Alle Artikel von WilliZ

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Das Leben als Spiel

Ist es nicht so, dass wir im Leben vieles viel zu Ernst nehmen? Wäre es nicht besser, wir begriffen das Leben als Spiel?

Ich habe mir Zeit gelassen für die über 800 Seiten des Buchs von Michael Roes: Leeres Viertel – Rub’ Al-Khali – Invention über das Spiel , das ich bereits hier in zwei Beiträgen (KamellisteLob der Kinderarbeit) erwähnt habe. Es ist ein außergewöhnliches Buch und hat mich durch seine Themenvielzahl wahrlich über so manches ins Grübeln gebracht. Michael Roes hat im Jemen nach Kinderspielen geforscht. Es ging ihn dabei um eine allgemein gültige Theorie über das Spiel.

Dabei stellt sich vor allem die Frage, inwieweit das Spiel der Kinder Auseinandersetzung mit dem Leben der Erwachsenen ist. Im Spiel der Kleinen wird das Tun der Großen nachvollzogen. Spielen Erwachsene, dann geschieht das unter dem Diktat der strikten Trennung zwischen Spiel und ‚Wirklichkeit’ (dem Ernst des Lebens). Wer Spiel und ‚Wirklichkeit’ miteinander vermischt, gilt evtl. als psychisch krank. Aber warum eigentlich? Michael Roes schreibt im genannten Buch:

„Eine spielerische haltung der welt gegenüber besitzt eine ebenso grosze macht wie eine religiöse, wissenschaftliche oder ökonomische einstellung. Dasz es eine welt auszerhalb unseres bewusztseins gibt, bedeutet noch nicht, dasz es nur eine wirklichkeit auszerhalb unseres bewusztseins gibt. Wirklichkeit beruht auf anschauungen, auseinandersetzungen, beschreibungen.
Mit bestimmten dingen zu spielen heiszt, ihr wesen und ihre bedeutung zu verändern, sie in eine andere wirklichkeit zu transformieren.“

(1. Auflage btb Taschenbuch im Goldmann Verlag – 1996 – S. 299)

Mit einer spielerischen Haltung gegenüber der Welt verändern wir ihr Wesen, ihre Bedeutung für uns. Den ‚Ernst des Lebens’ geben wir eine spielerische Note. Bekanntlich wird nichts ‚so heiß gegessen, wie es gekocht wird’. Der Volksmund weiß um das Leben im Spiel. Spiel ist etwas Leichtes. Warum übertragen wir das nicht in unser gesamtes Leben? Ist es unser Gewissen, unser Verantwortungsbewusstsein, das uns das Leben so schwer werden lässt?

Spiele haben wie das reale Leben ihre Spielregeln. Auch ein Leben im Spiel kann ohne solche Regeln nicht auskommen. Somit muss unser Gewissen nicht belastet werden, wenn wir das Leben auch einmal ‚auf die leichte Schulter nehmen’. Verantwortlichkeiten bleiben unberührt. Warum also etwas schwerer nehmen als es sein muss? Üben wir uns doch einmal in ‚der Leichtigkeit des Seins’.

Zurück zu Haus …

Wir sind zurückgekehrt von unserer Urlaubsreise nach Brandenburg. Wahres Sommerwetter hatten wir zwar nicht – wie fast überall in Deutschland. Immerhin war es meist trocken, sodass wir wenigstens einiges unternehmen konnten. Aber hierzu später mehr.

Bad Saarow in Brandenburg

Urlaubstage vergehen leider viel zu schnell. Und so sind meine drei Wochen Urlaub morgen bereits zu Ende. Der Arbeitsalltag wartet bereits. Oh, Grauen …!

Hier einige Fotos vom Urlaub in Brandenburg bei Facebook

Google Street View (6): Stonehaven – Inverness – Drumnadrochit – Callander – Isle of Skye (Wh.)

