Alle Artikel von WilliZ

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Digitus impudicus – noch 17 Tage bis Ultimo

In der Antike symbolisierte die Geste mit dem gestreckten Mittelfinger (Digitus medius) als Phallussymbol einen erigierten Penis im Sinne einer sexuellen Drohung. Im Mittelalter trugen Ärzte mit dem Mittelfinger Salben auf, weshalb dieser „Digitus medicinalis“, auch Arztfinger genannt wurde. Später wurde daraus der „Digitus impudicus“ („schamloser“ oder „unzüchtiger Finger“), heute bei uns allgemein Stinkefinger genannt. In der bezüglich Beleidigungen und Fluchen fäkalorientierten deutschen Sprache steht nicht so sehr das phallisch Sexuelle, sondern der „exkrementelle Zusammenhang“ im Vordergrund …

Stinkefinger gegoogelt
Stinkefinger gegoogelt

Besonders der letzte Satz ist doch schön formuliert (ist nicht von mir, ist aus dem Internet). Worauf will ich hinaus?

Es gibt nach meiner Meinung drei Arten des Abschieds. Zum einen ist es das tränenreiche Auseinandergehen mit Umarmungen und Winke-Winke, zum anderen das Scheiden im ‚Zorn‘ (mit Stinkefinger!). Die dritte Art liegt irgendwo dazwischen und interessiert mich nicht weiter (feuchter Händedruck und weg).

Willi – noch 17 Tage bis zur Rente
Willi – noch 17 Tage bis zur Rente

Wenn ich Ende Oktober endlich ‚die Kurve kratzen‘ und in den wohlverdienten Ruhestand entfleuchen werde, da werde ich mich natürlich an die Etikette halten, also Hände schütteln, mich mit wohlgemeinten Worten besäuseln lassen, Schulterklopfen und Umarmungen ertragen müssen: Tschüss und ‚Auf Wiedersehen!‘ (nur das nicht!)

Der innere Schweinehund, ich gebe es zu, wird aber den besagten Digitus impudicus emporstrecken: Ihr könnt mich mal … bei einem Blick aus dem Fenster … ein letztes Mal nach Hause gehen sehen!

Noch ist es nicht soweit: Erst einmal habe ich zwei Wochen Urlaub (nein, noch keinen Resturlaub, eine Woche bleibt mir davon noch!), dann kommt der Endspurt: noch sind es 17 Tage bis zu meiner Rente!

Öffentlich-rechtliche Satire: Gar nicht so witzig …

Ja, ich gucke Satire-Sendungen wie Extra 3 und Heute-Show. Aber so richtig belustigt fühle ich mich da nicht mehr. Und eigentlich genügen bereits Nachrichtensendungen, um den Kopf zu schütteln, ein gepresstes Lachen auszustoßen: denn der Wahnsinn geht um! Die Politiker sind die eigentlichen Karikaturen ihrer selbst. Da braucht es solche TV-Satire eigentlich nicht mehr …

Die Anstalt ist zwar auch satirisch, arbeitet aber meist ein bestimmtes Thema auf und bringt dabei Informationen an den Zuschauer, die ansonsten lieber unter den Tisch gekehrt werden. Hier zeigt es sich, in was für einer Welt wir leben: Raffgier, Machtgeilheit, Rücksichtlosigkeit … die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, leider.

Jetzt habe ich einen Artikel (Hoch lebe der Staatshumor) vor mir liegen, der sich äußerst kritisch mit der Bespaßung durch öffentlich-rechtliche Sender auseinandersetzt, wozu eben auch die Sendungen wie Extra 3 und Heute-Show gehören.

Demnach fahren diese TV-Sender mit einer kunterbunten Parade aus Komikern, Witzeerzählern und Hofnarren auf und, jetzt kommt es, mit ein paar politischen Kabarettisten im Alibimodus. So gibt es viele neue Kleinkünstler, die durch das Fernsehen die Chance sehen, möglichst schnell groß raus zu kommen. Diese Dieter Nuhrs, Mario Bahrs und wie sie alle heißen, dieses Kabarett für die breite Masse mit seiner heiteren Weltendeutung hat natürlich mit Satire im eigentlichen Sinne nichts zu tun.

