Ganz) ein Auskommen als Privatdetektiv zu sichern. Er betreibt das \u201eB\u00fcro f\u00fcr Auskunft und Wissen\u201c zusammen mit seiner Mutter (Herta Schwarz) und seinem Freund, dem stellungslosen Grafiker Hugo (Axel Milberg). Damit \u00fcberhaupt mal ein Auftrag reinkommt, provoziert Tassilo die &hellip; <a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?p=9388\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Zu Martin Walser (6): Walser und die Krimis \u2013 Teil 2<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9388"}],"collection":[{"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9388"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9388\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9388"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9388"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/willizblog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9388"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}