{"id":9864,"date":"2016-12-14T10:49:11","date_gmt":"2016-12-14T10:49:11","guid":{"rendered":"http:\/\/willizblog.de\/?p=9864"},"modified":"2016-12-14T10:52:33","modified_gmt":"2016-12-14T10:52:33","slug":"bierkalender-advent-2016-tuerchen-7-bis-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willizblog.de\/?p=9864","title":{"rendered":"Bierkalender (Advent) 2016 \u2013 T\u00fcrchen 7 bis 12"},"content":{"rendered":"<p>Nach den <a href=\"https:\/\/www.willizblog.de\/?p=9858\" target=\"_blank\">ersten sechs T\u00fcrchen<\/a> hier die weiteren sechs, die so manche gelungene \u00dcberraschung bereithielten. <\/p>\n<p><strong>7. Ayinger Urweisse &#8211; 5,8 % Vol.<\/strong> <\/p>\n<p>Nach dem Kirtabier am 5. Tag bereits ein weiteres Bier der Brauerei Aying &#8211; Franz Inselkammer KG &#8211; Privatbrauerei seit 1898: ein Wei\u00dfbier oder wie man bei uns sagt: Weizenbier \u2013 das <a href=\"http:\/\/www.ayinger.de\/cms\/index.php\/urweisse.html\" target=\"_blank\">Ayinger Urweisse<\/a>, das aus feinstem dunklem Weizen- und Gerstenmalz gebraut wird und durch die edle Bernsteinfarbe, eine au\u00dferordentliche Schaumfestigkeit und den unverkennbar oberg\u00e4rigen, hefigen und malzaromatischen Geschmack besticht.<\/p>\n<p>Okay, ich trinke ein Wei\u00dfbier lieber im Sommer, wenn es warm ist und ein Bier wie das Ayinger Urweisse mit seinem fruchtig-herben K\u00f6rper mit Ankl\u00e4ngen von Orangen- und Bananen-Aromen und mit einer prickelnden <a href=\"http:\/\/www.hobbybrauer-kompendium.de\/r\/rezenz\/rezenz.html\" target=\"_blank\">Rezenz<\/a> und einer geringen Bittere erfrischt. Geschmacklich \u00fcberzeugt dieses Bier durch die Verbindung von Weizenfrische und dunklem Malz.<\/p>\n<p><strong>8. Mittenwalder Weihnachtsbock dunkel 7,1 % Vol. &#8211; Brauerei Mittenwald &#8211; Privatbrauerei seit 1808<\/strong><\/p>\n<p>Ein Bier aus dem Werdenfelser Land. Da musste ich nat\u00fcrlich erst einmal an <a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?s=grainau\" target=\"_blank\">Grainau<\/a> denken, wo ich mit meiner Familie mehrmals, zuletzt 2012,  Urlaub gemacht habe. W\u00e4hrend Grainau westlich von Garmisch-Partenkirchen liegt, findet man Mittenwald in etwa gleicher Entfernung \u00f6stlich davon. Von hier stammt also dieser <a href=\"http:\/\/www.brauerei-mittenwald.de\/deutsch\/index.php\" target=\"_blank\">Weihnachtsbock dunkel<\/a>, ein kr\u00e4ftig w\u00fcrziges Bier, das mindestens zwei Monate gelagert wurde. Also ein Bier f\u00fcr mich, den Liebhaber dunkler Bockbiere, der es kr\u00e4ftig und malzig mag, Deshalb auch etwas mehr \u2026<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst ist es die dunkelrote Farbe des Bieres bei einer hell-braunen Schaumkrone. Aber das kenne ich von anderen Bieren dieser Art. Der Geruch und auch der Antrunk verhei\u00dft viel S\u00fc\u00dfe. Eine satt malzige Note sorgt dabei f\u00fcr das besondere Etwas. Erst nach und nach kommt der Hopfen zum Tragen und sorgt f\u00fcr die gewisse W\u00fcrzigkeit. So ganz m\u00f6gen sich Malz und Hopfen nicht zu tarieren. Das finde ich bei anderen Bieren gelungener. Trotzdem ist dieser Weihnachtsbock der erste wirkliche H\u00f6hepunkt aus meinem Adventskalender. Ich sollte bei einem weiteren Grainau-Urlaub unbedingt auch Mittenwald besuchen.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens ist die Brauerei Mittenwald Deutschlands h\u00f6chstgelegene Privatbrauerei.