Hoch lebe der Staatshumor
Hoch lebe der Staatshumor

In dem genannten Artikel beschreibt der Münchener Bruno Jonas das Phänomen des intellektuellen Seichtgebietes so:

Es gibt ja in diesem Land zur Zeit ein großes Bedürfnis nach Empörung. Und nicht wenige Kollegen gefallen sich mächtig in der Rolle eines moralisch hochstehenden Empörungsdienstleisters. Ich bezeichne dieses paradoxe Auftreten, also die Pose aus maximaler Anklage und minimalster Konsequenz als einen moralischen Populismus.

Und so bekommen sie alle ihr Fett weg, ob sie Christian Ehring (Extra 3), Oliver Welke (Heute-Show) oder Caroline Kebekus heißen. Im Fernsehen ist „vom Mut und Geist eines Hildebrandt, von der wahrhaftigen Anarchie eines Schramm oder der erhellenden Kraft eines Pispers […] hier weit und breit nichts zu verspüren.“

Bleibt da eigentlich nur noch ‚die Anstalt‘ der Herren Max Uthoff und Claus von Wagner. Uthoff wundert sich selbst, dass seine Sendung bisher im ZDF überlebt hat (wenn auch zur nachtschlafenden Zeit ausgestrahlt):

„Dass wir nicht zensiert werden, kann man auf vielfache Weise interpretieren: Entweder das System ist so sattelfest, dass Kritik die Mächtigen nicht mehr groß juckt. Oder wir sind so zahm, dass „die da oben“ keine echte Feindschaft erkennen. Oder wir sind in unserer Kritik handwerklich so gut, dass man uns die Plausibilität einer anderen Sichtweise zugesteht. Oder man fürchtet auf den oberen Ebenen bei Bekanntwerden von inhaltlichen Direktiven eine Art öffentliche Empörung.“

Übel über’ge’rascht?! – und nur noch 20 Tage bis Buffalo

Ein Schrei …!!! Was ist mit Willi los? Sollte er etwa ‚Nachschlag‘ bekommen und weiter dieser trostlosen Tätigkeit namens ARBEIT nachkommen müssen? Vielleicht bis zum ‚Abwinken‘? Nein, weit gefehlt …!

Willi – noch 20 Tage bis zur Rente
Willi – noch 20 Tage bis zur Rente

Alles nur gestellt! Die ARBEIT liegt im wahrsten Sinne des Wortes (so gut wie) hinter mir. Nur noch lausige neunzehn Mal ungewollt früh aufstehen (heute ist ja mein zwanzigletzter Arbeitstag, ich bin also schon auf … und auf Arbeit …). Danach wird jedes weitere frühe Aufstehen zum Genuss, zur Freude, zur Wohltat! Da werde ich der Lagerstätte, der Koje, der Heia (heiapopeia!) schwungvoll entschweben, um mich wie ein Regent dem Tage zu widmen. Ab dann bin ich der Herr meiner Tage!

Da können mich nicht schon am frühen Morgen die lieben (Ex-)Kolleg*innen mit dummen Fragen übel überraschen. Da muss ich mich nicht mit Problemen herumschlagen, die nicht die meinen sind.

Noch 20 Tage bis Buffalo, noch 20 Arbeitstage zähle ich bis zur Rente (19 und den Rest von heute)!

Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2020

In der Weltrangliste (Männer) des Weltfußballverbandes FIFA ist die deutsche Mannschaft auf Platz 15 (innerhalb Europas auf den 9. Platz) zurückgefallen (Stand: 25.07.2019). Und die Niederlage gegen die Niederlande (zz. noch auf Platz 16) bei der Qualifikation zur Europameisterschaft 2020 dürfte dazu beitragen, dass das Team noch weiter abrutscht. Natürlich ist diese Rangliste mit Vorsicht zu genießen. Aber im Grunde stimmt es eben doch: Die deutsche Fußballnationalmannschaft der Männer zählt nicht mehr zu den Spitzenteams.