Endlich Urlaub und hinaus in die Ferne … so kommen aber auch die einen oder anderen Urlaubserinnerungen. Da es ja jetzt Google Street View, den Zusatzdienst zu Googles Kartendienst Google Maps und dem Geoprogramm Google Earth (Google Street View zeigt Ansichten in 360°-Panoramabildern aus der Straßenperspektive) gibt, kann ich mich noch einmal aufmachen, um z.B. die gut dreiwöchige Rundreise durch Schottland im Sommer 2005, die ich mit meiner Familie machte, (wenigstens in Teilen) virtuell zu wiederholen. Wir sind vor fünf einhalb Jahren bekanntlich in Edinburgh gestartet. Die Reise ging dann zuerst nach Inverness (Google Street View (4): Edinburgh & Inverness), dann weiter zu den Orkney Inseln – und zurück über Inverness nach Keith und Stonehaven an der Nordsee (Google Street View (5): Stromness/Orkney – Inverness – Keith – Stonehaven).

Heute nun besuchen wir (von Stonehaven wiederum über Inverness kommend) den kleinen Ort Drumnadrochit am Loch Ness, fahren mit dem Bus weiter bis Callander. Und von hier dann ein Stück zurück und weiter zur Isle of Skye. Bis auf eine kleine, aber feine Ferienwohnung in Kyleakin/Skye hatten wir als Unterkünfte Bed & Breakfast (siehe: Rückblick auf unsere Schottland-Reise 2005 (Unterkünfte)) gebucht:


Größere Kartenansicht
Strecke Inverness – Drumnadrochit – Fort William – Callander

Drumnadrochit besuchten wir allein schon des Monsters von Loch Ness wegen: Nessie (Nessiteras rhombopteryx – Nessie). Wir haben es aber nicht gesichtet, wenigstens nicht das ‚echte’ Monster. Unterkunft hatten wir in einem 1810 erbauten Hause, urig und gemütlich – mit einem großartigen schottischen Frühstück – bei Audrey Duff im Haus Greenlea:


Größere Kartenansicht
Audrey Duff in Drumnadrochit (Greenlea)

Bereits nach einer Nacht ging es weiter nach Callander, um uns dort einmal auch die Highland Games anzuschauen. (Schottland 2005: Highland Games in Callander). Hier mimten wir auch Highlander (Schottland 2005: AlbinZ als Highlander) und wanderten zur Wunschquelle … Unterkunft fanden wir bei Andy (Guest House Greenbank – irgendwie typisch britisch: schlicht statt kraus) in der Main Street (siehe hierzu auch die YouTube-Videos: Greenbank von außen – von innen):


Größere Kartenansicht
Greenbank Guesthouse in Callander, 143 Main Street

Von Callander ging es dann mit dem Bus auf die Isle of Skye. In Kyleakin, gleich am Anfang der Insel hatten wir für acht Nächte eine Ferienwohnung gemietet. Hier wollten wir uns nach der doch manchmal strapaziösen Rundreise erholen. Die Isle of Skye ist gewissermaßen Schottland im kleinen – mit Bens (Bergen) und Lochs (hier als Buchten), eben mit viel Wasser drumherum:


Größere Kartenansicht
Strecke Callander – Fort William – Kyle of Lochalsh – Kyleakin/Isle of Skye – Portree

Unterkunft fanden wir bei Greta Macleod Sheedy in Kyleakin (Mo Dhachaidh) – ihr Heim war auch unser Heim (eine wirklich schöne Ferienwohnung für acht Nächte): Mo Dhachaidh – Old Kyle Farm Road, Kyleakin IV41 8PR, Isle of Skye. Den Endpunkt unserer Busreise in Kyleakin habe ich bereits an anderer Stelle Street View-mäßig festgehalten (Google Street View (3): Kyleakin). Die kleine Ferienwohnung war dann auch Ausgangspunkt kleiner Touren, z.B. auch nach Portree, dem Hauptort der Insel:


Größere Kartenansicht
Kyleakin – Old Kyle Farm Road

Mit dem Aufenthalt auf der Insel Skye endete dann auch schon fast unser Urlaub. Es ging zurück mit der Bahn von Kyle of Lochalsch nach Inverness (eine lohnenswerte Bahnfahrt: Mit dem Hogwart-Express am Loch Carron entlang) und dann zurück nach Edinburgh:


Größere Kartenansicht
Strecke Kyleakin/Isle of skye – Kyle of Lochalsh – Inverness – Edinburgh

Inverness war also wieder einmal Angelpunkt unserer Tour. Vielleicht erkennt einer von Euch in Inverness den Pub auf der rechten Seite wieder (siehe meinen Beitrag: Public houses)?