<\/p>\n<p><strong>9. Ayinger Celebrator Doppelbock 6,7 % Vol. &#8211; dunkles bayerisches Starkbier<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem neunten T\u00fcrchen \u00f6ffnete sich schon die dritte Flasche Bier der Ayinger Privatbrauerei aus dem Herzen Bayerns. Und da es sich um edlen Stoff handelt, so wird dieser auch nur in die kleineren 0,33-l-Flaschen abgef\u00fcllt: <a href=\"http:\/\/www.ayinger.de\/cms\/index.php\/celebrator.html\" target=\"_blank\">Ayinger Celebrator Doppelbock<\/a>. Es ist ein <a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?p=8260\" target=\"_blank\">Starkbier<\/a>, das man eigentlich <em>nur in der vierzigt\u00e4gige Fastenzeit bis Ostern<\/em> trinkt. Aber Traditionen hin und Traditionen her, man g\u00f6nnt sich ja sonst nichts: Jetzt wird ein solches Starkbier (mit der Endung \u2013ator) zu jeder Jahreszeit angeboten und darf auch in der Vorweihnachtszeit nicht fehlen.<\/p>\n<p>Dieser vielfach ausgezeichnete Doppelbock ist das Dessertbier unter den Bieren aus Aying. Seine tiefe Mahagoni-Farbe tendiert ins Rubinrot. Der sensationell feste Schaum ist umgeben von nussig-karamelligem Duft und einem Hauch von Zedernholz. Ein samtweicher, voller K\u00f6rper wird begleitet von w\u00fcrzigen Geschmacksnoten im Abklang. F\u00fcr einen Liebhaber dunkler Bockbiere ist ein solches Bier nat\u00fcrlich ein Genuss und muss dabei mit Bedacht getrunken werden.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.willizblog.de\/images\/bieradvent2016_07_12.jpg\" alt=\"Bierkalender 2016: 7. bis 12. T\u00fcrchen\" title=\"Bierkalender 2016: 7. bis 12. T\u00fcrchen\" \/><\/p>\n<p><strong>10. Altfr\u00e4nkisch Klosterbier &#8211; Wei\u00dfenoher Klosterbrauerei &#8211; 5,1 % Vol<\/strong><\/p>\n<p>N\u00f6rdlich von N\u00fcrnberg liegt Wei\u00dfenohe und dort die Wei\u00dfenoher Klosterbrauerei, die durch ein umfangreiches Biersortiment herausragt. So gibt es hier spezielle <a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?p=9191\" target=\"_blank\">Craftbiere<\/a> und \u2013 man h\u00f6re und staune: ein <a href=\"http:\/\/www.klosterbrauerei-weissenohe.de\/gute-biere\/cannabis-club\/index.html\" target=\"_blank\">Cannabis-Bier<\/a>. In meinem Adventskalender fand ich \u201anur\u2018 einen fr\u00e4nkischen Klassiker: ein <a href=\"http:\/\/www.klosterbrauerei-weissenohe.de\/gute-biere\/fraenkische-klassiker\/altfraenkisches-klosterbier.html\" target=\"_blank\">altfr\u00e4nkisch Klosterbier<\/a>.<\/p>\n<p>Altfr\u00e4nkisch steht eigentlich f\u00fcr altmodisch, antiquiert. Was die Braukunst anbelangt, soll uns das aber nicht schrecken. Und so findet sich hier ein bernsteinfarbenes und vollmundiges Bier, in dem Malz und Hopfen wunderbar zusammen harmonisieren. Zur Brotzeit resp. zum Abendbrot passt das Bier bestens. Und es macht irgendwie neugierig auf weitere Biere dieser Brauerei (noch hat der Adventskalender 12 weitere T\u00fcrchen).<\/p>\n<p><strong>11. Tucher Urbr\u00e4u &#8211; N\u00fcrnberger Hell &#8211; 4,9 % Vol. &#8211; seit 1672<\/strong><\/p>\n<p>Biere von Tucher kenne ich von Aufenthalten in N\u00fcrnberg und aus fr\u00fcheren Zeiten her: Mein ehemaliger Schwager bevorzugte <a href=\"http:\/\/www.tucher.de\/unsere-biere\/unser-sortiment\/unsere-spezialitaeten\/\" target=\"_blank\">Tucher. Das Urbr\u00e4u \u2013 N\u00fcrnberger Hell<\/a> ist wohl Tuchers \u00e4lteste Biersorte in bester N\u00fcrnberger Brautradition. Der Hallertauer Hopfen &#8222;Tradition&#8220; verleiht dem Bier seine feine Bittere, w\u00e4hrend ausgew\u00e4hlte helle Malze f\u00fcr ein brillantes Farbenspiel im Glas und den vollmundigen Charakter mit s\u00fcffig-milder, leicht s\u00fc\u00dflicher Note sorgen.