Die Zeiten, da Deutschland bei der Vergabe von Titeln, ob nun bei der Europa- oder Weltmeisterschaft, ein Wörtchen mitreden konnte, sind vorerst vorbei. Da nützt es auch wenig, endlich vermehrt junge Spieler zum Einsatz kommen zu lassen. Okay, bei den Spielen gegen die Niederlande und gegen Nordirland fehlte ein Leroy Sané, der sicherlich das eine oder andere Tüpfelchen hätte setzen können.

    Deutscher Fußball-Bund © DFB
    Deutscher Fußball-Bund © DFB

Wie konnte es dazu kommen? Sicherlich haben andere Länder ‚aufgeholt‘ und haben u.a. die Nachwuchsförderung verstärkt. Hier mangelt es inzwischen in Deutschland leider wieder.

Nehmen wir das Spiel gegen die Niederlande, das im Hamburg mit 2:4 verloren ging, da es ziemlich symptomatisch ist. Die deutsche Mannschaft wollte früh Druck ausüben, wirkte aber auf mich dabei eher hektisch. Bundestrainer Löw hatte wie im Hinspiel auf ein 3-4-3-System gesetzt, das bei gegnerischem Ballbesitz zum 5-2-3 wurde, um das Zentrum zu verdichten. Die Niederlande wurden erst an der Mittellinie im Aufbau gestört. Dazu kam eine eher vorsichtige Taktik mit wenig Ballbesitz, sodass die Wege zum niederländischen Tor nach Ballgewinn zu weit waren. Alles war ein bisschen zu weit weg, ein bisschen zu spät, ein bisschen zu nachlässig. Und einige Abwehrspieler hatten Probleme mit den schnellen, wendigen Spielern.

So gut viele Spieler in ihren Vereinsmannschaften sein mögen, im Nationaltrikot erreichen sie oft nur Mittelmaß (z.B. Marco Reus und Timo Werner). Löw hat sicherlich nicht ganz Unrecht, wenn es meint, dass sich die Mannschaft noch vermehrt ‚einspielen‘ muss.

Nun gegen die biestig auftretenden Nordiren gelang gestern Abend ein 2:0-Sieg, wenn auch ziemlich mühevoll. Damit dürfte die Qualifikation zur EM 2020 so gut wie sicher sein. Zur Rückkehr an die Weltspitze fehlt es aber weiterhin an Kontinuität.

Werfen wir einen kurzen Blick auf die Vereinsebene. Das Abschneiden der deutschen Vereinsmannschaften auf europäischer Ebene war nicht gerade glorreich. Lediglich die Eintracht aus Frankfurt konnte sich bis ins Halbfinale der Europa League spielen und unterlag dort knapp erst im Elfmeterschießen gegen den späteren Gewinner dieses Wettbewerbs, dem FC Chelsea. Die Frankfurter zeigten dabei die Leidenschaft, die den anderen deutschen Mannschaften oft abgeht.

Sicherlich haben sich die Bayern und die Dortmunder Borussia für die neue Saison für viel Geld verstärkt. Aber (besonders bei den Bayern) sind es gestandene ausländische Spieler. Und wenn es Nachwuchsspieler sind, dann solche, die bei anderen Vereinen ausgebildet wurden.

Ich bin gespannt, wie es in der Bundesliga, die gegenüber den Ligen in Spanien und in England spielerisch und besonders finanziell stark an Boden verloren hat, vorangeht. Gespannt darf man sein, wie sich die Vereinsmannschaften in den europäischen Wettbewerben schlagen werden. Und wie das sich auf die deutsche Nationalmannschaft auswirkt.

Damals vor 12 ½ Jahren – und jetzt nur noch 22 Tage bis Buffalo

Jeeha! Wieder ‘n Jahr näher an der Rente!
Jeeha! Wieder ‘n Jahr näher an der Rente!

Dieses Bild schenkte mir der ältere meiner beiden Söhne zum 53. Geburtstag. Das ist nun schon wieder 12 ½ Jahre her. Damals war ich schon froh, ausrufen zu können: Jeeha! Wieder ‘n Jahr näher an der Rente!