Größere Kartenansicht
Inverness – Huntly Street am River Ness

In Edinburgh blieben wir noch zwei Nächte und ließen den Urlaub in aller Ruhe ausklingen, bevor vor wieder zurück nach Hamburg flogen. Hier ist über Googles Street View die Einmündung der North Bridge (die führt über die Waverley Station, dem Hauptbahnhof Edinburghs) in die Princes Street, der Haupteinkaufstraße im Zentrum Edinburghs, zu sehen:


Größere Kartenansicht
Edinburgh – Einmündung der North Bridge in die Princes Street (Haupteinkaufsstraße)

siehe auch Google Street View (1): Torre des Mar
Google Street View (2): Prag
Google Street View (3): Kyleakin
Google Street View (4): Edinburgh & Inverness
Google Street View (5): Stromness/Orkney – Inverness – Keith – Stonehaven

Google Street View (5): Stromness/Orkney – Inverness – Keith – Stonehaven

Die Rundreise durch Schottland im Sommer 2005 führte mich und meine Familie weiter von Inverness hinauf zu den Orkney-Inseln. Nach einem Wochenende dort ging es zurück über Inverness, dem Dreh- und Angelpunkt unserer Reise, dann nach Keith und weiter an die Nordsee nach Stonehaven. Als Unterkünfte hatten wir Bed & Breakfast (siehe: Rückblick auf unsere Schottland-Reise 2005 (Unterkünfte)) gebucht.

Mit Google Street View, einem Zusatzdienst zu Googles Kartendienst Google Maps und dem Geoprogramm Google Earth (Google Street View zeigt Ansichten in 360°-Panoramabildern aus der Straßenperspektive) habe ich erneut die Reiseroute und die Quartiere während unserer Reise zurückverfolgt.


Größere Kartenansicht
Reiseroute Inverness über Wick und Thurso – Fähre nach Stromness/Orkney

Nach der Anreise mit Bahn und Fähre bezogen wir etwas außerhalb von Stromness auf der Hauptinsel der Orkney-Inseln, Mainland, Quartier im Haus Lindesfarne. Hier liehen wir uns Fahrräder aus, um etwas von der Insel auszukundschaften:


Größere Kartenansicht
Haus Lindesfarne in Stromness/Orkney Insel (von der Hauptstraße aus)

Es ging dann wieder zurück nach Inverness und von dort nach Keith auf dem (Malt) Whisky Trail, dann weiter nach Stonehaven an die Nordsee:


Größere Kartenansicht
Strecke Inverness – Keith nach Stonehaven

In Keith bezogen wir ein Familienzimmer auf der Haughs Farm bei Jean Jackson, etwas außerhalb des Ortes. Keith liegt auf dem so genannten (Malt) Whisky Trail, und so besuchten wir in Keith selbstverständlich eine Whiskybrennerei, das Stammhaus von Chivas Regal, die Strathisla Destillery, die einen guten Single Malt Whisky brennt (siehe meinen Beitrag: Slainte!). Leider bietet Street View keinen direkten Zugang zu der Farm und endet bei der Einmündung der A96, der Zufahrt zu mehreren Häusern und eben auch der Haughs Farm:


Größere Kartenansicht
Keith – A96 – Zufahrt zur Haughs Farm

Von Keith ging es dann weiter mit dem Zug an die Nordsee nach Stonehaven. Unser eigentliches Ziel hieß: Dunnotttar Castle. Aber Stonehaven gefiel uns auch so. Eine schöne Kleinstadt direkt am Meer. Hier nun bezogen wir (wiederum) ein Familienzimmer im Belvedere Hotel an der Evan Street, das inzwischen aber wohl den Pächter gewechselt hat:


Größere Kartenansicht
Belvedere Hotel, 41 Evan Street, Stonehaven, Kincardineshire AB39 2ET

Google Street View (4): Edinburgh & Inverness (Wh.)