<\/p>\n<p>Auch wenn ich mich wiederhole: ich mag mehr die dunklen Biersorten, die hellen sind mir meist zu bitter \u2013 besonders, wenn die Biere aus Norddeutschland stammen. Die hellen Biere aus Bayern (und Franken geh\u00f6rt nun auch dazu) sind dagegen eher vollmundig, also s\u00fcffig. Wie sagt man so sch\u00f6n: Dieses Bier l\u00e4sst sich trinken, wenn\u2019s auch keine eigentliche Besonderheit ist.<\/p>\n<p><strong>12. Schwarze Kuni &#8211; schwarzer Weizenbock mit feiner Hefe &#8211; 7,0 % Vol. &#8211; Brauerei Simon &#8211; Lauf a.d. Pegnitz, Bayern &#8211; privat gebraut &#8211; seit 1875<\/strong><\/p>\n<p>Lauf an der Pegnitz liegt in Mittelfranken. Mein Adventskalender hat es mit Bieren aus Franken. Das Wahrzeichen der Stadt Lauf ist der Kunigunden-Berg mit der Kunigunden-Kirche. Ihren Namen verdanken sie der Kaiserin Kunigunde, nach der auch der dunkle Weizen-Bock der Brauerei Simon benannt wurde: <a href=\"http:\/\/www.brauerei-simon.de\/index.php\/biere.html\" target=\"_blank\">Schwarze Kuni<\/a>.<\/p>\n<p>Der Name ist f\u00fcr einen dunklen Weizenbock sicherlich etwas kurios. Aber Namen sind bekanntlich Schall und Rauch und dienen nur dem Wiedererkennen. Obwohl ich kein ganz so gro\u00dfer Freund von Weizen- bzw. Wei\u00dfbieren bin, so bin ich mit diesem Bier gern bereit, mich eines Besseren belehren zu lassen.<\/p>\n<p>Okay, ein Weizenbock ist noch lange kein Wei\u00dfbier, so wie ein Doppelbock kaum mit einem normalen Bier konkurrieren kann und soll. Die gute \u201aschwarze Kuni\u2018 ist auch <a href=\"http:\/\/www.schweiger-bier.de\/\/index.php?page_id=74&#038;idE=11\" target=\"_blank\">nicht mein erster Weizenbock<\/a>. Aber was fasele ich da: <\/p>\n<p>Im Geruch findet sich bereits eine deutliche Hefenote und Karamells\u00fc\u00dfe. Im Geschmack \u00fcberwiegen zwar deutlich die Dunkelmalze, die aber mit dem Weizenmalz wunderbar harmonieren. Die 7% vol-Alkohol halten sich geschmacklich dagegen im Hintergrund. Das Bier ist stimmig, rund und weich am Gaumen und besticht durch einen lang anhaltenden Abgang. Die lange Reifezeit verleiht dem Bier Eleganz und Finesse. Es ist durchaus ein  Craftbier ohne diesen Namen zu tragen. Lecker!<br \/>\n.<br \/>\nHier noch einmal ein R\u00fcckblick auf meinen Bieradventskalender aus dem Jahr 2014:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?p=8976\" target=\"_blank\">Bierkalender (Advent) 2014 \u2013 T\u00fcrchen 1 bis 12<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/willizblog.de\/?p=8981\" target=\"_blank\">Bierkalender (Advent) 2014 \u2013 T\u00fcrchen 13 bis 24<\/a><\/p>\n<p>Noch sind 12 T\u00fcrchen geschlossen. Aber es hat schon etwas, am Abend in den Keller zu gehen und zu schauen, welche gehopfte \u00dcberraschung da auf mich wartet. Es darf gern so weitergehen \u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den ersten sechs T\u00fcrchen hier die weiteren sechs, die so manche gelungene \u00dcberraschung bereithielten. 7. Ayinger Urweisse &#8211; 5,8 % Vol. Nach dem Kirtabier am 5. 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