Damals, es war im Februar 2007, konnten wir noch davon ausgehen, dass ich mit 65 Jahren in Rente gehen werde. Aber es war schon ‚etwas im Busch‘! Und mit dem 20. April 2007 wurde dann das so genannte Gesetz zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung – etwas kürzer: RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz (BGBl. I 2007, S. 554) beschlossen, das eine Anhebung der Regelaltersgrenze von 2012 an bis zum Jahr 2029 stufenweise auf 67 Jahre vorsieht. Für mich bedeutet das: acht Monate dranhängen!

Von diesen acht Monaten habe ich inzwischen über sechs ‚abgearbeitet‘ und nach Abzug von Wochenenden und Urlaubstagen ‚nur‘ noch 22 Tage zu arbeiten – oder besser: 21 Tage und den Rest von heute!

Im Fadenkreuz von F a c e b o o k

Ja, ich weiß: Ich bin ein ‚schlimmer Finger‘! Aber bin ich deshalb schon einer, der Menschen aufgrund „ihrer ethnischen Zugehörigkeit, nationalen Herkunft, Kaste, ihrer Religionszugehörigkeit, ihrer sexuellen Orientierung, ihres Geschlechts oder ihrer Geschlechtsidentität“ angreift?

Facebook hat diese „Standards zu Hassrede“ aufgestellt. Und das ist auch gut so. Gegen diese Gemeinschaftsstandards zu Hassrede soll ich nun verstoßen haben. Angeblich am 23. April 2013 hatte ich mich über zwei deutsche Sportler lustig gemacht, die sich im Wettkampf um die Medaillen in der nordischen Kombination Großschanze bei der Olympiade 2014 (sic!) in Sotschi beim Zieleinlauf gegenseitig behindert hatten und damit der Konkurrenz die Medaillen überließen. Ich schrieb da von „dusseligen Deutschen“.

Willi im Fadenkreuz von   F a c e b o o k
Willi im Fadenkreuz von F a c e b o o k

Die beiden Sportsleute aus Deutschland werden sich wohl selbst geärgert und sich selbst weitaus mehr als nur als ‚dusselig‘ bezeichnet haben. Natürlich kann und muss mein Kommentar im Kontext gelesen (und verstanden) werden: Ich habe die beiden Nordischkombinierer allein ihrer Selbsteliminierung wegen für dusselig ‚angegriffen‘ (selbst das ist zu viel der ‚Ehre‘, lächerlich gemacht ist zutreffender) und eigentlich nicht wegen ihrer „nationalen Herkunft“ (das diente gewissermaßen nur zur Information, es hätten z.B. auch Norweger sein können).

Nun, der betreffende Post wird nicht mehr bei F a c e b o o k angezeigt. Sei es drum, denn der stammt vom 19.02.2014 (woher das referierte Datum: 23. April 2013 kommt, weiß der Geier) und den liest sowieso kein Mensch mehr. Dass F a c e b o o k fünf ½ Jahre brauchte, um den ‚Verstoß‘ festzustellen, ist schon merkwürdig (und im Zusammenhang mit dem falschen Datum frage ich mich, ob da nicht sogar technisch etwas schief gelaufen ist, denn sicherlich prüft kein Mensch solch alte Posts, das kann nur ein Bot gewesen sein).

Des Weiteren wurde ich gefragt, ob ich die Entscheidung (die Nichtanzeige des Posts) akzeptieren oder eine Überprüfung beantragen werde. Ich habe mich auf die Schnelle für ‚akzeptieren‘ entschieden (vielleicht ein Fehler!).

„Sollten künftig Inhalte, die du postest, nicht unseren Standards entsprechen, kannst du ggf. für das Posten oder Kommentieren deaktiviert werden.“

Ich finde es schon interessant, wie F a c e b o o k „arbeitet“. Anhand meines Falles lässt sich einiges ablesen: Da wird weit in die Vergangenheit hinein geprüft (was grundsätzlich in Ordnung ist); da wurde ein Algorithmus implementiert, der Begriffe wie z.B. ‚dusselige Deutsche‘ als despektierlich filtert und dann rügt, den Kontext des Posts aber nicht zu prüfen im Stande ist (hier hätte vielleicht eine Überprüfung durch Menschenverstand geholfen).