Google Street View, einem Zusatzdienst zu Googles Kartendienst Google Maps und dem Geoprogramm Google Earth (Google Street View zeigt Ansichten in 360°-Panoramabildern aus der Straßenperspektive) macht es natürlich auch möglich, Orte aufzusuchen, die man vor geraumer Zeit besucht hat.

Im Sommer 2005 war ich ja mit meiner Familie für gut drei Wochen in Schottland unterwegs. Es war zum großen Teil eine Rundreise, die in Edinburgh begann und endete (wir waren mit dem Flieger von Hamburg gekommen), die dann weiter nach Inverness (mit dem Zug) und hinauf zu den Orkney-Inseln führte. Als Unterkünfte hatten wir Bed & Breakfast (siehe: Rückblick auf unsere Schottland-Reise 2005 (Unterkünfte)) gebucht. Ansonsten verpflegten wir uns selbst (oder gingen in Restaurants).

Zunächst waren wir also einige Tage in Edinburgh. Und was uns gleich ins Auge fiel, das waren die vielen Lidl-Läden in Schottland. Ich will hier keine Werbung für diesen deutschen Discounter betreiben, aber die Lidl-Läden schienen uns auch auf der britischen Insel beliebt, da preiswert zu sein. Übrigens war der Supermarkt, von dem ich in meinem Beitrag Von Bündnisse, Feindschaften und Vereinsfarben berichtete (ich unterhielt mich dort mit einem Fan von Celtic Glasgow),ein Lidl-Laden.

Sicherlich mag es dem geneigten Leser nicht allzu sehr interessieren, wo z.B. in Edinburgh oder Inverness dieser deutscher Discounter zu finden ist, trotzdem habe ich (für mich und meine Lieben gedacht) die beiden Läden herausgesucht, bei denen wir öfter eingekauft haben. Zunächst beginnen wir in Edinburgh. Hier der Laden, in dem das Grün-weiß-Celtic-Werder-Gespräch stattfand:


Größere Kartenansicht
Edinburgh, 56/58 Nicolson St – Lidl

Wenn man nun die Nicolson Street in Richtung Süden weiterverfolgt, kommt man bald (zu Fuß, dem Taxi oder dem Bus – alle drei Möglichkeiten haben wir genutzt) in die Minto Street. Hier unter der Hausnummer 36 hatten wir ein Familienzimmer im „Bellerose Guest House“ gebucht:


Größere Kartenansicht
Edinburgh EH9 2BS, Minto St 36 – Bellerose Guest House

Es ging dann weiter nach Inverness mit der Bahn. Unmittelbar in der Nähe unseres Bed&Breakfast-Quartiers war auf der anderen Straßenseite der Telfort Street wiederum ein Lidl-Laden gelegen:


Größere Kartenansicht
Inverness, Telford St – Lidl

Wechselt man die Straßenseite und geht nur ein kurzes Stück weiter stadtauswärts (nach rechts), dann kommt man unter der Hausnummer 64 zum The Kemps Guesthouse. Hier bekam ich zum Frühstück u.a. neben Porridge auch Haggis, eine schottische Spezialität, die u.a. auch bei Lidl erhältlich ist und mir trotz der Zutaten durchaus geschmeckt hat:


Größere Kartenansicht
The Kemps – 64 Telford Street, Inverness, IV3 5LE

Google Street View (3): Kyleakin (Wh.)

Fährt man vom schottischen Festland von Kyle of Lochalsh über die Skye Bridge auf die Isle of Skye, so stößt man auf einen Kreisel, den Kyleakin Roundabout. Auf der linken Seite liegt Kyleakin, ein kleiner Ort – rechts geht es weiter auf die Insel. Fährt man dagegen geradeaus, so kommt man auf die Old Kyle Farm Road. Dort auf der linken Seite hatte ich mit meiner Familie im August 2005 für acht Nächte im Gästehaus „Mo Dhachaidh“ (zu deutsch: „Mein Heim“) bei Greta Macleod Sheedy eine Ferienwohnung (Blick auf Kyleakin) gemietet (siehe auch den Beitrag: Rückblick auf unsere Schottland-Reise 2005 (Unterkünfte))

Dank Google Street View, einem Zusatzdienst zu Googles Kartendienst Google Maps und dem Geoprogramm Google Earth (Google Street View zeigt Ansichten in 360°-Panoramabildern aus der Straßenperspektive) bin ich nun noch einmal nach Kyleakin zurückgekehrt. Meine kleine virtuelle Wanderung beginne ich dort, wo u.a. der Linienbus zum Festland nach Kyle of Lochalsh hält. Hier befindet sich ein Restaurant samt Bar und Café.


Kyleakin (Castle Moil Restaurant mit King Kaakon Bar & Cafè Moil) – mit Blick auf die Skye Bridge

weitere Beiträge zur Isle of Skye:
Jethro Tull in Schottland 2005: Broadford Bazaar
Jethro Tull in Schottland 2005: Dun Ringill
Schottisches Picknick
Schottland 2005: Isle of Skye – Teil 1: Kyleakin und Broadford
Burgen in Schottland 2005: Moil Castle – Kyleakin/Isle of Skye

Google Street View (2): Prag (Wh.)

In der Vorosterzeit des Jahres 1982 machte ich mich auf, um nach einem Abstecher von Nürnberg über Pilsen in Prag auf den Spuren von Frank Kafka zu wandeln (siehe meinen Beitrag 125 Jahre Franz Kafka).

Prag ist eine einzigartige Stadt. Besonders die Innenstadt zeigt heute ein geschlossenes, von Gotik und Barock geprägtes Stadtbild. Prag ist die „Goldene Stadt“ (Zlatá Praha = Goldenes Prag) und war besonders in der Zeit Kafkas (zur Jahrhundertwende um 1900) eine nach außen weltoffene Stadt und ein Treibhaus für Künstler und nachwachsende Literaten. Und Prag ist ein Eldorado für Bierfreunde.

siehe hierzu auch eine kleine Fotogalerie der Stadt

Dank Street View, einem Zusatzdienst zu Googles Kartendienst Google Maps und dem Geoprogramm Google Earth (Google Street View zeigt Ansichten in 360°-Panoramabildern aus der Straßenperspektive) konnte ich nun noch einmal an meinem Rechner durch die Straßen von Prag wandern. Beginnen möchte ich vor dem Geburtshaus von Franz Kafka:


Geburtshaus von Franz Kafka in Prag mit Gedenktafel (heute: Námestí Franze Kafky)

Google Street View (1): Torre des Mar (Wh.)

Google Street View, ein Zusatzdienst zu Googles Kartendienst Google Maps und dem Geoprogramm Google Earth, steht zz. in der Debatte, da dieser Dienst demnächst auch für 20 größere deutsche Städte (Berlin – Bielefeld – Bochum – Bonn – Bremen – Dortmund – Dresden – Duisburg – Düsseldorf – Essen – Frankfurt am Main – Hamburg – Hannover – Köln – Leipzig – Mannheim – München – Nürnberg – Stuttgart – Wuppertal) im Internet bereitgestellt wird. Es geht dabei um die Frage des Daten- und Persönlichkeitsschutzes. Google Street View zeigt Ansichten in 360°-Panoramabildern aus der Straßenperspektive. Wer möchte, kann sein Haus unkenntlich machen lassen.

Okay, das Haus meiner Familie wird so schnell nicht als Street View verfügbar sein, da ich in einem kleinen Ort in Norddeutschland lebe. Im Augenblick kann man das Haus nur aus der Vogelperspektive betrachten. Immerhin. Sicherlich kann man einige Gründe gegen diesen Internetdienst nennen. So wird u.a. befürchtet, das Angebot könnte für kriminelle Zwecke wie den Einbruch in Häusern missbraucht werden. Und sicherlich ist es für viele nicht witzig, sich selbst auf den Aufnahmen von Street View abgebildet zu finden. Für mich überwiegt der Nutzen. Ich findet es einfach toll, Straßenlinien noch einmal zu verfolgen, wo ich vor längerer Zeit einmal selbst entlang gefahren oder gegangen bin. Und ich nutze diesen Netz auch hier im Blog.