Also, Jungs und Mädels, seid zukünftig in den sozialen Medien (und auch sonst) respektvoll Euren Mitmenschen gegenüber, ich werde mir Mühe geben, es auch zu sein (demnächst poste ich nur noch Katzenbilder 😉 ).

Das Lachen kehrt (bald) zurück: Noch 23 Tage bis Buffalo

Die Tage vergehen. Schon wieder sind zwei Arbeitstage vorbei. Das Wochenende liegt vor uns. Dann noch eine ganze Arbeitswoche. Mein Herbsturlaub naht.

Willi – noch 23 Tage bis zur Rente
Willi – noch 23 Tage bis zur Rente

Noch gelingt mir nicht das Lachen. Noch bleibt es im Halse stecken. Aber die Augen bekommen langsam einen Glanz, der ahnen lässt, was auf mich da zukommt: FREIHEIT!

Ja, nur noch 23 Tage bis zu meinem Rentenbeginn!

Willis Plaudereien (6): An den Pranger gestellt

Wer wie in Sachsen und Brandenburg die AfD wählt, ist ein Nazi. Punktum! Denn so langsam sollten diese Wähler wissen, womit sie es zu tun haben. Protest war gestern. Heute wird das AfD-Programm gewählt.

Boris Johnson verliert seine Mehrheit im Unterhaus. Der konservative Abgeordnete Phillip Lee verließ am Dienstag aus Protest gegen Johnsons Brexit-Politik demonstrativ die Regierungsfraktion und nahm zwischen den Oppositionsabgeordneten Platz. Jetzt ‚droht‘ Johnson mit Neuwahlen für den 15. Oktober.

CSU geht Youtube: CSYOU – und erntet neben viel Spott vor allem harsche Kritik: „Genau da hätte man punkten können bei der Zielgruppe, die man erreichen will: Indem man sagt, das sind die Dinge, die uns wichtig sind. Stattdessen ist das Video 90 Prozent Bashing von politischen Gegnern oder Andersdenkenden.“ (Robin Blase, YouTuber)

Donald Trump wollte Grönland kaufen. Jetzt bekommt Trump Milliarden für Grenzmauer nach Mexiko. Trump will Regenwald in Alaska abholzen lassen. Trump … Trump … Trump …

Der Pranger, Schandpfahl oder Kaak war ein Strafwerkzeug in Form einer Säule, eines Holzpfostens oder einer Plattform, an denen ein Verurteilter gefesselt und öffentlich vorgeführt wurde. Zunächst Folter-Werkzeug und Stätte der Prügelstrafe (Stäupen), erlangten Pranger ab dem 13. Jahrhundert weite Verbreitung zur Vollstreckung von Ehrenstrafen, also Strafen, die den Verurteilten demütigen und bloßstellen.

Willi stellt sich selbst demonstrativ an den Pranger (in Herrstein 2019)
Willi stellt sich selbst demonstrativ an den Pranger (in Herrstein 2019)

Ich bin dafür, dass der Pranger wieder eingeführt wird. Die Trumps, Johnsons, Bolsonaros und wie sie alle heißen, gehören nicht an die Spitze ihrer Regierungen, sondern an den Pranger. Natürlich wird deren Tun öffentlich gerügt, ‚angeprangert‘. Aber ein echter, mittelalterlicher Pranger, mitten in Washington, London, Dresden, Potsdam, München oder Brasilia aufgestellt, sollte dazu dienen, diese Herrschaften ‚aufzunehmen‘. Hin und wieder einige Schläge aufs Hinterteil würden den jeweiligen Blutkreislauf beleben. Faule Tomaten und Eier stellte ich dann gern zur Verfügung.

Zunehmend heiter: Noch 25 Tage bis Buffalo

Nein, das ist kein Wetterbericht. Die zunehmende Heiterkeit bezieht sich auf meinen Gemütszustand. Denn es sind ja jetzt nur noch 25 Tage bis Buffalo (wir erinnern uns an die Ballade von Theodor Fontane: John Maynard aus dem Jahre 1885), d.h. noch 25 Arbeitstage bis zu meinem Rentenbeginn.

Willi – noch 25 Tage bis zur Rente
Willi – noch 25 Tage bis zur Rente

Ein leichtes Lächeln zeigt sich in meinem Gesicht. Dabei habe ich noch jede Menge Mist auf der Arbeit zu tun. Ich bin nämlich der Trottel, der früh morgens zu arbeiten beginnt, während meine ‚lieben‘ Kollegen erst gegen Mittag auf der Arbeit eintreffen (und dann auch bald zur Mittagspause entschwinden). Wenn es aber irgendwo ‚im Gebälk knirscht‘, dann am frühen Morgen. Und ich darf mich dann oft mit Dingen beschäftigen, die eigentlich nicht in meinen Aufgabenbereich fallen.

Ich weiß nicht, wie sie (meine Arbeitskollegen) es nach meinem Ausscheiden regeln werden. Aber das interessiert mich auch nicht die Bohne. Meine Stelle wird nicht neu besetzt, sondern von einem Kollegen in München mit übernommen (der Ärmste war schon bei uns im Hamburg und ich durfte ihn so gut es ging in meine Arbeit einweisen).

Ich wurde schon gefragt (vor allem von Kollegen aus den Fachabteilungen), ob ich eventuell verfügbar sein werde, wenn es ungelöste Probleme geben sollte. Mir wurde bereits angeboten, auf 450-€-Basis zu arbeiten. Soviel weiß ich allerdings: Ich werde eine ‚Auszeit‘ von mindestens einem Viertel Jahr nehmen, um mich zu entspannen. Zuerst komme dann ich (und natürlich meine Familie). Und dann kommt erst einmal lange gar nichts.

Und überhaupt: Nach mir die Sintflut!

Idar-Oberstein (06): Mittelalterliches Herrstein

Während unseres Urlaubs in Idar-Oberstein machte ich mit meiner Frau einen Abstecher nach Herrstein. Der Ort zeichnet sich mit seinem historischen Ortskern als ‚mittelalterliches Kleinod im Hunsrück‘ aus.

Historischer Ortskern von Herrstein
Historischer Ortskern von Herrstein

Hier genossen wir die Ruhe und schlenderten durch die teilweise engen Gassen. Es war ein herrlicher Sommertag.

Historischer Ortskern von Herrstein
Historischer Ortskern von Herrstein

Und wie bereits beschrieben, so machten wir mitten im Ort unsere Mittagspause im Cafe Zehntscheune und aßen von den regionalen Spezialitäten wie ‚gefüllter Kloß‘, Kartoffelwurst, Saumagen usw.

Historischer Ortskern von Herrstein
Historischer Ortskern von Herrstein

Und der Lokalität angemessen haben sich hier viele Künstler und Kunsthandwerker niedergelassen. Und so finden hier traditionellen Märkte statt, u.a. das „Schinderhannes-Räuberfest“ an jedem 2. Wochenende im September, benannt nach dem uns bekannten Räuber, der mit seiner Bande auch in Herrstein Ende des 18. Jahrhunderts sein Unwesen trieb.

Historischer Ortskern von Herrstein
Historischer Ortskern von Herrstein

Quiz zum Wochenende (01)

„Auf dem Landsitz North Cothelstone Hall von Lord und Lady Hesketh-Fortescue befinden sich außer dem jüngsten Sohn Meredith auch die Cousinen Priscilla und Gwyneth Molesworth …“

Quiz zum Wochenende
Quiz zum Wochenende

So beginnt eine legendäre Ansage im Fernsehen, in der sich eine Moderatorin durch das th-Gewirr der englischen Sprache manövriert.

Frage 1: Wer war die Moderatorin?
Frage 2: Aus welcher Sendung stammt diese Ansage?