Bis zum Jahr 1999 hatten meine Eltern eine kleine Ferienwohnung in dem ehemaligen Fischerdörfchen Torre del Mar an der Costa del Sol, in der ich – zuletzt auch mit meiner eigenen Familie – öfter preiswert Urlaub machte. Genau dieser eigentlich kleine Ort ist auch bei Street View verfügbar. Und es ist schon sehr interessant, z.B. den Weg bis zum Strand, aber auch die vielen kleinen und größeren Straßen des Ortes noch einmal virtuell zu gehen. Und was für Torre des Mar gilt, gilt natürlich auch für all die anderen Orte, die ich im Laufe mehrerer Urlaube in Südspanien kennengelernt habe. Beginne ich direkt vor dem Haus, in dem die kleine Wohnung meiner Eltern gelegen war:

Blumenpracht Teil 29

So toll ist es mit diesem Sommer nun wirklich nicht, wenn auch ziemlich abwechslungsreich: nach einigen Sonnenstrahlen meint der Himmel, Regen folgen zu lassen. Und schon dampft es gewaltig, die Luft ist drückend und wenig erfreulich.

Was für uns Menschen eher unangenehm ist, ist für die Pflanzen zuträglich. Sie gedeihen prächtig in dieser Tropenluft. Trotzdem, lieber Petrus, einwenig mehr Sonne statt Regen, würde auch den Pflanzen nicht schaden.

Blumenpracht in AlbinZ Garten - August 2011

Blumenpracht in AlbinZ Garten - August 2011

Blumenpracht in AlbinZ Garten - August 2011

Blumenpracht in AlbinZ Garten - August 2011

Blumenpracht in AlbinZ Garten – August 2011

Blumenpracht in AlbinZ Garten - August 2011

Blumenpracht in AlbinZ Garten - August 2011

Blumenpracht in AlbinZ Garten - August 2011

Blumenpracht in AlbinZ Garten - August 2011

Auf, auf zum fröhlichen Reisen

Die Wetteraussichten sind eher bescheiden. Überhaupt fällt dieser Sommer fast gänzlich ins Wasser. Davon lassen wir uns aber nicht erschüttern: Auf, auf zum fröhlichen Reisen – auf nach Brandenburg! Bekanntlich gibt es kein schlechtes Wetter, nur die falsche Bekleidung (wer solche Sprüche ersinnt, gehört eigentlich gevierteilt)!


Größere Kartenansicht
Bad Saarow – Villa Seeblick – Karl-Marx-Damm 15

Gullivers Reisen

Gullivers Reisen (engl.: Gulliver’s Travels) ist das bekannteste Werk des irischen Schriftstellers, anglikanischen Priesters und Politikers Jonathan Swift. In der Originalfassung besteht das Buch aus vier Teilen und wurde 1726 unter dem Titel „Travels into Several Remote Nations of the World in Four Parts By Lemuel Gulliver, first a Surgeon, and then a Captain of Several Ships“ veröffentlicht; der Titel der deutschen Ausgabe Gullivers Reisen (insel taschenbuch) 58 (ich habe es in 4. Auflage von 1981 vorliegen) in einer Übersetzung von Franz Kottenkamp lautet: „Reisen zu mehreren entlegenen Völkern der Erde in vier Teilen von Lemuel Gulliver erst Wundarzt später Kapitän mehrerer Schiffe“. Das Buch ist besonders auch wegen der Illustrationen von Grandville lesens- und sehenswert.

Jonathan Swift: Gullivers Reisen

Das Buch ereilte ein ähnliches Schicksal wie Daniel Defoes ‚Robinson’ – es wurde in einer Kinderbuchausgabe bekannt, in welcher Gulliver erst das Land der Zwerge (Lilliput) entdeckt und dann im Land der Riesen (Brobdingnag) landet. In ihr fehlen die sozialkritischen und satirischen Positionen – besonders aber die Reisen nach Laputa, Balnibarbi, Luggnagg, Glubbdubdrib und Japan (3. Teil) sowie in das Land der Houyhnhmms (spricht sich etwa: Huinem) und den Yahoos (4. Teil), dem Land in dem die Pferde und die Menschen gewissermaßen ihre Rollen getauscht haben. Aber ich will auf dieses wirklich empfehlenswerte Buch, das in seiner Zeitlosigkeit und Menschlichkeit, besonders in seiner Kritik und Satire auch heute noch aktuell ist, an dieser Stelle nicht näher eingeben. Dafür soll später einmal mehr Zeit sein.

In diesen Tagen habe ich mit meinen Lieben den US-amerikanischen Fantasyfilm Gullivers Reisen – Da kommt was Großes auf uns zu gesehen. Er basiert auf dem angesprochenen Roman Gullivers Reisen von Jonathan Swift, spielt aber in moderner Zeit. In der Hauptrolle des Lemuel Gulliver ist Jack Black zu sehen. Der Film ist als DVD Gullivers Reisen (inkl. Digital Copy) und als Blu-ray: Gullivers Reisen (inkl. DVD & Digital Copy) seit einigen Tagen erhältlich.


Gullivers Reisen

„Schon seit Jahren trottet Gulliver (Jack Black) durch einen lauwarmen Alltag, ohne bei den Frauen oder im Job auf der Poststelle eines Reiseverlags irgendetwas von Wert aufbauen zu können. Von der großen Liebe und einer steilen Karriere kann der Totalversager bloß sehnsüchtig tagträumen. Deswegen forciert er seine Chance einfach selbst und sorgt dafür, dass er zu quasi-journalistischen Zwecken ins ferne Bermuda-Dreieck reisen darf. Ehe er am Ziel ankommt, findet er sich in Gefangenschaft wieder: das winzig kleine Volk der Insel Liliput hat den gestrandeten Riesen doch tatsächlich mit Tauen festgezurrt. Gulliver tut, was er eben kann – er reißt seine Klappe auf und nimmt die kleinen Leute mit himmelschreienden Lügengeschichten ein, die er aus der Geschichte und der jüngeren Popkultur zusammenklaut. Die Winzlinge sind begeistert und nehmen ihren neuen Freund mit auf einen abenteuerlichen Trip quer über die mysteriöse Insel…“

aus: filmstarts.de

Bevor man den Film sieht, sollte man die satirische Romanvorlage schleunigst vergessen. Zum einen ist Jack Black kein Mann der leisen Töne. Zum anderen bedient er uns, besonders aber die jungen Zuschauer, an die sich der Film wohl vorrangig wendet, mit einigem Klamauk. Natürlich beschränkt sich der Film im wesentlichen auf dem Aufenthalt in Lilliput. Vielleicht dient der Film aber als Ansporn, sich einmal der Swift’schen Romanvorlage zu bedienen. Spätestens dann hat der Film mehr erreicht als er wollte. Ansonsten ist es unterhaltsames Popcorn-Kino – auch für die eigenen vier Wände. Übrigens die Szene, in der Gulliver einen Brand im Palast mit dem Inhalt seiner Blase löscht, kommt natürlich auch bei Swift vor: „… dieser prächtige Palast wäre unfehlbar bis auf den Grund niedergebrannt, wäre mir nicht plötzlich mit einer für mich außergewöhnlichen Geistesgegenwart ein Ausweg eingefallen. Am Abend zuvor hatte ich ausgiebig von einem köstlichen Wein mit Namen Glimigrim getrunken […], der sehr harntreibend wirkt. Zum größten Glück hatte ich mich nun noch keines Tropfens davon entledigt. Da mir heiß geworden war, weil ich den Flammen sehr nahe kam und weil ich mich abmühte, sie zu löschen, fing der Wein an, in Form von Urin wirksam zu werden; ich entledigte mich dessen in einer solchen Menge und lenkte ihn so geschickt an die rechten Stellen, dass das Feuer in drei Minuten gänzlich gelöscht war …“ (S. 74 der Buchausgabe).